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Mittwoch, 1. März 2017

Besteigung des Guagua Pichincha 4.794 m


Heute habe ich meinen neuen höchsten Berg bestiegen - den Guagua Pichincha, der ganze 4.776m hoch ist. Dieser befindet sich ganz in der Nähe des Rucu Pichinchas, den ich bereits zweimal bestiegen bin.


Besteigung des Rucu Pichincha 4.696 m zum bereits dritten Mal

Gemeinsam mit David, einem jungen Mann aus Quito (hier in Quito heißt übrigens fast jeder David), gings am eher späten Vormittag los. Leider konnten wir nicht vor 9 Uhr starten, da die Gondelbahn erst um diese Uhrzeit aufmacht. Mit dieser ging es dann auf knappe 4.000 m hoch. Von dort aus wanderten wir erstmals, den mir bereits bekannten Weg zum Rucu Pichincha entlang. Diesmal zum Glück ohne Höhenkrankheit. Habe mich nun wohl schon ausreichend akklimatisiert in Quito. Heute schaffte ich sogar meinen neuen Rekord von bloß 1 Stunde und 20 Minuten auf den Rucu - bin richtig stolz auf mich. Zur Erinnerung: das erste Mal waren es über drei Stunden - obwohl das bestimmt auch an meiner etwas langsamen Begleitung lag, außerdem macht sich meine seit über vier Monaten rauchfreie Lunge nun wohl endlich positiv bemerkbar.


Besteigung des Guagua Pichincha 4.794 m

Weiter ging es gleich in Richtung Guagua Pichincha. Wir hatten bis dahin traumhaftes Wanderwetter mit einigen Wolken und zwischendurch immer wieder Sonnenstrahlen. Uns kam auch nach dem Rucu keine Menschenseele mehr unter. Klar, der Rucu wird von vielen bestiegen, da er von der Gondelstation relativ einfach zu erreichen ist. Der Guagua Pichincha ist dafür eher ein Geheimtipp. Außerdem ist es recht schwer den Weg dorthin zu finden. Also es ist unbedingt zum empfehlen, jemanden dabei zu haben, der sich hier auskennt. Es ging erstmals zwei Stunden angenehm bergauf und bergab. Als wir uns dem Guagua näherten, verdeckte bereits eine dichte Wolkenschicht die Sonne. Dann begann es auch schon zu regnen. Nach kurzer Zeit verwandelte sich der Regen in  Nieselhagel und später in eine Art Schneefall. Auf alle Fälle wars saukalt und die letzte Stunde ging es steil bergauf. Zuerst war der Weg sehr sandig, das heißt ein Schritt nach vorne und wieder zwei zurück. Kurz vor dem Gipfel kommt eine kleine Kletterpartie. Als wir den Gipfel erreichten, nieselte es immer noch leicht und die Fernsicht war gleich null. Wir machten uns also rasch auf den Rückweg.

Weiter unten begann es dann ordentlich zu schütten. Da die heutige Tour eine Art Rundwanderweg war, ging es beim Abstieg eine andere Route entlang. Dabei kamen wir an einer sozusagenen Nothütte "Guagua Pichincha Refuge" vorbei. Dort gibt es ein Bettenlager, die Hütte selbst ist aber unbewirtschaftet. Da wir unendlich froren und nass vom Regen waren, wollten wir den Ofen dort kurz anheizen. Leider erfolglos, da mein Feuerzeug den Geist aufgab. Der restliche Rückweg verlief ewig lange und steil nach unten. Das Ganze fast 3 Stunden lang. Wir kamen völlig durchnässt in dem Dörfchen Lloa an. Dort mussten wir erstmals ewig lange auf einen Bus zurück nach Quito warten. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie sehr ich die heiße Dusche zurück im Hostel genossen habe. Am Ende war es dann einfach nur noch saukalt mit den nassen Klamotten. Aber immerhin legten wir heute gute 28 km und einige Höhenmeter in ungefähr 7,5 Stunden zurück.


der Rucu Pichincha im Hintergrund



mein erster Schnee seit Langem :)

der Weg in Richtung Guagua Pichincha




am Gipfel des Guagua Pichincha 4.776 m





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