Route Chile
Am Morgen des 17. März bestellte ich mir ein Uber-Taxi zum Busbahnhof in Riobamba. Kaum saß ich im Auto, meinte der Fahrer zu mir, dass ich behaupten sollte wir seien Freunde falls uns die Polizei anhalten würde. Scheinbar ist Uber hier in der Stadt nämlich illegal. Aus irgendwelchen Gründen gab es genau an diesem Tag an jeder Ecke Polizeikontrollen. Aber wir wurden zum Glück nicht angehalten.
Ich hatte Glück, denn genau in dem Moment als ich am Busbahnhof ankam, startete ein Bus nach Quito. Ich stieg schon ein bisschen vorher - nämlich in Aloag - aus. Mit ein bisschen Herumfragen fand ich dort einen Bus nach Pifo. Und von Pifo brauchte ich dann nochmals ein Uber, um zu meiner Airbnb Unterkunft zu kommen. Ich war also fast den ganzen Tag unterwegs für eine Strecke, die man mit dem Auto in etwa drei Stunden zurücklegen könnte.
Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen. Mein Flug ging um 10 Uhr morgens. Gerald - ihr erinnert euch sicher an ihn - ließ es sich nicht nehmen mich bereits um 6:30 Uhr von meiner Unterkunft abzuholen und zum Flughafen zu bringen. Er wohnt nämlich nicht allzu weit weg. Das hat mich natürlich sehr gefreut, dass er sich extra Zeit genommen hat mich noch zu verabschieden.
Die letzten Tage waren so vollgepackt, dass ich kaum Gelegenheiten hatte, wirklich darüber nachzudenken, dass diese Reise langsam aber sicher zu Ende geht. Nun - während ich auf das Boarding warte - habe ich reichlich Zeit. Vielleicht habe ich es schon mal erwähnt: Auf Flughäfen werde ich immer besonders emotional, immerhin bedeuten sie für mich meist den Anfang oder das Ende eines großen Abenteuers. Im Moment freue ich mich irrsinnig auf Zuhause: meine Familie, meine Freunde und die Berge. Zum anderen ist da natürlich auch Wehmut über das, was ich hinter mir lasse. Es ist wieder Zeit Abschied zu nehmen, von einem Ort, der für eine Weile so etwas wie mein Zuhause war. Es ist unglaublich wie viel ich in den letzten fünf Monaten erlebt habe, und vor allem auch wie schnell sie vergangen sind.
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| Goodbye Südamerika! Hier am Mt Roraima in Venezuela |
Venezuela - das Land vor dem mich alle warnten
Bei meinen Reisevorbereitungen habe ich lange damit gehadert, ob ich nun wirklich nach Venezuela reisen sollte oder nicht. Ich habe unzählige Warnungen bekommen, wie gefährlich es dort sei. Ich entschied mich trotzdem dafür. Im Endeffekt hat mich das Land umgehauen. Die Menschen dort waren die gastfreundlichsten, die ich je getroffen habe. Ich wurde überall mit so unglaublich viel Offenheit und Herzlichkeit aufgenommen. Zu meinen Highlights dort gehörte sicher das 6-tägige Roraima Trekking mit dieser surrealen Landschaft, als wäre sie nicht von dieser Welt. Und dann war da noch die Karibikinsel Isla Margarita mit ihren menschenleeren Traumstränden und der entspannten Karibik-Atmosphäre. Unvergesslich waren auch die kleine Andendörfer rund um Mérida. Was mir am meisten in Erinnerung bleibt, waren aber all die Begegnungen mit den Einheimischen.
Galapagos - das Naturparadies
Man kann sich ja vieles unter einem Naturparadies vorstellen, aber die Galapagos-Inseln übertreffen all das! Wildtiere so weit das Auge reicht und noch dazu in allernächster Nähe. Beim Schnorcheln tauchten immer wieder Seelöwen direkt vor meiner Nase auf, riesige Meeresschildkröten schwammen zum Anfassen nahe an mich heran, Landschildkröten spazierten beim Wandern an mir vorbei (bzw testeten, wie denn so ein Menschenfinger schmeckt *lach*). Und dann war da noch dieser Walhai, den wir bei unserer Schnorcheltour entdeckt haben und minutenlang neben diesem mindestens 15 Meter großen Tier hergeschwommmen sind. Unvergessliche Momente!
Ecuador - Dschungel, Kakao, hohe Berge und alte Bekanntschaften
Ich kann es selbst kaum glauben, aber ich habe insgesamt bereits fast 8 Monate in Ecuador verbracht. Vor acht Jahren waren es fünf Monate und diesmal nochmals fast drei. Das Land ist einfach so unglaublich vielfältig. Von Trauminseln über richtig hohe Berge bis hin zum Amazonasgebiet lässt sich hier alles finden. Ich fand es sehr schön auf dieser Reise ein paar alte Bekannte von vor acht Jahren wieder getroffen zu haben. Ein besonderes Abenteuer war auch die Arbeit auf einer Kakaofarm im Amazonasgebiet. Und dann natürlich noch die atemberaubenden Anden. Ich habe ausgiebige Wanderungen unternommen, bis auf eine Höhe von etwa 5.000 Metern.
