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Freitag, 3. Februar 2023

Meine höchsten Berge

By On Februar 03, 2023


Wie du wahrscheinlich schon mitbekommen hast, sind Berge meine große Leidenschaft. Hier habe ich eine kleine Liste mit meinen höchsten Errungenschaften zusammengestellt. 




Lobuche East 6.119 m


 

  • Nepal (Asien)
  • November 2019
  • Im Rahmen meines 20-tägigen Everest Base Camp & 3 Passes Trekking bestiegen.
  • Für die Besteigung des Lobuche East ist eine spezielle Kletternehmigung und ein Guide erforderlich. 
  • Equipment: Helm, Klettergurt, Steigeisen, Eispickel. Teilweise sind Fixseile vorhanden.
  • Fazit: Wunderschöne Tour, die technisch nicht allzu anspruchsvoll ist. Es war nur eine Stelle etwas schwieriger, an der eine Eiswand hochgeklettert werden musste. Das letzte Stück zum Gipfel ist recht steil, es sind aber Fixseile da. 


Chimborazo 6.310 m



(Besteigung gescheitert, leider nur bis knapp 6.000m geschafft)
  • Ecuador (Südamerika)
  • März 2017
  • 2-Tagestour
  • Kosten: Guide 80 USD/Tag x 2 Tage = 160, Unterkunft in der Schutzhütte 15 USD/ Person x 2 Personen = 30, Verpflegung ~ 15 USD, Transport 16 USD, Equipment stellte mir mein Guide gratis zur Verfügung. Endsumme ~ 221 USD
  • Fazit: Habe bereits zwei Besteigungsversuche hinter mir und jedes Mal mussten wir auf ca 6.000 m umkehren. Das erste Mal war wohl zuviel Neuschnee und ich bekam etwas Probleme mit der Höhe, da wir den Aufstieg einfach viel zu schnell angegangen sind und das zweite Mal war ich superfit doch die Schneesituation war leider zu gefährlich. Eine Besteigung des Chimborazo ist prinzipiell nur für erfahrene und gut akklimatisierte Bergsteiger empfehlenswert und setzt den sicheren Umgang mit Pickel und Steigeisen voraus. Laut meinem Guide scheitern etwa 80% der Besteiger. 



Nevado Pisco 5.752 m


  • Peru (Südamerika)
  • Mai 2017
  • 3-Tagestour
  • Kosten: Touren in Huaraz werden für 250 - 350 USD angeboten. Da ich die Besteigung mit einem Freund durchführte zahlte ich bloß das Equipment: fast 100 USD und Transport: etwa 20 USD.
  • Fazit: Wir führten die Besteigung des Pisco im Rahmen einer 3-Tagestour durch, da wir auch zur Laguna 69 wanderten. Ansonsten ist die Besteigung auch gut in 2 Tagen zu schaffen. Gute Kondition, ausreichende Akklimatisierung, ein erfahrener Bergführer und entsprechendes Equipment sind Voraussetzung. Technisch nicht sehr ansnpruchsvoll.



Kala Pattar 5.643m



  • Nepal (Asien)
  • November 2019
  • Im Rahmen meines 20-tägigen Everest Base Camp & 3 Passes Trekking bestiegen.
  • Technisch einfach. 
  • Traumhafte Aussicht auf den Mount Everest. 
  • Ausgangspunkt ist das Bergdorf Gorak Shep

=> Reisebericht: Everest Base Camp & 3 Passes Trekking & Besteigung des Lobuche East <=






Chhukung Ri 5.546 m

  • Nepal (Asien)
  • November 2019
  • Im Rahmen meines 20-tägigen Everest Base Camp & 3 Passes Trekking bestiegen.
  • Technisch einfach.
  • Ausgangspunkt ist das Bergdorf Chhukung. Der Aufstieg Dauert etwa 3-4 Stunden. 








