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Montag, 29. Januar 2024

Earnslaw Burn Track: Fleisch-Diäten und Gletscherflüsse

By On Januar 29, 2024


Nachdem ich mich von Kuri und Rappo verabschiedet hatte, führte mich mein Weg erneut nach Queenstown.  Es ist ja nicht so, dass ich die Stadt so schön finde - im Prinzip ist sie mir viel zu touristisch - aber sie ist auf alle Fälle ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Liam holte mich von der Bushaltestelle ab und es ging erstmal in ein Burger-Restaurant. Dort erzählte er mir von seiner speziellen Fleisch-Diät. Sein Arzt hätte ihm diese wegen Rückenschmerzen empfohlen und Liam schwört tatsächlich darauf, dass es ihm seitdem viel besser ginge. Die Neuseeländer sind schon ein spezielles Volk mit einer ordentlichen Prise Verrücktheit. Jeder hat irgendwie so seine ganz eigenen Lebenseinstellungen. Der eine hat ein Lalaland, für den anderen ist die Erde flach und der nächste isst nur Fleisch. 


Die Nacht verbrachte ich im Gästezimmer von Liams Haus mit einer traumhaften Aussicht über Queenstown


Die Aussicht von Liams Haus über Queenstown


Vom Dschungel zum Gletscher: Der Earnslaw Burn Track

Da die Wettervorhersage für das Wochenende alles andere als gut aussah, beschlossen wir nur eine 2-Tageswanderung zu machen. Es sollte der Earnslaw Burn Track werden. Wir starteten am Donnerstag kurz nach Mittag. Die ersten Stunden ging es durch einen dichten Regenwald. Es war ziemlich matschig. Da wir am Abend ein Lagerfeuer machen wollten, sammelten wir noch Feuerholz. Das machte den ohnehin schon recht schweren Rucksack natürlich nicht unbedingt leichter. Doch die Anstrengungen wurden mit einem atemberaubenden Blick auf den Gletscher belohnt. Während einer kurzen Mittagspause entschied ich mich spontan, in den eiskalten Gletscherfluss zu springen. 

Mittagspause :)

Vollbepackt mit Brennholz 

Gegen 17 Uhr fanden wir den perfekten Zeltplatz mit einer super Aussicht. Es waren noch ein paar andere Wanderer mit Zelt unterwegs, aber da das Tal so weitläufig mit vielen Kurven ist, waren diese außer Sicht- und Hörweite. Wir bauten unser Nachtlager auf, ließen unsere Sachen da und wanderten bis zum Ende des Tales. Diesmal aber barfuß, da der Weg immer sumpfiger wurde und es somit unmöglich war, die Schuhe trocken zu halten. Am Ende kamen wir zu imposanten Felswänden, an denen Wasserfälle in die Tiefe stürzten - eine beeindruckende Kulisse. Wir kletterten noch ein bisschen die Felsen hoch bis wir zum ersten Schnee kamen. 



Der Abend wurde ziemlich kalt. Bereits am Rückweg zum Zelt froren uns fast die Zehen ab. Wir wärmten uns ein Weilchen am Lagerfeuer, während das Süppchen im Gaskocher kochte. Dann begann es leicht zu regnen, also ging es ab in den Schlafsack. 



Es hat die ganze Nacht leicht genieselt. Das mit dem Schlafen funktionierte leider nicht so wie erhofft. Das lag vermutlich an meinem Schlafsack mit einer Komforttemperatur von +12°C. Die Außentemperatur war jedoch geschätzt gerade mal so über dem Gefrierpunkt. Der nächste Morgen startete bewölkt aber zum Glück kein Regen mehr. Wir stapften die ersten Kilometer wieder barfuß durch die mittlerweile noch matschigere Sumpflandschaft.


