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Dienstag, 27. September 2016

Resümee Zentralamerika/ Mexiko

By On September 27, 2016

Zu allererst  muss ich sagen, dass es mir anfangs etwas schwer fiel mich mit der Kultur in Zentralamerika zu identifizieren. Ich hing einfach noch sehr an Afrika. Außerdem ist die afrikanische Gastfreundschaft nur schwer zu übertrumpfen. Doch mit der Zeit lernte ich auch diese Länder und Leute kennen und lieben. 

Meine Erinnerungen an die einzelnen von mir bereisten Länder in Zentralamerika & Mexiko:


Costa Rica

+ wunderschöne Strände
+ atemberaubende Tierwelt - Tukane, Papageien, Affen, Waschbären, Schlangen, Krebse
+ das beste Ceviche in Zentralamerika
+ "Pura Vida" ( = das pure Leben): man hört es hunderte Male am Tag und man kann es für fast alles verwenden - Hallo, Tschüss, Mahlzeit, Danke,....
+ meine Lieblingsplätze: Uvita, Manuel Antonio, Ocotal, Montezuma

- sehr teuer, vor allem Nahrungsmittel
- Unmengen von Touristen
- für jeden noch so kleinen Wasserfall ist Eintritt zu bezahlen
- die Männerwelt ist teilweise dezent anstrengend - habe hier auch meine erste und einzige schlechte Erfahrung mit Couchsurfing gemacht
- teiweise von Touristen genervte Einheimische



Nicaragua

+ sehr billig - anscheinend das billigste zentralamerikanische Land
+ leckeres Bier: Toña
+ meine Lieblingsplätze: Granada, Popoyo, Insel Ometepe, Leon

- Touristen werden gerne abgezogen, vor allem beim Busfahren
- sehr heiß, v.a. in der Hauptstadt Managua
- keine besonderen kulinarischen Köstlichkeiten



El Salvador

+ mein zentralamerikanischer Favorit: die nettesten und gastfreundlichsten Menschen überhaupt
+ fast keine Touristen
+ superleckeres Essen: Pupusas, Yukas frittas, Suppen
+ meine Lieblingsplätze: Playa el Cuco, Suchitoto,  Concepción de Ataco, Atiquizaya, Vulkan Santa Ana

- es ist anscheinend das gefährlichste Land der Welt (ausgenommen von Kriegsgebieten), vor allem wegen der Gewalt die von den "Maras" (= kriminelle sehr gewaltbereite Banden) ausgeht
- sehr viele bewaffnete Menschen (Pistolen, Macheten), sogar in den Bussen,...
- Wanderungen können nur in Polizeibegleitung durchgeführt werden



Honduras

+ Baleadas
+ sehr freundliche Menschen
+ meine Lieblingsplätze: habe leider nicht viel gesehen, aber Copan Ruinas ist auf alle Fälle einen Besuch wert

- auch Honduras gilt als sehr gefährliches Land und man kann sich nur eingeschränkt frei fortzubewegen




Guatemala

+ ein sehr farbenfrohes Land; die Frauen sind zumeist in ihren traditionellen bunten Kleidern zu sehen
+ das typische schnelle mit der rechten Hand schnippen, was soviel heißen sollte wie "Schneller!"; sogar kleine Kinder beherrschen das schon - ich kann es leider immer noch nicht
+ Erdbeeren, Bananen, Papayas und noch viele andere leckere Früchte vor allem um Antigua
+ meine Lieblingsplätze: Antigua, Semuc Champey, der Vulkan Acatenango, die Maya Ruinen von Tikal

- teilweise etwas von den Touristen genervte Einheimische
- ich habe von einigen Reisenden gehört, dass ihnen im Bus Rucksäcke und dergleichen gestohlen wurde