Sunder Peak 5.361 m

  • Nepal (Asien)
  • November 2019
  • Im Rahmen meines 20-tägigen Everest Base Camp & 3 Passes Trekking bestiegen.
  • Kein Guide notwendig. Startort ist das Bergdorf Thame. Von dort aus führt ein offizieller Wanderweg bis zu einem sogenannten Vorgipfel. Von dort aus muss man sich selber einen Weg suchen. Es ist eine ziemliche Kraxlerei. Uns wurde gesagt, dass die Besteigung recht gefährlich sei und man ein Seil benötigen würde. Ganz so dramatisch war es aber nicht. 








Gokyo Ri 5.360 m 


  • Nepal (Aisen)
  • November 2019
  • Im Rahmen meines 20-tägigen Everest Base Camp & 3 Passes Trekking bestiegen.
  • Von dem Bergdorf Gokyo aus zu besteigen. Technisch einfach. 



 





Point Lenana 4.985m (Mount Kenya)

 

  • Kenia (Afrika)
  • Dezember 2021
  • 4-Tagestour
  • 286 Euro
  • Traumhafte Trekking-Tour durch atemberaubend schöne Landschaften. Leider hatte ich recht viel Regen und weiter oben Schneesturm. Technisch nicht wirklich anspruchsvoll, jedoch machte sich die Höhe schon ein wenig bemerkbar durch Kopfschmerzen an den letzten beiden Tagen. Scheinbar nur mit Guide erlaubt. 



Guagua Pichincha 4.794 m 

  • Ecuador (Südamerika)
  • März 2017
  • 1-Tagestour 
  • Kosten: Gondelbahn 8,50 USD
  • Fazit: traumhafte Tour, die zuerst von der Bergstation der Gondel auf den Rucu Pichincha führt und danach auf den Guagua Pichincha. Bergsteigerfahrung ist notwendig, da teilweise kleine Kraxelstellen dabei sind. Eine ortskundige Person sollte unbedingt dabei sein, da die Wege teilweise schwer zu finden sind und bei schlechtem Wetter besteht durchaus die Gefahr sich zu verlaufen.



Rucu Pichincha 4.696 m

Rucu Pichincha Besteigung
  • Ecuador (Südamerika)
  • Jänner, Februar & März 2017
  • Halbtagestour
  • Kosten: Gondelbahn 8,50 USD
  • Fazit: Wunderschöne Tour mit einzigartiger Pflanzenwelt. Es reicht ein halber Tag. Am Wochenende leider sehr viele Touristen. Technisch ist das letzte Stückchen zum Gipfel etwas anspruchsvoller - Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind Voraussetzung.





Mount Meru 4.566 m

Mount Meru Besteigung

  • Tansania (Afrika)
  • Dezember 2015
  • 3-Tagestour
  • Kosten: 350 USD (inkl. Transport, Nationalparkgebühr, Guide, Verpflegung, 2x Übernachtung in Hütten)
  • Fazit: Traumhafte Tour, für die leider ein Guide vorgeschrieben ist. Vor allem der 3. Tag ist etwas anspruchsvoll, da der Aufstieg zum Gipfel bereits um kurz nach Mitternacht los geht.  Am selben Tag erfolgt auch der gesamte Abstieg, was ganz schön in die Knie geht.

=> Reisebericht Mount Meru Tag 1 <=
=> Reisebericht Mount Meru Tag 2 <=
=> Reisebericht Mount Meru Tag 3 <=




    La Malinche 4.420 m

    • Mexiko (Nordamerika)La Malinche Besteigung
    • September 2016
    • 1-Tagestour
    • Kosten: nichts
    • Fazit: Sehr schöner Berg, vor allem unter Woche nur wenige bis fast gar keine Touristen. Ist technisch sehr einfach, der Weg geht jedoch teilweise sehr steil und geradlinig noch oben. 









