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Donnerstag, 5. Juli 2018

Die größten Reinfälle auf meiner bisherigen Reise

By On Juli 05, 2018


Während ich die letzten zwei Jahre mit dem Rucksack um die Welt gereist bin, gab es neben jeder Menge unvergesslich schöner Erlebnisse auch ein paar Reinfälle. 


Neben den alltäglichen Problemen eines Backpackers, die ich  =>HIER<=  schon einmal beschrieben habe, gab es auch ein paar Ereignisse, die mir ganz besonders in Erinnerung geblieben sind. Um euch daran teilhaben lassen zu können, habe ich sie hier nochmals aufgelistet:



Verhaftung in den frühen Morgenstunden am Titicacasee
Bolivien, Juli 2017
Ich war gerade zum Couchsurfen bei einem Vorarlberger Aussteiger namens Ernst, der sich in einem kleinen, abgelegenen Dörfchen am Titicacasee niedergelassen hatte. Mit mir befand sich ein weiterer Gast in seinem Haus - ein 20-jähriges bolivianisches Mädchen, das mir leicht seltsam erschien und mir mit ihrem nächtlichen Schlafwandeln schon öfters ordentlich Angst eingejagt hatte. Eines schönen Morgens stand plötzlich das ganze Dorf samt Polizei vor unserem Haus. Tatverdacht: Illegaler Drogenhandel, das Anzünden eines Hauses und als Draufgabe wurde Ernst noch Mädchenhandel unterstellt. Mit viel Glück konnte ich einer Nacht im Gefängnis entgehen, Ernst aber leider nicht. Gott sei Dank konnte die Sache mehr oder weniger aufgeklärt werden. Trotzdem musst Ernst der sehr korrupten Polizei einiges an Schmiergeld bezahlen.
Die ganze Geschichte könnte ihr =>HIER<= nachlesen.

"Verhaftung am Titicacasee"
 Hier am Bild: Ernst mit der Polizei und den aufgebrachten Dorfbewohnern



Zudringlicher Couchsurfing Gastgeber
Bolivien, Juni 2017
Da ich meine Pläne wieder einmal spontan geändert hatte, suchte mich mir einen Last-Minute Couchsurfing Gastgeber in Oruro. Leider gab es dort nicht viel Auswahl. Dann fand ich Paul, er hatte zwar nicht viele Referenzen, aber immerhin wohnte er laut Angabe auf seinem Profil mit seiner Mama und seinen Großeltern zusammen - da kann ja nicht viel schief gehen. Er holte mich mit dem Auto vom Busbahnhof ab und meinte, dass wir gleich zu schönen Thermalquellen hier in der Nähe fahren könnten. Das hörte sich gut an. Es ging also gleich schnurstracks zur Therme. Leider war das Hauptbecken aufgrund von Reinigungsarbeiten gesperrt. Es blieb uns also nur die Möglichkeit in einem kleinen, privaten Minipool zu baden. Irgendwie hatte ich so das Gefühl das Paul sich an mich ranmachen wollte, deshalb erzählte ich ihm gleich, dass ich einen Freund hätte. Das schien ihn nicht sonderlich zu stören. Als wir endlich auf dem Rückweg zu ihm nach Hause waren, meinte er er müsste mir noch etwas zeigen. Wir fuhren einen kleinen Berg hoch. Mittlerweile war es schon stockdunkel. Oben angekommen stiegen wir vom Auto aus und sahen hinunter auf das funkelnde Lichtermeer der Stadt. Es war wunderschön, aber ich hatte immer noch das Gefühl, dass Paul sich irgendwas erhoffte. Zu allem Überfluss packter er dann auch noch eine Flasche Rotwein und Weingläser aus dem Kofferraum aus. Ich trank anstandshalber zwei Schlücke. Paul leerte sich das Zeugs dafür nur so runter. Kaum war die erste Flasche geleert kam schon die zweite dran. Durch den Alkohol schien er nun noch mutiger geworden zu sein und wurde nun wirklich ekelig zudringlich, obwohl ich ihm eindeutig zeigte und auch sagte, dass ich nicht an ihm interessiert war. Ihm schien das nicht im geringsten zu stören. Letztendlich erklärte ich ihm lautstark, dass ich JETZT zurück in die Stadt will. Er schaute mich erstaunt an und merkte nun wohl, dass es mir richtig ernst war. In der Stadt angekommen, ließ ich ihn an einem Hostel halten, nahm meinen Rucksack und verließ wortlos sein Auto.



