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Donnerstag, 24. November 2022

Route Kroatien

By On November 24, 2022

 

Reisezeitraum & Route: 

31.10. - 24.11.2022

SLOWENIEN - Zagreb - Jezerce - Plitvička Jezera - Split - Stari Grad (Hvar) - Sveta Nedjelja (Hvar) - Korčula - Dubrovnik - MONTENEGRO




Mittwoch, 23. November 2022

Willkommen auf Korčula

By On November 23, 2022

 

Korčula, Kroatien


Nach der zweistündigen Überfahrt von Hvar kam ich dann am Montag um 13:30 Uhr in Split an. Zu meiner Freude erfuhr ich, dass ein Katamaran um 16 Uhr auf die Insel Korčula fahren würde. Somit stand mein nächstes Ziel fest. Sonst wäre ich wahrscheinlich nach Dubrovnik gefahren. Ich deponierte meinen Rucksack am Hafen und hatte nun noch gut zwei Stunden Zeit durch Split zu schlendern. Diesmal zum Glück bei strahlendem Sonnenschein. 


Die Fahrt auf dem Katamaran nach Korčula war um einiges wackeliger als mit der Fähre. Das Schöne war, dass wir genau zum Sonnenuntergang starteten. Lustigerweise hielt der Katamaran in der Stadt Hvar. Das heißt ich bin eigentlich völlig umsonst nach Split gefahren. Aber da es im Internet nicht wirklich zuverlässige Infos über die Fahrpläne gibt, wusste ich das leider nicht. War aber halb so schlimm, immerhin bin ich gerne auf Fähren und Katamaranen ;)


In der Zwischenzeit hatte ich mir übers Internet für die nächsten drei Nächte ein kleines Appartment direkt in der Stadt Korčula gebucht. Es war zum Glück nur fünf Gehminuten vom Hafen entfernt. Um halb sieben am Abend kam ich dort an. Der Besitzer empfing mich bereits und erwies sich als sehr redselig. Er erklärte mir so ziemlich alles was man hier so machen kann, inklusive einer kleinen Geschichtslektion. Scheinbar sollte Marco Polo auf Korčula geboren sein. 


Und wieder Regen...

Der Dienstag startete leider verregnet. Ich nutzte den Vormittag um meine Wäsche zu waschen - es gibt nämlich eine Waschmaschine in meiner Unterkunft - und erfreute mich sehr an der heißen Dusche. So einen Luxus hatte ich die letzten zwei Wochen nämlich nicht. 


Später wagte ich mich dann trotz Regen und Sturm vor die Haustüre und spazierte Richtung Altstadt. Die Stadt Korčula wird übrigens auch als "kleines Dubrovnik" bezeichnet, da die Altstadt ebenfalls von einer Stadtmauer umgeben ist. Sie ist jedoch wesentlich kleiner. In der ganzen Stadt leben gerade mal 5.000 Menschen. Die komplette Insel Korčula hat etwa 17.000 Einwohner. Sie wird auch "schwarzes Korfu" genannt, wegen seiner dunklen Kiefernwälder. 


Die Altstadt fand ich super schön. In den engen Gassen war ich zudem ein wenig vom Sturm geschützt, der so ziemlich den ganzen Tag wütete. Die Uferstrassen waren alle überschwemmt und teilweise lagen sogar Seeigel darauf herum, die es wohl mit den riesigen Wellen zu Land befördert hatte. Außer mir schien so gut wie niemand unterwegs gewesen zu sein. Es schien fast wie eine tote Stadt. Liegt wohl zum einen am Wetter und zum anderen natürlich auch an der Nebensaison. In dieser Jahreszeit sind Touristen nämlich eine absolute Ausnahme. Es hat geschätzt nur jedes 20. Restaurant offen und die meisten Läden sind geschlossen. Alles was offen hat ist demzufolge für die Einheimischen gedacht. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass in der Nebensaison die Preise deutlich niedriger sind. Einen Cappuccino bekommt man beispielsweise schon für 11 Kuna (= 1,40 €).