    Mönch 4.107 m

    • Schweiz (Europa)
    • August 2019
    • 1-Tagestour
    • Kosten: evtl für Guide und Ausrüstung
    • Fazit: Vom Jungfraujoch ist man in etwa drei Stunden am Gipfel. Steigeisen und Eispickel notwendig. Bergführer empfehlenswert. Gipfelgrat sehr abschüssig. Aussicht vom Gipfel einfach traumhaft!

    => Fotos Mönch <=





    Vulkan Acatenango 3.976 m


    Acatenango Besteigung
    • Guatemala (Zentralamerika)
    • August 2016
    • 2-Tagestour
    • Kosten: 20 USD (inkl. Guide, Transport, Verpflegung, Campingequipment)
    • Fazit: Tolle Tour, aber etwas anstrengend, da man Zelt, Schlafsack, Verpflegung usw. selbst tragen muss (mein Rucksack hatte fast 15kg). Technisch sehr einfach, dafür aber gute Kondition notwendig. Der Gipfel des Vulkans ist traumhaft schön - und arschkalt!












      Mittwoch, 22. Dezember 2021

      Viertägige Mount Kenya Besteigung zum Point Lenana 4.985m

      By On Dezember 22, 2021

       

      Nanyuki, Kenia


      Die letzten vier Tage war ich in der wunderschönen Mount Kenya Region unterwegs und habe dabei den dritthöchsten Gipfel dieses Massivs - den Point Lenana auf 4.985m - bestiegen. Der höchste Gipfel ist der Batian Peak, welcher mit seinen 5.199m den zweithöchsten Berg Afrikas darstellt. Aufgestiegen bin ich über die Sirimon-Route, welche den einfachsten Weg zum Gipfel darstellt. Abgestiegen wurde über die Chogoria-Route, welche die schönste sein sollte. Es werden dabei abwechslungsreiche Landschaften mit Regenwäldern, Riesenlobelien, Bambushainen und Moorlandschaften durchquert. Weiter oben wird die Landschaft karger und felsiger. Man überquert Schneefelder und hat ein paar leichte Klettereinheiten dabei.



      Hier eine Zusammenfassung der letzten vier Tage: 


      Tag 1: Sirimon Gate 2.650m - Old Moses Camp 3.300m

      • 8,91 Kilometer, 710 Höhenmeter
      • Gemeinsam mit Joseph - der sowohl als mein Guide, Träger und Koch fungierte - startete ich um kurz nach 10 Uhr vom Sirimon Gate in Richtung Old Moses Camp. Wir kamen vorbei an Herden von Pavianen und durchquerten einen wunderschönen Urwald. Nach etwa 2Std 30min kamen wir bereits im Camp an, wo wir die erste Nacht verbrachten. Am Ende des Tages waren wir etwa zehn Bergsteiger in der Hütte. Einige waren schon wieder beim Abstieg. Ich musste feststellen, dass die meisten neben einem Guide noch extra jeweils einen Träger und einen Koch dabei hatten. Natürlich ist das eine Frage des Budgets. Für mich war es völlig okay, meine Sachen selber zu tragen. Geschlafen wird in Schlafsälen mit Stockbetten. Strom gibt es keinen. Am Abend wurde es ziemlich frisch. Das Abendessen war der absolute Hammer: Es gab Suppe, eine leckere, frisch gekochte Hauptspeise und dann sogar noch frische Früchte.