Zweimalig gescheitere Besteigung des Chimborazo 6.310 m
Ecuador, März 2017
Gleich zweimal misslang mir der Gipfelsieg des über 6.000 m hohen Chimborazo. Das erste Mal lag es an den großen Massen von Neuschnee, die das Vorankommen sehr verzögerten. Zusätzlich kamen meine Probleme mit der Höhe dazu. Beim zweiten Mal scheiterten wir an zu gefährlichen Schneeverhältnissen.
Die genauen Berichte dazu kannst du =>HIER<= (1. Besteigung) und =>HIER<= (2. Besteigung) nachlesen. 

"Gescheiterte Besteigung des Chimborazo"



Flucht aus einer partywütigen Hippie-Villa
Mexiko, September 2016
Nach einer schlaflosen Nachtbusfahrt kam ich völlig übermüdet bei meinem Couchsurfing Gastgeber in Puerto Escondido an. Dieser entpuppte sich als wilder Hippie, der gemeinsam mit seinen Freunden in einem kleinen Haus lebte. Es gab sogar einen kleinen Pool. Mein Gastgeber fragte mich, ob es mich eh nicht stören würde, wenn hier heute Nacht eine kleine Party steigen würde. Ich schluckte erstmals. Nach und nach trudelten die Partygäste bereits ein. Letztendlich waren bestimmt 50 Leute vor Ort. In der Küche wurde mit lustig machenden Kräutern ein Dessert geköchelt, währenddessen dasselbe Kraut dazu geraucht wurde. Auch ein paar Pillen gingen durch die Runden, während sich andere lieber was durch die Nase zogen. Mir war aber eigentlich nur zum Schlafen zumute. Ich fragte meinen Gastgeber wo ich mich denn etwas ausruhen könnte, worauf dieser antwortete, dass ich mich überall hinlegen könnte wo ich wollte. Ach du lieber Himmel. Im ganzen Haus wimmelte es von Leuten. Ich ging auf die Dachterrasse, denn dort gab es so etwas ähnliches wie ein kleines Bett. Aber auch hier saßen mindestens zehn Leute, die mich die ganze Zeit zum Mitfeiern motivieren wollten. Dass ich gerade einfach viel zu müde dafür war, verstanden sie natürlich überhaupt nicht. Ich stopfte mir meine Ohrenstöpstel rein und versuchte irgendwie zu schlafen, was aber nur sehr bedingt möglich war. Am frühen Morgen packte ich gleich meine sieben Sachen. Überall lagen völlig stoned Leute herum - neben mir auf der Dachterrasse, am Küchenboden, im Wohnzimmer, neben dem Pool,... Ich schrieb einen schnellen "Danke-fürs-Übernachten-Zettel" und machte mich aus dem Staub. Eigentlich hatte ich meinem Gastgeber ja angekündigt ein paar Tage hier zu bleiben, doch diesen Plan änderte ich ganz spontan.



Unsanfter Rausschmiss aus einem Hostel
Nicaragua, Juni 2016
Ich war gerade an einem wunderschönen Traumstrand in Nicaragua zum Arbeiten in einem Hostel. Leider kam ich mit der Besitzerin Leslia nicht besonders gut klar, da diese eine richtige Hexe war. Sie versuchte mir das Leben wo es nur geht schwer zu machen, während ihr Gatte ein richtig netter Kerl war, mit dem ich sehr gut auskam. Irgendwann brachte Leslia das Fass zum Überlaufen, als sie zu mir meinte es würde Geld in der Kassa fehlen. Daraufhin erklärte ich ihr, dass ich morgen abreisen würde. Das passte ihr am Anfang gar nicht so und sie versuchte es kurz nochmals mit der zuckersüßen Art, aber mir reichte es nun eindeutig. Am nächsten Morgen gegen sechs Uhr wurde ich unsanft aus dem Schlaf gerissen. Leslia stand vor mir und erklärte mir ungehalten, dass ich sofort ihr Hostel verlassen sollte. Mir war es ein Rätsel wie sie in mein Zimmer kam, da ich dieses abgeschlossen hatte. Sie schrie mich an, dass  ich mich gefälligst beeilen sollte, denn sie würde mein Zimmer für neue Gäste brauchen. Ich wusste natürlich, dass das nicht stimmte, da es jede Menge freie Zimmer gab. Sie wollte mir nun so richtig eins auswischen und wahrscheinlich hatte sie Angst, dass ich um 8 Uhr noch da bin, wenn dann ihr Gatte kommt. Wenn der von den gestrigen und heutigen Geschehnissen Wind bekommen würde, wäre er sicher nicht begeistert, wie mich seine Frau behandelte. Aber gut. Ich wollte keine Streit und packte alles zusammen. Da wir recht abgelegen waren, kam nur einmal am Tag - nämlich um 10 Uhr - ein Bus. Ich wollte also auf der Straße vor dem Hostel warten. Da kam die aufgebrachte Hexe herbeigerannt und schrie ich sollte auf der Stelle ihr Grundstück verlassen, sonst würde sie die Polizei rufen. Ich hatte schon Angst, dass die Gute gleich eine Herzattacke bekommen könnte, da sie sich so unwahrscheinlich aufregte. Ich warf ihr noch ein zuckersüßes Lächeln zu, packte mir meinen Rucksack auf den Rücken und begann loszuwandern. Bis zum nächsten Ort würde ich ca. zwei Sunden brauchen, der Weg ging zudem stetig leicht nach oben. In der brütenden Hitze hier, war das Ganze gleich nochmal so schlimm. Ich plagte mich also den Weg hoch. Wie durch ein Wunder hielt ein junger Mopedfahrer neben mir und bot mir an mich in den nächsten Ort zu bringen. Letztendlich wollte er nicht einmal Geld annehmen für seinen Gefallen. Der Kleine rettete wirklich meinen Tag - es gab also doch noch gute Menschen auf dieser Erde. 