Die Altstadt von Korčula 



Eine kleine Regenwanderung

Heute - am Mittwoch - war das Wetter vielleicht minimal besser. Der Sturm hat sich zum Glück gelegt und zwischendurch gab es auch immer mal wieder kleine Regenpausen. Ganz optimistisch startete ich eine kleine Wanderung in Richtung Kocje Naturreservat, welches mir der Besitzer meiner Unterkunft empfohlen hatte. Es sind etwa 5 Kilometer dorthin. Das letzte Stück geht bergauf. Die Gegend ist bekannt für seine dichten Wälder und großen Gesteinsformationen. Ich war ganz glücklich als ich am Weg dorthin reife Orangen und Granatäpfel als kleine Wegzehrung entdeckte. Positiv überrascht hat mich übrigens auch die Freundlichkeit der Einheimischen: Zweimal hat ein Autofahrer angehalten, um mir eine Mitfahrgelegenheit anzubieten.

Wenn das Wetter besser gewesen wäre, dann hätte ich noch ein paar der kleinen Wanderwegen im Naturreservat gefolgt. Aber kaum bin ich dort angekommen, wurde der Regen stärker. Bis ich dann wieder zu Hause war, bin ich dann auch klatschnass gewesen.





Nächster Stopp: Budva in Montenegro 

Mittlerweile habe ich auch meinen nächsten Stopp festgelegt: Es sollte morgen weiter gehen nach Montenegro. Ich werde in einer kleinen Ortschaft neben Budva bei einem Couchsurfing Gastgeber unterkommen. Um 7:30 Uhr am Morgen startet der Katamaran nach Dubrovnik, und von dort aus finde ich dann hoffentlich einen Bus nach Budva. Bin schon gespannt. 

Gute Nacht!


Eure Michi :)



=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos von Korčula <=





Montag, 21. November 2022

Goodbye Hvar

By On November 21, 2022

 

Stari Grad, Hvar, Kroatien


Meine letzten Tage im Cliffbase 

Wie die Zeit vergeht! Nun ist mein Aufenthalt im Cliffbase schon wieder vorüber. Tatsächlich reise ich zwei Tage früher als geplant ab, da für die nächsten Tage starker Sturm und Gewitter vorhergesagt ist. Es könnte also sein, dass die Fähren wieder gecancelt werden. 



Die letzten Tage waren recht wechselhaft. Es gab neben Sonnentagen zwischendurch auch Dauerregen. Da hatte ich anfangs tatsächlich mit Langweile zu kämpfen. Irgendwann lernte ich diese Zeit aber sehr zu genießen. In meinem Alltagsleben zu Hause kenne ich eine solche Ruhe nämlich gar nicht. Da habe ich immer tausend Sachen auf meiner "To-Do-Liste" stehen. Wie gut es doch tut einfach mal nur den Wellen und dem Regen zu lauschen und aufs Meer hinauszuschauen. An den Tagen, an denen es so viel geregnet hatte, gab Miro uns frei, da es schwer war vom Cliffbase wegzukommen. Neben dem Nichtstun nutzte ich die Zeit für Yoga, zum Lesen und um meinen weiteren Reiseverlauf ein bisschen zu planen. Am Abend spielten Flavia, Ricardo, Pavel und ich Karten oder plauderten ein wenig beim Abendessen. Mit den dreien hatte ich wirklich eine super schöne und harmonische Zeit.


Ich wurde auch an den schöneren Tagen nicht zu sonderlich viel Arbeit eingespannt. Neben Wein abfüllen, verkorken und etikettieren musste ich einige Putzarbeiten erledigen. Und den Balkon von einem Appartment habe ich gestrichen. 


Wie schon einmal erwäht, hat Miro ja einen recht ruppigen Umgangston. Wenn man ihn nicht kennt, kann das tatsächlich etwas abschreckend wirken. Aber im Grunde ist er ein sehr lieber Mann, von dem man wirklich alles haben kann und der tagtäglich von morgens bis abends hart arbeitet - und nebenher auch nicht zu wenig Wein trinkt ;) Tagsüber war er bei gutem Wetter eigentlich immer im Cliffbase gemeinsam mit den Jungs mit Bauarbeiten beschäftigt. Am Abend fuhr er mit seinem Motorboot wieder zurück nach Sveta Nedjelja in seine Wohnung. Mittags grillten wir bei schönem Wetter oftmals gemeinsam. Um Miros Art etwas zu beschreiben, erzähle ich euch von einer Situation bei unserem letzten gemeinsamen Grillen gestern, die mich wirklich wieder zum Schmunzeln gebracht hatte: Miro stellte das Teller mit dem Grillfleisch auf die Mitte des Tisches und forderte uns auf zu essen. Da keiner sofort zufgriff, nahm der die Fleischstücke mit bloßen Händen und schleuderte sie uns quer über den Tisch auf unsere Teller. Mit den Beilagen machte er dasselbe. Ich musste mich wirklich zusammenreißen nicht lauthals lachen anzufangen. Er meint solche Gesten nämlich keinesfalls böse, wie man meinen könnte. Flavia erzählte mir, dass er in der Saison mit den Touristen genau gleich umging. Diese waren dadurch anfangs oft sehr verstört *lach*. Jeder der ihn besser kennt, weiß aber dass er ein grundgütgier und auch sehr intelligenter Mensch ist. An meinem letzten Tag gab er mir dann sogar noch ein Abschiedsgeschenk mit, was mich dann auch wirklich wissen ließ, dass er mit mir sehr zufrieden war. Mit Worten könnte er es wahrscheinlich nicht ausdrücken. 