      Diese Mädchenschulklasse belagerte mich beim Aufstieg ;)

      Abendstimmung

      Erster Blick auf den Gipfel des Mount Kenya

      Tag 2: Old Moses Camp 3.300m - Shipton´s Camp 4.200m

      • 14,59 Kilometer, 980 Höhenmeter
      • Gemeinsam mit Tommy - einem jungen Schotten - und unseren Guides starteten wir nach dem Frühstück um etwa acht Uhr den heutigen Abschnitt. Die Landschaft ist traumhaft schön. Auch das Wetter war uns bis dahin noch sehr gnädig. Joseph, mein Guide, konnte mir viel Interessantes über die Tier- und Pflanzenwelt erzählen. Zu Mittag machten wir einen kurzen Stopp. Es wurde wieder leckeres, frisch gekochtes Essen serviert. Ab etwa 4.000m Seehöhe wurde die Landschaft karger, dafür faszinierte mich die Tierwelt umso mehr. Klippschliefer - welche aussehen wie Murmeltiere oder riesige Meerschweinchen - tummeln sich hier in Massen. Zudem wimmelt es nur so von kleinen rattenähnlichen Tieren - aber weitaus niedlicher. Als wir das Shipton´s Camp erreichten, verschwand die Sonne langsam hinter einer dicken Wolkendecke. Es wurde eisig kalt. Imposant erhebt sich der Mount Kenya direkt hinter dem Camp. Am Ende des Tages war hier einiges los. Es kam sogar eine Gruppe, die mit dem Zelt unterwegs war. Gegen 19 Uhr lag ich schon im Bett, am Gipfeltag starten wir nämlich schon um 3 Uhr nachts. 

      Tommy und ich

      Mein Guide Joseph und ich


      Blick vom Shipton´s Camp auf den Mount Kenya

      Ein Klippschliefer

      Tag 3: Shipton´s Camp 4.200m - Point Lenana 4.985m - Meru Bandas 3.000m

      • 22,27 Kilometer, 850 Höhenmeter
      • Das war eindeutig der anspruchvollste Tag dieser Tour. Ich habe so gut wie nichts geschlafen - zum einen wegen der Kälte und zum anderen wahrscheinlich wegen der Höhe. Um zwei Uhr morgens hat sich bereits eine Gruppe zur Gipfelbesteigung aufgemacht. Joseph und ich machten um ziemlich genau vier Uhr morgens los. Es war stockdunkel und durch den dichten Nebel konnte man gerade mal einen Meter weit sehen. Es ging überaus steil nach oben. Irgendwann begann es zu nieseln, später war es ein Eisregen und irgendwann ein regelrechter Schneesturm. Es ging teilweise durch Schneefelder. Später war es dann ein wenig zum Kraxeln. Der Fels war eisig. Wir überholten die Gruppe, die eine Stunde vor uns los ist. Um kurz nach sechs Uhr morgens erreichten wir den Point Lenana auf 4.985m. Ich war überglücklich trotz der schlechten Wetterverhältnisse angekommen zu sein. Wir waren wohl die ersten und zudem alleine am Gipfel. . Aufgrund der Kälte wurden nur schnell ein paar Gipfelbilder gemacht, dann ging es schon wieder an den Abstieg. Der Niederschlag wurde immer mehr, irgendwann ging die Nässe durch meine Regenjacke und meine Regenhose hindurch. Auch die Höhe machte sich bemerkbar - ich bekam Kopfschmerzen und der Schlafmangel machte es nicht besser. Wir hatten noch knappe 20 Kilometer vor uns bis zu den Meru Bandas. Was war ich froh als irgendwann die Sonne etwas durchkam. Bereits am frühen Nachmittag kamen wir überglücklich bei unserer Unterkunft an. Auch hier waren wir die enzigen Gäste. Ich musste mich erstmal für eine Stunde hinlegen. Danach wurde mir tatsächlich eine heiße Dusche ermöglicht. Die Meru Bandas sind eindeutig die komfortabelste Schlafmöglichkeit am Mount Kenya. Danach fühlte ich mich fit genug, um die Gegend ein wenig zu erkundschaften. Ich entdeckte sogar Wasserböcke an einem kleinen See. Das absolute Highlight war ein Kaminfeuer am Abend. Im Dunkeln sollte man die Unterkunft übrigens nicht mehr verlassen, da wilde Tiere wie Büffel und manchmal sogar Elefanten auf das Grundstück kommen. 