Mexiko

+ traumhafte, sehr vielfältige Landschaften: Berge, Strände, tropische Regenwälder, Vulkane, Berge
+ billig
+ absolute Traumstrände in Oaxaca (meine Favoriten: Zipolite und Mazunte)
+ Michelada = Bier mit Tabasco, Chili, Salz und Zitronensaft
+ "Nieve" = selbstgemachtes Eis in Oaxaca
+ "Chapulines" = pikant gewürzte Grashüpfer in Oaxaca, besonders lecker mit Chili und Knoblauch
+ Chili, Limetten und leckere pikante Soßen
+ Besteigung des Vulkans La Malinche
+ meine Lieblingsplätze: San Cristobal, Mazunte, Zipolite, Oaxaca City, Hierve el Agua, Zacatlan de las Manzans, Tepoztlan

- irgendwann hängen einem die Tortillas zum Hals raus
- die Verkehrsmittel sind etwas teurer (dafür aber auch komfortabler)




Was alle dieser Länder gemeinsam hatten: ich hatte die absolut genialsten und besten Couchsurfing Gastgeber und lernte dadurch Freunde fürs Leben kennen!



=> Fotoalben Zentralamerika <=


=> Fotoalben Mexiko <=









Montag, 20. Juni 2016

ROUTE NICARAGUA

By On Juni 20, 2016
COSTA RICA - Granada - Masaya - La Concepción - La Boquita - Managua - Popoyo - Moyogalpa - Santa Cruz - Rivas - Leon - HONDURAS


Sonntag, 19. Juni 2016

Welcome to Honduras

By On Juni 19, 2016
Aus meinen geplanten zwei Tagen in Leon wurden letztendlich fast sechs. Aber ich genoss die Zeit mit Roger dort sehr - angefangen von verrückten Patrynächten über eine entspannte Zeit am Strand bis hin zu sehr interessanten Gesprächen mit Roger war alles dabei.

Heute morgen musste ich aber wohl oder übel wieder meine sieben Sachen packen. Die Grenze zu Honduras erreichte ich recht schnell mit zwei lokalen Bussen. Dann kam der Grenzübergang. Im Prinzip verlief alles komplikationslos, das hatte ich vor allem auch einen älteren Herrn aus Nicaragua zu verdanken, der mir bei den Grenzformalitäten behilflich war. Leider stand eine Schlange von geschätzten 100 Leuten vor dem Migrationsschalter an, wodurch sich das Ganze ordentlich in die Länge zog. Nach ungefähr zwei Stunden war aber alles erledigt. Weiter gings mit dem Bus nach Chaluteca. Dort angekommen war ich erstmals ziemlich planlos. Ich wollte mich mit meinem Couchsurfing Gastgeber "Douglas" am Busbahnhof treffen, leider war keine Spur von ihm. Meine Simkarte von Nicaragua fubktionierte leider auch nichzt mehr. Da Busbahnhöfe sowieso den Ruf haben gefährlich zu sein und ich vor Honduras noch einen ziemlichen Respekt, da der Ruf ja vorraus eilt, lief ich erstmals recht planlos herum. Immer wieder hielten Autos an und fragten wohin ich gehe und ob sie mich mitnehhmen könnten. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob die Leute hier einfach so freundlich sind oder ob das eher mit Vorsicht zu genießen sei. Natürlich bin ich nirgends eingestiegen. Schlussendlich konnte ich ein Hotel finden wo ich das WLAN nutzen und somit Kontakt mit Douglas aufbauen konnte. Er meinte ich sollte Richtung Busbahnhof gehen und ein Freund von ihm würde mich dann abholen. Als ich das Hotel verließ verfolgte mich ein junger Mann mit dem Fahrrad, ich hatte schon richtig schiss, da die Straße menschenleer war. Ich versuchte mich gerade zu erinnern was ich im Selbstverteidigungskurs vor Jahren gelernt habe. Da kam der Typ immer näher und begann mich auch noch vollzulabern. Ich versuchte ihm klarzumachen, dass ich kein spanisch spreche und er mich doch in Ruhe lassen sollte. Dann glaubte ich plötzlich den Namen "Douglas" gehört zu haben. Oh nein, wie peinlich! War es doch glatt der Freund von Douglas, den er mir geschickt hatte. So kann es einem gehen. Bei Douglas zu Hause angekommen, empfingen er und seine Mama mich herzlich in ihrem simplen Zuhause. Das erste Mal, dass ich nun spanisch sprechen MUSS, weder Douglas noch Mama sprechen ein Wort englisch. Am Abend hatte mein Gastgeber viel zu tun mit seinem Handy-Reparier-Shop, deshalb bot mir einer seiner Freunde - Rolando - an, mich in der Stadt herumzuführen und essen zu gehen. Choluteca scheint ein kleines Städtchen zu sein, wo jeder jeden kennt. Alle paar Meter blieben wir stehen und Rolando stellte mich Freunden vor. Wir konnten auch nachts problemlos durch die Straßen schlendern. Bis jetzt scheint mir Honduras ein sehr freundliches Land zu sein.

