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Dienstag, 27. September 2016

Resümee Zentralamerika/ Mexiko

By On September 27, 2016

Zu allererst  muss ich sagen, dass es mir anfangs etwas schwer fiel mich mit der Kultur in Zentralamerika zu identifizieren. Ich hing einfach noch sehr an Afrika. Außerdem ist die afrikanische Gastfreundschaft nur schwer zu übertrumpfen. Doch mit der Zeit lernte ich auch diese Länder und Leute kennen und lieben. 

Meine Erinnerungen an die einzelnen von mir bereisten Länder in Zentralamerika & Mexiko:


Costa Rica

+ wunderschöne Strände
+ atemberaubende Tierwelt - Tukane, Papageien, Affen, Waschbären, Schlangen, Krebse
+ das beste Ceviche in Zentralamerika
+ "Pura Vida" ( = das pure Leben): man hört es hunderte Male am Tag und man kann es für fast alles verwenden - Hallo, Tschüss, Mahlzeit, Danke,....
+ meine Lieblingsplätze: Uvita, Manuel Antonio, Ocotal, Montezuma

- sehr teuer, vor allem Nahrungsmittel
- Unmengen von Touristen
- für jeden noch so kleinen Wasserfall ist Eintritt zu bezahlen
- die Männerwelt ist teilweise dezent anstrengend - habe hier auch meine erste und einzige schlechte Erfahrung mit Couchsurfing gemacht
- teiweise von Touristen genervte Einheimische



Nicaragua

+ sehr billig - anscheinend das billigste zentralamerikanische Land
+ leckeres Bier: Toña
+ meine Lieblingsplätze: Granada, Popoyo, Insel Ometepe, Leon

- Touristen werden gerne abgezogen, vor allem beim Busfahren
- sehr heiß, v.a. in der Hauptstadt Managua
- keine besonderen kulinarischen Köstlichkeiten



El Salvador

+ mein zentralamerikanischer Favorit: die nettesten und gastfreundlichsten Menschen überhaupt
+ fast keine Touristen
+ superleckeres Essen: Pupusas, Yukas frittas, Suppen
+ meine Lieblingsplätze: Playa el Cuco, Suchitoto,  Concepción de Ataco, Atiquizaya, Vulkan Santa Ana

- es ist anscheinend das gefährlichste Land der Welt (ausgenommen von Kriegsgebieten), vor allem wegen der Gewalt die von den "Maras" (= kriminelle sehr gewaltbereite Banden) ausgeht
- sehr viele bewaffnete Menschen (Pistolen, Macheten), sogar in den Bussen,...
- Wanderungen können nur in Polizeibegleitung durchgeführt werden



Honduras

+ Baleadas
+ sehr freundliche Menschen
+ meine Lieblingsplätze: habe leider nicht viel gesehen, aber Copan Ruinas ist auf alle Fälle einen Besuch wert

- auch Honduras gilt als sehr gefährliches Land und man kann sich nur eingeschränkt frei fortzubewegen




Guatemala

+ ein sehr farbenfrohes Land; die Frauen sind zumeist in ihren traditionellen bunten Kleidern zu sehen
+ das typische schnelle mit der rechten Hand schnippen, was soviel heißen sollte wie "Schneller!"; sogar kleine Kinder beherrschen das schon - ich kann es leider immer noch nicht
+ Erdbeeren, Bananen, Papayas und noch viele andere leckere Früchte vor allem um Antigua
+ meine Lieblingsplätze: Antigua, Semuc Champey, der Vulkan Acatenango, die Maya Ruinen von Tikal

- teilweise etwas von den Touristen genervte Einheimische
- ich habe von einigen Reisenden gehört, dass ihnen im Bus Rucksäcke und dergleichen gestohlen wurde



