Enter your keyword

Posts mit dem Label 12 El Salvador werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 12 El Salvador werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 27. September 2016

Resümee Zentralamerika/ Mexiko

By On September 27, 2016

Zu allererst  muss ich sagen, dass es mir anfangs etwas schwer fiel mich mit der Kultur in Zentralamerika zu identifizieren. Ich hing einfach noch sehr an Afrika. Außerdem ist die afrikanische Gastfreundschaft nur schwer zu übertrumpfen. Doch mit der Zeit lernte ich auch diese Länder und Leute kennen und lieben. 

Meine Erinnerungen an die einzelnen von mir bereisten Länder in Zentralamerika & Mexiko:


Costa Rica

+ wunderschöne Strände
+ atemberaubende Tierwelt - Tukane, Papageien, Affen, Waschbären, Schlangen, Krebse
+ das beste Ceviche in Zentralamerika
+ "Pura Vida" ( = das pure Leben): man hört es hunderte Male am Tag und man kann es für fast alles verwenden - Hallo, Tschüss, Mahlzeit, Danke,....
+ meine Lieblingsplätze: Uvita, Manuel Antonio, Ocotal, Montezuma

- sehr teuer, vor allem Nahrungsmittel
- Unmengen von Touristen
- für jeden noch so kleinen Wasserfall ist Eintritt zu bezahlen
- die Männerwelt ist teilweise dezent anstrengend - habe hier auch meine erste und einzige schlechte Erfahrung mit Couchsurfing gemacht
- teiweise von Touristen genervte Einheimische



Nicaragua

+ sehr billig - anscheinend das billigste zentralamerikanische Land
+ leckeres Bier: Toña
+ meine Lieblingsplätze: Granada, Popoyo, Insel Ometepe, Leon

- Touristen werden gerne abgezogen, vor allem beim Busfahren
- sehr heiß, v.a. in der Hauptstadt Managua
- keine besonderen kulinarischen Köstlichkeiten



El Salvador

+ mein zentralamerikanischer Favorit: die nettesten und gastfreundlichsten Menschen überhaupt
+ fast keine Touristen
+ superleckeres Essen: Pupusas, Yukas frittas, Suppen
+ meine Lieblingsplätze: Playa el Cuco, Suchitoto,  Concepción de Ataco, Atiquizaya, Vulkan Santa Ana

- es ist anscheinend das gefährlichste Land der Welt (ausgenommen von Kriegsgebieten), vor allem wegen der Gewalt die von den "Maras" (= kriminelle sehr gewaltbereite Banden) ausgeht
- sehr viele bewaffnete Menschen (Pistolen, Macheten), sogar in den Bussen,...
- Wanderungen können nur in Polizeibegleitung durchgeführt werden



Honduras

+ Baleadas
+ sehr freundliche Menschen
+ meine Lieblingsplätze: habe leider nicht viel gesehen, aber Copan Ruinas ist auf alle Fälle einen Besuch wert

- auch Honduras gilt als sehr gefährliches Land und man kann sich nur eingeschränkt frei fortzubewegen




Guatemala

+ ein sehr farbenfrohes Land; die Frauen sind zumeist in ihren traditionellen bunten Kleidern zu sehen
+ das typische schnelle mit der rechten Hand schnippen, was soviel heißen sollte wie "Schneller!"; sogar kleine Kinder beherrschen das schon - ich kann es leider immer noch nicht
+ Erdbeeren, Bananen, Papayas und noch viele andere leckere Früchte vor allem um Antigua
+ meine Lieblingsplätze: Antigua, Semuc Champey, der Vulkan Acatenango, die Maya Ruinen von Tikal

- teilweise etwas von den Touristen genervte Einheimische
- ich habe von einigen Reisenden gehört, dass ihnen im Bus Rucksäcke und dergleichen gestohlen wurde



