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Donnerstag, 26. Oktober 2023

Zyklon "Lola" wütet in Vanuatu

By On Oktober 26, 2023

 

Meine nächstes Ziel sollte etwas außerhalb von Port Vila bei meinem Couchsurfing Gastgeber Grant sein. Viel wusste ich über die Unterkunft dort nicht, aber er beschrieb sie als "speziell". Grant arbeitet als Fitnesstrainer in Port Vila. Er hat dort erst vor Kurzem sein eigenes Studio eröffnet. Ich konnte meinen großen Rucksack bei ihm im Fitnessstudio lassen, während ich den Tag über durch die Stadt schlenderte und ein paar Besorgungen machte. Am Abend durfte ich mit seinem Nachbar Mike mitfahren, da Grant nur einen Gelände-Buggy besitzt, der wohl ein Einsitzer ist. 


Die Fahrt von Port Vila zu Grant's Haus - oder vielleicht sollte man besser "Hütte" sagen - dauerte gut eine Stunde, wobei die letzten Kilometer einer überaus holprigen Schotterstraße mit etlichen Schlaglöchern entlang führten. Als mir Mike während der Fahrt ein wenig von Grant's Haus erzählte wurde mir langsam aber sicher klar, dass das dort abenteuerlich werden könnte. Es gibt keine Toilette. Man geht also einfach in den Busch. Die Outdoor Dusche ist an einem Baum befestigt und das ganze Haus sei offen - was heißen sollte, dass die Räume auf mindestens einer Seite keine Mauer oder sonstige Wand haben. Ich weiß, das hört sich alles irrsinnig toll an. ABER: Vielleicht könnt ihr euch erinnern, dass gestern eine Zykonwarnung herausgekommen ist. Bevor ich mit meiner Erzählung weiterfahre, kurz noch ein paar Fakten zu einem Zyklon:


Was ist ein Zyklon?

Ein Zyklon ist ein tropischer Wirbelsturm. Er bildet sich, wenn sich große Wassermassen für längere Zeit auf über 26°C erwärmen. Ab dieser Temperatur verdunstet Wasser schneller und es bilden sich sogenannte Wolkenstürme. Diese können in riesige Höhen wachsen. Da die Erde ständig rotiert werden diese Wolkenstürme in Bewegung gebracht. Im Zentrum eines Zyklons können Windgeschwindigkeiten bis zu 250 km/h entstehen. Es kommt zu sinflutartigen Regenfällen und man muss mit Stromausfällen, Flugausfällen, Wasserausfällen und Unterbrechungen der Telefonverbindung rechnen. Zudem werden oft Straßen durch umgestürzte Bäume abgeschnitten. 


Die Buschtoilette und die Boa Constrictor

Mike beruhigte mich. Die Zyklonsaison startet normalerweise erst im November. Ende Oktober ist also noch mit keinem starken Zyklon zu rechnen. Als Grant gegen 20 Uhr zu uns stieß war es schon stockdunkel. Mit einer Taschenlampe bewaffnet machten wir uns auf von Mike's Haus zur Hütte von Grant. Mike ist übrigens sein einziger Nachbar. Kilometerweit lebt sonst kein Mensch. Es gibt ringsum nur Dschungel und das Meer. Irgendwie unheimlich. Ich konnte nur hoffen, dass Grant kein Psychopath ist. Seine Behausung fand ich tatsächlich sehr eindrucksvoll. Er hat die rustikale Hütte selber gebaut. Die Küche ist komplett offen. Wegen der nicht vorhandenen Toilette bekam ich noch eine kurze Anleitung wie ich mein Geschäft zu verrichten hätte. Wenn ich "klein" müsste, sollte ich einfach mindestens 50 Meter vom Haus weggehen und mir ein Plätzchen im Busch suchen. Für das große Geschäft sollte ich vor zu den Klippen gehen und es direkt ins Meer purzeln lassen. Wow, unglaublich, dass er so schon seit Jahren lebt. Aber immerhin bevorzuge ich Buschtoiletten im Gegensatz zu verdreckten Klos. Als ich mich später das erste Mal auf in den Busch machte, ließ ich einen gellenden Schrei los. Grant eilte sofort herbei und brach in schallendes Gelächter aus. Ich wäre um ein Haar auf eine etwa ein Meter lange Schlange getreten, die keinen Anstand machte sich vor mir zu verstecken. Grant erklärte mir ganz lässig, dass das doch bloß eine kleine Boa Constrictor wäre. Die gäbe es hier in Massen. Aber die seien nicht giftig, meinte er und versuchte sie am Hinterteil zu fassen. Die Boa zeigte sich kampflustig und hätte ihn fast gebissen. Normalerweise wären die nicht so aggressiv, erklärte er. Für mich war das erstmal genug Adrenalin. Meine nächsten Klogänge waren jedes Mal eine Mutprobe.


Begegnungen am Weg zur Buschtoilette


"Sind wir hier wirklich sicher vor einem Zyklon?"

Als wir abends in seiner offenen Küche saßen und plauderten, kam plötzlich eine Warnmeldung auf Grant's Telefon herein. Ich hatte übrigens kein Netzwerk hier. Der Zyklon wurde mittlerweile von Kategorie 3 auf 5 hochgestuft und das ist die höchste Stufe, die es gibt!! Ich bemerkte wie Grant sichtlich nervös wurde. So früh in der Saison hätte er keinesfalls mit einem Wirbelsturm von diesem Ausmaß gerechnet. Er erzählte mir ganz nebenbei, dass der letzte Zyklon sein Dach davongeweht hätte und noch diverse andere Sachen rund ums Haus zerstört hat. Ich bekam schön langsam Muffensausen. Noch nie zuvor  habe ich einen tropischen Wirbelsturm erlebt. Ich hatte keine Ahnung was ich erwarten sollte. "Sind wir hier wirklich sicher?", fragte ich vorsichtig nach. Mit Sorge schaute Grant auf die hohen Bäume, die rund um uns herum stehen. Sie seien sehr alt. Wenn da einer umgeweht werden würde und aufs Haus fällt, dann wäre es das wohl gewesen. Zudem sei das Meer sehr nahe. Wenn der Wirbelsturm Riesen-Wellen verursacht, könnten uns diese locker wegschwemmen. Man möge wohl meinen, er wollte mir bloß Angst machen. Das Gefühl hatte ich aber nicht. Grant hatte scheinbar mehr Schiss als ich. Das war kein gutes Zeichen. Vermutlich befanden wir uns an einem der unsichersten Orte überhaupt für so einen Sturm. Der Nachthimmel war eigenartig lila und zudem hörte man kein Lüftchen. Das wäre die Stille vor dem Sturm, wurde ich aufgeklärt. Auch sein Hund verhielt sich heute scheinbar eigenartiger als sonst.  


Kurz nach Mitternacht zog ein starker Wind auf. Ich konnte die ganze Nacht fast kein Auge zu tun, da ich so eine Angst hatte. Es wehte wie verrückt durch mein Zimmer hindurch, da die Front komplett offen war. Dort hing nur ein Vorhang, den es wie wild herumwirbelte. Als ich kurz einschlief hatte ich einen furchtbaren Alptraum. Ich war schweißgebadet und wollte eigentlich nur noch weg von hier. Hinzu kommt, dass sich zwei meiner Bettwanzenbisse, die ich mir in Fidschi geholt hatte, mittlerweile stark entzündet haben. Ich nahm bereits seit Tagen ein Antibiotikum, welches aber keine Besserung mit sich brachte. Irgendwie hatte ich das Gefühl ich hätte nun auch Fieber. Meine Lymphknoten fühlten sich geschwollen an. 