      Point Lenana 4.985m


      Viel Regen beim Abstieg

      Hier wird gerade Wasser für meine heiße Dusche erhitzt :)

      Meru Bandas

      Wasserböcke

      Tag 4: Meru Bandas 3.000m - halber Weg nach Chogoria

      • 8,97 Kilometer, 22 Höhenmeter
      • Diese Nacht habe ich herrlich geschlafen. Der Tag startete leider mit fürchterlichem Regen. Als er um 9 Uhr etwas weniger wurde, machten wir uns auf den Weg nach Chogoria. Der Weg führt durch einen dichten Regenwald. Nach knappen zehn Kilometern ließen wir uns von einem Taxi abholen, immerhin wären es bis nach Chogoria noch über 30 Kilometer. Meine Beine waren nun doch etwas müde von den Strapazen der letzten Tage. Die Straßenverhältnisse gestalteten sich überaus abenteuerlich, aufgrund des starken Regens. Mehrmals blieben wir fast im Schlamm stecken.

      Fazit:

      Absolut traumhaftes Trekking! Ich kann auch nur empfehlen, die Tour über vier Tage zu machen, obwohl es sicher auch kürzer möglich wäre, wobei man dann die faszinierenden Landschaften sicher nicht so intensiv erleben kann. 
      • Insgesamt: 54,74 Kilometer, 2.562 Höhenmeter

      Budget:

      Im Vergleich zu den anderen Bergsteigern musste ich feststellen, dass ich mit den Kosten für meine Tour überaus günstig davongekommen bin. Die meisten hatten wie bereits erwähnt sowohl Guide, Träger als auch einen Koch dabei. Zudem haben viele über eine Reiseagentur gebucht, was es auch teurer macht. Ohne Guide ist das Bergsteigen hier scheinbar nicht erlaubt. Hier eine Zusammenstellung meiner Kosten:

      • 85 USD Nationalparkgebühr für 3 Nächte/4 Tage
      • 12.000 Ksh Guide (=3.000Ksh/Tag)
      • 6.000 Ksh Übernachtungen (= 2.000 Ksh/Nacht)
      • 3.000 Ksh Essen
      • 1.500 Ksh Miete Schlafsack
      • 4.400 Ksh Transport
      • = ca 286 Euro 



      Ich bin mittlerweile wieder bei Robert und seiner Familie in Nanyuki angekommen. Morgen Vormittag reise ich weiter nach Karatina. Dort werde ich Margaret, einer kenianischen Lehrerin, bei ihrer Arbeit mit behinderten Kindern für etwa eine Woche behilflich sein. 




      => Hier findest du alle meine Fotos und Videos vom Mount Kenya Trekking <=










      Montag, 6. Januar 2020

      4-tägiges Mardi Himal Trekking

      By On Januar 06, 2020



      Der Mardi Himal Trek ist eine wunderschöne mehrtägige Trekkingtour im Annapurna-Gebiet von Nepal. Da die Route recht neu erschlossen ist, ist der Wandertourismus dort noch nicht so stark vertreten wie beispielsweise im Everest Gebiet. Die atemberaubende Landschaft ist sehr vielseitig: Man wandert durch dschungelartige Wälder, Reisfelder und  viele traditionelle Dörfer mit sehr freundlichen Einheimischen. Dabei hat man spektakuläre Aussichten auf die umliegenden Berggipfel, die zum Teil über 8.000m hoch sind. Die größten Herausforderungen auf unserem Trek waren wohl die eisigen Temperaturen nachts -  teilweise unter - 15 Grad Celsius und das in komplett unbeheizten Schlafräumen. Der Januar ist nämlich der kälteste Monat in Nepal. Ein guter Schlafsack ist also unbedingt notwendig. 