Mexiko

+ traumhafte, sehr vielfältige Landschaften: Berge, Strände, tropische Regenwälder, Vulkane, Berge
+ billig
+ absolute Traumstrände in Oaxaca (meine Favoriten: Zipolite und Mazunte)
+ Michelada = Bier mit Tabasco, Chili, Salz und Zitronensaft
+ "Nieve" = selbstgemachtes Eis in Oaxaca
+ "Chapulines" = pikant gewürzte Grashüpfer in Oaxaca, besonders lecker mit Chili und Knoblauch
+ Chili, Limetten und leckere pikante Soßen
+ Besteigung des Vulkans La Malinche
+ meine Lieblingsplätze: San Cristobal, Mazunte, Zipolite, Oaxaca City, Hierve el Agua, Zacatlan de las Manzans, Tepoztlan

- irgendwann hängen einem die Tortillas zum Hals raus
- die Verkehrsmittel sind etwas teurer (dafür aber auch komfortabler)




Was alle dieser Länder gemeinsam hatten: ich hatte die absolut genialsten und besten Couchsurfing Gastgeber und lernte dadurch Freunde fürs Leben kennen!



=> Fotoalben Zentralamerika <=


=> Fotoalben Mexiko <=









Donnerstag, 7. Juli 2016

Welcome to Honduras again

By On Juli 07, 2016

Abschied von Marcela und ihrer Familie

Ich werde Marcela und ihre Familie, vor allem ihre Mama, unwahrscheinlich vermissen. Es war wieder einmal ein unvergessliches Erlebnis, geprägt von unbeschreiblicher Gastfreundschaft. Außerdem habe ich in ganz Zentralamerika noch nie so lecker gegessen wie hier. Marcela und ihre Mam lieben das Kochen und stellen so viel wie möglich selbst her: Kokosnussöl, Säfte und auch Kosmetikartikel wie Kokosseife, Honigshampoo usw. Ich wurde heute mit einem köstlichen Frühstück verwöhnt, dann gaben sie mir noch allerhand Reiseproviant mit (Mangos, eine Süßspeise aus Kokosnussraspeln und eingelegtes Gemüse). Zum Abschied schenkte mir Marcela eine selbstgemachte Geldbörse und ein Fußbändchen und ihre Mam kam dann sogar noch mit einem nigelnagelneuem Shirt für mich an. Ich wusste wieder einmal gar nicht wie man diesen wunderbaren Menschen auch nur im geringsten für ihre Gastfreundschaft danken könnte. 


Auf nach Honduras 

Marcelas Tante fuhr mich dann sogar noch zum "Casa Verde" Hostel. Von dort aus wurde ich von einem Touristenshuttle abgeholt und nach Copan Ruinas in Honduras gebracht. Ja, richtig gehört, ich benutze nun erstmals ein Touristenshuttle und zwar aus dem Grund, da ich nicht dafür bezahlen muss. Ich weiß nicht ob ich schon erwähnt hatte, dass ich in Copan Ruinas für ein Monat in einem Hostel arbeiten werde? Auf jeden Fall hat das Hostel ein Shuttleservice, welches ich gratis benutzen kann. Bin schon gespannt auf das Hostel dort und hoffe, dass es nicht wieder so ein Reinfall wird wie in Popoyo.

Copan Ruinas 

In Copan Ruinas angekommen fühlte ich mich sogleich recht wohl im Hostel und der Besitzer "Fernando" scheint recht nett zu sein. Morgen um 6:30 beginnt mein erster Arbeitstag - ich bin schon gespannt!

ROUTE EL SALVADOR

By On Juli 07, 2016
ROUTE EL SALVADOR:
HONDURAS - San Miguel - Playa El Cuco - Suchitoto - La Palma - Cerro El Pital - San Salvador - Atiquizaya - Concepción de Ataco - Santa Ana - Coatepeque - Chalchuapa - HONDURAS


