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Montag, 11. Februar 2019

Trockenmauerweg GR 221 auf Mallorca mit dem Zelt

By On Februar 11, 2019

Mallorca ist vielen nur für Party- und Badespaß bekannt. Doch die Insel hat um Einiges mehr zu bieten. Beispielsweise einen etwa 150 km langen Weitwanderweg, der auch als "Trockenmauerweg" bezeichnet wird. Der Name kommt daher, weil die Strecke entlang an alten Trockensteinmauern verläuft. Er führt an der Westküste von Port D`Andratx durch die Tramuntana nach Pollenca. Dieser Fernwanderweg wird auch als GR 221 bezeichnet. Normalerweise rechnet man mit sieben bis neun Tagesetappen für die Tour. Man kann aber auch nur einen Teil der Strecke machen - so wie wir es aus Zeitgründen auch getan haben.




Die Trockenmauerroute ist ein noch relativ neu geschaffener Wanderweg, der aber immer bekannter wird. Die Etappen werden laufend besser ausgeschildert und die Wege verbessert. Derzeit lässt die Beschilderung oft noch ein wenig zu wünschen übrig, es ist also wichtig eine gute Wanderkarte oder eine gute Online-Landkarte dabei zu haben (ich persönlich schwöre ja auf die App: Maps.me).

Auf der Route gibt es Unterkünfte, sogenannte Refugios bzw Albergues. Diese muss man meist einige Tage im Voraus online oder per Telefonanruf reservieren. Zelten ist auf Mallorca offiziell nur auf Campingplätzen erlaubt, von diesen gibt es aber nicht besonders viele. Es lassen sich aber ausreichend Plätze zum Wildcampen am Wegrand finden. Wer dabei erwischt wird, muss eventuell mit einer Verwarnung oder Strafe rechnen. Bei Gesprächen mit Einheimischen stellte sich jedoch heraus, dass dies nicht besonders streng sei. Man sollte einfach ein wenig abseits der Wege campen und seinen Müll wieder mitnehmen, dann passiert höchstwahrscheinlich nichts.

Wie gesagt, konnten wir aus Zeitgründen nicht die ganze Route machen. Für mich und meinen Kumpel Werner ging es in vier Tagesetappen von Port D`Andratx bis nach Port de Sóller. Wir folgten nicht immer ganz genau den Wegen der Route GR 221, deshalb kann es sein, dass es teilweise zu Abweichungen der Kilometeranzahl von der offiziellen Route kommt.

Start in Port D´Andratx


Kurzzusammenfassung unserer Tour: Port D`Andratx - Port de Sóller:


Tag 1: Port D´Andratx - Ses Alquerioles

  • über Sant Elm, La Trapa und die Finca Ses Fontanelles
  • 22,5 Kilometer, 1.074 Höhenmeter
  • ca 5 Stunden 20 Minuten Bewegungszeit
  • einen ganz passablen Zeltplatz fanden wird in den Bergen kurz vor Ses Alquerioles
  • Erkenntnis des Tages: Benzinkocher verursachen unwahrscheinlich viel Ruß. Nächstes Mal nehmen vielleicht doch wieder einen Gaskocher.

Sant Elm


Tag 2: Ses Alquerioles - Esporles

  • über Estellencs und Banyalbufar
  • 26 Kilometer, 955 Höhenmeter
  • ca 5 Stunden 50 Minuten Bewegungszeit
  • An dem Tag kamen wir etwas in Wassernot. Auf meinen Maps war eine Quelle in den Bergen eingezeichnet, leider stellte sich heraus, dass es sich bloß um eine Höhle handelte, in der ein totes Schaf lag.
  • Wir fanden einen top Schlafplatz kurz vor Esporles an einem Bach. Dort konnten wir endlich ein kurzes, ziemlich erfrischendes Bad nehmen. Die Temperaturen im Februar sinken nachts nämlich oft auf unter 5 Grad Celsius ab.
  • Erkenntnis des Tages: Geschirrspülen mit AXE-Duschgel ist keine gute Idee. Den Geschmack bekommt man erst nach der dritten Tasse Tee wieder aus dem Becher.