In den nächsten Tagen möchte ich weiter nach El Salvador. Die Sicherheitslage sollte auch dort gerade ziemlich schlecht sein - wenn nicht sogar noch schlechter als in Honduras, laut den Informationen des auswärtigen Amts.

mein derzeitiges Schlafgemach 

und endlich wieder duschen nach dem Schöpfprinzip ;)



Immer noch in Leon

By On Juni 19, 2016
Tja, der gestrige Tag verlief ungefähr so wie man sich das vorstellt nach einer Partynacht - die es auf alle Fälle in sich hatte. Heute zeigte mir mein Gastgeber Roger die Stadt ein wenig.und morgen geht's dann - hoffentlich - auf nach Honduras!

Roger und ich

Freitag, 17. Juni 2016

Ein weiterer Tag in Leon

By On Juni 17, 2016

Ziel des heutigen Tages war es herauszufinden wie ich am besten nach Honduras komme. Ich erkundigte mich in einem Hostel nach den Preisen für diese Touristenshuttles, aber der Preis ist leider mehr als das 10-fache als mit den lokalen Chickenbussen. Die Dame dort legte mir nochmals ans Herz ja nicht mit den lokalen Bussen sie Grenze zu überqueren, da dies viiel zu gefährlich sei. Wir werden sehen. No risk no fun. Eigentlich wollte ich morgen früh los, aber Roger hat mich überredet mit ihm heute auszugehen - wahrscheinlich werde ich die Weiterreise nun einen Tag verschieben.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Playa Las Peñitas

By On Juni 16, 2016
Gegen Mittag traf ich mich mit Jorge, der auch in Leon wohnt. Seine Mama lud mich zum Essen ein. Sie kochte ein superleckeres Mittagessen mit Hühnchen und Reis. Danach ging es ab an den Strand "Las Peñitas". Dort verbrachten wir einen schönen Nachmittag.
Als ich auf dem Rückweg gerade aus dem Autobus ausstieg, wurde ich durch ein "Jo seavus, wia gehts da?" aus den Gedanken gerissen. Oscar, der Freund von Roger der ein Jahr in Salzburg gearbeitet hatte, stand wieder vor mir. Die Welt ist manchmal so klein.

Jorge und ich

die berühmte Kathedrale von Leon

Playa Las Peñitas 


Mittwoch, 15. Juni 2016

In Leon bei Roger - Planung der Weiterreise nach Honduras

By On Juni 15, 2016
Am Morgen ging es weiter in Richtung Norden  nach Leon. In Managua musste ich umsteigen und traf mich bei der Gelegenheit kurz mit David (meinem Couchsurfing Gastgeber aus La Concha - falls ihr euch erinnern könnt, er arbeitet nämlich in Managua) auf einen Drink. Dann ging es weiter nach Leon. Dort wohne ich bei Roger , einem superlieben  und wahnsinnig freundlichen Kerl. Als sein Freund dann auch noch mit mir im Salzburger Dialekt deutsch zu sprechen begann, glaubte ich es gar nicht mehr. Er hat wohl ein Jahr in Salzburg in einem Hotel gearbeitet. Bei Roger habe ich es komfortabler als in jeglichen Herbergen bisher, ich kann sozusagen eine eigene Wohnung auf seinem Grundstück für mich alleine benutzen inklusive Bad und Riesenschlafzimmer.