Abschied von der Insel Hvar

Heute Morgen fuhr mich Miro nach Stari Grad zum Hafen. Mir war wirklich ein wenig schwer ums Herz, diesen wunderbaren Ort nun schon wieder zu verlassen. Miro hat mir angeboten, dass ich ohne weiteres noch länger bleiben könnte, worüber ich auch kurz nachgedacht habe. Ich entschied aber, dass es nicht so viel Sinn macht, vor allem mit der schlechten Wettervorhersage für die nächsten Tage. Außerdem habe ich nun noch mehr Zeit für meine Reise in Richtung Griechenland und kann dann auch mal länger an einem Ort verweilen.


Ich kaufte mir das Ticket für die Fähre nach Split (43 Kuna/~5,70€). Da ich noch etwas Zeit hatte, setzte ich mich an einer schönen Stelle ans Meer. Immer wieder bin ich fasziniert wie klar und tiefblau das Wasser hier ist. Ich sollte mir dann auch schön langsam überlegen, wo es heute noch hingehen sollte. In Split will ich eigentlich nicht noch einmal schlafen. Langsam möchte ich mich in Richtung Griechenland vorarbeiten. Aber es wäre schön noch zwei, drei Tag in Kroatien zu bleiben. Ich beschloss mir in Split die Bus- und Fährverbindungen anzusehen und dann zu entscheiden. 


Am Fährhafen in Stari Grad/ Hvar


Eure Michi :)





=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos von der Insel Hvar <=






Montag, 14. November 2022

Hvar Inselüberquerung zu Fuss: von Sveta Nedjelja nach Stari Grad

By On November 14, 2022

 Sveta Nedjelja, Hvar, Kroatien


Am Samstag, meinem freien Tag, beschloss ich eine kleine Wanderung zu machen. Ein Grund dafür war auch, dass ich gerne ein paar Lebensmittel - vor allem Obst und Gemüse - kaufen wollte. Wie bereits ja schon einmal erwähnt, sind die Einkaufsmöglichkeiten hier im Ort nur sehr begrenzt. Nachdem ich die Landkarte kurz studiert hatte, wählte ich Stari Grad auf der anderen Seite der Insel als mein Ziel aus. In diesem kleinen Hafenörttchen bin ich vor über einer Woche mit der Fähre angekommen, habe aber leider so gut wie nichts davon gesehen, da es bereits dunkel war und es zudem wie aus Eimern geschüttet hatte.


Um nach Stari Grad zu gelangen, musste ich erstmal den höchsten Berg der Insel überschreiten. Das klingt wilder als es ist, immerhin der ist der Sveti Nikola nur 626 m hoch. Dazu bestieg ich diesmal die zweite Variante des Klettersteigs, der von Sveta Nedjelja startet. Letztes Mal nahm ich die Route Via Mirko, die mein Gastgeber Miro selber gebaut hatte. Die Variante, die ich am Samstag nahm heißt Via Avalon. Da sie ziemlich leicht sein sollte, ging ich das Risiko ein es ohne Klettersteig-Ausrüstung zu versuchen - immerhin brauchte ich in meinem Rucksack dann noch Platz für die Lebensmittel. Umdrehen kann ich im Notfall immer noch. Mein Plan ging zum Glück auf, die Route war wirklich sehr leicht und es ging gut ohne die Ausrüstung. 