      Fishtail mountain 6.997m

      1. Tag: Khande (1.800m) - Forest Camp (2.550 m) 

      • 15,32 km
      • 1.189 Höhenmeter 
      • Wir starteten früh am Morgen von unserer Unterkunft in Pokhara. Da der Baglung Busbahnhof, von dem aus wir einen lokalen Bus nach Khande finden sollten, recht weit weg ist, nahmen wir uns ausnahmsweise ein Taxi dorthin (300 NPR). 
      • Der Bus von Pokhara nach Khande kostete uns 100 NPR pro Person. Die Fahrt dauerte knappe zwei Stunden. 
      • Zu unserem Erstaunen ist recht viel los am Trail, trotz Nebensaison. Es sind vor allem Einheimische unterwegs. Das liegt wohl daran, dass viele Nepalesen Neujahr in Pokhara gefeiert haben und das dann gleich noch mit einem Trekking verbinden wollten. 
      • Wir fanden eine ganz nette Unterkunft um 200 NPR pro Person. 
      • Am Abend gab es noch ein wenig Schneeregen. Wir hoffen nun wirklich, dass uns das Wetter die nächsten Tage halbwegs mitspielt. Der Wetterbericht ist ja nicht so prickelnd. 
      Voll motiviert starteten wir

      Der erste Tag führte uns durch wunderschöne dschungelartige Wälder




      2. Tag: Forest Camp (2.550m) - Middle Camp (3.300m)


      • 6,08 km
      • 832 Höhenmeter
      • Der Tag heute startete mit Regen, welcher sich bereits nach 20 Minuten Gehzeit in starken Schneefall umwandelte.
      • Im Low Camp auf 2.970m aßen wir zu Mittag. Es schneite weiterhin unaufhörlich. Die meisten anderen Trekker beschlossen an dieser Stelle umzudrehen. Andralynne zeigte sich jedoch noch sehr motiviert weiterzuwandern.
      • Als wir um etwa 15 Uhr im Middle Camp auf 3.300m Seehöhe ankamen, beschlossen wir die Nacht hier zu verbringen und morgen weiterzusehen, wie sich das Wetter entwickelt. Wenn es so weiterschneit haben wir keine Chance das Mardi Himal Basecamp zu erreichen.



      In den Hütten konnten wir uns bei den eisigen Außentemperaturen am Kamin wärmen. Es wird zudem Schneewasser zum Kochen, Waschen und Trinken geschmolzen. 

      3. Tag:. Middle Camp (3.300m) - High Camp (3.550m)


      • 6,09 km
      • 461 Höhenmeter
      • Wie durch ein Wunder hatten wir heute Morgen strahlenden Sonnenschein, trotz sehr schlechter Wettervorhersage. Wir wagten es also weiter ins High Camp auf 3.550m.
      • Im High Camp aßen wir zu Mittag. In der Zwischenzeit begann es leider wieder zu schneien.
      • Wir starteten trotzdem einen Versuch das Mardi Himal Basecamp zu erreichen, mussten aber leider nach etwa einer Stunde umkehren, da das Schneegestöber immer stärker wurde.
      • Hier im High Camp hat es eisig kalte Temperaturen. Nachts sollte es um die - 15 Grad Celsius haben. Sämtliches Wasser ist gefroren, selbst auf der Toilette kann man nach seinem Geschäft nicht nachspülen, da das Wasser im Kübel ein einziger Eisklotz ist. 