Mexiko

+ traumhafte, sehr vielfältige Landschaften: Berge, Strände, tropische Regenwälder, Vulkane, Berge
+ billig
+ absolute Traumstrände in Oaxaca (meine Favoriten: Zipolite und Mazunte)
+ Michelada = Bier mit Tabasco, Chili, Salz und Zitronensaft
+ "Nieve" = selbstgemachtes Eis in Oaxaca
+ "Chapulines" = pikant gewürzte Grashüpfer in Oaxaca, besonders lecker mit Chili und Knoblauch
+ Chili, Limetten und leckere pikante Soßen
+ Besteigung des Vulkans La Malinche
+ meine Lieblingsplätze: San Cristobal, Mazunte, Zipolite, Oaxaca City, Hierve el Agua, Zacatlan de las Manzans, Tepoztlan

- irgendwann hängen einem die Tortillas zum Hals raus
- die Verkehrsmittel sind etwas teurer (dafür aber auch komfortabler)




Was alle dieser Länder gemeinsam hatten: ich hatte die absolut genialsten und besten Couchsurfing Gastgeber und lernte dadurch Freunde fürs Leben kennen!



=> Fotoalben Zentralamerika <=


=> Fotoalben Mexiko <=









Mittwoch, 11. Mai 2016

Auf nach Nicaragua

By On Mai 11, 2016
Gestern hatte ich einen sehr entspannten Vormittag bei Randy zu Hause. Mittags startete ich einen Spaziergang durch Liberia. Die Hitze in diesem Teil von Costa Rica ist fast unerträglich.

Um 15 Uhr kam Randy's nicht englisch sprechende Mama - ich habe leider ihren Namen vergessen, deshalb nenne ich sie einfach liebevoll "Mama" - nach Hause. Soweit ich verstand wollte sie zum Strand fahren, der ca eine Fahrtstunde entfernt liegt. Da schloss ich mich natürlich an. Mama packte noch zwei Dosenbier "Imperial Silver" ein und dann gings los. Die Kommunikation verlief anfangs etwas schleppend da ihr englisch ebenso beschränkt ist wie mein spanisch. Aber schön langsam kam das Ganze ins Rollen. Wir begannen "spanglisch" zu sprechen, was erstaunlich gut funktionierte. Ich bin mir zwar nicht sicher ob wir immer vom selben Thema gesprochen haben, aber das macht ja nichts. Mama zeigte mir den Playa Panama und den Playa Hermosa. Wir genossen einen traumhaft schönen Sonnenuntergang. 
Auf der Nachhausefahrt entwickelte ich unerträgliche Kopfschmerzen,  was relativ untypisch ist für mich. Zu Hause angekommen konnte ich mich nur noch ins Bett schleppen. Leider wurde es nicht besser, erst als ich mir insgesamt 3 verschiedene Schmerztabletten einwarf konnte ich einschlafen. Ich vermute mal, dass ich mir einen Sonnenstich geholt habe.

Sonnenuntergang am Playa Hermosa 


Heute Morgen um halb 7 saß ich bereits im Bus Richtung Grenzübergang Nicaragua. An der Grenze verlief alles recht chaotisch. Die Strecke zwischen dem Costa Rica Grenzposten und dem in Nicaragua beträgt ca 1km. Letztendlich quälte ich mich jedoch dreimal die Strecke auf und ab, da ich auf der Nicaragua Seite wieder zurückgeschickt wurde, da ich wohl irgendeine Gebühr nicht bezahlt habe. Wieder auf der Nicaragua Seite meinte der Grenzbeamte ich müsste nochmals 12 Dollar Einreisegebühr bezahlen. Natürlich hatte ich keine Dollar und begab mich also auf die Suche nach einem Geldwechsler. Dieser versuchte mich erstmals übers Ohr zu hauen. Letztendlich klappte dann aber alles mit den Grenzformalitäten. Ich machte mich auf die Suche nach einem Bus nach Granada. Ein junger Mann meinte, dass ein Direktbus um 30 Dollar inklusive Klimaanlage und WLAN nach Granada fahren würde. Ich machte ihm klar, dass ich diesen ganzen Luxus nicht brauche - mal abgesehen davon, dass die Klima und das WLAN meist eh nicht funktionieren - sondern einen ganz einfachen Bus, mit dem auch die Einheimischen fahren, will. Tja, den gibt es laut seiner Aussage nicht. Die wollen einen ja auch immer für blöd verkaufen. Nach kurzem Suchen fand ich den sogenannten "Chicken Bus" schon. Das ganze Vergnügen bis nach Granada kostete mich im Endeffekt gerade mal 2 Dollar.