Tag 3: Esporles - Deía

  • über Valldemossa
  • 27 Kilometer, 1.095 Höhenmeter (5 Kilometer davon wurden wir von einem netten Mallorquiner mit dem Auto mitgenommen)
  • ca 5 Stunden 30 Minuten Bewegungszeit
  • Wir fanden einen Zeltplatz an einer Klippe direkt über dem Meer mit traumhafter Aussicht auf dem Privatgrundstück einer Finca. Einziger Nachteil: Die etwa 20 recht aufdringlichen Esel, die dort ihr Unwesen trieben.
  • Erkenntnis des Tages: Mallorquinische Finca-Besitzer (und generell Mallorquiner) sind ein äußerst freundliches Volk.



Tag 4: Deía - Port de Sóller

  • 19 Kilometer, 500 Höhenmeter
  • ca 4 Stunden Bewegungszeit
  • entlang eines wunderschönen aber recht unwegsamen Küstenweg (abseits der Route GR 221)
  • Am Abend ging es zurück nach Palma, da der Flug von Werner am Tag darauf recht früh startete. In einer Seitengasse der Stadt liefen uns dann tatsächlich Kara und Mikel entgegen. Die zwei hatte ich vor drei Jahren in Guatemala kennengelernt. Unglaublich!
  • Erkenntnis des Tages: Die Welt ist so unwahrscheinlich klein!



✔️ Insgesamt legten wir fast 100 Kilometer und etwa 3.600 Höhenmeter in vier Tagen zurück - und das mit ungefähr 18 kg am Rücken. 💪🏼







Ausrüstung:

Hier noch eine kurze Liste mit den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen für die Tour mit Zelt:


(*) Es handelt sich hierbei um Werbelinks. 





Sonntag, 9. Dezember 2018

Presse, Interviews, usw.

By On Dezember 09, 2018


Hier findest du einige Veröffentlichungen, Interviews und Erwähnungen meiner Wenigkeit auf anderen Blogs und in den Medien!




Interviews:










Erwähnungen:



  • 09.12.2017 - Artikel über meine Reise in der österreichischen Tageszeitung Salzburger Nachrichten: "Traum wurde wahr: Ganz allein um die Welt"
Salzburger Nachrichten





Menschen:

  • Tanja Niederhofer: "Dein Blog und deine Reiseberichte finde ich wahnsinnig inspirierend. Ich hoffe, dass auch ich eines Tages den Mut haben werde die Welt alleine zu bereisen!"

  • Meine Omi: "Eigentlich wollte ich nur ein paar Seiten des Buches lesen, aber ich konnte einfach nicht mehr aufhören - es war einfach so spannend zu lesen."


Gastbeiträge:





Bücher, E-Books:









Bist du an einer Zusammenarbeit interessiert?
.... dann schau doch mal HIER rein.




Dienstag, 6. November 2018

Kalanga Falls und die Quelle des Nils

By On November 06, 2018


Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Genusses. Wir gönnten uns ein äußerst leckeres Frühstück in unserem Hostel mit einem der schönsten Ausblicke überhaupt auf den Nil. Danach wurde noch der Tarzanswing und der Hostelpool unsicher gemacht.

Später meldete sich sich Mozzy und fragte, ob wir Lust hätten mit ihm und seinem Freund etwas zu unternehmen. Sie würden uns ein paar schöne Fleckchen in der Gegend zeigen. Ja klar, warum denn nicht!

Sie holten uns mit dem Auto ab und wir machten uns auf den Weg zur anderen Uferseite des Nils, nämlich zu den Kalanga Falls.

"Jeden Tag eine gute Tat"

Anki hatte noch ein paar Klamotten mitgenommen, die sie nicht mehr braucht. Darunter ein selbstgenähter Rock von ihrer Mama. Sie bat Mozzy und seinen Freund irgendwo Halt zu machen, wo Menschen wohnen, die sich darüber freuen würden. Die beiden meinten, das wäre überhaupt kein Problem. Als wir anhielten, stiegen wir zögernd aus dem Auto. Wir wussten erstmals nicht wohin wir sollten. Zudem ernteten wir natürlich jede Menge neugieriger Blicke, die uns von oben bis unten musterten. Anki war es wichtig, noch ein Foto von der Person, die die Sachen erhalten wird, mit dem Rock ihrer Mama, zu machen. Wir gingen vorsichtig durch die recht schmutzigen Gassen, in diesem doch recht ärmlich wirkenden Viertel. Schon bald, fanden wir eine Frau, die so aussah als würden ihr die Klamotten passen. Als Anki ihr die Dinge überreichte, strahlte diese über das ganze Gesicht und bedankte sich herzlich.