Als ich am nächsten Morgen auf Grant traf, meinte er ich sehe gar nicht gut aus. Ich erzählte ihm von meinen Bissen. Er schaute sie sich an und riet mir dringend ein anderes Antibiotikum zu nehmen, da eine solche Infektion hier in den Tropen nicht ohne sei. Ein Freund von ihm hätte durch so etwas seinen Fuß verloren. Irgendwie schaffte er es immer wieder mich noch mehr zu beunruhigen. Da Grant bei dem heutigen Sturm unmöglich mit seinem Buggy in die Arbeit fahren konnte rief er kurzerhand Mike an, der sich schon frühmorgens nach Port Vila aufgemacht hatte. Dieser versprach mir ein stärkeres Antibiotikum mitzunehmen. Eigentlich wollte ich liebend gerne auch zurück in die Stadt, dort hätte ich mich um einiges sicherer gefühlt. Aber scheinbar war das im Moment unmöglich. 


Grant las die Nachrichten von heute. Das komplette Land schien sich in einem Ausnahmezustand zu befinden. Alle Geschäfte blieben geschlossen und die Menschen wurden aufgefordert ihre Behausungen sturmischer zu machen und Lebensmittel zu bunkern. Sämtliche Flüge wurden gestrichen und Schiffe zurück in die Häfen gerufen. Die Menschen wurden aufgefordert das Haus nicht mehr zu verlassen. Es herrschte weiterhin höchste Alarmstufe.


Ich half Grant dabei alles rund ums Haus zu befestigen. Ansonsten verbrachten wir den Tag mit warten... warten auf den ersten Zyklon meines Lebens. Im Tagesverlauf fühlte ich mich etwas besser, was bestimmt auch daran lag, dass ich merkte, dass Grant ein herzensguter Mensch ist. Im Minutentakt schauten wir uns die Satellitenbilder an, um zu sehen wo sich der Wirbelsturm im Moment genau befand. Irgendwann in der Nacht sollte er uns dann erreichen. Die Nachrichten ließen Berichte und Warnungen rauf und runter laufen. 


Die rustikale Behausung von Grant ;) Hier machen wir gerade alles sturmischer (zumindest soweit es geht *lach*). Links im Bild sieht man mein Schlafzimmer, welches an der Vorderseite nur durch einen Vorhang "geschützt" ist. 


Die Open-Air Küche :)


Ich war heilfroh, als Mike es spät abends noch schaffte von Port Vila zurück zu seinem Haus zu fahren. Der Sturm war mittlerweile nämlich sehr stark. Der Gute hat mir mein Antibiotika mitgebracht. 


Die Nacht des Zyklons

Kurz bevor ich zu Bett ging, schauten wir uns noch einmal die Zyklonvorhersage an. Es war nun wohl nicht mehr ganz sicher, dass er uns in seiner vollen Stärke treffen würde. Es sah so aus, als würde er Port Vila nur streifen. Als ich später im Bett lag begann es stark zu regnen. Der Wind war phasenweise irrsinnig laut und wehte mit vollem Karacho durch mein Zimmer. Daraufhin Totenstille. Ein paar Minuten später zog wieder ein starke Windböe durch. So ging es die ganze Nacht. Es war ziemlich unheimlich. Irgendwann gegen 3 Uhr nachts kam Grant einmal vorbei um nachzusehen, ob bei mir alles in Ordnung war. Ja es war alles gut, nur mein halbes Bett ist vom Regen etwas nass geworden, aber das war wirklich das geringste Übel.


Ich war froh, als die Morgendämmerung einsetzte. Der schlimmste Teil vom Sturm sollte durch sein. Ich lief gegen 6 Uhr morgens zu Mike hinüber, um ihn zu fragen, ob er denn in die Arbeit fahre. Er bejahte. Ich packte meine sieben Sachen und verabschiedete mich von Grant. Wenn es mir gesundheitlich besser ginge und nicht gerade ein Zyklon wüten würde wäre sein Zuhause ein absolutes Paradies. Aber in der jetzigen Situation war es einfach besser mir ein Zimmer in der Stadt zu nehmen. 


Port Vila sah aus wie eine Geisterstadt. Keine Menschenseele auf der Straße und auch keine Autos. Mike war vermutlich einer der wenigen, die heute in die Arbeit fuhren. Wir konnten zum Glück ein geöffnetes Café finden. Dort setzte er mich ab und ich konnte ein bisschen recherchieren wo ich die Nacht verbringen würde. Das Antibiotikum schien recht schnell gewirkt zu haben, denn bis auf massiven Schlafmangel fühlte ich mich nun tatsächlich wieder etwas besser. Ich staunte nicht schlecht als ich plötzlich Umut traf. Er ist Türke und reist seit über zwei Jahren um die Welt. Ich habe ihn zufällig am Flughafen in Vanuatu getroffen und dabei festgestellt, dass er mit Carolin (meine Reisbegleitung in Papua Neuguinea) in Fidschi im selben Hostel war. Die Welt ist einfach so klein. Wir beschlossen kurzerhand in der selben Pension unterzukommen. Das Wetter war den ganzen Tag stürmisch und regnerisch. Nachdem wir gemeinsam unsere Instant Nudeln gekocht hatten, ging es für mich dann schon sehr früh ab ins Bett.


Heute am Mittwoch fühle ich mich schon um einiges besser. Endlich wieder halbwegs ausgeschlafen und auch meine infizierten Wunden scheinen langsam zu heilen. Morgen sollte es gemeinsam mit Skylar auf die Insel Tanna zum Vulkan gehen. Ich hoffe das Wetter bis dahin besser wird, da heute noch alle Flüge gecancelt wurden. Wie es der Zufall so will, fliegt Umut morgen tatsächlich auch nach Tanna. Da sind wir auf alle Fälle ein lustiger Multi-Kulti Trupp ;)


Noch ein kurzes Update zu Lola: Scheinbar hat der Zyklon in einigen Teilen Vanuatus recht heftig gewütet und schwere Schäden an Gebäuden und in der Landwirtschaft verursacht. Es kam zudem zu Überflutungen und Erdrutschen. Zeitweise wurde er als Tropensturm der stärksten Kategorie fünf eingestuft. Mittlerweile wurde er aber in die Kategorie drei herabgestuft. Lola ist der erste vorsaisonale Zyklon dieses Jahres. Es wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 km/h gemessen. Auch der ORF und die Salzburger Nachrichten haben von diesem Zyklon berichtet. 