Riobamba, Ecuador
Am Donnerstagmorgen pünktlich um 8:45 Uhr startete der Bus von Cuenca nach Riobamba. Als Reiseproviant kaufte ich mir am Busterminal in Cuenca noch Bolones - und ich glaube es waren die besten, die ich jemals gegessen habe. Es handelt sich dabei um goldbraun frittierte Kugeln aus Kochbananen, meist gefüllt mit Käse oder Fleisch. Dazu gibt es Sauce und Salat. Der Bus war so gut wie leer, was natürlich ganz angenehm war.
Nach sechs Stunden kam ich in Riobamba an. Die Stadt liegt stolze 2.750 Meter über dem Meeresspiegel. Der Grund, warum ich hierher wollte, war (wieder einmal) der Chimborazo – mit seinen 6.263 Metern ist er der höchste Berg Ecuadors und der Punkt auf der Erde, der am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt und am nächsten an der Sonne ist (wegen der äquatorialen Wölbung).
Mein Plan war es ein paar Wanderungen in der Region zu unternehmen. Tatsächlich werden hier viele Erinnerungen wach - ich war nämlich vor acht Jahren schon einmal hier und habe zwei gescheiterte Versuche hinter mir den Gipfel des Chimborazo zu besteigen. Das erste Mal bekam ich ein schlimme Höhenkrankheit und das zweite Mal war die Schneesituation zu gefährlich. Dieses Mal war aber nicht der Gipfel das Ziel, dafür wäre ich sowieso viel zu schlecht akklimatisiert. Ich wollte nur ein paar kleinere Wanderungen in höheren Lagen machen.
Die Besitzerin meiner Unterkunft in Riobamba hieß wieder Miriam - genauso wie die meiner letzten. Und tatsächlich war auch diese Miriam wieder ebenso herzlich und gastfreundlich wie die vorige. Sie lud mich auf Kaffee und Kuchen in ihre Wohnung ein und war auch sonst an Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit fast nicht zu toppen.
Am Freitag wagte ich es dann in Richtung Chimborazo. Hier habe ich vor acht Jahren viele Höhen und Tiefen (vor allem Tiefen) erlebt bei den misslungenen Besteigungen. Auch dieses Mal schien mir der Berg leider nicht sonderlich gut gesinnt zu sein.
Um 8:30 Uhr stand ich am Busterminal von Riobamba. Busse, die nach Guaranda fahren, machen normalerweise im Chimborazo-Nationalpark halt. Davon gibt es aber nur sehr wenige am Tag. Ich fuhr mit der Buslinie „Flota Bolívar“. Die einstündige Fahrt kostete 2,60 USD. Am Nationalparkeingang musste ich mich erstmal registrieren. Dazu sollte man eine Passkopie dabei haben. Bezahlen muss man nichts. Der Eingang befindet sich auf 4.350 m Seehöhe. Den Chimborazo konnte ich nicht sehen. Es war neblig und kalt. Kurz nachdem ich gestartet bin, begann es leicht zu nieseln. Es dauerte nicht lange bis es dann richtig schüttete. Den Aufstieg bei so einem Wetter fortzusetzen war sinnlos. Ich entschied mit stattdessen querfeldein durch die steinige Landschaft wieder nach unten zu gehen.
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| Dieses Nutella-Croissant machte meine Regenwanderung etwas erträglicher :D |
Irgendwann erreichte ich wieder die Hauptstraße, welche ich entlang wanderte. Nach etwa 30 Minuten kam endlich ein Bus. Ich winkte und er hielt zum Glück an. Es ging zurück nach Riobamba, wo das Wetter um einiges besser war. Dort gönnte ich mir als kulinarischen Trost ein spätes Almuerzo (Mittagsmenü) in einem kleinen, typisch ecuadorianischen Restaurant, das für seine Meeresfrüchte bekannt ist. Für 4 USD war das ein richtiges Festmahl: eine Meeresfrüchtesuppe, als Hauptgang Meeresfrüchtereis mit reichlich Oktopus, Shrimps, Muscheln, usw. Dazu ein leckerer, frischer Saft.
Am Samstagmorgen wurde ich schon vom Regen begrüßt, der gegen die Fensterscheibe prasselte. Keine Chance für ein Outdoor-Abenteuer! Plan B war Riobamba ein bisschen zu erkundschaften.