Um 14 Uhr waren wir wieder beim Auto. Wir machten einen kurzen Stopp bei Liams Haus in Queenstown. Nach einer wohltuenden Dusche schlug er vor, dass wir nach Hawea zu seinem Bruder fahren könnten. Gesagt getan. 

Erkundungstour und Sauna am See in Wanaka

In Hawea erwartete uns wieder regnerisches Wetter, aber wir ließen uns nicht unterkriegen. Gemeinsam mit Liams Bruder und dessen Freundin entschieden wir uns nach Wanaka zu einer Sauna direkt am See zu fahren. Die Hitze in Kombination mit der Abkühlung im See war das perfekte Schlechtwetter-Abendprogramm. 


Am Samstag cruisten wir ein bisschen mit den Auto durch die traumhafte Gegend entlang der wunderschönen Bergstraßen. Dazwischen unternahmen wir zwei kleinere Wanderungen und sprangen nochmals in den See - diesmal sogar bei Sonnenschein.


Roadtrip rund um Wanaka


Relaxen am Lake Wanaka


Am Sonntagmorgen musste Liam zurück nach Queenstown. Ich kam noch eine Nacht in einem Hostel in Wanaka unter. Heute sollte es für mich in Richtung Westküste gehen. Mein nächstes Ziel heißt Franz Josef


Eure Michi :)




=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos vom Earnslaw Burn Track <=


=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos von Wanaka <=




Dienstag, 23. Januar 2024

Pinguine und Steampunk-Vibes in Oamaru

By On Januar 23, 2024

 


Ankunft in Rappos "Lalaland"

Am Montag ging es dann mit dem Bus von Dunedin nach Oamaru zu meinem Couchsurfing Gastgeber John, hier im Ort jedoch besser bekannt ist als Rappo - ein 61-jähriger Neuseeländer mit einer Leidenschaft für Verrücktheit. 


Oamaru - hier leben die kleinsten Pinguine der Welt


Ich staunte nicht schlecht, als er mich aufforderte ihm zu folgen und es durch eine geheime Tür in einen riesigen Raum ging: sein selbst kreiertes "Lalaland". Es spiegelt auf alle Fälle sein außergewöhnliches Leben wider: viele uralte Gegenstände, eine Bar, schräge Schaufensterpuppen und sogar ein alter Zahnarztstuhl mit vielen antiken medizinischen Gegenständen. 



Rappo und ich


Oamaru, auch als die Hauptstadt des "Steampunk" bekannt, atmet den Geist von Rappos Lalaland. Dieser exzentrische Kiwi wirkte sogar beim Aufbau des Steampunk-Museums der Stadt mit, die übrigens von einer Vielzahl von Künstlern belebt wird. Voller Stolz führte mich Rappo am Nachmittag durch das Museum. 


Das Steampunk Museum in Oamaru


Abends lud mich Rappo auf einen Drink ins Lalaland ein. Die Musik spielte lautstark im Hintergrund - ich fühlte mich fast wie in einer richtigen Bar - und wir plauderten über Gott und die Welt. 


Küstenwanderung mit Kuri

Am nächsten Tag nahm mich Kuri, Rappos Lebenspartnerin aus Japan, mit auf eine Küstenwanderung. Ich war ziemlich beeindruckt von den schroffen Klippen und der rauen See. Zudem sahen wir zahlreiche Seelöwen, denen der Seegang nichts auszumachen schien.



Kuri und ich



Blaue Zwergpinguine

Oamaru ist tatsächlich auch die Heimat der kleinsten Pinguine der Welt, die blauen Zwergpinguine. Die süßen Tierchen verbringen den Tag im Meer, um Fische zu jagen. Bei Einbruch der Dunkelheit kann man sie dann mit viel Glück dabei beobachten wie sie aus dem Wasser kommen, um zurück in ihre Nester - Erdhöhlen - zu wandern. Rappo kam am Abend mit mir zur Küste, um dieses Schauspiel zu sehen. Er kennt immerhin die geheimen Stellen, wo die Pinguine an Land hopsen. Wir warteten ziemlich lange. Die Pinguine kamen erst aus dem Wasser als es schon ziemlich dunkel war. Wir konnten etwa zehn dieser faszinierenden Tier dabei zusehen, wie sie sich ganz schön tollpatschig auf ihre Nester zubewegten.