Schwimmen in Chalchuapa & kulinarische Verrücktheiten

By On Juli 07, 2016

Tierliebe

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass Marcela 6 Hunde besitzt? Und eine unbestimmbare Zahl an Katzen? Und eine Schildkröte und einen Wellensittich? Im Anbetracht der Tatsache, dass die Wohnung in der sie mit ihren Eltern und ihrem Bruder lebt, nicht sonderlich groß ist, sind das wirklich viele Tiere, ich würde es schon fast als kleine Farm bezeichnen - es riecht übrigens auch ein wenig danach. Aber da Marcela und ihre Familie mich dermaßen herzlich behandeln und ich mich bereits wie ein Familienmitglied fühle, stört mich das nicht weiter. Was jedoch störend ist, ist das ständige Gebell dieser Biester. Einer fängt an und alle anderen stimmen mit ein und dann geht das eine geschätzte Viertelstunde durchgehend so dahin, und glaubt mir: das ist richtig laut. Jegliche (Telefon-)Gespräche müssen unterbrochen werden und am besten hält man sich noch die Ohren zu. Dieses Orchester bekommt man so ca im Stundentakt zu hören.

Schwimmen in Chalchuapa und die Tazumal-Ruinen

Da Marcela und ich beschlossen hatten, dass der Polizist von gestern, der meinte er könne mit uns heute auf den Vulkan gehen, nicht 100%ig zuverlässig wirkte, wollten wir keine zweite gescheiterte Vulkantour riskieren. Wir überlegten uns also einen Plan B. Schwimmen wäre doch wieder einmal fein! In Chalchuapa, einem Örtchen nicht allzu weit von Santa Ana entfernt sollte es Quellwassertümpel (El Trapiche - die Stätte er ersten Maya-Siedlung um 2000 v.Chr.) geben, die sich hervorragend zum Schwimmen eignen. Nichts wie dahin. Das Wasser war sehr erfrischend und glasklar. Danach spazierten wir noch durch Chalchuapa und warfen einen Blick auf die Stadtruinen von Tazumal. Diese Maya-Ruinen seien wohl die beeindruckendsten in El Salvador. Archäologen nehmen an, dass das Gebiet erstmals 5000 v. Chr. besiedelt wurde. Wir betrachteten die Ruinen bloß von außen, da uns die drei Dollar Eintritt zu viel erschienen und man sowieso alles von außen sehen konnte.

Lebende Muscheln und andere kulinarische Köstlichkeiten aus El Salvador

Am Nachmittag überraschte mich Marcelas Mam mit einer weiteren kulinarischen Verrücktheit: Muscheln, die lebend mit etwas Zitronensaft, Salz, Zwiebeln und Tomaten verspeist werden. Diese Dinger bewegen sich sogar noch, wenn man sie mit dem Zitronensaft beträufelt. War im ersten Moment ein komisches Gefühl auf diesen lebenden Tieren herumzukauen, doch mit der Zeit fingen sie mir richtig zu schmecken an. Diese Spezialiät aus El Salvador wird hier "Conchas" genannt. Diese Leckerbissen sind jedoch gar nicht so Ohne, da regelmäßig Leute Fischvergiftungen von diesen Tierchen davontragen, wie zB Marcelas Bruder, der eine ganze Woche davon flachgelegen ist.
 Weiters konnte heute "Yucas Fritas" probieren - unglaublich lecker und eine Portion mit Salat und Soße kostet bloß 30 Cent auf der Straße.