=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos von Port Vila <=




Montag, 23. Oktober 2023

Ratten und Vulkanwanderungen auf Pele & Nguna Island

By On Oktober 23, 2023

 

Entspannen auf Pele Island

Gemeinsam mit Skylar ging es am Donnerstag Morgen los in Richtung Pele Island. Didier brachte uns zur Bushaltestelle. Wir hatten Glück, denn bereits nach einer halben Stunde kam ein Minibus. Obwohl wir die einzigen Fahrgäste waren, fuhr er uns all den Weg bis nach Emua. Wir hatten bereits Angst, dass er uns für die einstündige Fahrt nun einen horrenden Taxipreis verlangen würde. Dem war aber nicht so, wir bezahlten nur die regulären 500 Vatu. Am Bootsstopp in Emua warteten wir etwa eine Stunde bis ein öffentliches Boot  nach Pele startete. Die Wartezeit wurde aber aufgrund redseliger Einheimischer recht kurzweilig. In dem Dörfchen Launamoa angekommen, erwarteten uns bereits Jennifer und Norman - ein super herzliches einheimisches Ehepaar. Sie führten uns einen Wanderpfad entlang bis zu unserer Unterkunft. Es war einfach paradiesisch: Ein gar nicht so kleines Bungalow mit Terrasse, riesigem Garten und Meerzugang. Wir waren hier ganz alleine. Norman und Jennifer sind die absolut perfekten Gastgeber und gingen immer sicher, dass es uns an nichts fehlte. Wir wurden mit leckeren einheimischen Gerichten verwöhnt, erhielten Obst, und jeden Morgen eine große Thermos mit heißem Wasser für Tee und Kaffee. Es gab sogar Strom von Solarzellen am Dach. Die Dusche und das WC hatten kein fließend Wasser, was heißen soll, dass man schöpfen muss.


Wir vertrieben uns die Zeit auf Pele Island mit dem Sammeln von Muscheln und Schnorcheln :)



Skylar und ich machten uns sogleich auf zu einer Erkundungstour in zwei weitere Dörfer auf der Insel. Insgesamt gibt es vier davon. Die Einwohnerzahl auf Pele Island wird auf etwa 200 Menschen geschätzt. Interessanterweise haben diese 200 Leute sogar ihre eigene Sprache. 



Kinder zeigten uns dieses riesige Insekt


Als wir von unserem Spaziergang zurück kamen ließ Skylar einen Schrei los. Ich eilte herbei um zu sehen was los war. Tatsächlich haben sich Ratten durch ihren Koffer gebissen und alle ihre Lebensmittel angefressen. Sie demolierten den Koffer dermaßen, dass sogar der Reißverschluss nicht mehr funktionierte. Als Draufgabe haben sie noch ihre Hinterlassenschaften auf den Sachen verteilt. Skylar war natürlich alles andere als begeistert. Mit der Zeit bemerkten wir dann, dass sich eine ganze Horde dieser Biester bei uns im Bungalow zu tummeln schien. Irgendwann stellte ich fest, dass der Boden klatschnass war. Die Ursache war schnell gefunden: Alle unsere Wasserflaschen waren angeknabbert. Das war mir tatsächlich neu, dass es Ratten sogar auf Trinkwasser abgesehen haben. Wir hatten all die Wasserreserven mühsam auf die Insel geschleppt, da es auf Pele sonst nämlich nur Regenwasser zu trinken gibt, wovon man aber üble Bauchbeschwerden davontragen kann. Nun wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben als dieses zu trinken, was wir letztendlich aber ganz gut vertragen haben. Ich muss gestehen, dass ich sehr froh war, dass Skylar mit mir hier war. Alleine in diesem abgelegenen Bungalow mit all den Ratten hätte ich bestimmt die Krise bekommen.


Skylars durchgebissener Koffer

Die Ratten haben sich tatsächlich schön um den Deckel geknabbert. Interessanterweise haben ihnen die Instant-Nudeln dann aber nicht geschmeckt ;)

Wunderschöne Vulkanwanderungen 

Am Samstag musste Skylar zurück nach Port Vila. Somit ging es für mich alleine weiter nach Nguna Island. Diese Insel ist mit dem Motorboot nur etwa 15 Minuten von Pele entfernt. Ich kam wieder in einem hübschen kleinen Bungalow direkt am Meer unter und hatte dort sogar einen kleinen eigenen Sandstrand. Die Sonnenuntergänge waren ein Traum. Strom gab es auch hier über ein kleines Solarpanel, welches aber mehr schlecht als recht funktionierte. Aber wer braucht schon Strom? ;) Zudem war das Süßwasser zum Duschen recht schmal bemessen, weshalb ich beschloss meine Wäsche mit Meerwasser zu waschen. Und siehe da: das funktionierte gar nicht so schlecht. Wichtig ist es nur, sie am Ende noch einmal kurz mit etwas Süßwasser auszuspülen, damit man keine weißen Salzflecken auf der Kleidung hat. 


Der Sonnenuntergang von meinem kleinen Privatstrand aus

Mein Bungalow auf Nguna Island


Gleich am Samstag startete ich eine Wanderung zu einigen der kleinen Dörfern auf der Insel. Die Einheimischen winkten mir alle sehr freundlich zu. Vermutlich war ich der einzige Tourist auf der Insel. 


Am Sonntag stand dann eine größere Tour an. Mein Plan war es über die zwei erloschenen Vulkane ans andere Ende der Insel zu wandern. Da am Sonntag sowieso alle in der Kirche waren, hatte ich dort oben meine heilige Ruhe. Ich genoss es in vollen Zügen. Nur ich und die Natur, weit und breit keine Menschenseele - sowas hatte ich schon so lange nicht mehr. Wie sehr ich das vermisst habe! 





Ich fühle mich fast wie zu Hause


Als ich Utanlangi, das letzte Dorf am anderen Ende der Insel erreichte, war ich schon ziemlich erschöpft. Die Mittagssonne knallte mittlerweile vom Himmel. Ich konnte es kaum glauben, als mich eine junge einheimische Frau dort ansprach und mich kurzerhand zu sich nach Hause einlud. Sie öffnete zwei Kokosnüsse für mich, damit ich das leckere Kokoswasser trinken konnte. Genau davon habe ich ein paar Minuten zuvor noch geträumt. Die Frau muss der Himmel geschickt haben. Ich plauderte ein Weilchen mit ihr, bevor ich mich wieder auf den Rückweg machen musste. 


Der Besitzer meiner Unterkunft wollte mir übrigens einen Guide für die Wanderung andrehen, allerdings bin ich wirklich froh es alleine gemacht zu haben, da es super einfach war die Wege zu finden. Ich habe außerdem gehört, dass man eigentlich 1.500 Vatu an den Landbesitzer zahlen müsste, um überhaupt auf den Vulkan wandern zu dürfen. Diesen traf ich aber nicht an, weil er vermutlich in der Kirche war - und natürlich habe ich auch ein bisschen darauf geachtet, dass mich nicht unbedingt jemand sieht, wenn ich sein Grundstück durchquere ;) Das ist in vielen Ländern oft ein bisschen nervig, dass sogar "wandern" etwas kostet. Aber an diesem Tag hatte ich auf alle Fälle Glück. 


Mittlerweile ist es bereits Montag Vormittag. Didier hat mir schon eine Warnung geschickt, dass ich mich schleunigst auf den Weg auf die Hauptinsel machen sollte, da eine Zyklonwarnung herausgekommen ist. Er sollte uns wohl morgen erreichen und gar nicht mal so klein sein. Das Wetter könnte also heute schon umschlagen. Sobald die Wellen zu hoch werden, würde es schwierig sein die Insel zu veralassen. Ich hatte wieder einmal ein Riesenglück, denn trotz bereits ordentlichem Seegang fuhr noch ein Motorboot zurück nach Emua. Wir mussten uns mit einer riesigen Plastikfolie vor den ins Boot rauschenden Wellen schützen. Gott sei Dank sind alle Bootsinsassen gut angekommen. Da ich noch nie einen tropischen Wirbelsturm erlebt habe bin ich nun sehr gespannt was uns in den nächsten Tagen auf uns zukommen wird.