Ein blauer Zwergpinguin: Das Fotografieren war leider schwierig, da es schon so dunkel war. Die Tiere sind etwa 30cm groß und wiegen ca ein Kilogramm. 


Heute - am Mittwoch - heißt es schon wieder Abschied nehmen von Rappo und Kuri. Obwohl ich gerne länger geblieben wäre, geht es nun zurück nach Queenstown - tatsächlich schon zum dritten Mal. Liam - der, der mich vor kurzem mitgenommen hat von Queenstown nach Dunedin - hat mir nämlich vorgeschlagen mit ihm auf eine Mehrtageswanderung zu kommen. Da der Wetterbericht nicht so super perfekt aussieht (wie eigentlich immer, wenn ich so eine Mehrtagestour im Visier habe), werden wir dann morgen entscheiden, ob es eine Zwei- oder Viertageswanderung wird. 



Bist bald,

Eure Michi :)




=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos von Oamaru <=




Montag, 22. Januar 2024

Dunedin und die Seelöwen

By On Januar 22, 2024


Spontane Weiterreise nach Dunedin

Einen Tag früher als geplant verabschiedete ich mich am Freitag Nachmittag von Queenstown, da sich eine spontane Mitfahrgelegenheit nach Dunedin ergab: Liam, ein Couchsurfing Gastgeber, musste der Arbeit wegen dorthin und bot mir an mitzukommen. Das Angebot lehnte ich natürlich nicht ab. 


Dunedin - Otago Peninsula


Nach einer gut viereinhalbstündigen Fahrt kamen wir am Abend in Dunedin an und genossen eine sehr schöne Abendstimmung am Saint Kilda Beach


Saint Kilda Beach


Die nächsten zwei Nächte verbrachte ich dann in dem Hostel "Chalet Backpackers", welches aus einem alten Spital entstanden ist. Ich kann diese Unterkunft nur wärmstens empfehlen. 


Mount Cargill: Eine Wanderung mit Aussicht

Am Samstag Nachmittag startete ich auf Empfehlung meines Hostel Besitzers hin eine Wanderung auf den Aussichtsberg Mount Cargill. Man kommt mit dem Bus gut an den Startpunkt der Tour. Ein Busticket in Dunedin kostet 3 NZD, welches man beim Busfahrer kaufen kann. Die Wanderung dauerte insgesamt drei Stunden, wobei aber ausreichend Pausen inkludiert waren. 


Die traumhafte Aussicht vom Mount Cargill


Seelöwen und einsame Trails auf der Otago Peninsula

Wieder mit dem Bus machte ich mich am Sonntag frühmorgens auf zur Otago Peninsula. Ich stieg in Portobello aus, von wo ich die geplante Wanderung zu The Chasm und dem Sandfly Beach startete. Es erwarteten mich einsame Trails und absolut atemberaubende Aussichten. 


The Chasm

Und dann lief mir noch dieser kleine süße Kerl über den Weg :) 

Leider konnte ich am Sandfly Beach keine Pinguine antreffen - die Chance ist scheinbar 50/50 - dafür stolperte ich mehrmals fast über einen Seelöwen. Die Tiere sind hier wirklich überall und tatsächlich auch sehr gut getarnt im Sand und zwischen den Felsen. Ich staunte nicht schlecht wie groß die männlichen Bullen werden (ca 2,5m). Zum Glück schienen mir die Tiere wohlgesinnt zu sein, denn es kommt wohl auch vor, dass man von so einem Seelöwen angegriffen wird wenn er sich bedroht fühlt. Eine ganze Weile beobachtete ich die faszinierenden Tiere wie sich sich am Strand sonnten und im Wasser ihre Kunststücke zur Schau stellten. 