Hier eine kleine Zusammenfassung der traditionell salvdorianischen Gerichte:
- Pupusas: das Nationalgericht El Salvadors schlechthin, alle lieben es! Es besteht aus Maismehltortilla (tlw auch Reismehltortilla) gefüllt mit Käse, Bohnen, Schweinefleisch oder Loroco und kostet ca 35-50 Cent pro Stück. Mit 2-3 davon hat man aber mehr als genug. Seviert werden sie mit Krautsalat und einer Soße aus passierten Tomaten.
- Yuca Frita: frittierte Yucas mit Krautsalat und Soße aus passierten Tomaten. Kosten ca 35 Cent pro Portion auf der Straße.
- Panes Rellenos: ein relativ großes Weibrotweckerl gefüllt mit Hühnerfleisch (teilweise mit einem ganzen Hühnerhaxen), Salat, Tomaten, Gurken, Zwiebeln und jeder Menge Soße, so dass das Weckerl richtig trieft.
- Conchas: lebende schwarze Muscheln, die mit Zitronensaft, Zwiebeln, Salz und Tomaten angerichtet werden.
- Tamales: sind ein traditionelles Gericht Mesoamerikas (die indigenen Völker Mittelamerikas und der Karibik) bestehend aus Maisteig, der mit Fleisch, Käse oder anderen Zutaten gefüllt in zumeist Bananenbaumblätter eingehüllt gedämpft wird.
- Sopa de Pata: Suppe gemacht aus Rindermagen, Tomaten, Zucchini, Mais und Bananen. Teilweise wird es gewürzt mit Chili und Zitrone.
- Ceviche: auf dieses leckere Gericht bin ich schon einmal näher eingegangen (roher Fisch, Zitronensaft, Salz, Tomaten, Gewürze) und ich liebe es!!
- Mariscada: Meeresfrüchtesuppe
- Enchiladas: frittierte Tortilla mit Gemüse, Huhn, usw
- Chilaquila: Tortilla gefüllt mit Gemüse, Käse usw. Der Tortilla wird dann in einem rohen verrührten Ei gewendet und in der Pfanne herausgebraten.
- Nuegado: eine Süßspeise aus Yukapüree und Eiern frittiert mit einer Art Honigsauce serviert.
- Pastelitos: Maisteig mit Gemüse, frittiert
- Früchte: überall am Stranßenrand werden in mundgerecht geschnittene Stückchen an Früchten verkauft: Mangos, Papayas, Bananen, grüne Mangos mit Salz und Chili, Ananas,...

Und die Getränke:
- Cafe: wird vorwiegend schwarz und mit viel Zucker getrunken. Kostet ca 70 Cent im Restaurant.
- Bier: am beliebtesten ist das "Pilsener"
- Michelada: das Bier wird mit Zitronensaft, Salz, Tabasco oder Chilisauce, Soja- oder Maggisauce und Worcestersauce gemixt. Marcela liebt es ihr Bier auf diese Weise zu trinken, ich bin noch eher in der Angewöhnungsphase.
- Horchata: ein kaltes Getränk bestehend aus Reismilch (bzw anderem Getreide), tlw Milch, Gewürze wie Zimt und zuguterletzt natürlich Zucker. Findet man großteils auf der Straße in Plastiktüten mit Strohhalm serviert.
- Tamarindo: ein in ganz Zentralamerika sehr beliebtes Getränk, das aus der Frucht des Tamarinde-Baums hergestellt und mit reichlich Zucker verfeinert wird.


PS: Morgen geht´s wieder nach Honduras ;)