Mein Plan ist es diese Woche noch nach Honduras aufzubrechen. Roger warnte mich nochmals, dass dies ein wirklich heißes Pflaster sei - sozusagen der Bösewicht unter den zentralamerikanischen Ländern. Sogar die meisten Nicaraguaner meiden es dorthin zu reisen, da es zu gefährlich sei. Nachdem ich solche Aussagen nun aber schon oft über Länder gehört habe, die ich bereisen wollte und im Endeffekt alles nur halb so schlimm war, möchte ich mir selber ein Bild davon machen. Bekannt ist, dass Honduras eines der unsichersten Länder der Welt ist. Das Problem dort sind vor allem Bandenkriege und große Gewaltbereitschaft mit geringer Hemmschwelle beim Schusswaffengebrauch. Zudem hat Honduras die höchste Mordrate in Zentralamerika. Vor allem San Pedro Sula sollte gemieden werden, da es eine der gefährlichsten Städte auf der ganzen Welt ist. Die Zeitungen sind tagtäglich voll von Meldungen über Morde, Überfälle, Entführungen, Vergewaltigungen, usw. 2012 hatte Honduras die weltweit mit Abstand höchste Zahl an Tötungsdelikten pro Einwohner, nämlich 90,4 je 100.000 (auf dem zweiten Platz folgte Venezuela mit 53,7, in Deutschland waren es beispielsweise nur 0,8).
Das Ganze klingt natürlich ziemlich krass und man muss natürlich sämtliche Sicherheitsvorkehrungen treffen (wie beispielsweise keine Nachtfahrten, kein Smartphone öffentlich zur Schau stellen, keinen Schmuck tragen, seinen Rucksack nie  aus den Augen lassen usw.). Trotzdem finde ich, dass man, wenn man vollkommen sicher sein will, sich am besten zu Hause im Wohnzimmer einsperren soll und nicht einmal da ist man sicher. Bei Autounfällen sterben auch mehr als genug Menschen, trotzdem hält das so gut wie niemanden davon ab täglich damit von A nach B zu fahren. Außerdem möchte ich mich wieder einmal abseits der ausgetretenen Touristenpfade bewegen und da es den meisten Reisenden in Honduras zu gefährlich ist, scheint mir das ein spannendes Reiseziel zu sein. Die Sicherheitshinweise des auswärtigen Amts sollte man für Honduras besser nicht lesen - aber das gilt für die meisten meiner bisher bereisten Länder ;D

am Busbahnhof in Rivas


Dienstag, 14. Juni 2016

Rivas

By On Juni 14, 2016
Ja richtig gelesen, ich bin wieder einmal im chaotischen Städtchen Rivas. Da es ein wichtiger Vekehrsknotenpunkt ist kommt man hier irgendwie immer wieder vorbei. Ich weiß gar nicht zum wievielten Mal ich schon hier bin - ich glaube es ist das viertel Mal. Diesmal bleibe ich sogar über Nacht, da ich erst recht spät hier angekommen bin. Mein Plan ist weiter nach Leon zu reisen, aber da ich wenigsens noch einen Funken Vernunft besitze, vermeide ich es bei Nacht irgendwo anzukommen, wo ich mich nicht auskenne.

Der heutige Tag bestand aus einem gemütlichen Vormittag im Hostel und der Verabschiedung meiner neuen Freunde aus Italien. Die drei sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Dann ging es mit der Fähre zurück ans Festland. Es stürmte ordentlich als wir uns auf hoher See befanden, deshalb schwankte das Schiffchen beträchtlich - ich hatte ernsthafte Bedenken ob dieses Abenteuer wohl gutgehen würde. Die Frau neben mir, welche ein kleines Baby in Armen hielt, hatte alle Zustände und war kurz davor sich zu übergeben. Außerdem ging beinahe Ladung - mitsamt meines Rucksacks - über Board, aber zum Glück nur beinahe.