Bedrängnis im Nebelwald
Costa Rica, April 2016
Wieder einmal war ich zum Couchsurfen. Diesmal bei einem etwa 50-jährigen Mann, der inmitten eines Nationalparks in einem Nebelwald in einem kleinen Haus wohnte. Zuerst waren wir zusammen beim Dorffest. Danach brachte uns ein Freund von ihm zu seinem Haus, das relativ abgelegen lag. Die beiden führten das Fest zu Hause fort und begannen sich am Balkon weiter zu besaufen. Als der Freund nach Hause gefahren war, begann mein Gastgeber plötzlich etwas zudringlich zu werden. Ich fragte ich wo ich denn nun schlafen könnte, woraufhin er antwortete, ob ich nicht sehen könnte, wie klein sein Haus wäre und dass wir uns sein Bett teilen müssten. Ich war wie versteinert vor Schreck. Mitten in der Nacht konnte ich unmöglich zurück ins Dorf, denn dieses lag etwa 15 km entfernt. Ich legte mich ganz an den Rand des Bettes, machte aber die ganze Nacht kein Auge zu. Der Typ war Gott sei Dank so besoffen, dass er sofort in einen tiefen Schlaf fiel. Ich wusste, dass er am nächsten Tag früh aufstehen und zur Arbeit musste. Als er endlich weg war, nahm ich meinen Rucksack und haute so schnell wie möglich ab. Tagsüber gab es zum Glück öffentliche Verkehrsmittel, die beim Haus vorbei fuhren.



Polizeilicher Verweis aus dem Armenviertel
Namibia, Februar 2016
Als meine Reisebegleitung Patrick und ich gerade am Busbahnhof in Walvis Bay an der namibischen Küste ankamen, lechzte Patrick bereits nach einem kalten Bier. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite entdecken wir dann auch gleich eine kleine Kneipe, aus der lautstarke Musik dröhnte. Sie sah zwar etwas heruntergekommen aus, aber das störte uns nicht. Der Schuppen war ganz schön voll. Wir bestellten Bier und schon bald gesellten sich ein paar Einheimische zu uns. Sie waren total sympathisch aber auch sehr erstaunt, dass hier Weiße in der Bar waren. Wir wären sogar die ersten weißhäutigen Menschen, die sie jemals hier gesehen hatten. Das wunderte uns, denn  hier in Walvis Bay sollten anscheinend viele Weiße leben. Ein junger Mann erklärte uns, dass diese alle in den reicheren Stadtvierteln wohnen würden und hier eigentlich nie herkämen. Die Männer gaben gleich eine Runde für uns und wir verbrachten lustige Stunden mit ihnen. Später sprach uns erneut ein Mann in der Bar an und auch er meinte, dass hier normalerweise nie Weiße herkommen und wir sollten gut aufpassen, denn es sei gefährlich hier. Das schien uns nicht Grund genug, den Ort zu verlassen, bis uns dann wahrhaftig die Polizei rausholte. Wir saßen gerade an einem Tisch vor der Kneipe, als ein Polizeiauto die Straße entlang fuhr. Dann stoppten sie doch glatt neben uns und winkten uns herbei. Sie wollten uns in eine sicherere Gegend bringen. Das sah ich vorerst überhaupt nicht ein und fand es noch dazu diskriminierend. Patrick zischte mir zu, ich solle mich doch beruhigen und er möchte hier keine Probleme bekommen. Na gut, widerwillig holte ich meinen Rucksack. Wir verabschiedeten uns von unseren neuen Freunden. Diese meinten, wir sollen doch bald wiederkommen, was wir ihnen dann auch versprachen. Die Polizei brachte uns dann zu einem Hostel im Stadtzentrum.