Am Busbahnhof in Granada quatschte mich ein Typ an, er wüsste ein billiges Hostel für 6 Dollar die Nacht. Da ich sowieso keinen Plan hatte wo ich hin wollte und der Preis akzeptabel klang, folgte ich ihm dorthin. Ich machte ihm aber gleich klar, dass ich ihm kein Geld für seine Dienste zahlen werde, womit er einverstanden war. Ich denke, dass er eine Provision vom Hostel erhalten wird. Das Hostel heißt übrigens "Backyard", hat einen Pool, WLAN und gratis Kaffee. Was will man mehr?

Ansonsten muss ich sagen, dass Nicaragua sich vom ersten Eindruck her sehr von Costa Rica unterscheidet: alles ist um Einiges billiger, die Bevölkerung wirkt ärmer, es geht richtig chaotisch zu auf den Straßen: Pferdekutschen, Fahrradtaxis (ja die gibts hier wirklich auch wieder) und jede Menge Leute, die ihr Krimskrams an den Straßenrändern verkaufen. Das soll im Endeffekt heißen: mir gefällt es supergut hier, denn Costa Rica war einfach zu touristisch. In Nicaragua hat man wieder etwas mehr Kulturschock und das liebe ich. Und nicht zu vergessen: Hier scheint wirklich kein einziger Mensch englisch zu sprechen! Nicht einmal die Hostelbesitzer bringen ein Wort auf englisch heraus. Mein Plan ist es deswegen, in nächster Zeit nochmals einen Spanischkurs zu machen.
Die Währung heißt außerdem  "Cordoba", ein Euro sind ca 30 Cordoba. 

Tja, that's Nicaragua 

die Fahrradtaxis haben hier 3 Räder


am lokalen Markt in Granada


so sehen die sozusagenen "Chicken Busse" aus

auch Pferdekutschen sind ein beliebtes Fortbewegungsmittel in Nicaragua

Dienstag, 10. Mai 2016

Resümee Costa Rica

By On Mai 10, 2016

Wie lange warst du nun in Costa Rica?

Etwas länger als ein Monat.


Was ist in Costa Rica anders als zu Hause?

- Toilettenpapier darf unter keinen Umständen ins WC geworfen werden. Es stehen immer große Mülleimer neben der Toilette, die dazu da sind, das Papier zu entsorgen.
- Wohnungen und Häuser werden prinzipiell mit Schuhen betreten.
- Der Bierkonsum ist mindestens so hoch wie in Österreich, wenn nicht sogar höher.
- Pünktlichkeit hat in etwa den selben Stellenwert wie in Afrika, Unpünktlichkeit ist also etwas tagtägliches.
- Putzwahn kennen die Menschen hier eindeutig nicht. Alle österreichischen Hausfrauen würden wohl einen Kollaps bekommen, wenn sie einen costa-ricanischen Haushalt betreten.
- Die Kinder wohnen meist bis zur Heirat bei den Eltern.
- Es gibt prinzipiell nur Kaltwasser in den Haushalten (welches jedoch eher lauwarm ist)


Was hat dir besonders gut gefallen?

- atemberaubende Tierwelt: Affen, Faultiere, Papageien, Tukane, Schlangen, Leguane, Kakerlaken
- atemberaubende Landschaften: Nebelwänder, Urwälder, traumhafte Strände, Vulkane
- Grundsätzlich sind die Costa Ricaner ein überaus freundliches Volk und leben ihren Lieblingssatz "Pura Vida".
- die Gemütlichkeit der Menschen hier


Was hat dir nicht gefallen?

- Die absolut überhöhten Preise, vor allem in Supermärkten und Restaurants. Das Essen ist wirklich teuer in Costa Rica.
- zu viel Tourismus
- Die maßlos überzogene Aufmerksamkeit (Nachstarren, Nachpfeifen und Nachschreien), die einem die Latinos schenken, wenn man die Straße entlangspaziert war richtig nervig. Aber ich schätze das wird in allen lateinamerikanischen Ländern das selbe sein.