Am Rückweg nach Dunedin hatte ich ein Riesenglück, denn ein betagtes Kiwi-Pärchen bot mir an mich in ihrem Auto mitzunehmen. 



Diesen Mindestabstand sollte man zu den Tieren einhalten (was mir aber leider nicht gelungen ist, da ich sie schlicht und einfach zu spät gesehen habe *lach*)

Die Seelöwen graben sich gerne im Sand ein und sind deshalb oft wirklich schwer zu sehen. 


Heute, am Montag, steht nun mein nächstes Ziel an: Oamaru. Dort werde ich dann wohl auch meine langersehnten Pinguine zu sehen bekommen, da er Ort bekannt dafür ist. 


Eure Michi :)



=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos von Dunedin <= 





Freitag, 19. Januar 2024

Das Fjordland Neuseelands

By On Januar 19, 2024

 

Letzten Sonntag startete mein Flug von Wellington, endlich auf die Südinsel Neuseelands. Angekommen in Queenstown traf ich mich mit einem Trailrunning-Kollegen aus der Schweiz, der ebenfalls gerade hier angekommen ist. Wir planten einen gemeinsamen Roadtrip ins Fjordland


Märchenwälder in Manapouri

Unser erster Stopp wurde spontan Manapouri. Grund dafür war vor allem der Mangel an Übernachtungsmöglichkeiten. Die Südinsel scheint doch um einiges touristischer zu sein als die Nordinsel. Es ist schwierig spontan eine Unterkunft zu finden - und wenn diese kostengünstig sein sollte, dann erst recht. Wir endeten auf einem Campingplatz, was sich aber als sehr gute Wahl herausstellte. Der Strand des Manapouri Sees war nur 200m entfernt. Wir ließen den Tag am Ufer ausklingen und wagten natürlich auch einen Sprung ins kühle Nass. Die Südinsel ist definitiv um einige Grade kälter als die Nordinsel. 

Am Manapouri See

Am nächsten Morgen starteten wir sogleich das erste Abenteuer: eine knapp 30-Kilometer Wanderung. Dazu mussten wir aber zuerst den Waiau Fluss überqueren. Das Wassertaxi verlangte einen gesalzenen Preis: 30 NZD (= 17 €) pro Person für Hin- und Rückfahrt. Die andere Option wäre schwimmen gewesen, was aber angesichts unserer Rucksäcke nicht optimal war. Die Landschaft während der Wanderung war richtig märchenhaft: Moos-Wälder, Sumpfgebiete und einsame Strände. Hier war zum Glück nicht viel los, nur selten trafen wir auf andere Leute. Unsere Route führte uns über die Back Valley Hut zum Hope Arm Beach, wo ich mir ein wohlverdientes Bad gönnte. 


Mit dem Wassertaxi über den Waiau Fluss





Milford Highway und Milford Sound

Am Mittwoch starteten wir dann unseren Trip zum bekannten Milford Sound. Bereits die Strecke dahin - der Milford Highway - ist spektakulär. Es geht vorbei an malerischen Seen, reißenden Flüssen, schneebedeckten Gipfeln und Wasserfällen, die in die gewaltigen Fjorde hinabstürzen. Natürlich war auch hier der touristische Trubel nicht zu übersehen, schließlich gehört die Gegend zu den beliebtesten Hotspots der Insel. Entlang des Highways machten wir einige Stopps. 


Ein kurzer Stopp am Mirror Lake


Dann wanderten wir noch zum Key Summit entlang des Routeburn Tracks. Angeschrieben mit drei Stunden Gehzeit, schafften wir das Ganze in zwei Stunden, was sogar eine halbstündige Pause beinhaltete. Die Wanderung startete in einem uralten Regenwald und belohnte uns später mit einer traumhaften Aussicht auf die umliegenden Berggipfel.