In Rivas angekommen fand ich ein nettes kleines Hospedaje (heißt soviel wie Gasthaus bzw Pension). Sechs Euro für ein Einzelzimmer fand ich okay. Es sieht natürlich auch danach aus: klitzekleiner Raum ohne Fenster, in dem nichts als ein Bett, ein Holzklotz (der wohl das Nachtkästchen darstellen soll)  und ein sehr klappriger Ventilator stehen. Nicht zu vergessen die zentimeterdicke Staubdecke, vor allem in den Ecken des Zimmers. Dafür schein aber die Bettwäsche frisch gwaschen zu sein und das ist das Wichtigste. Die Besitzerin ist zudem sehr freundlich.

Da mein Internet am Handy schon seit Tagen nicht mehr funktioniert suchte ich einen kleinen Minisupermarkt (der eigentlich das Wohnzimmer der Verkäuferin ist) auf, um neues Guthaben zu kaufen. Trotz dem Aufladen rührte sich nichts. Ich bat die Dame im Minisupermarkt um Hilfe. Die hatte auch keine Ahnung und holte noch ihren Sohn, die Nachbarin und einen vorbeikommenden Mann herbei. Im Endeffekt war ich über eine Stunde dort und alle versuchten mir zu helfen. Die Nachbarin telefonierte sogar eine halbe Stunde mit der Hotline des Netzanbieters um der Sache auf den Grund zu gehen. Und siehe da, letztendlich wurde das Problem gelöst. Soviel Hilfsbereitschaft rührt mich immer wieder!

Hasta mañana!

auf der (Mini-)Fähre

die Zimmerecken :D

Montag, 13. Juni 2016

Am Strand

By On Juni 13, 2016
Der Tag heutige Tag verlief wieder recht bewölkt und teilweise regenreich. Ich machte mich mit Marika und Vanessa - zwei Italienerinnen - zum Strand auf. Wir verbrachten dort einen lustigen Nachmittag mit vielen interessanten Gesprächen. Es ist immer wieder interessant wie schnell beim Reisen Gehemnisse mit Menschen geteilt werden, die man erst wenige Stunden kennt. Aber jegliche Freunde sind einfach zu weit weg und über Whatsapp Anrufe ist es nicht dasselbe wie wenn man mit jemanden, der einem gegenüber sitzt, persönlich reden kann. Man baut somit viel schneller Vertrauen auf und manchmal muss man sich einfach seine Probleme von der Seele reden - und das machten wir heute bei ein paar Cervezas ausführlich ;)
Heute Abend feiern wir den Geburtstag von Christian, Vanessas Bruder.







Sonntag, 12. Juni 2016

Vulkantour "Maderas"

By On Juni 12, 2016


Heute Morgen startete ich gemeinsam mit einer Gruppe aus dem Hostel zur Besteigung des Vulkan Maderas. Der Vulkan ist inaktiv, dafür wird man aber mit einem schönen Kratersee belohnt. Der Aufstieg war steil und durch die Hitze in Kombination mit der extrem hohen Luftfeuchtigkeit kamen wir ordentlich ins Schwitzen.

Nach ungefähr 4 Stunden und ca 1300 Höhenmetern kamen wir am Kratersee an. Normalerweise hat man von dort einen traumhaften Ausblick über die gesamte Insel und den zweiten Vulkan "Concepción", doch heute war es leider sehr nebelig. Trotzdem war es die Mühe eindeutig wert, da der tropische Nebelwald mit seiner fantastischen Pflanzen- und Tierwelt einfach traumhaft war. Als wir uns auf den Rückweg machten startete es heftigst zu regnen und hörte auch nicht mehr auf - tja Regenzeit lässt grüßen. Der schmale Weg verwandelte sich in kürzester Zeit in einen reißenden Fluss und unsere Kleidung war natürlich bis zur Unterwäsche klatschnass. Das erinnerte mich wieder an meine Mount Meru Besteigung, obwohl wir heute den großen Vorteil hatten, dass es schön warm war, somit machte uns das Ganze nichts aus - ganz im Gegenteil, wir hatten eine Mordsgaudi auf dem Rückweg.