Praktische Infos:

  • Die Busse von Port Vila zu den Booten in Emua fahren vom "Bon Marche" Supermarkt in Manples ab. Preis 500 Vatu (= 4 €), Fahrtzeit: 1 Stunde. Am besten zwischen 7 und 8 Uhr morgens da sein. Später fahren sie nur noch sporadisch.
  • Von Emua fahren öffentliche Boote für 500 Vatu nach Pele und Nguna Island. Man muss evtl länger warten. Morgens und am späten Nachmittag ist die Chance größer. Alternative: Ein Boot chartern für 2.500 Vatu.
  • Unterkunft auf Pele Island: Ocean View Bungalow 4.500 Vatu (= 36 €) pro Person/Nacht inklusive 3 Mahlzeiten .
  • Unterkunft auf Nguna Island: Mangamus Bungalow 3.000 Vatu (= 24 €) pro Person/Nacht inklusive 3 Mahlzeiten. 


=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos von Pele Island <=



=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos von Nguna Island <=




Mittwoch, 18. Oktober 2023

Schon einmal von Vanuatu gehört?

By On Oktober 18, 2023

 

Als ich vor wenigen Monaten das erste Mal von Vanuatu gehört habe, hatte ich keine Ahnung wo sich dieses Land befinden sollte. Tatsächlich wusste ich noch nicht einmal, dass es überhaupt existiert. Nach einer kurzen Recherche stellte sich heraus, dass es sich dabei um einen Inselstaat im Südpazifik handelt. Er besteht aus 83 Inseln, die nördlich und nordöstlich von Australien liegen. Die meisten sind vulkanischen Ursprungs. Zudem gibt über 113 verschiedene Sprachen. Englisch, Französisch und Bislama sind die drei Amtssprachen. Ich liebe es solch unbekannte, exotische Länder zu erkundschaften. Und genau deshalb bin ich nun auch hier. Sehr interessant ist noch, dass laut einer britischen Studie in Vanuatu die glücklichsten Menschen der Erde leben. Grund dafür: Sie sind mit wenig zufrieden und das Leben dreht sich hauptsächlich um die Familie und Gemeinschaft. Irgendwie fast das Gegenteil von dem was wir von Zuhause kennen... Angst hätten die Menschen nur vor Wirbelstürmen und Erdbeben.  Da wären wir auch schon beim Thema: Im Moment gibt es eine Wirbelsturm-Warnung hier auf Vanuatu: Der Zyklon LOLA bewegt sich auf uns zu. Das wird auf alle Fälle spannend in den nächsten Tagen. 


Port Vila


Bevor ich mehr über meine Erlebnisse in Vanuatu erzähle, möchte ich aber noch kurz von meiner äußerst adrenalingeladenen Ausreise aus Fidschi berichten:


Goodbye Fidschi - oder vielleicht doch nicht?

Ich hätte nicht gedacht, dass meine Ausreise aus Fidschi mit so viel Action verbunden sein wird. Da ich meine Unterkunft in Nadi schon um 10 Uhr vormittags verlassen musste, war ich bereits gut vier Stunden vor Abflug am Flughafen. Ich dachte ich hätte reichlich Zeit Reiseberichte zu schreiben und meine Reiseplanung etwas voranzutreiben. Dem war aber nicht so. Der junge Mann am Check-in Schalter schien wohl ein Lehrling zu sein. Hinter ihm stand ein weiterer Herr, der ihm genau auf die Finger schaute. Nachdem ich meinen Reisepass vorgelegt hatte, wollte mir der junge Mann bereits mein Flugticket in die Hand drücken. Doch der Aufpasser von ihm wies ihn darauf hin zuerst nach meinem Ausreiseticket aus dem Zielland zu fragen. Darauf war ich vorbereitet und zeigte ihnen mein "provisorisches" Weiterflugticket auf die Salomonen. Das schien dem Guten aber nicht zu reichen. Er wollte ein Ticket nach Hause sehen. Ich erklärte ihm, dass ich noch lange nicht nach Hause reisen würde. Er war aber der Meinung, dass er mich nur nach Vanuatu reisen lassen könne wenn ich ein Rückreiseticket bis nach Hause hatte, was natürlich völliger Quatsch war. Ich erspare euch jetzt die Einzelheiten der Diskussion. Kurz gesagt: sie zog sich ins Unendliche. Die erste halbe Stunde versuchte ich freundlich zu bleiben, aber irgendwann platzte mir echt der Kragen. Das alles führte dazu, dass mein Rucksack wieder vom Gepäckband genommen wurde und ich zu seinem Vorgesetzten musste. Dieser Herr war ungefähr derselbe Ar*** wie der andere. Es gäbe wohl keine andere Möglichkeit als mir ein Rückreiseticket nach Hause zu buchen, erklärte er mir. So seien die Regeln. Obwohl ich wusste, dass das so nicht stimmte war ich ziemlich machtlos. Okay, dann sollten sie meinen Flug stornieren und mir den Flugpreis erstatten. Dann würde ich einfach mit einer anderen Fluglinie buchen. Aber nein, Geld würde ich keines zurück bekommen. Ich setzte mich in ein Café am Flughafen und recherchierte, ob ich irgendwie ein völlig erstattbares Flugticket nach Hause finden würde. Währenddessen kam der "Vorgesetzte" mehrmals vorbei. Einmal fragte er, ob er einfach ein Ticket für mich buchen sollte. "Sicher nicht!!" Das wäre ja noch schöner. Beim nächsten Mal fragte er, ob ich denn genug Geld für eine Weiterreise hätte. "Natürlich, ich reise immerhin seit Monaten um die Welt." Was denkt der eigentlich? Beim dritten Mal fragte er dann, ob ich denn Bargeld dabei hatte. Plötzlich wurde mir klar, wie der Hase läuft! Er möchte Geld! Eine alleinreisende junge Frau scheint das perfekte Opfer zu sein für so eine Art von Korruption. Unglaublich! Aber von mir sieht der keinen Cent. Ich überlegte bereits was ich machen würde, wenn ich nun nicht nach Vanuatu komme. Vielleicht noch einmal ein paar Tage auf die Yasawa-Inseln? Dort war es eigentlich sehr schön. Nach über drei Stunden Ungewissheit kam er wieder vorbei. Mein Flug wurde bereits zum Boarding aufgerufen. Plötzlich meinte er, ich könnte doch mitfliegen. Ich war natürlich überglücklich. Aber auf der anderen Seite auch unglaublich wütend. Der Mann wusste immerhin, dass es nicht korrekt war was er machte. Er hoffte bis zur letzten Minute darauf Geld von mir zu bekommen. Als dies nicht geschah, musste er wohl oder übel aufgeben, da er sich sonst selbst Probleme einhandeln könnte. 