Die Kalanga Falls

Wenige Fahrminuten später kamen wir bei den Kalanga Falls an.

Die Kalanga Falls am Nil



Es war zugegebenermaßen wunderschön hier. Die Einheimischen kommen anscheinend hierher, um zu beten und zu planschen. Mozzy erzählte uns noch allerhand andere Fakten über diese Gegend, aber ehrlich gesagt, hörten wir ihm nicht mehr richtig zu. Es war wahnsinnig heiß und ich wollte eigentlich nur noch in das kühle Nass springen. Mozzy warnte uns vor der starken Strömung. Etwas verunsichert sprangen wir drei Mädels dann doch hinein. Die Jungs konnten wir nicht überreden mitzukommen.



Jana, ich, Mozzy und Anki

auch ein paar einheimische Kids waren vor Ort zum planschen

Das Bad war äußerst erfrischend. Doch nun zogen plötzlich dunkle Wolken auf. Wir machten uns rasch auf den Weg zum Auto. Kaum dort angekommen begann es wirklich wie aus Eimern zu schütten. Da unser Auto schon etwas in die Jahre gekommen war, funktionierte die eine Fensterscheibe nicht mehr ganz so wie sie sollte und ließ sich nicht mehr schließen. Somit bekamen wir selbst im Auto noch eine ordentlich Dusche ab.

Auf die Frage, wohin es denn nun gehen sollte, meinte Mozzy, dass er uns kurz sein Zuhause zeigen wolle und später machen wir eine Bootsfahrt zur Quelle des Nils.

Das Zuhause von Mozzy war ganz nett eingerichtet. Er hatte einige selbstgemalte Bilder aufgehängt und zeigte uns noch allerhand andere selbstgemachte Kunstwerke. Dazu servierte er uns grünliches Gemüse, ähnlich wie Spinat - schmeckte aber gar nicht so schlecht.


Die Quelle des Nils

Nach etwa einer halben Stunde machten wir uns auf zum Nil. Dort wartete bereits ein gar nicht so kleines motorisiertes Holzboot inklusive Fahrer auf uns.

Von hier aus holte uns das Holzboot ab. Im Hintergrund kann man eine kleine Insel sehen, mit kleinen Hütten darauf - dort ist die offizielle Quelle des Nils. 

Wir stiegen in das Boot und es ging erstmals zu der kleinen Insel, wo der Nil entspringen sollte. Die Stelle ist mit einem blauen Schild gekennzeichnet:

"Die Quelle des Nils. Der längste Fluss der Welt."

Hier befindet sich die Quelle des Nils

Ein Nil-Bier am Nil :D

Unser äußerst lieber Bootsfahrer


Wir gönnten uns noch ein, zwei leckere "Nile Special" am Nil bzw Viktoriasee. Wir fuhren nämlich mit unserem Boot dann vom Nil raus auf den Viktoriasee. Dort erlebten wir einen traumhaft schönen Sonnenuntergang. So neigte sich wieder ein wunderschöner Tag dem Ende zu (außer dass Anki sich vielleicht ein ganz klein bisschen von den ständigen Anmachen der zwei Muzungu Hunters gestört fühlte).

Bis morgen :)



findest du noch mehr unserer Fotos 
zum Nil und dem Viktoriasee

=> HIER <= 
findest du alle meine Fotoalben 
von Uganda


Montag, 5. November 2018

Auf zum Nil

By On November 05, 2018

Weiter geht´s 

Heute sollte es weiter gehen, zurück in Richtung Kampala. Bevor wir uns jedoch wieder in das Großstadtgetümmel wagen, möchten wir noch zwei entspannte Tage am Nil verbringen. Die Zeit rennt mittlerweile - in ein paar Tagen sitzen wird schon wieder im Flugzeug nach Hause.

Wir frühstückten im Camp und wollten dann schön langsam packen. Der Besitzer des Camps saß noch gemütlich beim Frühstück. Er wollte ja dann mit uns nach Mbale fahren, damit wir ihm dort das Geld geben können. Plötzlich rief uns jemand zu, dass der Bus schon da sei. Da der nur einmal am Tag fährt, mussten wir den auf alle Fälle erwischen. Das war jetzt natürlich wieder ein Riesenstress. So früh haben wir wirklich nicht damit gerechnet, dass er aufkreuzt. Gestern kam er immerhin über eine Stunde später an. "T.I.A." - sag ich da nur.