mystischer Nebelwald

Kratersee


Freunde aus Italien


Ausblick auf den Kratersee







Samstag, 11. Juni 2016

El Zopilote

By On Juni 11, 2016
Nachdem ich gestern etwas faul war, ging es heute weiter ans andere Ende der Insel. Dort wurde mir das "El Zopilote", eine Art Mischung aus Öko-Farm und Hostel, von einem anderen Reisenden empfohlen. Als mit mich der der Bus in der Nähe der Farm rausließ, musste ich erstmals einen steilen Wanderweg Richtung Vulkan Maderas hochwandern. Überall sieht man bunte Hängematten zwischen den Bäumen hängen. Das Hostel erstreckt sich über eine rießige Fläche im Wald und mir wurde erstmals eine Orientierungskarte in die Hand gedrückt, um die Outdoor Duschen, das Restaurant, die Gärten, die Aussichtspunkte usw zu finden, die alle irgendwo versteckt im Wald verteilt liegen. Dazwischen schlängeln sich kleine Wanderpfade. Das Personal besteht aus Yoga Freaks im Hippie-Style. Es werden sogar gratis Yogastunden angeboten. Ich glaube hier lässt es sich aushalten.

Morgen wird der Vulkan Maderas bestiegen! 

die Übersichtskarte des Öko-Hostels

so sehen die Wege auf der Farm aus

Schmetterlinge



die Unterkünfte auf der Farm

Outdoorduschen

Outdoor Badezimmer


Mittwoch, 8. Juni 2016

Gnadenloser Rausschmiss & Insel Ometepe

By On Juni 08, 2016


Gnadenloser Rausschmiss

Leslia hat es heute morgen geschafft den Vogel nochmals so richtig abzuschießen. Um 6 Uhr wurde ich unsanft aus dem Schlaf gerissen. Leslia stand vor mir und erklärte mir recht ungehalten, dass ich meine Sachen packen sollte, weil sie das Zimmer brauchen würde. JETZT. Das war natürlich völliger Quatsch, denn ich wusste, dass wir freie Zimmer hatten. Da ich aber keine Lust auf Streit hatte, tat ich was sie sagte. Das Problem war bloß, dass es nur einen Bus täglich gab, um hier wegzukommen, der fuhr erst um 10. Ich ging also in die Küche, um mir mein Frühstück zu richten. Da stand dann plötzlich wieder dieses aufgebrachte Weib vor mir und erklärte mir, ich solle die Küche unverzüglich verlassen. Bitte was? Ich unterhielt mich dann mit einigen Hostelgästen noch ein wenig. Als diese sich dann Richtung Strand aufmachten, sah ich wie sich Leslia schnellen Schrittes auf mich zubewegte. Oh nein. Sie schrie mich regelrecht an, ob ich denn nicht verstanden hätte, dass ich ihr Grundstück SOFORT zu verlassen hätte. Wow, sowas ist mir auch noch nicht untergekommen. Aber schön langsam wurde mir klar woher der Wind wehte: Leslia hatte Angst, dass ich den Gästen von der ganzen Geschichte erzählen würde. Außerdem bin ich mir gar nicht sicher ob ihr Mann von den ganzen Geschehnissen weiß, immerhin habe ich mich gestern noch sehr nett mit ihm unterhalten und heute schien er noch nicht im Hostel zu sein. Womöglich möchte sie die ganze Geschichte vor ihm auch vertuschen. Was geht eigentlich in so grundbösen Menschen vor sich??