Wuhuu, letztendlich doch noch einen Einreisestempel für Vanuatu bekommen :)


Ankunft in Port Vila

Der weitere Anreise nach Vanuatu war zum Glück unproblematisch. Am Flughafen in der Hauptstadt Port Vila angekommen, wollte ich einen öffentlichen Minibus zu meinem Couchsurfing Gastgeber Didier finden. Das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Die Busse hier haben nämlich weder einen Zeitplan noch eine fixe Route. Man hält sie einfach durch ein Winken an und sagt wo man hin möchte. Der Minibusfahrer überlegt nun, ob das in seine Route mit den anderen Fahrgästen reinpasst oder nicht. Also wirklich sehr umständlich. Da Didier etwas außerhalb der Stadt in einem etwas "wohlhabenderen" Viertel wohnt, hat dort eigentlich jeder ein Auto. Das wiederum bedeutet, dass die Busse da sehr selten hinfahren. Na gut, dann gönne ich mir eben den Luxus eines Taxis. Der erste Taxifahrer wollte 2.500 Vatu (= 20 €). Das sind ja ziemlich gesalzene Preise. Nach ewig langem Herumfragen erklärte sich ein Minibusfahrer bereit mich quasi als Taxi mitzunehmen für 1.500 Vatu. Das war immer noch reichlich Geld, aber immerhin war er super freundlich und erzählte mir während der 20-minütigen Fahrt alles was ich über diese Stadt wissen sollte. 


Didier - er ist übrigens Kanadier - und seine chinesische Freundin Skylar hießen mich herzlich willkommen ihn ihrem kleinen aber sehr komfortablen Mini-Häuschen. Ich darf bei ihnen auf der Terrasse im komfortabelsten Zelt meines Lebens schlafen. Es ist riesig und hat sogar eine richtige Matratze. 


Am nächsten Tag begleitete mich Skylar dabei Port Vila zu erkunden während Didier in der Arbeit war. 


Der Markt in Port Vila


Am Abend luden mich die beiden ein zu ihrem wöchenlichen Workout mitzukommen. Da Sport auf Reisen bei mir sowieso immer viel zu kurz kommmt, war ich natürlich begeistert von der Idee. Ich staunte nicht schlecht als dieses Workout bei einer ihrer Freundinnen zu Hause statt fand, die in einer richtigen Villa direkt am Meer wohnt. Natürlich mit Pool, etc. Wow! Wir starteten mit einer kurzen Jogging-Runde, die mich schon ordentlich außer Atem brachte. Weiter ging es mit Workout und Stretching. Das tat unglaublich gut. Wir ließen den Tag mit gemeinsamen Kochen ausklingen. 


Heute, am Mittwoch, war ein "Plantag" für mich. Es ist wirklich unglaublich, dass man auf Reisen immer wieder einen ganzen Tag dafür verschwendet einfach nur zu planen. Mir macht das mal mehr, mal weniger Spaß. Das ständige Recherchieren kann schon recht anstrengend sein. Was es hier im Südpazifik zudem etwas unangenehm macht sind die Preise. Die sind - im Gegensatz zu dem was ich sonst so auf meinen Reisen gewohnt bin - sehr, sehr hoch. Vor allem geht ziemlich viel Geld für Flüge drauf. Und man wird es kaum glauben wollen, ich habe in Port Vila tatsächlich Kaffee für umgerechnet 7 € getrunken. Das lag auch da dran, dass ich die Umrechnungsrate noch nicht so ganz intus hatte. Fast alles hier ist wirklich sündteuer. Die Preise wurden scheinbar an australische Verhältnisse angepasst, da viele Australier und auch Neuseeländer hierher auf Urlaub kommen. Ansonsten leben einige Expats in der Stadt. Zudem noch die etwas wohlhabenderen Einheimischen. Die Großteil der Bevölkerung Vanuatus lebt aber in kleinen Dörfern. Diese sind hauptsächlich Selbstversorger und leben vom Eigenanbau. Das Resümee meines Plantages war, dass ich weiterhin nicht wirklich einen Plan habe *lach*. Aber auf alle Fälle habe ich eine Farm in Neukaledonien - mein nächstes Ziel nach Vanuatu - angeschrieben, wo ich gerne für ein Weilchen mitarbeiten würde. Zudem wurde der Flug nach Tanna - die Insel mit dem super eindrucksvollen, aktiven Vulkan - gebucht. Zu meiner Freude wird Skylar mich dorthin begleiten. Sie beschloss dann sogar noch spontan mit mir morgen für zwei Tage auf die kleine Insel Pele zu kommen. Weitere Planungen sind aufgrund des kommenden Wirbelsturmes nicht so einfach, da eventuell viele Flüge gecancelt werden.


Kava in Vanuatu

Vielleicht könnt ihr euch noch an meine Kava Zeremonie auf den Fidschis erinnern. Das leicht berauschende Getränk ist auch in Vanuatu sehr beliebt. Und es sollte hier sogar um einiges stärker sein. Es wird sogar behauptet, dass der Kava auf Vanuatu der stärkste auf der Welt sei. Das wollte ich natürlich am eigenen Leib erfahren. Gemeinsam mit Skylar und Didier ging es am Abend in eine sogenannte Kava-Bar. Dort gibt es dann mehrere "Fenster" wo verschiedene Frauen und Männer ihren Kava anbieten. Didier erklärte mir, dass man nicht mischen sollte, sondern am besten nur von einem Anbieter konsumiert. Man kann dann entweder eine kleine Schale Kava für 50 Vatu oder eine große für 150 Vatu nehmen. Sicherheitshalber nahm ich die große ;) Der Kava sieht hier um einiges dickflüssiger aus als in Fidschi. Mit der Schale geht man dann zu einer Art Waschbecken. Dort trinkt man das Gesöff am besten mit einem Schluck. Es ist nichts was man genießt, da der Geschmack nicht sonderlich gut ist. Danach kann man die Schale mit Wasser füllen, um den Mund auszuspülen und so den ekligen Geschmack loswerden. Mein Mund fühlte sich gleich danach ziemlich taub an. Wir setzten uns an einen Tisch. Nach ein paar Minuten trat eine merkbare Entspannung und leichte Müdigkeit ein. Skylar konnte sich kaum noch wach halten. Auch Didier meinte, er spüre den Effekt recht stark. Wir schafften es später trotzdem noch eine Kleinigkeit zu Hause zu kochen. 


Praktische Infos:

  • Öffentliche Minibusse in Port Vila haben ein Autokennzeichen welches mit "B" (für Bus) startet. Also Bxxx. Der Preis innerhalb der Stadt ist 150 Vatu  (= 1,19€). Taxis haben das Kennzeichen Txxx. 