Chalchuapa in der Nähe der Quellwasserbecken

Tazumal Ruinen

unterwegs mit einem Freund von Marcela

lebende Conchas





Mittwoch, 6. Juli 2016

Santa Ana Vulkan und Coatapeque-See

By On Juli 06, 2016

Gescheiterte Vulkantour & unzuverlässige Polizisten 

Nach einem traditionellen Frühstück bestehend aus süßen Kochbananen, Bohnenmus, Rührei, Sauerrahm und Weißbrot machten Marcela und ich uns auf in Richtung "Santa Ana Vulkan" (auch Ilamatepec genannt) auf. Der Vulkan liegt inmitten eines tropischen Regenwaldes umgeben von Kaffeeplantagen und ist 2381m hoch. Leider ist es nicht empfohlen, den Vulkan ohne Polizeibegleitung zu besteigen, da die Gegend dort recht gefährlich sein sollte. Laut unseren Erkundungen sollte täglich um 11 Uhr eine Tour mit bewaffneter Begleitung auf den Vulkan erfolgen. Wir erschienen also am Startpunkt, doch irgendwie war weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Wir warteten erstmals zwei Stündchen. Plötzlich kam eine Gruppe junger Männer an, alle mit riesigen Macheten bewaffnet. Sie boten uns an mit ihnen den Vulkan zu besteigen, doch Marcela lehnte  sogleich wehement ab. Ich hätte mich der Truppe ohne große Bedenken angeschlossen, doch Marcela klärte mich auf, dass diese Männer sehr gefährlich aussahen und ich hier in El Salvador nicht zu gutgläubig sein sollte. Hmm... naja entweder ich habe immer mehr Glück als Verstand oder man darf sich doch ein wenig auf das Gute im Menschen verlassen. Auf alle Fälle hätten wir hier noch warten können bis wir schwarz werden, denn von der Polizei war keine Spur. Wir machten uns also auf den Rückweg, da Marcela den Vulkan keinesfalls ohne bewaffnete Sicherheitskräfte besteigen wollte. Wir genossen dafür die einzigartige Natur. Weiters hatten wir einen traumhaften Ausblick auf den "Izalco Vulkan". Etwas später trafen wir auf einen Polizisten, er klärte uns auf, dass die Tour heute schon früher gestartet hätte. Na sehr witzig und woher sollten wir das wissen? Er bot uns an morgen wieder zu kommen. Nein, nicht mit mir! Dasselbe Spiel hatte ich schon in Suchitoto mitgemacht, als mir die Polizei am Morgen erklärte ich solle doch am Nachmittag um 15 Uhr wiederkommen, dann hätten sie Zeit. Im Endeffekt richtete ich dann den ganzen Tag nach diesem Termin aus, mit dem Ergebnis, dass sie dann leider doch keine Zeit hatten.
Der Polizist von heute meinte dann noch, dass wir schlau waren uns nicht den anderen Männern für die Tour angeschlossen zu haben, da diese auch für ihn sehr gefährlich aussahen.


Entspannen am Coatepeque-See 

Marcela und ich machten uns per Autostopp in Richtung "Coatepeque-See" auf. Wir hatten Glück und wurden von einem netten Pärchen mit Mama mitgenommen. Wir genossen noch einen schönen Tag am See und wurden sogar von ein paar Einheimischen auf ein Bier eingeladen, da diese so dankbar waren von mir ein Foto gemacht haben zu dürfen. Tja, das war dann wohl ein Tag mit einer guten Mischung aus Glück und Unglück ;)

Waffen in El Salvador

Kurz noch zu den Waffen in El Salvador: Heute Morgen lag doch glatt eine Pistole am Frühstückstisch. Ich dachte eher, das sei ein Spielzeug von Marcelas Bruders und wollte soeben ausprobieren ob diese auch irgendwelche Kügelchen abfeuert. Marcela konnte mich gerade noch so davon abhalten. Es sei wohl die Waffe ihres Vaters, ohne die er niemals in die Arbeit gehen würde, da die Gegend dort stark von den Maras dominiert sei und es immer wieder zu brutalen Überfällen komme. Krass! Außerdem staune ich immer wieder wie viele Menschen auf der Straße mit Pistolen, Gewehren oder Macheten unterwegs sind. Vor allem in ländlichen Gebieten sind so gut wie all Männer mit riesigen Macheten bewaffnet wenn sie durch die Gegend spazieren. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, ob dies für mich beruhigend oder doch eher beunruhigend wirken sollte.

Santa Ana Vulkan 

das Plätzchen, an dem wir ganze zwei Stunden auf die Polizei warteten


Ruinen

Izalco Vulkan

<3 da werden Erinnerungen an meine kleine süße Tequila zu Hause wach

Marcela und ich 

meine hübsche Marcela entspannt in der Sonne

...und auch sie liebt Hunde

am Coatepeque-See 



Montag, 4. Juli 2016

Auf nach Santa Ana

By On Juli 04, 2016

Partytime mit Rosario und Attilio 

Gestern bekamen Attilio und Rosario Besuch von einigen Freunden, die sie teilweise schon über 40 Jahre nicht mehr gesehen hatten. Die Wiedersehensfreude war riesengroß und es wurde ausgiebig gefeiert. Nach ein paar Bier und jeder Menge Tequila wurde die Stimmung immer ausgelassener und Rosario tanzte sich die Seele aus dem Leib. Eine Mordsgaudi, sag ich euch.