Wieviel Geld hast du ausgegeben?

ca 500 Euro, und das obwohl ich so gut wie immer (bis auf 2 Nächte) couchgesurft habe

ROUTE COSTA RICA

By On Mai 10, 2016
DEUTSCHLAND - Alajuela - San José -  Uvita - Quepos - Manuel Antonio Nationalpark - Jaco - Monteverde - La Fortuna - Tanque - Barranca - Montezuma - Nicoya - Sámara - Playa Negra - Ocotal - Playa del Coco - Liberia - Playa Panama - Playa Hermosa - NICARAGUA

Sonntag, 8. Mai 2016

Letzter Tag auf der Monkey Farm

By On Mai 08, 2016
So, nun ist es soweit, ich werde die Monkey Farm wieder verlassen. Ich hatte eine traumhafte Zeit hier. Ich habe so viel Neues gelernt und das schmutzige Farmleben in vollen Zügen genossen. Außerdem tat es gut, wieder einmal etwas zu arbeiten. Wenn man nur immer am reisen ist, kommt teilweise das Bedürfnis auf, wieder einmal etwas "Sinnvolles" zu tun. Ich meine damit nicht, dass Reisen nutzlos sei. Ganz im Gegenteil, es ist unheimlich wertvoll für einen selbst, man lernt so viel dabei und macht einzigartige und unvergessliche Erfahrungen. Aber nun habe ich wieder einmal etwas gemacht, das nicht nur mir etwas bringt und das ist ein schönes Gefühl.

Nach einer kurzen und schmerzlosen Verabschiedung von Vicki, Amy, Dre, Andrés, Antonia, Sam und Pete machte ich mich auf in Richtung Liberia. Dort holte mich Randy vom Busbahnhof ab, bei ihm werde ich voraussichtlich die nächsten zwei Nächte verbringen. Randy wirkte auf Anhieb sehr sympathisch. Er wohnt gemeinsam mit seiner Mutter, seiner Schwester und deren Sohn in einem Haus. Die ganze Familie empfieng mich sehr herzlich. Mama spricht leider kein englisch, aber mit Händen und Füßen wird es schon funktionieren. Ich habe wieder Luxus hier: ein Einzelzimmer und das sogar noch mit Ventilator. Und keine wahnwitzigen Hühner oder Brüllaffen, die mich morgens aus den Federn reißen. Ach, ich werde das Farmleben trotzdem vermissen.

Buenas Noches!


The Monkey Farm - Tag 7

By On Mai 08, 2016
Mein letzter Arbeitstag auf der Monkey Farm ist nun vorüber. Die Zeit scheint nur so zu rennen. Aber das ist ja nichts Neues.
Vormittags hieß es Ställe ausmisten, Tiere füttern und dann bei der Obst- und Gemüsesortierung helfen. Glaubt mir, nach so einem Vormittag ist man fix und fertig. Die Hitze in Kombination mit der harten Arbeit ist nicht zu unterschätzen. Dafür habe ich mich am Nachmittag nach einer kleinen Wanderung ausreichend ausgeruht. Ich entdeckte einen weiteren einsamen Strand in einer kleinen Bucht. Weit und breit war keine Menschenseele. Ich liebe es. Mit einem guten Buch bewaffnet machte ich es mir dort gemütlich. Die einzigen, die mich störten waren ein paar kleine Krebschen und jede Menge buntes Federvieh, das fröhlich von den Bäumen zwitscherte.

unser Papageien Baby: der Kleine lebt erst seit gestern auf der Farm. Er wurde am Straßenrand aufgefunden und wird nun von uns aufgepäppelt. Alle vier Stunden wird er mit der Hand gefüttert.

die Küche der Monkey Farm 

Dre und Amy beim Sortieren der Obst- und Gemüseabfälle 
einsame Küstentrails 
mein geheimer Strand, an dem ich den Nachmittag verbrachte

und das war mein Plätzchen zum Entspannen 
riesige Kakteen


Pura Vida - What a wonderful life :)




Abendstimmung über Ocotal

Samstag, 7. Mai 2016

The Monkey Farm - Tag 6

By On Mai 07, 2016

Die gestrige Poolparty bescherte uns noch einen lustigen Abend. Wir von der Monkey Farm fühlten uns zwar dezent fehl am Platz, da sehr viele wohlhabende schickimicki Gäste vor Ort waren. Trotzdem hatten wir jede Menge Spaß. Es spielte sogar eine Live Band.