Am Klettersteig Via Avalon


Weiter oben wehte ein starker Wind und die Temperaturen waren um einiges frischer als unten am Meer. Zudem war es stark bewölkt. Hinunter nach Stari Grad fand ich wunderschöne Wanderwege. Keine Menschenseele war unterwegs. Es ging vorbei an alten Ruinen und später durch Olivenhainen. Da gerade die Saison für die Olivenernte ist, konnte ich immer wieder Einheimische bei der Arbeit beobachten. 


Oliven


Angekommen in Stari Grad

In der Ortschaft Stari Grad angekommen, zeigte sich endlich die Sonne. Es handelt sich um einen äußerst hübschen kleinen Hafenort. Ich gönnte mir sogleich einen Kaffee und etwas Süßes aus der Bäckerei. Bevor ich mich auf den Rückweg machte, schlenderte ich etwa zwei Stunden durch den Ort und genoss ein bisschen Zivilisation ;)


Stari Grad


Dann ging es in den Tommy Hipermarket, der direkt am Hafen liegt. Obwohl es der größte Supermarkt in dieser Gegend ist, muss ich sagen, dass es dennoch nicht sonderlich viel frisches Obst und Gemüse gibt. 


So, der Einkauf ist erledigt ;)

Das Meer ist kristallklar und türkisblau


Mit einem ziemlich schweren Rucksack - es muss immerhin für die nächsten 10 Tage reichen - machte ich mich auf den Rückweg. Ich nahm nun eine andere Route, welche sich ebenfalls als super schön erwies. Zu meiner großen Freude entdeckte ich jede Menge Siebenschläfer, wobei ich erst bei späterer Recherche herausfand, dass es sich um solche handelte. Scheinbar werden diese kleinen Nager hier sogar gegessen. Weiters fand ich wilden Salbei, den ich mir gleich pflückte um Tee daraus zu machen und Massen an Rosmarin. 


Der Rückweg


Pünklich zum Sonnenuntergang war ich zurück im Cliffbase. Insgesamt habe ich an diesem Tag knapp 27 Kilometer und  1.188 Höhenmeter zurückgelegt. Ganz schön viel für einmal einkaufen ;)


Regentage

Der Sonntag war von morgens bis abends komplett verregnet. Flavia und Ricardo machten sich trotz des schlechten Wetters auf zum Klettern. Auch Pavel verschwand, somit war ich komplett alleine im Hostel. Da es wirklich so gut wie nichts zu tun gab, war mir seit Ewigkeiten wieder einmal richtig langweilig. Langweile ist etwas, das in meinem Leben normalerweise nicht exisitiert, aber auch das brauchen wir manchmal. Wie selten hat man Zuhause einfach mal Zeit zum Nichtstun! Es war mit dem Sturm und der nicht vorhandenen Sonne tatsächlich auch gleich ziemlich kalt. Sich zu wärmen war schwer, da es keine Heizungen gibt und auch das Leitungs- und Duschwasser kalt ist. Es wird an schönen Tag vom Solarstrom etwas aufgeheizt. 


Der heutige Montag startete wieder ziemlich regnerisch, weshalb Miro meinte, ich bräuchte nicht zu arbeiten. Zum Glück ist nun gegen Mittag endlich die Sonne herausgekommen. Die ganze Woche nun soll wohl eher bewölkt und verregnet werden. 


Bis bald!


Eure Michi :)





Freitag, 11. November 2022

Meine Tage hier im Cliffbase

By On November 11, 2022

Sveta Nedjelja, Insel Hvar, Kroatien

Langsam aber sicher bin ich im absoluten Entspannungsmodus angekommen. Die Tage hier verlaufen sehr ruhig und sämtlicher Stress ist in eine weite Ferne gerückt. Mit der Morgendämmerung stehe ich meistens um kurz nach sechs auf. Dann wird erstmal der Sonnenaufgang bei einer Tasse Kaffee bestaunt. 

Guten Morgen :)

Nach dem Frühstück folgt eine kurze Yogaeinheit. Danach mache ich mich auf vom Cliffbase - das Hostel in dem ich mit den anderen drei Freiwilligenarbeitern wohne - ins Dorf Sveta Nedjelja. Es führt ein 15- bis 20-minütiger Wanderweg dorthin. Miro erwartet mich dort meist so um neun Uhr. Vorher gehe ich oft noch in den Mini-Markt, die einzige Einkaufsmöglichkeit im Dorf. Er hat nur am Vormittag ein paar Stunden geöffnet und dann erst wieder am Abend. Neben dem Eingang sitzen schon am frühen Morgen biertrinkende Männer mit der Besitzerin, die sich eine Zigarette nach der nächsten anzündet. Die Auswahl an Lebensmitteln ist wirklich sehr, sehr begrenzt. Meistens gibt es frisches Weißbrot, Milch, Käse, Nudeln, Süßigkeiten, Alkohol und ein paar ranzige Zwiebeln und Kartoffeln, die schon Triebe haben *lach*. Aber  in der Not muss man sich mit diesen Zutaten zufrieden geben. 