      4. Tag: High Camp (3.550m) - Siding (1.900m) - Lumre (1.130m)


      • 19,67 km
      • 245 Höhenmeter
      • Heute erwachten wir wieder bei strahlendem Sonnenschein mit einem traumhaften Ausblick auf den Fishtail Mountain. 
      • Wir stiegen vom High Camp ab nach Siding, da man uns sagte, dass man von dort öffentlichen Transportmittel nach Pokhara finden würde. Leider war dem nicht so und wir mussten weiter wandern bis nach Lumre.
      • Der Weg zog sich ordentlich. Die Kinder aus den Bergdörfern, die uns immer wieder laut kreischend und über das ganze Gesicht strahlend verfolgten, waren eine willkommene Unterhaltung für uns, um den Weg kurzweiliger zu gestalten. 
      • Dieser Tag war eine ordentliche Herausforderung, immerhin legten wir knapp 20 Kilometer zurück und stiegen fast 2.500 Höhenmeter bergab. Das wird auf alle Fälle einen ordentlichen Muskelkater geben. 
      • In Lumre konnten wir ein nettes Gasthaus zum Übernachten finden. Die Familie dort freute sich sichtlich über unseren Besuch. Sie bewirteten uns äußerst warmherzig. 





      ZUSAMMENFASSUNG

      Dienstag, 3. Dezember 2019

      Australian Camp, Dhampus & der Phewa-See

      By On Dezember 03, 2019


      Australian Camp & Dhampus

      Die gestrige Wanderung mit Pramod zum Australischen Camp und dem Dorf Dhampus war wunderschön und sehr relaxed. Zuerst fuhren wir mit dem Motorbike bis zu dem Dorf Phedi. Dort stellten wir dieses ab und fuhren die recht abenteuerliche Bergstraße mit dem Bus weiter bis nach Kande. Von hier aus starteten wir unsere Wanderung. Bis zum Australischen Camp brauchten wir etwa eine Stunde. Man muss aber dazu sagen, dass Pramod bestimmt nicht der sportlichste ist. Er schwitzte und keuchte den ganzen Weg lang unaufhörlich. Dementsprechend machten wir auch viele Pausen.



      Im Camp angekommen aßen wir zu Mittag: Dal Bhat natürlich. Ich wage mich zu behaupten, dass dies mein allerbestes Dal Bhat war. Pramod erzählte mir, dass er dieses Gericht täglich zu Mittag und abends essen würde. Eine Mahlzeit ohne Dal Bhat wäre für einen Nepalesen keine richtige Mahlzeit. Das erinnert mich an Afrika und das Posho/Ugali.

      Dal Bhat

      Vom Australischen Camp ging es über das Dorf Dhampus zurück zum Motorbike in das Dorf Phedi. Das waren vielleicht nochmal 2 Stunden - aber halt wirklich im Schneckentempo. Die Wanderung war insgesamt wunderschön. Die üppige Natur erinnert ein wenig an einen Dschungel.

      Dieses süße Baby-Hündchen entdeckten wir am Rückweg 

      Zum Abendessen traf ich mich tatsächlich mit einem Schweizer. Er heißt Luca und bereist schon seit 1,5 Jahren die Welt. Wir tauschten noch jede Menge Reisegeschichten aus und verabredeten uns auch gleich zum Joggen für den nächsten Tag.

      Laufrunde um den Phewa-See 

      Heute morgen startete ich topmotiviert meine Laufrunde. Es sollte einmal komplett um den Phewa-See gehen, das sind etwa 30km. Luca kündigte an, dass er später nachkommen würde. Ich rannte also alleine los. Die Gegend war wunderschön.




      Um die Mittagszeit wurde es aber extrem heiß. Ich genehmigte mir ein kaltes Cola und wartete währenddessen auf Luca. Bereits nach einer halben Stunde kam er an. Die restliche Strecke legten wir dann gemeinsam zurück. Es ging durch Reisfelder und kleine Dörfer. Zudem kamen wir an einem Tempel und mehreren tollen Aussichtspunkten vorbei.




      Da wir zwischendurch hungrig wurden, legten wir noch eine Essenspause ein. Danach ging es nur noch schleppend weiter - mit vollem Bauch joggt es sich einfach nicht gut. Aber wir hatten ja keinen Zeitstress. Von daher beanspruchte unsere Runde letztendlich fast den ganzen Tag. Zu Abend aßen wir dann in der Bar meines Couchsurfing Gastgebers. Insgesamt ein sehr gelungener Tag!