Key Summit


Als nächstes kamen wir dann am Milford Sound an. Hier wimmelte es nur so von Reisebussen und Touristen, die sich auf die angebotenen Schiffstouren stürzten. Wir entschieden uns dagegen und suchten dafür ein ruhiges Plätzchen am Strand wo wir in aller Ruhe Brot und Hummus picknickten mit einer atemberaubenden Aussicht auf die majestätische Landschaft. 


Milford Sound


Am Rückweg nahmen wir noch die Wanderung zum Lake Marian mit, welche offiziell mit drei Stunden und 30 Minuten ausgeschildert war. Für uns war es gerade mal ein eineinhalbstündiger Speedhike. Am Lake Marian angekommen konnte ich nicht widerstehen und sprang kurzerhand in den eiskalten Gebirgsee, gespeist von den umliegenden Schneefeldern. Was für eine Wohltat!



Lake Marian


Die letzte Nacht von diesem Roadtrip verbrachten wir an einem wohl recht unbekannten Ort: Lumdsen. Von dort aus ging es dann gestern Vormittag zurück nach Queenstown, wo sich unsere Wege auch wieder trennten. 


Gestrige Nachmittagswanderung auf den Queenstown Hill mit einer traumhaften Aussicht


Meine weitere Planung ist zugegebenermaßen noch nicht wirklich vorhanden, aber vermutlich werde ich heute Nachmittag ganz spontan nach Dunedin fahren, da ich soeben eine Mitfahrgelegenheiten angeboten bekommen habe :)


Also dann, bis bald!


Eure Michi :)



=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos von Manapouri <=


=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos vom Milford Highway & Milford Sound <=


=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos von Queenstown <=



 



Freitag, 12. Januar 2024

Von Riesenaalen bis hin zu Robbenkolonien: Ein Roadtrip von Taupo nach Wellington

By On Januar 12, 2024

 

Nachdem ich mich am Montag von Jacqui, Trev und den 300 Milchkühen verabschiedet hatte, ging es mit dem Bus nach Taupo. Dort traf ich mich wieder mit John, dem Possumjäger. Vielleicht erinnert ihr euch, wir waren vor kurzem wandern im Kaweka Forest. Diesmal planten wir einen 4-tägigen Roadtrip von Taupo nach Wellington. 


Campen im Ruapehu Forest

Nach einem erfrischenden Zwischenstopp am Taupo-See, inklusive Klippenspringen und Pflücken wilder Pflaumen am Straßenrand, erreichten wir den Ruapehu Forest, welcher sich am Fuße des schneebedeckten Mount Ruapehu befindet. Wir sind tatsächlich irgendwo im nirgendwo angekommen. Selten verirrt sich jemand hierher und wenn dann sind es wohl meist Jäger. Nach einer kurzen Wanderung quer durchs Dickicht schlugen wir unser Nachtlager neben einem Fluss auf einer Waldlichtung auf. Es war eine sternenklare Nacht mit einer unglaublichen Sicht auf die Milchstraße. 


Im Ruapehu Forest

Das Nachtlager


Aalkampf in Pahiatua

Den nächsten Morgen startete ich mit einem Bad im eiskalten Fluss, gespeist vom Schnee des Mount Ruepehu. Das war vermutlich auch der erste wirklich kalte Fluss, den ich in Neuseeland bis jetzt erlebt habe. Unser Trip ging weiter nach Pahiatua. Es handelt sich um einen kleinen, recht unpopulären Ort. Und genau solche Orte haben meist die größten Abenteuer parat. Unsere Unterkunft befand sich außerhalb des Zentrums an einem kleinen Bach. Ich konnte es kaum glauben was für gigantische Aale sich dort tummelten. Obwohl ich eigentlich noch eine Rechnung offen hatte mit diesen Ungetümen - ihr erinnert euch vielleicht an mein Mondscheinbad im Fluss, wo mich ein Aal in den Fuß gebissen hatte -  beschlossen wir sie mit etwas Fleisch zu füttern. Kurz darauf wurden wir Beobachter eines spektakulären Aal-Kampfes. Zwei dieser Tiere gerieten aneinander, als sie sich um ein Stück Wurst stritten - ein Spektakel sondergleichen!


