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Mittwoch, 10. August 2016

Vulkanbesteigung: Acatenango 3976 m - Tag 2

Gipfelbesteigung

Es folgte eine schlaflose, eisig kalte Nacht. Ich bin wälzte mich von einer Seite auf die andere. Die dünne Unterlegmatte nutzte genauso wenig wie der viel zu dünne Schlafsack. Die zwei Schweizerinnen, mit denen ich mir das Zelt teilte, schafften es irgendwie einzuschlafen. Die Nacht zog sich ins Unendliche. Ich war unwahrscheinlich froh als ich den Guide dann um 3:30 Uhr morgens endlich rufen hörte "Chicos vamos!". Vor dem Zelt wehte ein eisiger Wind. Ich zog mir so gut wie alles an, was ich an Klamotten dabei hatte, da es am Gipfel noch um ein Vielfaches kälter werden würde. Mit unseren Stirnlampen und  einer Flasche Wasser zogen wir los. Es war ein steiler Weg, der immer sandiger wurde, was das ganze nochmals erschwerte. In weiter Ferne sah man die funkelnden Lichter von Antigua. Als wir uns dem Gipfel näherten wurde der Wind immer stärker und es zog Nebel auf. Pünktlich als es zu dämmern begann, erreichten wir den höchsten Punkt des Acatenango. Die Gegend sah aus eine Mondlandschaft - überall schwarzer Vulkansand. Außderdem wehte ein dermaßen kalter und starker Wind, dass wir nur schnell Fotos machten und uns dann weiter unten im Vulkankegel in den Sand legten, damit der Wind über uns hinwegpfeifen konnte. Schön langsam färbte sich der Horizont rot. Das war ein sehr eindrucksvoller Augenblick mit einem Hauch von Mystik: der blutrote Himmel, die Mondlandschaft, der Nebel und der unwahrscheinlich starke, laut pfeifende Wind. Wow, die ganzen Anstrengungen haben sich eindeutig gelohnt.

Abstieg

Der Abstieg ging um einiges schneller als der Aufstieg, da wir einfach den Vulkansand entlang hinunterrutschten. Eine Mordsgaudi. Danach gab es am Lagerfeuer ein wohlverdientes Frühstück. Die Zelte wurden wieder abgebaut und wir machten uns auf den Rückweg. Kurz vor Mittag erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt. Ich fühlte mich todmüde und mein Gesicht brannte, begleitet von Kopfschmerzen. Daran wird zum einen der krasse Höhenunterschied schuld sein und zum anderen habe ich wohl auch die Sonne unterschätzt.

Zurück in Antigua 

Zurück bei Pancho angekommen legte ich mich sogleich ins Bett und fiel in einen tiefen Schlaf. Leider musste ich mir aber einen Wecker stellen, da ich mein Busticket für die morgige Fahrt nach Lanquin noch besorgen musste. Als es dann am späten Nachmittag Zeit zum Aufstehen war, fühlte ich mich immer noch wie eine wandelnde Leiche. Aber letztendlich schaffte ich es mein Busticket zu besorgen und gönnte mir ein leckeres Abendessen an der Straße: grüne Mangoscheiben mit Chili, Salz und Zitrone. Ich glaube ich habe es schon einmal erwähnt, dass diese Kombination mein absoluter Favorit ist. Danach hieß es nur packen und ab ins Bettchen.

am höchsten Punkt des Acatenango um 5:30 Uhr angekommen 

wie eine Mondlandschaft 


der Abstieg



Tee für das Frühstück wird gekocht 


Vulkan Fuego 





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