=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos von Port Vila <=








Route Fidschi

By On Oktober 18, 2023

 

Reisezeitraum & Route: 

06.10.2023 - 16.10.2023

PAPUA NEUGUINEA - Nadi - Suva - Taveuni - Nadi - Nanuya Lailai - Vandi - VANUATU 





=> Hier findest du alle Fotoalben von Fidschi <= 





Montag, 16. Oktober 2023

Nanuya Lailai - ein tropisches Inselparadies

By On Oktober 16, 2023

 

Das Übel mit den Bettwanzen

Für die Nacht in Nadi habe ich mir extra ein günstiges Hotel mit Einzelzimmer gebucht, da in meiner letzten Nacht auf Taveuni im Schlafsaal nicht unbedingt an Schlaf zu denken war. Es kamen nämlich zwei Reisende hinzu. Einer davon hat irgendwann nach Mitternacht beschlossen, dass es nun Zeit war seinen Rucksack zu packen, was eine gefühlte Ewigkeit gedauert hatte. In der Zwischenzeit begann der andere ein dermaßen lautes Schnarchkonzert, dass die Nacht für mich eigentlich gelaufen war. Ich kam also in Nadi im Fantasy Hotel unter. Vom ersten Eindruck her war es sehr schön. Auch das Zimmer gefiel mir gut, es war schön groß und hatte sogar einen Wasserkocher und Kaffee. Das Übel fing dann in der Nacht an. Es begann mich an diversen Stellen am Körper zu jucken. Ich sprühte mich also großzügig mit Insektenspray ein. Verwunderlicherweise half das genau gar nichts. Eigenartig! Ich deckte mich so gut es ging zu, dann  haben die Biester keine Chance. Als auch das nichts brachte machte ich mich auf die Suche nach der Ursache von diesem Übel. Es dauerte nicht lange, da konnte ich sie schon sehen: winzig kleine Bettwanzen! Diese Viecher sind noch tausendmal schlimmer als Moskitos. Da die Rezeption nicht mehr besetzt war, musste ich die Nacht in diesem Zimmer irgendwie überleben. Meine Internetrecherche ergab, dass man das Licht brennen lassen sollte, das mögen die Bettwanzen nämlich nicht. Nun kann ich euch bestätigen, dass das eine Lüge ist. Irgendwann war ich am ganzen Körper voll von juckenden Bissen. Ich beschloss am Boden zu schlafen, was natürlich alles andere als bequem war. Was war ich froh als es Morgen wurde. 


Am Weg in Paradies

Nach dieser etwas turbulenten Nacht ging es für mich auf zum Hafen Port Denarau, um von dort aus mit dem "Yasawa Flyer" auf die gleichnamigen Yasawa Inseln zu fahren. Es handelt sich dabei um einen Highspeed Katamaran, der am Morgen in Richtung Norden alle Yasawa Inseln abfährt und am Nachmittag wieder nach Port Denarau zurückkehrt. Hier am Hafen sah ich tatsächlich das erste Mal Massen an Touristen. Die meisten vermutlich in ihren Zwanzigern. Darunter viele Pärchen. Das fand ich erstmal ziemlich abschreckend. Wie sich später herausstellte verteilte sich die Horde an Menschen sehr gut auf all die kleinen Inseln, so dass ich auf Nanuya Lailai selten andere Touris zu sehen bekam. Außerdem sind die meisten von ihnen sowieso in den großen Ressorts untergebracht. Die zum Glück recht ruhige Überfahrt dauerte gut 4,5 Stunden.

Wir kamen an vielen Mini-Inseln vorbei. Hier: South Sea Island

Mit kleinen Motorbooten werden die Passagiere vom Yasawa Flyer zu ihren Unterkünften abgeholt

Die blaue Lagune

Mein Ziel war die klitzekleine Insel Nanuya Lailai. Sie gehört zur Inselgruppe der Yasawas. Diese sind vulkanischen Ursprungs und verführen mit ihren blauen Lagunen, schneeweißen Sandstränden, kristallklarem Wasser und zerklüfteten Landschaften. Durch ihre Abgelegenheit geben sie einem das Gefühl wie Robinson Crusoe auf einer einsamen Insel zu sein. 

Als wir Nanuya Lailai erreichten wartete meine Gastfamilie bereits mit einem kleinen Motorboot auf mich. Damit fuhren wir dann auf die andere Seite der Insel in ihr kleines Dörfchen, das aus etwa zehn simplen Holzhütten besteht. Sie sind alle miteinander verwandt, erzählte mir meine Gastgeberin Terry. Im Moment bin ich der einzige Gast, die Hauptsaison neigt sich nämlich schön langsam dem Ende zu. Ich habe also eine Hütte für mich alleine. Und gleich vor der Haustüre ist das Meer. Es ist ein herrliches Gefühl mit dem Meeresrauschens im Hintergrund einzuschlafen. 

Das Meer gleich vor der Haustüre :)


Die nächsten Tage verbrachte ich mit ausgedehnten Spaziergängen quer über die Insel. Eine Inselüberquerung ist in gut einer halben Stunde möglich. Bei Ebbe kann man sogar komplett um die Insel herum wandern, wofür etwa drei Stunden nötig sind. Bei diesen Erkundungstouren traf ich nur selten auf andere Leute, dafür auf allerlei anderes: Seesterne, Seegurken, Fische in allen möglichen Farben, Mangobäume, Mangrovenwälder und natürlich endlos viele einsame Traumstrände. 


Sieht aus wie eine Spinne, gehört aber zur Gattung der Seesterne


Wunderschöne Dschungelpfade


Am bekanntesten auf Nanuya Lailai ist wohl die "Blaue Lagune". Hier wurden einige Szenen aus dem gleichnamigen Film "Die Blaue Lagune" gedreht. 

Am Blue Lagoon Strand. Es ist hier wie in einer Badewanne

Dieser kleine süße Kerl hat mich einen ganzen Vormittag lang begleitet. Hier ist er gerade am Fische jagen ;)

In dem kleinen Dörfchen, in dem ich wohne, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Man bekommt hier einen wunderbaren Einblick in das ursprüngliche Fidschi. Mit Wasser muss man sparsam umgehen, vor allem wenn es länger nicht regnet, da Regenwasser die einzige Süßwasserversorgung darstellt. Strom kommt vom Generator, welcher abends für drei Stunden angemacht wird, damit man beispielsweise das Handy laden kann. Zum Essen servierte man mir alles was die Insel so hergibt: Papayas, Bananen, Maniok, Kochbananen, Kürbis, Kokosmilch, Meeresfrüchte und Fisch. Zum Frühstück gab es  neben Obst interessanterweise meist frittierten Kuchen, der so richtig vor Öl triefte. Aber gut, da muss man bei Reisen eben manchmal durch ;)

Oktopus in Kokosmilchsauce mit süßen Kochbananen

Maniok, Kürbis, Nudeln, Würstel, Papaya und Banane

Bei Ebbe kann bzw könnte man auf die Nachbarinsel Nanuya Levu - auch Turtle Island genannt - spazieren. Da es sich jedoch um ein Privatgrundstück handelt ist es nicht erlaubt diese Insel zu betreten. Ich startete zwei Versuche und wurde jedes Mal früher oder später erwischt ;)

Turtle Island bei Ebbe 

Mangroven

Neben meinen ausgedehnten Erkundungstouren (ich kenne nun bestimmt jeden Trail auf der kleinen Insel) planschte ich natürlich auch ausreichend in dem badewannenwarmen, kristallklaren Meer. 

Nun ist es auch schon wieder Zeit mich von den traumhaften Fidschi Inseln zu verabschieden. Es geht weiter nach Vanuatu, ein Land von dem viele von euch vielleicht noch nie gehört haben ;)


Praktische Infos:

  • Preis von Port Denarau auf Nanuya Lailai (der letzte Stopp des Yasawa Flyers): 205 FJD (= 85 €). Das ist nicht unbedingt günstig. Als Alternative gibt es nur den Seabus von Lautoka, der um 15 FJD günstiger ist, aber auch um einiges unbequemer. 
  • Mein Homestay heißt Vunidaka und man kann ihn über AirBnB buchen. Wenn man Terry direkt kontaktiert erhält man einen günstigeren Preis. Bei Interesse gebe ich euch gerne ihre Nummer. Ich zahlte 50 FJD (= 21€) pro Tag inklusive drei Mahlzeiten. 