Abschied

Heute Morgen hieß es wieder Abschied nehmen und es fiel mir nicht leicht. Ich habe selten so wundervolle Menschen mit so viel positiver Ausstrahlung getroffen wie hier. Die Freunde der beiden gaben mir noch alle ihre Kontaktdaten und boten mir an jederzeit bei ihnen wohnen zu dürfen. Außerdem könne ich sie anrufen, falls ich in irgendeiner Weise Hilfe bräuchte.

Bei Marcela in Santa Ana

Für mich ging es ein paar Ortschaften weiter nach Santa Ana zu Marcela und ihrer Familie. Nach langem konnte ich endlich wieder einmal eine weibliche Couchsurfing Gastgeberin finden, denn zu 99,9% sind hier in Zentralamerika bloß Männer angemeldet. Marcela ist ebenso wie ich 28 Jahre alt und ein richtiges Herzstück. Ich bekam gleich nach meiner Ankunft ein leckeres Mittagessen serviert und danach zeigte mir Marcela das Stadtzentrum. Zum Abendessen gab es natürlich Pupusas, das Nationalgericht El Salvadors (Maisfladen gefüllt mit Bohnen, Käse, usw mit Salat und Tomatensoße). Wir kauften die Zuataten ein und ich erhielt Pupusa-Kochunterricht von Marcela. Es waren weitaus die besten Pupusas, die ich jemals gegessen hatte.

Mittagessen bei Marcela 

Santa Ana


Sonntag, 3. Juli 2016

Ataco

By On Juli 03, 2016

Kaffeetschln mit Julio

Gestern Abend traf ich mich noch mit Julio. Er und seine Freundin haben ein Hostel in Ataco, außerdem ist er auch auf couchsurfing. Die beiden servierten mir leckeren Kaffee direkt aus Ataco und wir hatten noch ein nettes Beisammensein.

Ein gemütlicher Tag in Ataco 

Heute um 5 Uhr morgens wurde ich sanft von Attilio und Rosario geweckt. Ich solle doch mit ihnen den Sonnenaufgang genießen. Wir begaben uns auf die Dachterrasse und genossen die wundervolle Morgenstimmung mit Vogelgesag, dem Krähen der Hähne und einem blutroten Morgenrot. Danach verwöhnten mich die beiden mit einem leckeren Frühstück. Am Vormittag ging ich auf Erkundungstour durch Ataco und entdeckte einen traumhaften Aussichtspunkt. Der Nachmittag verlief gemütlich und Julio lud mich wieder auf einen Kaffee ein. Am Abend saß ich mit ihm und seinen Freunden in seinem Hostel zusammen und ein toller Tag neigte sich wieder dem Ende zu.

heutiger Sonnenaufgang 

Blick über Ataco

Aussichtspunkt 

Der Garten von Attilio und Rosario 











Freitag, 1. Juli 2016

Von Atiquizaya nach Ataco

By On Juli 01, 2016

Rührende Gastfreundschaft

Die Gastfreundschaft von Nibardos Familie übertraf wieder einmal alle meine Vorstellungen. Ich wurde mit leckerstem Essen verwöhnt und sie achteten darauf, dass mir auch wirklich nichts abgeht. In solchen Situationen nagt oft ein klein wenig schlechtes Gewissen an mir, weil man einfach nicht weiß was man diesen Menschen für ihre unglaubliche Gastfreundschaft zurückgeben könnte.

Nach dem Frühstück ging es für mich zwei Ortschaften weiter nach "Ataco". Im Bus lächelten mich die Damen freundlich an und die Herren versuchten mir mit meinem Rucksack zu helfen. Die Freundlichkeit der Menschen in El Salvador hat es mir wirklich angetan. In touristischen Ländern wie Costa Rica hatte ich oft das Gefühl, dass die Einheimischen die Schnauze schon ziemlich voll haben von den Touristen. Aber hierher, wo ich jetzt bin, verirrt sich selten ein Tourist, umso freundlicher sind dafür die Menschen. Dies bestätigt wieder einmal meine Meinung, dass man nicht auf Leute hören sollte, die einem eintrichern wollen, dass es irgendwo zu "gefährlich" sei - vor allem wenn sie selbst noch nicht da waren. Es ist nicht abzustreiten, dass es in El Salvador sehr viele Morde gibt, doch diese geschehen fast ausschließlich durch die sozusagenen Bandenkriege der Maras (M13 und M18). Wenn man gewisse Gegenden meidet ist das Land super sicher.