Miro teilt mir dann meine Aufgaben für den jeweiligen Tag zu. Diese Woche musste ich beispielsweise eines seiner Appartements putzen, Weinflaschen sterilisieren, Wein abfüllen und verkorken, sein Auto putzen, etc. Die Arbeiten dauern etwa zwei bis vier Stunden. Den restlichen Tag habe ich dann frei. Mittags kocht Miro für uns Freiwilligenarbeiter meistens noch eine kleine Mahlzeit im Cliffbase. Pavel, der Tscheche und Ricardo, der Kolumbianer, werden da schon mehr gefordert. Sie sind am Kiessäcke schleppen, Mauern bauen, zwischendurch wird der Fels mit Dynamit gesprengt, etc. Miro scheint zwischen "Männer- und Frauenarbeit" eine große Unterscheidung zu machen. Flavia, die Italienerin, verbringt ihre Tage im Hostel, um etwaige Kletterer zu empfangen und die kleinen Alltagsarbeiten zu erledigen. Dazwischen gibt sie online Spanisch-Nachhilfestunden, um sich ein bisschen was dazu zu verdienen. 

Der Weinkeller von Miro


Nach getaner Arbeit starte ich Erkundungswanderungen oder gehe Schnorcheln. Das Meer hat immer noch über 20 Grad und auch die Außentemperatur ist tagsüber noch super angenehm. Die Unterwasserwelt ist wirklich eindrücklich. Es gibt unzählige Seeigel, Seegurken und kleinere und größere Fische. Mit etwas Glück sieht man auch Oktopusse und Moränen. Bis auf meinen Ankunftstag gab es immer strahlenden Sonnenschein. Abends wird dann gekocht und wir Freiwilligen sitzen gemütlich zusammen und plaudern bei einem Glas Bio-Wein von Miro. Er ist nämlich sehr bedacht darauf, dass seine Arbeiter stets mit genügend Wein versorgt sind ;) Auch ansonsten ist er sehr um unser Wohlergehen besorgt. Miro ist zwar kein Mann großer Worte und kommt manchmal etwas ruppig rüber. Seine Taten zeigen aber, dass er ein großes Herz hat. So gegen 21 Uhr gehen wir dann meistens auch schon ins Bett. Ich merke gerade wie sehr ich es liebe - und vor allem: wie gut es dem Körper tut! -  früh schlafen zu gehen und früh aufzustehen. 

Das Hostel liegt in einer absolut paradiesischen Lage zwischen den Klippen. Das Meer hier ist türkisblau und kristallklar. Von meinem Bett aus höre ich noch das Meeresrauschen. Ebenso spektakulär wie die Sonnenaufgänge sind auch die Sonnenuntergänge. Die Sonne geht nämlich direkt über dem Meer unter. Der Himmel verfärbt sich zuerst orange dann blutrot. Ich bin regelrecht verliebt in diesen Ort. 


Via Ferrata Mirko


Sveti Nikola 626m - der höchste Punkt der Insel


Sonnenuntergang :)

Nun steht das Wochenende vor der Türe, das heißt ich habe zwei Tage frei. Wenn das Wetter so schön bleibt werde ich eine kleine Inselüberquerung machen. Und bei dieser Gelegenheit auch gleich mal frisches Obst und Gemüse kaufen.


Also dann, gute Nacht!