Der Sonntag war mein letzter voller Tag in Riobamba. Früh am Morgen stand ich bereits auf auf der Dachterrasse um das Wetter zu checken. Ich war überglücklich, als ich den schneebedeckten Chimborazo zwischen den Woken durchschimmern sah. Die Chance musste ich ergreifen.
Eigentlich hatte ich mit Jorge von Couchsurfing die heutige Wanderung am Chimborazo geplant. Doch solche Pläne in Kombination mit der lateinamerikanische (Un-)Pünktlichkeit sind oft zum Scheitern verurteilt. Nachdem er mich bereits zwei Stunden warten lassen hatte, war meine Geduld am Ende. Ich schnappte meinen Rucksack und machte mich alleine auf den Weg zum Busbahnhof. Natürlich war es mittlerweile recht spät. Ich hatte ein Riesenglück noch einen Bus in Richtung Chimborazo-Nationalpark zu finden.
Als ich am Nationalparkeingang ankam, waren dort Massen von Menschen. Wahrscheinlich weil Wochenende und noch dazu Ferienzeit war. Ich beschloss mich an der Registrierung vorbeizuschummeln, da ich wirklich keine Lust hatte hier noch viel Zeit mit Anstehen zu verlieren. In dem Gewusel hat das sowieso niemand bemerkt. Bis zum 1. Refugio auf 4.800 m kann man theoretisch noch mit dem Auto fahren - vorausgesetzt man hat eins. Eigentlich wäre ich viel lieber gewandert, aber aufgrund der fortgeschrittenen Zeit war ich super dankbar als mir eine ecuadorianische Familie eine Mitfahrgelegenheit anbot.
Angekommen beim Refugio Carrel auf 4.800 m Seehöhe traf mich fast der Schlag: Hunderte Menschen. Nichtsdestotrotz startete ich meine Wanderung in Richtung Templo Machay. Es lag frischer Schnee, jedoch waren noch keine Spuren sichtbar. Ich musste mich also auf das GPS meiner Offline-Landkarte verlassen. Kaum zehn Minuten gegangen, schon war ich völlig allein. Es war kein Mensch mehr zu sehen. Faszinierend wie sich die Menschenmassen am Parkplatz drängten und ein paar Schritte weiter sieht man keine Menschenseele mehr. Nur ich, der Schnee und der Wind - genau mein Ding ;)
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| Die Route zum Templo Machay war tatsächlich mit 6 Stunden angeschrieben. Ich würde mal behaupten, dass das sehr großzügig berechnet wurde, selbst wenn man im Schneckentempo unterwegs ist. |
Es ging nur sehr langsam voran. Auf knapp 5.000 Metern war die Luft spürbar dünn. Ich schnaufte ordentlich und hatte leichte Kopfschmerzen, was alles normal ist, wenn man auf so einer Höhe nicht gut akklimatisiert ist. Der Weg war ging im Wechsel etwas bergauf und dann wieder bergab. Das Wetter war spektakulär. In einem Moment konnte ich keine zwei Meter weit sehen aufgrund des dichten Nebels, im nächsten Moment zog der Himmel auf und ich sah die schneebedeckten Berge um mich herum.
Als ich nach einer Weile Hunger bekam holte ich mir ein Weckerl aus dem Rucksack. Ich dachte ich könnte es - wie ich es so oft mache - während des Gehens essen. Aber irgendwie klappte das mit Kauen und Atmen gleichzeitig auf dieser Höhe überhaupt nicht. Also gab es eine kleine Pause. Das machte aber nichts, da ich sowieso um einiges schneller als geplant war.
Nach gut eineinhalb Stunden kam ich bereits beim Templo Machay an - also um einiges schneller als angeschrieben. Er befindet sich auf etwa 4.700 m über dem Meeresspiegel an der Südflanke des Whymper-Gipfels. Es handelt sich um eine heilige Höhle aus vulkanischem Material der indigenen Inka und Puruhá, die früher für Zeremonien und Opfergaben genutzt wurde.
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| Der Eingang des Templo Machay |
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| Im Inneren des Templo Machay |
Leicht übermotiviert wollte ich noch ein paar Höhenmeter machen und beschloss weiter aufzusteigen. Nachdem ich dreimal - völlig grundlos - fast abgerutscht wäre, musste ich aber Vernunft walten lassen und umdrehen. Das waren die ersten Anzeichen, für eine leichte Höhenkrankheit und mit dieser ist nicht zu spaßen - das habe ich bereits am einigen Leib zu spüren bekommen. Den Rückweg nahm ich über eine andere Route.
