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Sonntag, 6. März 2016

Ha Moshebi Village

Mittags sollte ein Minibus Richtung Ha Moshebi starten. Tyler warnte mich bereits, dass die Straßenverhältnisse dorthin mirserabel seien - unasphaltierte steile Bergstraßen. Teilweise müssten sogar alle Passagiere das Fahrzeug für eine kurze Strecke verlassen, da es sonst zu viel werden würde für den Minibus. Tyler hatte recht, die Fahrt war mehr als holprig und wir mussten tatsächlich mehrmals stehen bleiben, da das Gefährt nicht mehr weiter kam. Am Straßenrand ging es teilweise hunderte Meter steil bergab - ohne jegliche Sicherungen. Das hielt den Fahrer aber nicht davon ab in einer halsbrecherischen Geschwindigkeit zu fahren. Wir durchquerten winzige Bergdörfer, wo Hirten ihre Kuh- und Schafherden hüteten. Außerdem kamen wir an richtig  atemberaubenden Gegenden vorbei. Das Königreich Lesotho ist auf alle Fälle ein großer Kontrast zu Südafrika.
Das richtig Unangenehme an der Busfahrt war die ohrenbetäubend laute Musik, die in Kombination mit den schlechten Boxen einfach nur grausam war.

In Ha Moshebi, einem 140 Mann Dorf, angekommen, erwartete mich Patrick bereits und führte mich noch kurz in die Dorfkneipe. Dort traf ich zu meinem Erstaunen einen jungen Mann aus den USA. Auch er leistet Freiwilligendienst hier. Er ist bereits seit einem Jahr in dem Dorf und meinte, ich sei die erste Weiße, die er hier sieht. Nach einer netten Unterhaltung brachte mich Patrick in sein simples Zuhause. Er ist ein superlieber Kerl und überließ mir sogar sein Bett. Manche Hütten im Dorf haben Solar, ansonsten gibt es hier aber keinen Strom. Die Gegend ringsherum ist einfach nur faszinierend: Berge soweit das Auge reicht und Hirten, die zumeist mit auf einem Pferd reitend unterwegs sind und sich mit Wolldecken vor der Kälte schützen. Zum Abend hin wirds hier ordentlich kalt und dann ging auch noch ein heftiges Gewitter nieder. Ich freue mich schon auf unsere morgige Tour.

"Ha Moshebi" Village - Patricks Grundstück 

Ausblick von Patricks Haus aus


hier durfte ich schlafen


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