Eure Michi :)


=> Hier findest du noch mehr Fotos und Videos von Nanuya Lailai <=









Mittwoch, 11. Oktober 2023

Bula Fidschi - Entspannen auf Taveuni, irgendwo zwischen gestern und heute

By On Oktober 11, 2023

 

Die Fidschi Inseln sind ein unglaublicher Kontrast zu Papua Neuguinea. Sie sind der perfekte Ort um nach all den unglaublichen Abenteuern, die wir in den letzten fünf Wochen erlebt haben, ein bisschen zu entspannen und alles Revue passieren zu lassen. Was wir besonders schätzen ist die Freiheit. Endlich können wir wieder alleine auf die Straßen gehen, ohne um unser Leben fürchten zu müssen oder diese ständigen Warnungen zu bekommen "Das ist gefährlich, jenes ist gefährlich,..." usw. Normalerweise bin ich ja kein Freund von diesen "Touristendestinationen", aber im Moment ist es einfach genau das Richtige. 

 

Angekommen in Fidschi :)

Die Anreise

Da wir einen Nachtflug mit 7-stündigem Zwischenstopp in Brisbane hatten, war ich bei meiner Ankunft in Fidschi um halb sechs am Morgen ziemlich gerädert. Es funktionierte alles dermaßen problemlos, dass ich es fast nicht glauben konnte. Raus aus dem Flughafen, dann stand da schon der Bus nach Suva. Und man wird es kaum glauben: Sofort nachdem wir eingestiegen sind fuhr er sogar schon los, obwohl noch nicht einmal alle Sitze belegt waren. So etwas sind wir gar nicht mehr gewohnt. Suva befindet sich am anderen Ende der Hauptinsel. Die Fahrt dahin dauerte etwa vier Stunden. 


Während Carolin ein Guesthouse bevorzugte kam ich bei einem Couchsurfing Gastgeber unter. Er heißt Arvind und sieht ziemlich "indisch" aus, so wie sehr viele andere Menschen, die sich hier auf den Straßen tummeln. Ich machte den Fehler und fragte ihn, ob er denn Inder sei, was er sofort wehement verneinte. Er sei durch und durch Fidschianer. Jedoch kamen seine Vorfahren als Zuckerrohrarbeiter von Indien auf die Fidschi Inseln. Heute sind scheinbar 40% der Bevölkerung hier indischer Abstammung. Da habe ich auf alle Fälle wieder etwas gelernt. Arvind hat einen sehr angenehmen und ruhigen Charakter. Innerhalb kürzester Zeit zauberte er mir ein indisches Curry, bevor er wieder in die Arbeit musste. Arvind besitzt nämlich einen DVD Shop. Dort arbeitet er täglich - sieben Tage die Woche - ganze elf Stunden. Zuhause hat er noch sechs Katzen damit er sich nicht so einsam fühlt. 


Die wunderschönen Fidschi-Dollar Geldscheine


Männer mit Wickelröcken

Trotz wahnsinniger Müdigkeit raffte ich mich gleich an meinem Ankunftstag noch auf und fuhr mit dem lokalen Open-Air-Bus ins Zentrum von Suva. Was mir sofort ins Auge stach waren die Männer mit ihren kunterbunten Hemden und knielangen Wickelröcken, welche "Sulu" genannt werden. Wo man auch hinkommt wird man mit einem fröhlichen "Bula!" begrüßt. Wie sich herausstellte sind die Einheimischen irrsinnig hilfsbereit und sprechen alle sehr gutes Englisch. Auf die großen Touristenmassen, die ich erwartet hatte, bin ich bis jetzt noch nicht gestoßen. Das Land ist mir sympathischer als ich anfangs erwartet hatte. Ich bereute es jetzt schon, dass ich meinen Weiterflug nach Vanuatu ausnahmsweise schon im Vorhinein gebucht hatte, da er so irrsinnig günstig war. Zehn Tage habe ich also in Fidschi.


Weiter geht es auf die Garteninsel Taveuni

Am Samstag Morgen ging es dann schon weiter auf die Insel Taveuni, diesmal wieder zusammen mit Carolin. Man hat die Wahl zwischen einer etwa 24-stündigen Fahrt mit der Fähre oder dem etwas teureren 40-minütigen Flug. Wie ihr euch vielleicht erinnern könnt hatte ich in PNG eine nicht so tolle Erfahrung auf der Fähre, da mir etwa 10 von den 18 Fahrtstunden kotzübel war. Das hat mich etwas gebrandmarkt, somit wurde es diesmal der Flug. Das stellte sich als eine gute Entscheidung heraus. Die Aussicht aus der 20-Mann Maschine war atemberaubend schön. Unter uns all die kleinen Inseln und die türikisblauen Riffe.


Am Weg nach Taveuni


Taveuni ist auch bekannt als die grüne Garteninsel. Wie der Name schon vermuten lässt gibt es hier eine enorme Vielfalt an tropischen Blüten und anderen Gewächsen. Das Landesinnere ist geprägt von Dschungel. Daneben gibt es noch spektakuläre Wasserfälle, Kokosplantagen und eine tolle Unterwasserwelt. 


Wir legten die 20  Minuten vom Flughafen zu unserer Unterkunft - Maravu Lodge - zu Fuß zurück. Es tut einfach so gut endlich wieder ohne Eskort irgendwohin gehen zu dürfen. Die Lodge gefiel mir auf Anhieb: ein sauberer kleiner Swimmingpool, jede Menge Kokospalmen, Papayapflanzen und nette Bungalows. In einem davon befand sich unser Dorm, welchen wir uns aber nur mit einem jungen Engländer teilen mussten. Der Strand liegt etwa fünf Gehminuten entfernt und sieht original aus wie in einem Urlaubskatalog. Genau so stellt man sich ein tropisches Inselparadies vor! Es gibt dort ein süßes kleines Café und man kann sich Schnorchelausrüstung ausleihen. Das hat mir gleich am ersten Tag einen ordentlichen Sonnenbrand beschert.



Unser Pool in der Maravu Lodge


Schnorcheln, Wandern & Wasserfälle

Insgesamt verbrachte ich vier Nächte in der Maravu Lodge. Tagsüber ging es entweder zum Schnorcheln zu dem berühmten Regenbogenriff, wo es eine besonders hohe Dichte an kunterbunten Weichkorallen gibt, oder zum Wandern in den tropischen Dschungel. 


Schnorcheltour zum Regenbogenriff. Wir hatten auch Taucher an Board.