Der heutige Tag startete wieder sehr früh. Um 4 Uhr morgens begann eine Brüllaffenherde, die sich gestern auf unserer Farm einquatiert hatte, einen unüberhörbaren Lärm zu schlagen. Ich hatte heute Vormittag die Tiere über, das heißt alle Ställe ausmisten, Tiere füttern usw. Ob man es glaubt oder nicht, aber das ist ganz schön harte Arbeit. Vor allem da es richtig feucht-heiß war.
Nachmittags hatte ich wieder frei und spazierte die 5km nach Coco und genoss dort den Strand.

Donnerstag, 5. Mai 2016

The Monkey Farm - Tag 5

By On Mai 05, 2016
Die ganze Nacht hat es gschüttet wie aus Eimern, was eine ordentliche Überschwemmung von Andrés Zelt und ein lautes Foschkonzert zur Folge hatte. Heute Vormittag war ich gemeinsam mit Amy und Dre wieder zur Lebensmittelsortierung eingeteilt. Wir fuhren mit unserem Jeep zu 3 verschiedenen Einkaufsläden, die uns jeweils ihr altes Brot, Obst und Gemüse überlassen. Die komplette Ladefläche des Jeeps war voll mit unserer Ausbeute. Danach ging es ans Sortieren. Teilweise ist das eine richtige Sauerei, da die Läden einfach alles zusammenschmeißen: Abfälle, schimmlige Lebensmittel und noch brauchbare. Wir begannen also zu sortieren: einiges taugt nur noch für den Kompost, anderes geben wir den Tieren und das Beste behalten wir für uns selbst. Bevor wir die Sachen in unsere Küche bringen, müssen wir natürlich alles ordentlich waschen.

Am Abend sind wir heute zu einer Poolparty eingeladen. Hier in Ocotal wohnen nämlich einige sehr reiche Leute, die riesige Villen besitzen. Einer davon schmeißt heute eine Party und hat unter anderem die gesamte Monkey Farm dazu eingeladen. Ich bin schon gespannt!

Heute war ein "Langschwanzhäher" zu Gast auf der Farm - ein wunderschöner Vogel

Poolparty



Mittwoch, 4. Mai 2016

The Monkey Farm - Tag 4

By On Mai 04, 2016
Die Verköstigung der Obdachlosen gestern Abend war nicht sonderlich erfolgreich, da nur 5 Personen kamen, aber immerhin besser als niemand. Es war auch ein Pastor anwesend, der eine kleine Predigt hielt und auf seiner Gitarre spielte. Es war auf alle Fälle ein nettes Zusammenkommen.

Das Leben auf der Farm beginnt immer recht früh, bereits um 5 Uhr morgens beginnt der Hahn wie verrückt zu krähen und lässt bis fast 7 Uhr nicht locker. Wir Freiwilligenarbeiter stehen so zwischen 5 und 6 Uhr auf. Ich hatte den heutigen Vormittag frei und erkundete den Ocotal Strand. Weiter südlich entdeckte ich einen weiteren einsamen Bilderbuchstrand, an dem ich es mir mit einem guten Buch gemütlich machte. In den Dörfchen Ocotal - falls man es überhaupt Dörfchen nennen kann - rührt sich nicht viel. Ich glaube es gibt nicht einmal einen Shop. Aber diese Ruhe genieße ich im Moment sehr.