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| Der Rückwegs |
Am späten Nachmittag erreichte ich die Hauptstraße. Ich war bereits über eine Stunde auf der Straße unterwegs, bis endlich ein Bus kam. Ich winkte, doch der Bus rauschte einfach vorbei. Irgendwann kam ein zweiter, welcher auch nicht stoppte. Nun begann es zu regnen. Das war nicht gut. Riobamba lag noch etwa 30 km entfernt. Ich musste es also per Autostopp versuchen. Doch selbst die Autos hielten nicht. Vielleicht wegen der steigenden Kriminalität im Land? Die Sicherheitslage in Ecuador hat sich in den letzten Jahren stark verschlechtert. Mein Optimismus schwand langsam. Der Regen wurde stärker und ich stapfte am Straßenrand entlang. Jedes Mal wenn ich ein Auto hörte, blieb ich stehen und streckte den Daumen raus. Irgendwann hatte ich dann doch noch Glück. Drei einheimische Frauen stoppten und nahmen mich mit nach Riobamba.
Das war somit wieder einmal ein Tag mit vielen Höhen und Tiefen - wie so oft beim Reisen. Aber ich würde sagen die Höhen übertrumpfen immer wieder die Tiefen. Zurück in meiner Unterkunft wartete schon Miriam. Sie hatte tatsächlich wieder Kuchen gebacken und übergab mir voller Freude ein großes Stück.
Dann hieß es Rucksack packen, denn morgen früh muss ich zurück nach Quito. Übermorgen geht dann um 10 Uhr vormittags mein Flug nach München. Ich kann es kaum glauben, dass diese 5-monatige Reise so gut wie vorüber ist...
Eure Michi :)
Im Zug von St. Johann nach Wien
Das Chaos hat sich zum Glück im Moment wieder etwas beruhigt. Derzeit sitze ich gerade ganz gemütlich im Zug auf dem Weg zum Flughafen Wien. Von dort aus fliege ich nach einem Zwischenstopp in Kairo dann weiter nach Nairobi in Kenia.
Zuerst beeindruckten mich diese News nicht sonderlich und ich hielt noch an meinen Reiseplänen fest. Im Laufe des Abends erhielt ich aber dann immer mehr Nachrichten von meinen Couchsurfing Gastgebern und Bekanntschaften in Äthiopien. Fast alle rieten mir, meine Reise unbedingt zu stornieren. Keiner weiß was als nächstes kommen kann. Im schlimmsten Fall wird auch noch der Flughafen besetzt, dann gibt es keine Chance zur Ausreise mehr. Das Ganze war für mich ein sehr harter Schlag. Ich habe mich immerhin das letzte halbe Jahr intensiv auf dieses Land vorbereitet, versucht die Sprache etwas zu lernen, usw. Zudem habe ich bereits das Visum bezahlt und eine Unterkunft und den Flug gebucht. Ich beschloss erstmals noch eine Nacht darüber zu schlafen.
Nun musste schnell der Plan B her. "Kenia" kam mir sofort in den Sinn. Das ist das Nachbarland und auch dort war ich noch nie. Sobald sich die Situation in Äthiopien bessern würde, könnte ich ja dann dorthin.
Für Kenia muss man ein Online-Visum beantragen. Dieses Unterfangen war ziemlich zeit- und nervenaufreibend. Da ging das mit dem Äthiopien Visum viel einfacher. Nach drei Stunden war es dann aber endlich absendebereit. Nun konnte es bis zu 48 Stunden dauern, bis ich erfahren würde, ob es genehmigt ist oder nicht. Als Einreisedatum gab ich Freitag, den 5.11. (also heute!!) an. Das war natürlich alles ultra spontan. Hätte ich die Einreise jedoch erst ein paar Tage später geplant, dann müsste ich wieder neu einen kostenpflichtigen PCR Test machen. Bis Samstag Morgen ist aber der, welchen ich für Äthiopien gemacht hatte noch gültig. Die Zeit rannte also. Ich wollte aber den Flug nach Kenia erst buchen sobald ich das Visum hatte. Ich saß also wie auf Nadeln. Erfahrungsgemäß bekommt man es schon einige Stunden später. Dem war aber diesmal leider nicht so. Als es nun schon spätabends am Mittwoch war, beschloss ich erst morgen in der Früh wieder nachzusehen. Wenn bis dahin nichts da war, dann hatte ich wohl ein Problem.
So spontan habe ich wohl noch nie einen Flug gebucht. Dazu kommt noch, dass ich wirklich null auf Kenia vorbereitet bin. Ich bin echt gespannt was mich dort so erwarten wird. Aber ich bin mir sicher es war die richtige Entscheidung in dieser Situation.
Gestern Abend hat mir sogar ein geplanter Couchsurfing Gastgeber aus Addis Abeba erzählt, dass er nächste Woche auch nach Kenia kommen wird. Er plant dort solange zu bleiben bis sich die Lage in seinem eigenen Land wieder etwas stabilisiert hat. Nun hoffe ich aus vollem Herzen für all die Einwohner Äthiopiens, dass sich die Situation in ihrem Land so schnell wie möglich beruhigt.