"Polizeilicher Verweis aus dem Armenviertel"
Hier am Bild: Die Polizei, Patrick und ich



Geld aus dem Rucksack gestohlen
Botswana, Februar 2016
Am besagten Tag, plante ich eine Reittour durch das Okavango Delta. Als ich auf der Pferdefarm ankam, erklärte mir die Besitzerin, dass ich meinen kleinen Rucksack während der Tour doch bei ihrem Kollegen lassen sollte, damit er mich nicht stört. Ich dachte mir nicht viel dabei und händigte ihm das Ding aus. Als die Tour nach wenigen Stunden vorüber war, vergaß ich meinen Rucksackinhalt zu kontrollieren. Erst bei der Ankunft meines Hostels dachte ich daran. Leider fehlte wirklich etwas - zu meinem Glück aber nur ein Teil des Bargeldes (umgerechnet vielleicht 30-40 Euro). Das war mir wieder einmal eine Lehre nicht jedem zu vertrauen und auf meine Sachen besser aufzupassen.



Überfall von einem Pavian bei den Viktoriafällen
Sambia, Februar 2016
Als ich die Viktoriafälle an der Grenze Sambia-Simbabwe besuchte, beschloss ich noch ein wenig die wunderschönen Wanderwege entlang der imposanten Schlucht zu erkunden. Ich war alleine unterwegs. Auf meiner Erkundungstour sah ich Unmengen von Pavianherden. Diese schienen hier in der Gegend nicht besonders schüchtern zu sein und kamen teilweise ziemlich nah ran. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass sie von den Touristen immer wieder gefüttert wurden. Anfangs fand ich die Vieher auch noch wirklich süß und machte Videos und Fotos aus nächster Nähe von ihnen. Nur von den ausgewachsenen Männchen hielt ich immer leichten Sicherheitsabstand, da die Tiere ganz schön groß waren. Als ich gerade ein paar Babyaffen aus nächster Nähe beim Spielen beobachtete, baute sich plötzlich ein riesiges Pavian-Männchen vor mir auf. Er fletschte die Zähne und riss mir meine gelbe Tüte aus der Hand. So schnell konnte ich gar nicht schauen, war er dann auch schon mit dem Ding in den Baumkronen verschwunden. Na, zum Glück hatte ich bloß mein Wurstbrot und nichts Wertvolles in der Tüte. Im weiteren Verlauf der Wanderung hatte ich dann immer panische Angst, dass mir nochmals so ein Riesen-Vieh über den Weg laufen könnte. 




Rucksack vergessen
Malawi, Jänner 2016
Am wunderschönen Malawisee vergaß ich leider meinen heißgeliebten Tagesrucksack in einem Hostel. Diese Unachtsamkeit brachte eine zusätzliche fast zweitägige Busfahrt mit sich. Aber  der Rucksack war es mir wert. 



Handy futsch 
Malawi, Jänner 2016
Zu meiner großen Freude fand ich in einem kleinen malawischen Dörfchen eine Unterkunft für umgerechnet bloß einem Euro/ Nacht. Doch die Freude hielt nicht lange. Als ich am Abend kurz das Zimmer verließ, hatte in der Zwischenzeit jemand mein Handy aus dem Zimmer gestohlen. Die Dorfgemeinschaft zeigte sich äußerst hilfsbereit und half mir bis tief in die Nacht hinein das Ding zu suchen - leider erfolglos. Als ich am nächsten Tag den Polizeiposten im Nachbarort aufsuchte, musste ich mich noch mit den Polizisten ärgern, die Austria nicht von Australia unterscheiden konnten. Ansonsten waren sie aber ganz lieb und teilten sogar ihr Mittagessen mit mir.
Die genauen Details zu der Geschichte kannst du =>HIER< nachlesen. 