Besonders gut hat mir der Lavena Coastal Walk gefallen. Bloß die Anreise war ein bisschen schwierig. Es gibt zwar Taxis, aber das kommt für Abenteurer nicht in Frage. Gemeinsam mit einem jungen Engländer startete ich am Montag Morgen. Scheinbar würde einmal am Tag ein Bus nach Lavena - unserem Startpunkt - fahren. Wir fragten ein paar Einheimische wann denn dieser abfahren würde. Je mehr Leute wir befragten, desto mehr unterschiedliche Antworten bekamen wir. Alles zwischen 9 und 12 Uhr bis hin zu "es fährt gar kein Bus" wurde uns gesagt. Wir fanden es vernünftig einfach mal zu starten und es per Anhalter zu versuchen. Nachdem wir bereits über eineinhalb Stunden in der sengenden Mittagshitze in Richtung Lavena wanderten haben wir die Hoffnung fast aufgegeben, dass noch ein Bus kommt. Wir überlegten umzudrehen, da es zu Fuß dorthin zu weit wäre. Genau in diesem Moment kam ein gelber Open-Air-Bus mit lauter fidschianischer Musik die Schotterstraße angerattert. Wir konnten unser Glück kaum fassen. Nachdem wir im Besucherzentrum noch 30 FJD zahlen mussten konnten wir die wunderschöne Wanderung entlang der Küste bis hin zu einem Wasserfall endlich starten. Irgendwo muss man noch einen Fluss überqueren, der im Moment aber nicht viel Wasser führte. Scheinbar gab es hier früher eine Hängebrücke, welche von einem Hurricane weggerissen wurden. Am Ende geht es noch ein Stück ins Landesinnere. Der Weg endet an einem herrlichen, türkisblauen Naturpool mit doppeltem Wasserfall. Man muss die letzten hundert Meter schwimmen um dorthin zu gelangen. Wir waren ganz alleine dort. Es war ein Traum! Wie eine kleine Oase mitten in diesem dicht bewachsenen Urwald. Wir kletterten die Felswand am linken Wasserfall hoch und folgten dem Flussverlauf noch ein Stück. 


Ab hier musste man schwimmen




Da wir keine Ahnung hatten wie wir wieder zurück in unsere Unterkunft kommen sollten, stellten wir uns bereits darauf ein die Nacht im Dorf verbringen zu müssen. Doch auch diesmal stand das Glück auf unserer Seite. Wir trafen auf ein älteres englisches Pärchen (unglaublich wie viele Engländer hier unterwegs sind), die uns anboten mit ihnen im Taxi mitzufahren. 


Die Datumsgrenze

Vielleicht habt ihr schon einmal von der Datumsgrenze gehört. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich darüber vor meiner Fidschi-Reise nicht viel wusste. Wie die meisten wissen ist in Greenwich London der Nullmeridian. Wir befinden uns im Moment genau auf der gegenüberliegenden Seite, also am 180° Meridian. Er zerteilt die Insel Taveuni in der Mitte. Eigentlich müsste man hier also in zwei unterschiedlichen Tagen leben - die eine Hälfte im Heute, die andere im Gestern. Da das aber nicht sonderlich praktikabel ist wurde das Datum so gelegt, dass ganz Fidschi im gleichen Tag lebt. Man kann diese Datumsgrenze besuchen und somit mit zwei Beinen in zwei verschiedenen Tagen stehen. 


Per Anhalter mit Carolin und dem Engländer am Weg zur Datumsgrenze.

Irgendwo zwischen gestern und heute ;)


Ein weiteres Highlight auf der grünen Insel ist die natürliche Wasserrutsche Waitavala. Man kann hier einem Flussverlauf entlang in mehreren Stufen von oben nach unten über diese natürliche Steinrutsche in einen kleinen Pool rutschen. Als wir dort ankamen tummelten sich Unmengen an einheimischen Kindern dort. Es war immerhin auch Fidschi Tag - der Unabhängigkeitstag. Die Kids zeigten uns wie wir am besten hintunterrutschen können und führten uns noch allerhand haarsträubende Kunststücke vor. Das Ganze ist nur etwas für Abenteuerlustige und gar nicht so ungefährlich, da es in einer ordentlichen Geschwindigkeit nach unten geht. Der Spaß hat mir auf alle Fälle den einen oder anderen blauen Fleck beschert. 



Diese Steinrutsche geht es mit einem ordentlichen Speed hiunter


Meine erste Kava Zeremonie

Am Dienstag war dann auch schon mein letzter Abend auf dieser wunderschönen Insel angerückt. Das war ein ein guter Grund um an einer Kava Zeremonie teilzunehmen. Kava wird auch als Rauschpfeffer bezeichnet. Raffael, der Manager unserer Unterkunft, machte sich zur Feier des Tages ans Werk: Er goss heißes Wasser über die zerkleinerten Bestandteile der Kava-Wurzel. Als der Sud fertig war wurde er mit einem Tuch gefiltert. Dann wurde er in einer großen blauen Plastikschüssel auf die Mitte des Tisches gestellt. Das schlammig aussehende Getränk erinnerte mich an das Wasser im Amazonas oder im Sepik. Früher war das Trinken von Kava in der Südsee reine Männersache. Mittlerweile ist es aber in den meisten Gegenden auch Frauen erlaubt, besonders Touristinnen. Als mir der Trunk in einer halbierten Kokosnussschale angeboten wurde, musste ich erstmal in die Hände klatschen und laut "Bula" rufen. Danach stürzt man sich das Gesöff in einem Schluck hinunter. Tatsächlich schmeckte das Zeug genau so wie es aussah: wie abgestandener Schlamm mit einem leicht scharf-bitteren Nachgeschmack. Kurz darauf fühlte sich meine Zunge etwas taub an. Wenn die Kokosnussschale zurück gegeben wird klatscht man noch dreimal in die Hände. Nun sollte eine entspannende Wirkung eintreten. Die Kokosnussschale wird vom Dorfoberhaupt - in unserem Fall Raffael - immer wieder gefüllt und an die nächste Person weitergegeben. Zwischendurch spielte er auf der Gitarre und sang lustige Lieder. Ich wurde mit der Zeit sehr müde. Keine Ahnung ob das wirklich vom Kava kam. Ansonsten spürte ich keine große Wirkung. 


Die Kava Zeremonie nimmt einen festen Platz im Leben der Fidschianer ein. Es ist ein Ritual zur Begrüßung oder Verabschiedung von Gästen. Zudem kommt sie bei diversen Festlichkeiten zum Einsatz oder einfach so zum gemütlichen Beisammensein am Abend.


So sieht Kava aus


Mittlerweile ist es Mittwoch Morgen. Meine Sachen sind gepackt und gleich geht es zurück in Richtung Nadi, auf der Hauptinsel. Dort werde ich eine Nacht verbringen, bevor es für drei Tage auf die Yasawa-Inseln weitergeht. Auch die Wege von Carolin und mir trennen sich an dieser Stelle. Nach der langen Zeit zusammen wird es wahrscheinlich erstmal ungewohnt sein wieder alleine zu reisen. 


Mein erster Eindruck von Fidschi ist durchwegs positiv: Liebenswerte Inselbewohner, glasklares Wasser, faszinierende Unterwasserwelt und ein traumhaft schöner tropischer Dschungel. 


Praktische Infos:

  • Für Busfahrten auf den Fidschis braucht man eine sogenannte "Transport Card", welche man in allen Vodafone Shops erhält und auch dort mit Guthaben aufladen kann.
  • Kosten für den Flug von Suva nach Taveuni mit Northern Air: 120 FJD (= 50 €) 
  • Unterkunft auf Tavuni: Maravu Lodge. Ein Zimmer im Dorm kostet 45 FJD (= 18,7 €). Strom gibt es von 16-10 Uhr aus dem Generator. Außerdem ist ein sehr schöner Swimmingpool vorhanden.


Eure Michi :)




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