Glück im Unglück

Ich machte mich also zu Fuß auf Richtung Las Salinas, dem nächsten Dorf. Dieses liegt ca 6 km entfernt und die unasphaltierte Straße geht großteils aufwärts. Durch den Regen der letzten Tage, waren die Straßen teilweise richtige Seen bzw Flüsse und man versank knöcheltief im Schlamm. Die Sonne knallte nur so vom Himmel. Als ich so in der brütenden Hitze mit meinem riesigen Rucksack durch den Schlamm latschte wusste ich plötzlich nicht mehr ob ich lachen oder weinen sollte. Ich entschloss mich für Ersteres. Ich stellte mir die ganze Situation von außen betrachtet vor: kleines Blondinchen wird regelrecht aus dem Hostel rausgeschmissen und auf die Straße gesetzt. Nun plagt sie sich irgendwo im Nirgendwo mit ihren sieben Sachen in der brütenden Hitze einen verschlammten Weg hoch und fragt sich immer noch was da eigentlich gerade vorgefallen ist. Ja, so spielt das Leben manchmal. Doch wie es das Schicksal so will hörte ich plötzlich ein Motorgeräusch hinter mir brummen. Der junge Mann, der das Moped fuhr, hielt vor mir an und fragte mich ob er mich mitnehmen könnte. Liebend gern! Er brachte mich den ganzen Weg Richtung Las Salinas hoch. Tja, das sind genau die glücklichen Zufälle, die das Reisen so schön machen. 

Weiter auf die Insel Ometepe

Nach einer halben Stunde kam der Bus nach Rivas.  Von dort aus gings nach san Jorge und von da mit der Fähre auf die Insel Ometepe. Dort konnte ich ein günstiges Hostel ausfindig machen. Ach was bin ich froh endlich weit weg von den bösen Erfahrungen der letzten Tage zu sein. Die Insel Ometepe mit ihren zwei Vulkanen ist ein wunderschönes Fleckchen Erde. Hier werde ich nun wohl einige Tage verbringen.



auf der Fähre nach Ometepe

Blick auf die zwei Vulkane auf Ometepe




Letzter Tag im Paradies

By On Juni 08, 2016
Nachdem ich eine Nacht über den gestrigen Vorfall mit Leslia geschlafen habe, beschloss ich heute morgen, dass ich nicht mehr hier arbeiten möchte. Ich genoss den sonnigen Tag noch  am Strand und werde morgen früh in Richtung "Ometepe", einer Insel im Nicaraguasee, aufbrechen. Der Koch fiel aus allen Wolken, als ich ihm erzählte, dass ich morgen nicht mehr da bin. Auch Epi scheint recht traurig darüber zu sein, bloß bei Leslia werde ich das Gefühl nicht los, dass  sie richtig froh ist, mich nun los zu sein. Naja mir geht es immerhin nicht anders mit ihr ;)









Dienstag, 7. Juni 2016

Arbeiten, arbeiten,...

By On Juni 07, 2016
Gestern war mein freier Tag, aber aufgrund meines ledierten Zehens und des andauernden Regens verlief der Tag recht ereignislos. Heute verbrachte ich den Tag von 7 Uhr morgens bis 6 Uhr abends mit Arbeiten und das obwohl heute von frühmorgens bis spätabends die Sonne vom Himmel strahlte. Die Chefitäten ließen sich den ganzen Tag über nicht sehen. Als Leslia dann um kurz vor 18 Uhr antanzte hatte sie eine ziemlich miese Laune und erklärte mir erstmals was anscheinend alles nicht passen würde. Da ich sowieso gerade die Schnauze recht voll hatte, weil eigentlich ausgemacht war, dass ich maximal 4-5 Stunden am Tag arbeiten sollte und zwei Tag die Woche frei hätte  - und dem war nicht so - musste ich ihr einfach einmal die Fakten ins Gesicht sagen. Das schien ihr dann auch etwas zu viel zu sein und ich war wieder einmal kurz davor meinen Rucksack zu packen. Dann kam jedoch Epi und heiterte mich ein wenig auf. Leslia meinte, ich sollte doch morgen frei haben. Na gut, ich versuche es nochmals, immerhin sind gerade ein paar sehr nette Gäste im Hostel mit denen ich mich gut verstehe.