Ihr werdet wahrscheinlich wieder von mir hören, wenn ich in Nairobi - der Hauptstadt Kenias - gelandet bin.
Bis bald!
Eure Michi :)
Ich hab es nun endlich getan: Der Flug nach Äthiopien ist gebucht. Dieses faszinierende Land übt schon lange eine magische Anziehungskraft auf mich aus - unberührte Kulturen, traditionell lebende Stämme, einzigartige Landschaften, usw. In Äthiopien steht zudem der 5. höchste Berg Afrikas (4.533m) und im Kontrast dazu liegt dort auch eine der tiefsten Regionen der Welt (Danakil-Wüste -110m).
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| Reisevorbereitungen im Zug ;) |
... war ziemlich viel los bei mir, da ich viele Dinge wirklich erst am letzten Drücker gemacht habe (Wohnung ausräumen, packen, Freunde verabschieden, diverse Termine, etc). Aber wahrscheinlich brauche ich so eine kleine, gesunde Portion Stress, um in Schuss zu kommen.
Den Flug nach Addis Abeba - die Hauptstadt Äthiopiens - habe ich tatsächlich erst gestern gebucht. Am 4.11. sollte es nun von München losgehen. Ankommen werde ich in Addis um 3 Uhr nachts. Aufgrund dessen habe ich beschlossen, mir für die ersten Nächte ein günstiges Hotel dort zu buchen und nicht gleich mit Couchsurfing zu starten. Wahrscheinlich werde ich mit dem Alter einfach auch etwas komfortabler *lach*.
Im Moment sitze ich gerade im Zug von der Schweiz in Richtung Österreich. Ich werde vor meiner Reise nämlich noch einen zweiwöchigen Heimaturlaub einlegen, auf den ich mich nun riesig freue. Leider hatte ich im letzten Jahr nicht sonderlich viele Möglichkeiten meine Familie und Freunde dort zu besuchen.
Ich muss gestehen, dass die Reisevorbereitungen für Äthiopien ein Auf und Ab der Gefühle waren. Wie gesagt, steht das Land schon wirklich lange auf meiner Liste. Da es aber nun schon seit Längerem Unruhen/Krieg im Norden des Landes - der sogenannten "Tigray-Region" - gibt, war ich hin- und hergerissen, ob ich es wagen sollte oder nicht. Daraufhin habe über Couchsurfing mehrere Einheimische kontaktiert und sie zur aktuellen Lage befragt. Fast einstimmig haben sie mir bestätigt, dass der Rest des Landes völlig sicher sei. Zwischendurch hörte ich jedoch trotzdem immer wieder Warnungen, dass es besser sei im Moment dort nicht hinzureisen. Wie dem auch auch sei - wer mich kennt weiß, dass ich mich gewissen Herausforderungen gerne stelle. Wobei ich mich natürlich trotzdem sehr intensiv mit den Geschehnissen dort beschäftige und sicher auch nicht leichtsinnig unterwegs sein möchte.
Auf meiner momentanen Zugfahrt habe ich jetzt noch kurzerhand das Visum beantragt - seit Kurzem ist nämlich das Online-Visa wieder verfügbar. Und siehe da - etwa eine halbe Stunde später bekam ich bereits eine E-Mail, dass meine Aufenthalt für drei Monate bestätigt ist. Wunderbar! Ich hätte mir nicht gedacht, dass das so einfach werden wird. Daraufhin habe ich dann gleich eine günstige Unterkunft gebucht. Ich werde scheinbar sogar vom Flughafen abgeholt - aber der Sache traue ich erst wenn es soweit ist. Falls ihr euch erinnern könnt: Als ich das allererste Mal alleine nach Uganda flog und mitten in der Nacht auf mein Abholservice gewartet habe, hatte man mich einfach vergessen. Es folgte eine abenteuerliche erste Taxifahrt.
So nun werde ich die nächste Zeit mit meinen Liebsten verbringen und euch dann wenn meine Reise startet wieder regelmäßig hier auf meinem Blog am Laufenden halten.
Bis bald!
Eure Michi :)
Meine Reiseplanung gestaltet sich tatsächlich weiterhin etwas schwierig - aber nicht unmöglich ;) Vor etwa einer Woche habe ich beschlossen mir einen Flug auf die Kanarischen Inseln zu buchen. Dort sieht es nämlich mit den Corona Zahlen im Moment nicht so schlecht aus. Was mir zudem gut gefällt ist, dass sie zu Spanien gehören und ich endlich wieder einmal mein - bestimmt schon etwas eingerostetes - Spanisch auspacken kann. Das Klima im Winter dort ist perfekt zum Wandern und Weitwandern. Geologisch gesehen gehören die Kanaren schon zu Afrika, politisch aber zu Spanien. Sie bestehen aus acht bewohnten und einer unbewohnten Insel und befinden sich westlich von Marokko.