Betrunkener und bekiffter Guide 
Malawi, Jänner 2016
Dass die Einwohner von Malawi ein sehr redseliges Volk sind, mussten meine Reisebegleitung Sonja und ich gleich bei der Einreise nach Malawi feststellen. Wir wollten gerade in Chitimba am Malawisee einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen, als uns wieder einmal ein Einheimischer - er hieß übrigens Bob - volllaberte. Er wollte uns ein wenig Gras verkaufen - dieses wird dort übrigens "Malawi Gold" genannt, da es besonders gut sein sollte - und uns zu guter Letzt noch eine kleine Wasserfall-Tour für morgen andrehen. Da er dafür umgerechnet nur drei Euro haben wollte und die Tour fast den ganzen Tag dauern sollte, sagten wir ihm sogar zu. Immerhin lieben wir Wasserfälle. Als Bob am  nächsten Tag am vereinbarten Treffpunkt etwa eine Stunde zu spät erschien, hatte er glührote Mini-Augen. Gleich bei der Begrüßung erzählte er uns dann, dass er heute Morgen schon drei Flaschen irgendeiner lokalen Spirituose getrunken und zwei Joints geraucht hatte. Dafür sah er eigentlich noch ganz gut aus, obwohl man die Alkoholfahne schon deutlich riechen konnte. Er meinte dann noch, dass er mindestens jede Stunde eine kleine Joint-Pause brächte. Na, das kann ja was werden. Nach zehn Minuten gehen musste er sich tatsächlich schon den ersten drehen. Er kam dann auch gleich mit einer Flasche dieser lokalen Spirituose an, die wir unbedingt probieren sollten. Das Zeugs schmeckte gar nicht so schlecht, wir hielten uns jedoch mit dem Trinken etwas zurück, immerhin hatten wir noch eine ordentliche Strecke vor uns. Verwunderlicherweise hatte Bob einen ziemlich flotten Schritt drauf, dem wir nur schwer folgen konnten. Vor allem die Hitze machte uns ordentlich zu schaffen. Der Wasserfall war letztendlich atemberaubend schön. Am Ende der Wanderung verließ uns Bob aber dann ganz plötzlich - er meinte er fühle sich nicht gut und müsste ganz dringend schlafen gehen. Tja, wen wundert´s?

"Betrunkener und bekiffter Guide"
Hier am Bild: Beim Drehen seines Joints



Fähre versäumt aufgrund eines Uhrzeit-Missverständnisses
Tansania, Dezember 2015
Ich war gerade mit meiner Reisebegleitung Alex am Viktoriasee. Wir wollten an diesem besagten Tag mit einer Fähre den See überqueren. Gleich in der Früh machten wir uns auf, um noch ein Ticket am Hafen zu ergattern - immerhin fuhr die Fähre nur zweimal pro Woche ab. Der nette Herr am Ticketschalter erklärte uns, dass wir um 8 Uhr am Hafen sein sollten, denn um 8:30 Uhr wäre Abfahrt. Wir schlossen daraus logischerweise, dass 20 Uhr gemeint sein musste, denn 8 Uhr morgens war schon vorbei. Als Alex und ich gegen 14:30 Uhr gerade gemütlich am See in der Sonne relaxten, sahen wir plötzlich wie die Fähre abfuhr. Das kam uns äußerst seltsam vor. Wir fragten den Besitzer unserer Unterkunft nach dem Grund. Wie wir erfahren mussten, hat es sich tatsächlich um unsere Fähre gehandelt. Viele Einheimische in Tansania würden wohl in der "Swahili-Zeit" reden. In der Swahili-Zeit beginnt der der Tag mit dem Sonnenaufgang um 7 Uhr morgens - da Tansania am Äquator liegt, ist dieser das ganze Jahr zur exakt selben Uhrzeit. Der Sonnenaufgang ist die Stunde 1. 8 Uhr ist demzufolge 2, usw. Der Ticketverkäufer hatte mit 8 Uhr also 14 Uhr gemeint. Dieses Missverständnis bescherte uns weitere zwei Tage in dem Küstenörtchen, da wir ja auf die nächste Fähre warten mussten.

"Fähre versäumt"
Hier am Bild: die Fähre, die ohne uns davongefahren ist



Begegnung mit der grünen Mamba
Uganda, November 2015
Es war noch relativ am Anfang meiner Reise, als ich mich in einem Regenwald in Uganda total verlaufen hatte. Als wäre das nicht genug, sah ich plötzlich vor mir auf einem Ast eine 1,5 m lange  giftgrüne Schlange, die mir direkt in die Augen schaute. Ich war wie versteinert vor Schreck. Ungewöhnlich langsam verschwand das Biest dann in der Baumkrone. Den genauen Bericht dazu könnt ihr =>HIER<= nachlesen.




Bei der Blogparade von Ellen auf => PATROTA.COM <= könnt ihr noch mehr zum Thema "Pleiten, Pech und Pannen auf Reisen" nachlesen ;)


Mittwoch, 25. April 2018

Die schönsten Wanderungen in und rund um Interlaken

By On April 25, 2018

Wie die Zeit vergeht. Nun bin ich doch tatsächlich schon einige Monate in der schönen Schweiz. Ich habe meine freie Zeit neben dem Arbeiten natürlich auch für ausgiebige Erkundungstouren genutzt. Dabei bin ich bereits auf jede Menge wundervoller Fleckchen gestoßen. Der Großteil davon ist zudem für das schlanke Budget gut erschwinglich. Hier meine Top Wanderungen rund um Interlaken und im Berner Oberland:



Beatushöhlen


1. Wanderung von Interlaken zu den Beatushöhlen

Mehr oder weniger zufällig stieß ich vor einigen Wochen auf diese wunderschöne Route bei einer morgendlichen Jogging-Einheit. Mittlerweile bin ich den Weg bereits mehrere Male gejoggt, wie auch gewandert. Man startet in Interlaken und geht dann die Aare entlang in Richtung Thuner See bis zum Naturschutzgebiet Weissenau. Man sollte hier einen kurzen Stopp einlegen, um die Burgruine dort zu erkundschaften. Sie ist zudem die größte und am besten erhaltene Burganlage im Berner Oberland. Weiter führt der Weg dem Seeufer entlang. Wenn die Sommersonne vom Himmel strahlt, dann gibt es hier jede Menge Möglichkeiten, um sich eine kurze Abkühlung im See zu genehmigen. Es geht nun vorbei an hohen Felsklippen. Sie erinnern mich ein bisschen an die kroatische Küste. Zu guter Letzt kommt man dann bei den Beatushöhlen an. Die Kulisse dort ist paradiesisch schön. Wer das nötige Kleingeld dabei hat, kann auch noch die Höhlen selbst begutachten. Hierzu kann ich aber leider keine Infos geben, da ich selbst noch nie drin war. Den Weg zurück nach Interlaken kann man dann mit dem Bus fahren oder wieder zu Fuß zurücklegen.
=> Fotos <=

Gehzeit: ca. 2,5 Stunden (von Interlaken zu den Beatushöhlen)

Weg zu den Beatushöhlen von Interlaken aus
auf dem Weg zu den Beatushöhlen

2. Wanderung auf den Harder Kulm

Den Aussichtspunkt "Harder Kulm" ist recht bekannt, da man ihn von Interlaken aus gut sehen kann. Er befindet sich sozusagen am Hausberg des Ortes. Die Wanderung kann man entweder von Interlaken oder Unterseen starten - es führen also zwei Routen dorthin. Meine Empfehlung wäre es natürlich auf der einen Seite hinaufzuwandern und und auf der anderen wieder hinunter. Für die nicht so Sportlichen unter euch, fährt tatsächlich auch eine Bergbahn auf den Harder. Ich persönlich bevorzuge die Wanderung im Frühjahr, wenn die Bahn noch geschlossen ist, denn dann kann man oben angekommen eine idyllische Ruhe genießen. Aber die Aussicht auf die traumhafte umliegende Bergkulisse und die beiden Seen entschädigt auch für die Horde Asiaten und Araber, die sich dort im Sommer tummeln, um unendlich viele Selfies zu schießen ;)
=> Fotos <=

Gehzeit: ca. 1,5-2 Stunden hinauf und 1,5-2 Stunden hinunter


am Harder Kulm


3. Wanderung auf den Schönbüel

Die traumhaft schöne Panoramawelt "Lungern-Schönbüel" liegt zwar nicht in unmittelbarer Nähe zu Interlaken, aber sie ist trotzdem einen Besuch wert - sowohl im Sommer wie auch im Winter. Von Interlaken ist man in etwa einer Stunde mit dem Zug in Lungern. Der Aussichtspunkt Schönbüel liegt auf 2008 m Seehöhe. Das hört sich nun aber schlimmer an als es ist, denn mit der Turrenbahn kann man von Lungern aus bereits bis auf 1.532 m fahren. Von dort ist es dann nur noch eine kurze Wanderung auf den Schönbüel. Für die Aktiveren gibt es aber noch unendlich viele Wandermöglichkeiten von der Bergstation der Turrenbahn aus. 
=> Fotos <=

Gehzeit: ca. 1,5 Stunden von der Turrenbahn Bergstation auf den Schönbüel

Lungern - Schönbüel

4. Wanderung von Interlaken nach Brienz

Die Wanderung startet man direkt in Interlaken - am besten am Bahnhof Interlaken Ost. Von dort aus geht man dann die Aare entlang bis zum Brienzer See. Für diese Route nehmen wir den Weg am rechten Seeufer (von uns aus gesehen), der über Iseltwald geht. Die Wanderung geht nun bis nach Brienz fast ausschließlich am direkten Seeufer entlang. Und sie ist einfach traumhaft schön - nicht zu unrecht auch bekannt als einer der schönsten Uferwege in der Schweiz. Es geht vorbei an felsigen Klippen, idyllischen kleinen Dörfern und imposanten Wasserfällen. Von Brienz aus, kann man dann mit dem Zug wieder zurück nach Interlaken fahren. 