Sonntag, 5. Juni 2016

Regen, Regen, Regen

By On Juni 05, 2016

Die Regenzeit macht sich schön langsam bemerkbar. Während es die letzten Tage bloß ein- bis zweimal ordentlich geschüttet hatte und ansonsten die Sonne schien, war es heute den ganzen Tag über bewölkt und es regnete teilweise. Meine Wunden von gestern sehen teilweise ein wenig entzunden aus. Mein kleiner Zeh, den ich mir gestern fast abgetrennt hatte, schmerzt ordentlich. Bei genauerem Betrachten, entdeckte ich, dass die Wunde zu eitern begonnen hat. Nur gut, dass ich Krankenschwester bin und und sämtliche Salben dabei habe. Einen Doktor gibt es hier nämlich weit und breit keinen. Der nächste ist ca 2-3 Fahrtstunden entfernt, obwohl es bei dem Regen sogar sein könnte, dass die Straßen nicht passierbar sind. Wenn einem da etwas Gröberes passieren würde, hätte man ein Problem. Ansonsten kann ich heute nicht viel Neues berichten.

Samstag, 4. Juni 2016

Autsch!!

By On Juni 04, 2016
Im Prinzip verlief der Tag recht ähnlich wie der gestrige: 7-10 Uhr arbeiten, Relaxen, Mittagessen, Strandlauf ... und dann passierte es. Ich entdeckte während meines Laufs einen ziemlich eindrucksvollen Felsen im Meer - mehr oder weniger in Ufernähe. Da aber gerade Flut war, es wie aus Eimern schüttete und der Wind stark wehte, schien es gar nicht so einfach dorthin zu kommen. Meterhohe Wellen donnerten gegen den ca. 3 Meter hohen Felsen. Auf dem Felsen war ein 20 m langes Plateau. Natürlich wollte ich da unbedingt hin. Das Wasser dorthin schien nicht besonders tief, bloß die Wellen fand ich etwas beängstigend. Na gut, dann los. Es war einfacher als gedacht auf das Plateau zu kommen. Ich machte es mir gemütlich, ließ meine Blicke in die Ferne auf die Weiten des Ozeans schweifen und genoss diesen einmaligen Augenblick. Es regnete immer noch wie aus Eimern, aber das machte die ganze Situation nochmals magischer. Ich bemerkte, dass die Wellen immer größer wurden, die gegen den Felsen donnerten. Teilweise wurde ich regelrecht überflutet. Dann sah ich in der Ferne eine richtige Riesenwelle. Ich bekam es ein wenig mit der Angst zu tun und krallte mich mit den Fingern, in den Felsen. Wenn mich diese Welle vom Felsplateau schwemmt könnte das böse enden. Und da war sie dann auch schon. Ich konnte mich gar nicht fest genug an den Felsen krallen, die Welle riss mich einfach fort und schliff mich über das ganze Plateau. Als der Zauber vorüber war, konnte ich erst gar nicht fassen was geschehen war, musste dann aber lachen.... bis ich merkte, dass es warm über meine Füße hinunter läuft. Als ich nach unten schaute, wurde mir das Ausmaß der ganzen Sache erst bewusst. Blut strömte von den  Knien abwärts meine Beine runter. Ich hatte mehrere Schürf- und Schnittwunden. Na gut, jetzt musste ich so schnell wie möglich den Felsbrocken wieder runter kommen und mich auf den Heimweg machen. Ich wusch mir meine Wunden erstmals mit dem Meerwasser aus. Als das Blut weg war, sah das Ganze schon etwas besser aus, brannte aber höllisch. Der Heimweg verlief etwas beschwerlich. Dort angekommen wurde erstmals ordentlich desinfiziert. Tja, so bleibt jeder Tag spannend ;)

Tagtäglich begeistern mich diese wahnsinnig schönen Sonnenuntergänge