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| Die letzten Tage in Österreich genoss ich in einer herrlichen Herbstlandschaft mit meinen Liebsten |
Aber genug mit den Fakten. Da ich sowieso nicht viel Planungszeit hatte und das Ganze eher eine Spontanaktion war, weiß ich noch nicht genau wie ich die Zeit dort verbringen werde. Aber es wäre ein Traum von mir die Inseln alle zu Fuß zu überqueren - das wird wahrscheinlich ein Traum bleiben, da dies doch ein großes Vorhaben ist. Aber vielleicht schaffe ich ja die eine oder andere.
Wie schon erwähnt wird mir das alles nicht besonders leicht gemacht. Vor ein paar Tagen hieß es plötzlich, dass man als Österreicher die Grenze zu Deutschland nur noch mit einem negativen Corona-Testergebnis überqueren darf. Und mein Abflughafen ist in München. Aber gut, das sollte mich noch nicht aufhalten. In den letzten Tagen kamen dann aber plötzlich mehrmals am Tag Änderungen meiner Flugzeiten per E-Mail herein. Und gestern dann noch die Warnung, dass es durchaus passieren könnte, dass der Flug komplett abgesagt wird. Nun gut, das Risiko musste ich eingehen.
Heute Morgen kam tatsächlich nochmal eine Meldung eingetrudelt, dass der Flug eine Stunde nach hinten verschoben wurde. Ich setzte ich mich also in den Zug nach München. An der Grenze zu Deutschland hieß es dann, dass wir einen längeren Halt machen würden. Wir sollten alle unsere Papiere für die Grenzpolizei bereithalten. Ich war ein bisschen nervös und hoffte inständig, dass meine Flugtickets für die Grenzüberquerung reichen würden - und sie nicht noch einen Coronatest verlangen. Ich hatte Glück, es kontrollierte mich keiner. Nun muss nur noch alles mit dem Flug klappen.
Wo ich auf Gran Canaria schlafen werde, weiß ich auch erst seit gestern. Es war gar nicht so einfach in Zeiten wie diesen einen Couchsurfing Gastgeber zu finden. Doch es hat letztendlich einer zugesagt - Claudio ist sein Name. Da er bei meiner Ankunft im Nachtdienst sein wird, hat er mir zwei Möglichkeiten angeboten. Nummer 1: Ich kann ich seinem Campervan vor dem Feuerwehrhaus schlafen, in dem er arbeitet. Nummer 2: Er versteckt mir seinen Haustürschlüssel und ich kann alleine in seinem Haus schlafen. Ich habe mich aus verschiedenen Gründen nun für das Haus entschieden. Der Hauptgrund ist, dass ich erst spät nachts ankomme und die Busverbindungen dorthin besser sind. Das wird bestimmt noch ein Abenteuer mitten in der Nacht sein Haus zu suchen - aber sonst wärs ja auch langweilig.
Drückt mir nun bitte ganz fest die Daumen, dass alles klappt mit dem Flug und ich mich morgen schon von den Kanaren melden kann. Falls der Flug wirklich abgesagt wird, dann hoffe ich einen anderen zu finden - wohin auch immer. Ich bin ja flexibel und spontan. Im schlimmsten Fall (was aber natürlich auch nicht schlimm wäre) müsste ich zurück nach Österreich zu meinen Eltern fahren. Nun lassen wir das Schicksal entscheiden, wohin mich diese Reise führen wird.
Bis bald!
Eure Michi
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| Morgentau - Ob ich so etwas auf den Kanaren auch zu sehen bekommen werde? |
Es scheint mir noch gar nicht besonders lange aus, als ich letztes Jahr dieselbe Überschrift hier im Blog niedergeschrieben habe. Und nun ist es tatsächlich schon wieder so weit: meine 5-monatige Auszeit steht an - oder besser gesagt: Sie hat gerade begonnen.
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| Meine letzten Tage in der wunderschönen Schweiz genieße ich in vollen Zügen. |
Dass ich meine kompletten Reisepläne bereits geschätzte 500 mal komplett über den Haufen werfen musste (= ändern, überarbeiten), brauche ich wohl niemandem zu erzählen. Wenn ich heute etwas plane, dann ist das morgen so schon wieder nicht mehr möglich. Vor vielen Monaten glaubte ich noch, nach Südamerika (mit dem Schwerpunkt Patagonien) reisen zu wollen. Mit der Zeit wurde mir aber bewusst, dass der ganze Corona Wahnsinn noch nicht so schnell vorüber sein wird. Ich beschloss deshalb Europa zu erkunden. Mit einem Interrail Ticket wollte ich mit dem Zug in Richtung Nordeuropa und dann wieder weiter südlicher in die wärmeren Länder reisen.