Gehzeit: ca. 5 Stunden

von Interlaken nach Brienz über Iseltwald

5. Wanderung: Lauterbrunnen - Stechelberg - Gimmelwald - Mürren - Lauterbrunnen

Eine traumhaft schöne 1-Tages-Wanderung. Man nimmt den Zug von Interlaken nach Lauterbrunnen. Dort angekommen wandert man unter imposanten Felswänden in Richtung der schneebedeckten Berge. Besonders im Frühjahr donnern hier eindrückliche Wassermassen zu Tale. Grund dafür ist die Schneeschmelze. Am Ende des Tales in Stechelberg angekommen nimmt man die Bergbahn nach Gimmelwald (Kosten: 6,40 CHF Normalpreis; 3,20 CHF Halbtax). Die Fahrt mit der Gondel ist ein weiteres Highlight, denn es geht richtig steil, entlang der Felswände, nach oben. Von Gimmelwald ist es eine sehr idyllische Wanderung - mit dem absolut grandiosesten Ausblick auf die umliegenden 4.000er - nach Mürren. Mürren ist ein niedliches kleines Bergdorf, in dem es aber auch unzählige Hotels gibt -> kein Wunder bei der unvergleichlich schönen Aussicht. Von Mürren aus kann man dann wieder nach Lauterbrunnen hinabwandern, was etwa 2 Stunden dauert, oder die Bahn nehmen.

Gehzeit: ca. 1,5 Stunden von Lauterbrunnen nach Stechelberg; ca. 1 Stunde von Gimmelwald nach Mürren; ca. 2 Stunden von Mürren nach Lauterbrunnen

in Mürren / Schweiz
in Mürren



Dienstag, 20. Februar 2018

Presse, Interviews, usw.

By On Februar 20, 2018


Hier findest du einige Veröffentlichungen, Interviews und Erwähnungen meiner Wenigkeit auf anderen Blogs und in den Medien!




Interviews:









Erwähnungen:


  • 09.12.2017 - Artikel über meine Reise in der österreichischen Tageszeitung Salzburger Nachrichten: "Traum wurde wahr: Ganz allein um die Welt"
Salzburger Nachrichten





Menschen:

  • Tanja Niederhofer: "Dein Blog und deine Reiseberichte finde ich wahnsinnig inspirierend. Ich hoffe, dass auch ich eines Tages den Mut haben werde die Welt alleine zu bereisen!"

  • Meine Omi: "Eigentlich wollte ich nur ein paar Seiten des Buches lesen, aber ich konnte einfach nicht mehr aufhören - es war einfach so spannend zu lesen."


Gastbeiträge:





Bücher, E-Books:









Bist du an einer Zusammenarbeit interessiert?
.... dann schau doch mal HIER rein.




Sonntag, 7. Januar 2018

Wanderung auf den Schönbüel (Lungern)

By On Januar 07, 2018

Die traumhaft schöne Panoramawelt "Lungern - Schönbüel" liegt etwa auf halber Strecke zwischen Interlaken und Luzern. Die Wanderung auf den Schönbüel ist sowohl im Winter wie auch im Sommer ein außergewöhnlich schönes Erlebnis. Im Winter stellt die Gegend dort einen Geheimtipp für Tourenschi-Geher und Schneeschuhläufer dar, während es im Sommer unzählige Möglichkeiten für Wandertouren gibt. 

Zudem ist das Gebiet von Juni bis September für seine Vielfalt an Schmetterlingen bekannt - über 100 verschiedene Arten können dann bewundert werden. Es gibt sogar einen eigenen Schmetterlingspfad. Der Aussichtspunkt Schönbüel liegt auf ganzen 2008 m Seehöhe. Durch die Turrenbahn ist er aber auch für die nicht so Sportlichen unter den Wanderern und mit Kindern gut erreichbar.




Von Interlaken nach Lungern

Ein Bekannter aus Luzern fragte mich vor wenigen Tagen, ob ich Lust hätte mit ihm ein bisschen wandern zu gehen. Was für eine Frage - natürlich! Er schlug vor, mir den wunderschönen Schönbüel zu zeigen, da dieser so ziemlich genau auf halber Strecke zwischen seinem und meinem Zuhause liegt. Ich setzte mich heute morgen also in den Zug und machte mich von Interlaken West auf nach Lungern. Die Fahrt mit dem Zug dauerte eine Stunde und elf Minuten, was ich völlig okay finde. Und man muss noch anmerken, dass die Strecke wirklich wunderschön ist.