Das hier ist Eli, der Sieger des Aal-Kampfes

Wir besuchten noch die TUI-Brauerei im Ort


Abendessen


Ein Früchteparadies in Featherstone

Das nächste Ziel sollte Featherstone sein. Wir übernachteten auf einer kleinen Farm, welche von Aprikosen-, Grapefruit- und Zitronenbäumen umgeben ist, von denen wir uns nach Belieben eindecken durften. Das Highlight war wieder einmal ein Fluss - glasklares Wasser und eine ziemlich angenehme Temperatur luden bei den sommerlichen Temperaturen natürlich zum Planschen ein. Diesmal sogar ohne Riesenaale. 



Cape Palliser - "Paua" Jagd und stinkende Robben

Am Freitag Vormittag ging es dann noch an den südlichsten Punkt der Nordinsel: Cape Palliser. John offenbarte mir dort die Kunst des Paua (auch Regenbogen-Abelone genannt) Sammelns. Es handelt sich dabei um eine Meeresschnecke, die ihren Namen von den Maori bekommen hat. Paua ist eine neuseeländische Delikatesse und kommt tatsächlich auch nur dort vor. Ihre Schale schillert im Inneren in Regenbogenfarben. Ausgestattet mit einem Messer und Schnorchelausrüstung machten wir uns auf die Jagd. Wir konnten stolze 13 Stück ergattern. Als dann ein aufdringlicher Krebs versuchte uns unser Mittagessen zu stehlen, landete dieser kurzerhand auch im Gaskocher. Somit hatten wir eine richtige Luxus-Mahlzeit: Paua gekocht im Meereswasser, dazu Krebs - ebenso in Meerwasser gegart und mit frischem Zitronensaft serviert. Trotz Johns zwiespältiger Meinung über die Paua Konsistenz fand ich unser Mittagsmenü köstlich. 


Neben dem Krebs versuchte übrigens auch noch dieser Seestern unser Mittagessen zu klauen

Hier sieht man die Paua mit ihrem schwarzen Fleisch

Die regenbogenfarbene Innenseite der Paua-Schale

Mittagessen Deluxe


Gut gestärkt ging es weiter zum Leuchtturm am Cape Palliser, wo ich endlich zum ersten Mal im Leben Robben in freier Wildbahn sehen konnte. Ihr ziemlich penetranter Geruch kündigte sie an bevor wir sie sehen konnten. Es tummeln sich ganze Robbenkolonien auf dem felsigen Strand. Es war ein herrliches Schauspiel den Tieren beim Herumtollen zuzusehen. Allerdings sollte man gebührendem Abstand einhalten, um einer möglichen Attacke zu entgehen. Kaum zu glauben, aber Robben können sich ziemlich schnell bewegen und gefährliche Bissverletzungen zufügen, wenn sie sich bedroht fühlen. 





Der Leuchtturm am Cape Palliser


Das war dann auch schon der letzte Stopp unseres gemeinsamen Roadtrips - natürlich mit einer Extraportion Alien-Geschichten während der langen Fahrten ;)

John setzte mich am Stadtrand von Wellington ab und machte sich wieder auf den Weg nach Hause, während ich für zwei Tage die Stadt erkunden werde, bevor es dann mit dem Flugzeug weiter nach Queenstown auf der Südinsel Neuseelands geht. 


Bis bald!


Eure Michi :)




=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos vom Roadtrip <=



=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos von Cape Palliser und den Robben <=