Da nun aber fast tagtäglich neue Einschränkungen hinzukommen, habe ich auch diesen Plan wieder auf Eis gelegt. In Zeiten wie diesen muss man spontane Entscheidungen treffen. Aber ich mache mir keine ernsthaften Sorgen, dass ich nur Zuhause sein muss. Kaum schließt sich eine Tür, öffnet sich zumeist auch schon wieder gleich eine neue. Packtechnisch bin ich für sämtliche Klimazonen gerüstet - was sich auf das Gewicht meines Rucksacks leider nicht besonders positiv auswirkt *lach*.
Die aktuelle Lage sieht so aus: Ich sitze gerade im Zug von der Schweiz nach Österreich. Dort werde ich vorerst ein paar Tage mit meinen Liebsten verbringen. Alles weitere steht noch in den Sternen. Und genau diese Spontanität und die unvorhersehbaren Dinge machen das Reisen so besonders. Wer mich kennt, weiß, dass ich neue Herausforderungen und Abenteuer liebe und Langeweile für mich einfach das Schlimmste ist. Anfangs dachte ich noch, dass Backpacking in Europa sicher nicht besonders spannend werden wird - zumindest im Vergleich zu den anderen Ländern, die ich bereits bereist habe.
Wer meine letzten Reisen verfolgt hat weiß, dass es bei mir schon öfters vorkam, dass ich nicht wusste, ob ich über die nächste Landesgrenze kommen werde oder eben nicht. Ich hatte wirklich spannende Grenzübergänge hinter mir - z.B. als ich mich fünf Monate in Ecuador aufgehalten habe, obwohl mein Visum nur für drei Monate gültig war. Ich überquerte dann die Grenze nach Peru zu Fuß und hatte ordentlich Schiss dabei - doch das Glück stand tatsächlich immer auf meiner Seite. Ich musste nicht einmal Strafe zahlen, sondern bekam lediglich einen "Landesverweis" für ein Jahr. In Bolivien kam ich nicht so glimpflich davon und musste letztendlich eine kleine Strafe zahlen, weil ich mein Visum um ein paar Tage überzog - man muss aber dazu sagen, dass dies unbewusst geschah. An der Grenze zu Namibia musste ich den Grenzbeamten erstmals finden und aufwecken. Danach chillte ich stundenlang mit der Grenzpolizei unter einem Baum im Schatten, in der Hoffnung, dass irgendein Gefährt vorbeikommen würde, um mich mitnehmen zu können nach Windhoek. Öffentliche Verkehrsmittel gab es dort keine. Tja, das waren tatsächlich abenteuerliche Zeiten.
Mittlerweile glaube ich aber, dass es auch hier in Europa ganz abenteuerlich werden kann und viele unvorhergesehene Dinge passieren werden. Ich freue mich schon drauf ;)
Während viele Menschen im Moment in einer absoluten Corona-Hysterie leben und sich von den Medien in Angst und Panik versetzen lassen, bin ich eher ein Mensch, der ziemlich gut darin ist, in allem etwas Positives zu sehen.
Auch wenn viele das Reisen zu Corona Zeiten sehr kritisch sehen, kann man auch jede Menge Vorteile daraus ziehen. Beispielsweise ist an den sogenannten Touristen-Hotspots im Moment eher tote Hose. Und da ich ja alles andere als ein Freund von Touristenansammlungen bin, kommt mir das gerade recht. Am liebsten bin ich sowieso irgendwo in der Natur am trekken, fernab der abgetretenen Pfade. Und ich denke, dass dort auf den Bäumen oder in den Bergen noch kein Corona wächst ;)
Aber gut, nun lasst euch überraschen wohin mich das Schicksal führen wird auf dieser spannenden Reise. Ich halte euch auf alle Fälle auf dem Laufenden!
In diesem Sinne:
Adieu Schweiz!
Servus Österreich!
Hier noch ein paar Eindrücke aus meinen letzten Tagen in der wunderschönen Schweiz:
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| Auf meinem Lieblingsaussichtspunkt: Spitzi Flue |
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| Niederhorn |
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| In den höheren Lagen hat bereits der Winter Einzug gefunden |
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| Ich liebe den Herbst |
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| Life is better with friends :) |
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| Erste Frühlingsboten in meiner wunderschönen Heimat in Österreich |
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| An der Taugl |
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| Die Liebe zum Trailrunning gefunden ♥️ |
Faszination UltramarathonOkay, deine nächste Frage ist nun bestimmt: Warum tut man sich so etwas an? Darüber könnte ich nun wirklich Ewigkeiten schreiben, aber ich beschränke mich nun auf die wichtigsten Punkte. Zum einen finde ich es faszinierend zu was der menschliche Körper imstande ist. Nun bin ich letztes Jahr meinen ersten Marathon gelaufen und dieses Jahr schon einen Ultramarathon. Und das tatsächlich ohne außerirdisch viel Training. Die körperliche Fitness ist hierbei nur das eine, das andere ist die mentale Stärke, die zählt. Diese finde ich noch viel spannender.