Nachmittags bauten Andrés und ich in der brütenden Hitze einen Zaun um den Teich.


interessante Steinformationen




ein Specht bei der Arbeit

Blick über Ocotal
 
Hügellandschaft rund um die Monkey Farm

Dienstag, 3. Mai 2016

The Monkey Farm - Tag 3

By On Mai 03, 2016
Jeden Tag fahren zwei Leute zu einem der Supermärkte, die uns ihr Obst, Gemüse und Brot schenken, das sie nicht mehr gebrauchen können. Heute waren Sam und ich dran. Das war ein Schlachtfeld, das sag ich euch. Die komplette Ladefläche unseres Jeeps war voll mit Säcken gefüllt mit einer Mischung aus schimmligen Obst und Gemüse, jedoch auch mit vielen noch ganz akzeptablen Dingen. Auf der Farm folgte dann das große Sortieren. In einer Tonne sammelten wird die nicht mehr so schönen Sachen um damit die Tiere zu füttern. Die besseren Lebensmittel werden gewaschen und von uns benutzt. Hier darf man nicht pingelig sein, denn alles was nicht komplett ekelhaft ist, wird noch benutzt, sogar die richtig matschig schwarzen Bananen - man kann ja noch Smoothie draus machen, wie Sam mir erklärte. Vom Brot behielten wir einen Teil selbst, den anderen Teil verteilen wir am Abend an die Obdachlosen.

Ansonsten geht es recht abenteuerlich zu auf der Farm. Amy und Dre hatten gestern einen gar nicht so kleinen Skorpion im Schlafsack. Das wird mir in Zukunkft eine Lektion sein, denn meistens begutachte ich meinen Schlafsack nicht, bevor ich hineinschlupfe.
Heute Vormittag fanden wir ein Prachtstück einer Boa Constrictor mitten auf der Farm. Diese Tiere kommen wohl regelmäßig hierher um unsere Häschen zu verspeisen.

Wie ihr seht geht es hier recht spannend zu und ich fühle mich pudelwohl auf der Farm. Es macht richtig Spaß den ganzen Tag schmutzig herumzulaufen und keinem stört es. Außerdem ist die Arbeit mit den Tieren etwas, was mich richtig glücklich macht. Und zuguterletzt lerne ich jede Menge Neues. Vor allem fasziniert mich der ganze Aufbau dieser Farm. Es wird so gut wie nichts gekauft, sondern die sozusagenen Abfälle werden verwertet. Sogar Holzabfälle bekommen wir von einer Firma geschenkt, mit welcher wir Ställe, Türen, Möbel, usw bauen.
Ja, es ist ein richtig idyllisches Fleckchen Erde hier mit jeder Menge freilaufenden Tieren und supernetten Freiwilligenarbeitern aus aller Welt, die absolut motiviert wirken.


=> Video: Eichkätzchen, das auf der Farm aufgepäppelt wird, nachdem es von einem Hund attackiert wurde

unser kleines Eichkätzchen Findelkind 
das heutige Fundstück auf der Farm
die Hütte der Freiwilligenarbeiter


das Pferd grast in einem gelben Blütenmeer
so sehen richtige Schweine aus




Montag, 2. Mai 2016

The Monkey Farm - Tag 2

By On Mai 02, 2016
Die Nacht verbrachte ich gemeinsam mit den anderen Freiwilligenarbeitern in einer kleinen Holzhütte auf der Farm, welche mit einigen Stockbetten ausgestattet ist. Tagwache war um 6 Uhr. Es folgte eine kurze Besprechung, danach wurde durchgestartet. Tiere füttern, ausmisten, ein neues Tor für den Schweinestall bauen usw. Liz und ich stutzten die Hufen der Ziegen. Jeden Tag ist jemand mit Kochen dran, pünktlich um 12 Uhr gabs dann leckeres Gemüse mit Reis und Bohnen - was auch sonst?! :D

Am Nachmittag wanderte ich nach Playa del Coco, was ein fast einstündiger Fußmarsch dorthin war. Ich bummelte ein wenig herum und genoss den Strand.


ein Plätzchen zum Relaxen

die Freiwilligenarbeiter können ihrer Kreativität hier freien Lauf lassen

Beschilderung auf der Farm

Ente



Pfau
die Hütte in der wir Freiwilligenarbeiter schlafen