Mit der Turrenbahn ab in die Höhe

Angekommen in Lungern am Bahnhof traf ich mich mit meinem Bekannten. Von hier aus bis zur Turrenbahn sind es etwa 20 Gehminuten durch den idyllischen Ort. Angekommen an der Talstation der Bahn hatten wir ein Riesenglück, denn die Gondel fuhr auch schon sogleich los. Es waren eigentlich nur Einheimische mit uns in der Kabine. Die Aussicht auf Lungern und den Lungernersee war von hier aus richtig beeindruckend. Draußen wehte ein starker Wind, was uns eine recht aufregende und schaukelige Fahrt bescherte. Im Tal hatte es keinen Schnee, als wir aber an der Bergstation auf 1.532 m ausstiegen, hatte es dann aber reichlich davon. Viele waren mit den Schneeschuhen, Tourenschi oder gar mit dem Schlitten dort. Ich war bloß mit meinen Schneestiefeln da, aber das machte nichts, denn die Wege sind gut ausgetreten - also kein Tiefschnee.

Wanderung von der Bergstation der Turrenbahn zum Schönbüel

Wir starteten unsere Wanderung ganz gemütlich und genossen die imposante Bergkulisse, die uns umgab. Mitunter hatten wir auch einen guten Ausblick auf die bekannte Jungfrau, den Eiger und den Mönch ⟶ die wohl bekanntesten Berge hier in der Gegend. Unter uns erstreckte sich ein dichtes Wolkenmeer.



Der erste Teil des Weges verläuft nur mit geringer Steigung, am Ende wird es dann ein bisschen steiler. Vorbei an der fast komplett eingeschneiten "Alp" (= Almhütten auf schwitzerdüütsch) Breitenfeld, ging es das letzte Stück hoch zum Berghuis Schönbüel, das auf 2008 m über dem Meeresspiegel liegt. Wir kamen dort nach einer etwa eineinhalb-stündigen Wanderung in gemütlichem Tempo an.

Breitenfeld Alp
die ganz schön eingeschneite Alp Breitenfeld


Berghuis Schönbüel

In dem Restaurant dort gibt es lokale Köstlichkeiten und Fremdenzimmer. Wir gönnten uns eine leckere Würstelsuppe. Die Schweizer Preise schocken mich nach wie vor etwas -  ganze 17 CHF hat das Süppchen gekostet. Aber man gönnt sich ja sonst nichts. Von der Panoramaterrasse aus, konnten wir das Haslital, den Niesen und die Berner- und Innerschweizeralpen erblicken.

Von hier aus könnte man übrigens noch endlos viele Wanderungen unternehmen, wie beispielsweise auf das Brienzer Rothorn. Aber aufgrund der Schneelage und unserer fehlenden Ausrüstung ging es für uns nicht mehr weiter. Ich habe mir jedoch bereits fest vorgenommen im Sommer nochmals hierher zu kommen und ein paar Wanderrouten zu erkundschaften.

Wieder runter zur Bergstation der Bahn ging es recht schnell, da wir über die steilen Hänge mit viel Getöse - wie kleine Kinder - im Schnee runterrutschten. Das war ein Riesenspaß. Wir nahmen dann auch noch einen kleinen Berggipfel mit, der nicht allzu schwer vom Weg aus zu erreichen war. Hier wimmelt es nämlich nur so vor kleinen Hügeln, auf denen meist hölzerne Gipfelkreuze angebracht sind.





Fazit:

Eine traumhafte Wanderung, auch für die nicht so sportlichen und zudem perfekt für Familien. Sowohl im Sommer als auch im Winter möglich. Diejenigen, die gerne längere Touren gehen, haben vom Schönbüel aus noch zahlreiche Möglichkeiten für anspruchsvollere Wanderungen. Ich werde auf alle Fälle im Sommer zurückkommen. 


Zusammenfassung der Tour:

  • Ausgangspunkt: Bahnhof Lungern
  • Gehzeit: etwa 1,5 Stunden von der Bergstation Turren auf den Schönbüel. Alles in allem muss man etwa 4 Stunden für die Tour vom Bahnhof Lungern bis man wieder dort zurück ist (inkl. Pausen und Gondelfahrt) rechnen. 
  • Schwierigkeit: leicht
  • Ausrüstung: festes Schuhwerk (im Winter besser Winterstiefel oder Schneeschuhe), Sonnenschutz, ausreichend Flüssigkeit, etwas zu Essen oder das nötige Kleingeld für eine Jause im Berghuis Schönbüel

Turrenbahn:

Erreichbarkeit: in etwa 20 Gehminuten vom Bahnhof Lungern
Dauer: ca. 5 Minuten
Preis: 33 CHF für Hin- und Rückfahrt, 22 CHF für eine Fahrt; mit Halbtax-Abo: 16,50 für Hin- und Rückfahrt, 11 CHF für nur eine Fahrt (Stand 01/2018)
Für weitere Infos: => Webseite der Turrenbahn <=





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