Eure Michi :)

 



Sonntag, 6. November 2022

Angekommen in Sveta Nedjelja auf der Insel Hvar

By On November 06, 2022

 

Sveta Nedjelja, Hvar, Kroatien


Hier werde ich die nächsten 2,5 Wochen wohnen :)

Das Daumen drücken hat sich auf alle Fälle ausgezahlt. Um 14:30 Uhr bin ich dann gestern bei Sturm und Regen mit der Fähre auf die Insel Hvar gefahren. Der Wind war dermaßen stark, dass mein Regenschirm in weniger als einer Minute komplett kaputt und verbogen war. Klatschnass saß ich dann etwa zwei Stunden lang auf der Fähre. Das Ticket kostete 43 Kuna (= 5,70€). Ich kam in der Stadt Stari Grad an. Miro - mein Workaway Gastgeber - meinte, ich sollte mir im Supermarkt noch Notwendiges kaufen, da es in dem Dörfchen, wo ich die nächsten 2,5 Wochen sein werde, keine Einkaufsmöglichkeiten gäbe. Ich schlenderte durch die Supermarktregale als plötzlich ein Typ etwa Mitte fünfzig mit ziemlich verdeckten und löchrigen Kleidern vor mir stand. Es dauerte eine Weile bis mir klar wurde, dass es sich hier um Miro handelte *lach*. Es stellte sich aber heraus, dass er ein super lieber Kerl ist. Er ist Slowake und lebt seit über zwanzig Jahren auf der Insel. In dieser Zeit hat er hier einiges aufgebaut: ein tolles Hostel mitten in den Klippen, einige Ferienaparmtens, er stellt selber Wein und Olivenöl her und hat einen Klettersteig und eine ganze Menge an Kletterrouten rund um sein Hostel in die Klippen gebaut. 


Aufgrund des schlechten Wetters konnte er mich gestern nicht mehr in das Hostel bringen, in dem ich wohnen werde, da dort nur ein Wanderweg hinführt. Er ließ mich deshalb in einem seiner Ferienapartments in Sveta Nedjelja schlafen. Vorher zeigte er mir aber noch seinen Weinkeller und es gab obendrauf noch eine ordentliche Weinverkostung. So lässt sichs auf alle Fälle leben. 


Morgenwanderung 

Ich habe hervorragend geschlafen und startete gleich voll motiviert eine kleine Morgenwanderung. Das Wetter hatte mittlerweile umgeschlagen und die Sonne strahlte vom Himmel. Die langen Hosen hätte es heute jedenfalls nicht gebraucht. Bei meiner Erkundungstour entdeckte ich die Ruinen einer Kirche, welche in eine Höhle gebaut ist.



Blick auf das Dorf Sveta Nedjelja 



Angekommen im Paradies

Mittags holte mich Miro dann ab. Gemeinsam mit seinem Sohn, dessen Frau und deren Kind fuhren wir mit einem kleinen Motorboot zum Hostel. Es heißt übrigens Cliffbase. Dort angekommen konnte ich es kaum fassen: es ist noch viel schöner dort, als auf den Fotos, die ich bisher gesehen hatte. Man könnte es auch über einen 20-minütigen Wanderweg vom Dorf aus erreichen. Aber Miro musste sowieso ein paar Sachen dorthin bringen, deshalb nahmen wir das Boot. Seht nun selbst:

Das Cliffbase Hostel gebaut in die Klippen und darunter eine wunderschöne Badebucht. Dahinter gibt es unzählige Kletterrouten. 

Die Küche des Hostels

Mit mir sind noch drei andere Freiwilligenhelfer dort: ein Tscheche "Pavel" und ein Pärchen: "Flavia", eine Italienerin und "Ricardo", ein Kolumbianer. Pavel und Ricardo sprechen kein Englisch, aber gut, mit dem einen kann ich ja Spanisch reden und mit dem anderen funktioniert es mit Händen und Füßen auch ;)

Miro lud uns noch zum Grillen ein und düste dann gemeinsam mit seinem Sohn und dessen Familie wieder ab. Er selbst wohnt nämlich im Ort. 

Diese Ruhe hier ist einfach super idyllisch. Außer dem Meeresrauschen und den Möwen hört man gar nichts. Da nun Nebensaison ist, sind im Moment auch keine Gäste hier. Meine Arbeiten für die nächsten Tage werden recht vielfältig sein: das Hostel und die Apartments putzen, mit den Oliven und dem Wein helfen etc. 

Am Nachmittag ging es für mich dann erstmals ab ins Meer. Das Wasser ist tatsächlich noch sehr warm, über zwanzig Grad. Es ist kristallklar, das Einzige worauf man aufpassen muss sind die unzähligen Seeigel. Jetzt genoss ich gerade noch einen wunderschönen Sonnenuntergang und bin nun sehr gespannt darauf was die Zeit hier noch so bringen wird. 

Mein erster Sonnenuntergang hier :)



Gute Nacht!


Eure Michi :)



=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos von der Insel Hvar <=