Die VorbereitungSeit dem Jungfraumarathon versuchte ich mehr oder weniger am Ball zu bleiben mit dem Laufen. Im Winter reduzierte ich den Umfang jedoch deutlich. So etwa drei Monate vor dem Schwarzach Trail begann ich wieder intensiver Trails zu laufen, sofern es die Schneelage zuließ. Ich erstellte mir auch einen groben Trainingsplan, einfach weil es mir Spaß machte, aber ich hielt ihn nur sehr bedingt ein. Für mich steht beim Joggen der Spaßfaktor im Vordergrund und ich mag das Ganze auch nicht allzu technisch. Also Pulsuhr und dergleichen gibt es bei mir keine. Das Einzige, was ich machte, war es jedes Mal die Strecke mittels Strava (das ist eine Handy-App) aufzuzeichnen, damit ich einen groben Anhaltspunkt habe, wie weit ich gelaufen bin. Die letzten Wochen und vor allem dann Tage vor dem Ultramarathon war ich dann schon ordentlich nervös. Mein einziges Ziel war es im vorgegebenen Zeitrahmen - 10 Stunden - ins Ziel zu kommen. Ansonsten versuchte ich mir nicht allzu viel Druck mit der Zeit zu machen. Zudem konnte ich das sowieso sehr schwer einschätzen, wie lange man für so viele Kilometer und Höhenmeter wohl braucht.
Der Tag XDer langersehnte Tag des Wettkampfes kam schneller als erwartet. Am Vorabend ging es früh in die Federn. Erstaunlicherweise konnte ich trotz der Aufregung halbwegs gut schlafen. Zum Frühstück gab es Kartoffeln mit Salz - mein absoluter Wettkampfs-Frühstücks-Favorit. Da es ein eher kleines Event ist, hielten sich die Menschenmassen im Startbereich in Grenzen. Wir kamen leicht verspätet zum Briefing an, hatten aber letztendlich noch ausreichend Zeit.
Der StartAusgestattet mit einer Laufweste inklusive der notwendigen Pflichtausrüstung (ein Liter Wasser, Regenjacke, Regenhose, Erst Hilfe Sachen, etc.) stellten sich mein Papa, mein Kumpel Werner und ich in letzter Minute im Startbereich auf. Nun war es auch schon soweit: 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - Los! Diesen Moment finde ich tatsächlich immer am Aufregendsten. Wenn sich die Masse schön langsam in Bewegung setzt. Mein Herz raste vor Aufregung. Was werden die nächsten Stunden wohl bringen?
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| Mein Papi und ich in den Startlöchern |
Der LaufDie Sonne strahlte vom Himmel. Die ersten tausend Höhenmeter gingen steil bergauf. Die Hitze macht mir vor allem beim bergauf laufen immer recht zu schaffen. Ich schwitzte schon ordentlich. Werner und ich liefen die ersten Kilometer gemeinsam. Irgendwann verlor ich ihn aus den Augen. Mir ging es überraschend gut und ich schaffte es einen großen Teil trotz der Steigung und der Hitze zu joggen, obwohl die meisten um mich herum schon auf schnelles Gehen umgestiegen waren.
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| ... auch der Papa ist am Kämpfen |
Das Ziel nahtAuch die letzten paar Kilometer vor dem Ziel kamen mir noch ewig lange vor. Es ging immer wieder etwas bergauf, das zehrte an den Kräften. Doch ich kämpfte weiter. Überglücklich lief ich nach 7 Stunden und 8 Minuten durch das Ziel. Als ich meine Streckenaufzeichnung am Handy ausschaltete, hatte ich bereits eine Nachricht von einer Freundin bekommen: "Gratuliere zum 5. Platz!" Wie bitte? Ich konnte es gar nicht fassen, ich bin tatsächlich fünfte in der Damenwertung geworden. Also ich muss schon zugeben, dass ich ein kleines bisschen stolz auf mich war. Das war definitiv nicht mein letzter Ultramarathon.
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| beim Zieleinlauf |
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| Wohlverdient! |
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| Zwei stolze Finisher des Schwarzach Trails 2019 - mein Papi und ich |
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| Siegerehrung |
Facts✅ Name: Schwarzach Trail
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| unzertrennliche Freundinnen |
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| baden an der Salzach |
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| Wellnesstag mit Anki & Co am Ritzensee |
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| Brautkleid holen mit Jasmin, Nora und Lini :) |