Busfahren in El Salvador 

Noch eine kleine Anmerkung zu den Busfahrten hier: Immer wieder steigen Personen zu, die diverse Dinge wie Obst, Hühnchen, Süßigkeiten, Bücher und sogar Medikamente verkaufen. Einige stehen sogar ganze 20 Minuten im Bus und preisen lautstark ihre Waren an. Andere lesen aus der Bibel vor und gehen dann durch die Reihen um Spenden einzusammeln - ein verrücktes Treiben, sag ich euch. Heute verkaufte ein älterer Herr Lesezeichen und die liebe Omi neben mir wollte mir unbedingt eines kaufen.Wie süß ist das eigentlich?


Attilo und Rosario - Ein verrücktes Pärchen 

In Ataco angekommen wurde ich von meinem neuen Gastgeber Attilio und seiner Frau Rosario begrüßt. Attilio ist 75 Jahre alt, war früher Profi-Basketballspieler und genießt nun sein Leben in vollen Zügen. Die beiden hießen mich mit einer liebevollen Umarmung willkommen und erklärten mir gleich, dass ich solange bleiben kann, wie ich will. Ihr kleinen Holzhäuschen steht inmitten eines riesigen Gartens mit Zitronen-, Mango-und Avocadobäumen. Ein Paradies. Attilio erklärte mir, dass heute Rosarios 69ster Geburtstag sei und mir wurde sogleich ein Bier in die Hand gedrückt und dann wurde noch mit einem Tequila angestoßen. Inzwischen wurde ein absolut leckeres Geburtstagsmenü gekocht. Attilio und seine Frau sprühen nur so vor Lebensfreude und Verrücktheit. Als nächstes führte mich Attilio auf seine Dachterrasse, wo seine zwei Marihuanapflanzen stehen. Das Kiffen halte ihn und seine Frau jung, erklärte er mir. Es ist mehr als faszinierend auf welch einzigartige Menschen man beim Reisen trifft. Es kamen noch drei Freunde von ihnen, um Geburtstag zu feiern. Es war ein richtig nettes Zusammensein. Ich habe noch nie so junggebliebene Menschen in dem Alter getroffen und mich selten wo so willkommen und zu Hause gefühlt wie hier.

Attilio und Rosario 

auf der Dachterrasse :D


Ausblick von der Dachterrasse 


Attilos Häuschen 

der Garten



meine liebe Rosario <3








Donnerstag, 30. Juni 2016

Atiquizaya - Wasserfall

By On Juni 30, 2016
Weiter ging es heute nach Atiquizaya, ein kleines Dörfchen im Westen von El Salvador. Mein Gastgeber Nibardo nahm es mir zum Glück nicht allzu übel, dass ich mit einem Tag Verspätung ankam. Er und seine Familie empfingen mich herzlich. Sie besitzen ein relativ großes Haus und der Papa ist Zahnarzt. Ich wurde sogleich nach meiner Ankunft zu Tisch gebeten und mir wurde vorzüglicher Fisch mit Reis, Kartoffeln und Salat serviert. Das Lustige an ihrem Haus ist, dass es so gut wie keine Türen gibt. Das Gebäude ist rund um einen Hof mit Garten gebaut und alle Zimmer sind sozusagen offen in Richtung Hof.

Am Nachmittag starteten Nibardo, ein Freund von ihm und ich eine kleine Wanderung zu einem wunderschönen geheimen Wasserfall. Ein Traum! Das Wasser ist richtig brühwarm und die Gegend rundherum einfach nur traumhaft.

Andre und ich





Ich, Nibardo und ein Freund von ihm