Auch der Campbesitzer wurde nun sichtlich gestresst. Hektisch rief er uns zu wir sollten uns beeilen. Letztendlich klappte es alles.

Der Bus war etwa halbvoll mit Leuten. Die unasphaltierte Straße war ordentlich holprig, doch mit der Zeit wurde sie zum Glück etwas besser. Der junge Mann, der eine Sitzreihe vor uns saß, zeigte ein ausgeprägtes Redebedürfnis und wollte dann auch noch unbedingt meine E-Mail Adresse und meine Handynummer haben.

Mbale - eine chaotische Stadt 

Endlich in Mbale angekommen, folgten wir dem Campbesitzer quer durch die Stadt, da er uns zu einem Bankomaten bringen wollte. Mbale ist ziemlich chaotisch, voll von Menschenmassen, staubig und heiß. Die Bankomat-Suche zog sich noch ordentlich in die Länge. Der erste funktionierte nicht. Vor dem zweiten stand bereits eine endlose Schlange an. Schlussendlich klappte es dann aber doch noch.

Der Campbesitzer brachte uns in ein kleines Restaurant. Eigentlich wollten wir jetzt gar nichts essen, sondern einfach nur möglichst schnell weg von hier, um dann die Zeit am Nil noch genießen zu können. Wir erklärten ihm kurzerhand, dass wir ihn jetzt gleich zahlen möchten und dann weiterreisen werden. Wir übergaben ihm das Geld.

Er ließ es sich aber nicht nehmen, uns noch zum Busbahnhof zu bringen. Alle paar Meter wurden wir von Männern angequatscht, die unbedingt wollten, dass wir mit ihrem Matatu oder Bus mitfahren. Natürlich hatten sie alle den billigsten Preis und die schnellste Route. Letztendlich entschieden wir uns für einen großen Bus, da diese meistens nicht so oft halten, wie die kleinen Matatus. Woran wir aber nicht gedacht hatten ist, dass es natürlich viel länger dauert, so einen großen Bus zu füllen. Es zog sich also noch ordentlich in die Länge, bis wir endlich losfuhren.

Wieder hatte ich einen äußerst redseligen Sitznachbar. Großzügig teilte er Nüsse und andere kleine Snacks mit mir. Und natürlich wollte auch er wieder meine Nummer und E-Mail Adresse.

Angekommen in Jinja

Was waren wir froh, als wir endlich in Jinja ankamen. Von dort aus ging es mit einem Boda-Boda zu einem wirklich schönen Camp am Nil.

Wir schliefen in einem sozusagenen Dorm (=Schlafsaal) mit drei Stockbetten. Es war eigentlich ganz okay. Das beste war, dass das Hostel über einen kleinen Pool verfügte und natürlich die direkte Lage am Nil.

Es führte ein steiler Weg hinunter zum Fluss. Dort gab es zu unserer Freude einen Tarzanswing, den wir natürlich sofort ausprobierten.





Ganz begeistert waren wir auch von all den süßen Äffchen, die sich rund um die Anlage und auch in der Anlage tummelten.






Aussicht von der Hostelbar über den Nil - traumhaft schön :)

Später gönnten wir uns ein leckeres Abendessen im Hostel. Lang ist es nun schon her, dass wir so etwas Gutes zu essen bekamen. In der Karamoja-Region, war das Nahrungsmittelangebot immerhin sehr beschränkt.

Am Abend besuchte uns dann noch Mozzy. Den kenne ich von meiner ersten Ugandareise. Mozzy ist eigentlich ein ganz Lieber, aber so ein richtiger "Muzungu-Hunter". Darunter versteht man Afrikaner, die es sich mehr oder weniger zur Lebensaufgabe gemacht haben, sich weiße Frauen zu angeln. Ich glaube Mozzy ist tatsächlich einer der bekanntesten Muzungu-Hunter in ganz Uganda *lach*. Sogar meine Freundin Katharina, die ich damals in Uganda kennengelernt habe, hat schon Bekanntschaft mit ihm gemacht.

Mozzy und ich





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