Enter your keyword

Posts mit dem Label 16 Peru werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 16 Peru werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 27. Juli 2017

ROUTE PERU

By On Juli 27, 2017

Meine Route in Peru

07.12. - 17.12.2016 + 05.05. - 06.06.2017 + 12.07. - 25.07.2017

KOLUMBIEN - Santa Rosa - Iquitos - Yurimaguas - Tarapoto - Lamas - Jaen - ECUADOR - Piura - Chiclayo - Trujillo - Huaraz - Lima - Arequipa - Puno - Uros Inseln - BOLIVIEN - Puno - Cusco - Lima - ÖSTERREICH



Montag, 24. Juli 2017

Goodbye Lateinamerika - mit gemischten Gefühlen zurück nach Hause

By On Juli 24, 2017

Für alle, die es noch nicht wissen: Am Mittwoch bin ich schon wieder zurück in Österreich. Es wird zwar nicht für immer sein, denn nach etwa zwei Monaten Heimatbesuch plane ich meine Reise fortzusetzen. Mittlerweile bin ich seit etwa einem Jahr und 10 Monaten auf Weltreise - ich kann es selbst fast nicht glauben. Vor einem Jahr und vier Monaten war ich das letzte Mal zu Hause, aber auch bloß für zwei Wochen. Ihr könnt euch also vorstellen, dass ich schon ziemlich aufgeregt bin, nach so langer Zeit meine Familie und Freunde wieder zu treffen.

Meine Gefühle sind relativ gemischt. Da ist zum einen riesengroße Vorfreude und zum anderen Traurigkeit und Unsicherheit. Traurigkeit darüber das Kapitel Lateinamerika nun abschließen zu müssen. Über ein Jahr bin ich nun hier und habe die Länder und die Kultur zu lieben gelernt. Außerdem spreche ich nun halbwegs gutes Spanisch - und ich liebe es. Ich habe jede Menge unvergesslicher Bekanntschaften gemacht und Freunde fürs Leben gefunden.

Unsicherheit, weil ich nicht weiß was mich nun in meiner Heimat erwarten wird. Viele Dinge werden sich geändert haben. Ich habe definitiv auch einige Freunde von zu Hause während meiner Reise mehr oder weniger verloren. Es ist immerhin nicht so leicht, mit allen Kontakt zu halten. Aber das ist auch gut so. Mit den Menschen, die mir wirklich viel bedeuten, habe ich nach wie vor regelmäßig Kontakt. Viele meiner Freunde haben geheiratet oder ein Baby bekommen. Ja, es werden sich definitv viele Dinge geändert haben. Unter anderem auch ich selbst.

Ich bin wirklich schon sehr gespannt auf zu Hause, wobei das Gefühlschaos im Moment, einen Tag vor meinem Heimflug wirklich enorm ist.


=> Hier ein kleines Erinnerungsvideo an meine Zeit in Lateinamerika :)


Ein Bild von meinem heutigen Stadtspaziergang durch Lima: der Plaza San Martin - ich hatte übrigens großes Glück mit dem Wetter, denn zur Winterzeit liegt Lima großteils in Wolken und Neben und es dringt normalerweise fast keine Sonne durch


Donnerstag, 13. Juli 2017

Kein Ende der Korruption in Sicht - Für mich geht es weiter nach Peru

By On Juli 13, 2017

Fortsetzung von  => "Schreckliche Korruption der Polizei in Bolivien" <=


Heute Morgen traf ich mich mit Ernst zum Frühstück. Dieser ist immer noch überglücklich wieder frei zu sein. Ganz nebenbei erzählte er mir plötzlich, dass er heute Morgen schon bei der Polizei war und diese meinte, er würde sein Eigentum zurückbekommen wenn er 1.000 USD zahlen würde. Waaas? Ich flog schon wieder aus allen Wolken. Ist denn so etwas möglich? Jetzt war er schon als Unschuldiger gefangen, hat den ganzen Schaden bezahlt, den das Mädchen verursachte und dann sowas. Jetzt reichte es aber. Ernst erzählte mir, dass die Polizei "liebenswürdigerweise" am Ende sogar auf 500 USD herunter gegangen sei.

Wir suchten unverzüglich einen Anwalt auf, den Ernst von früher bereits kennt. Der Anwalt war zu unserem Glück in seinem Büro. Er meinte wir sollten Daisy nochmals zur Polizei schicken, da sie mehr zu sagen hat. Sie sollte am Besten mit dem Polizeikommandan
ten reden. Hilft das nichts, sollten wir unbedingt die Botschaft anrufen.

Daisy fanden wir zum Glück sogleich. Sie willigte ein mit Ernst nochmals zur Polizei zu gehen. Ich beschloss für mich, heute Mittag abzureisen - weiter nach Peru. Ich habe meine Mission erfüllt, Ernst aus dem Gefängnis zu bringen und weiß nicht ob ich für das weitere Vorgehen eine Hilfe wäre. Diese Ruhe habe ich einfach nicht, mit solch verlogenen Menschen irgendetwas zu diskutieren. Auf alle Fälle werde ich Ernst so gut es geht weiterhin unterstützen und auch die Botschaft kontaktieren. Aber hier kann ich mich allein schon wegen meines abgelaufenen Visums nicht länger aufhalten. Ich hoffe nur inständig, dass Ernst dem Verlangen der Polizei ihnen Geld zu zahlen nicht nachgehen wird und dass er all seine Sachen wieder bekommt.

Ich verabschiedete mich herzlich von Ernst und begab mich zum Bus. An der Grenze musste ich 156 Bolivianos Strafe zahlen, für meinen illegalen Aufenthalt. Am späten Nachmittag kam ich in Puno an. Dort werde ich nun vorraussichtlich zwei Nächte verbringen - muss mich nun erstmals erholen von dem ganzen Schrecken der letzten Tage.























Mittwoch, 7. Juni 2017

Von Puno nach Copacabana in Bolivien

By On Juni 07, 2017

Nun habe ich genug herumgetrödelt in Puno. Gestern legte ich einen sozusagenen Entspannungs- und Arbeitstag ein und schrieb nach ewig langer Zeit endlich wieder mal an meinem Buch weiter.


Von Puno nach Copacabana

Heute Morgen um 5:30 Uhr klingelte der Wecker. Um 7 Uhr fährt nämlich der Bus nach Copacabana (Bolivien) ab. 

Im Prinzip hat man zwei Möglichkeiten um nach Copacabana zu kommen:
1. Mit einem Kombi: Das ist die billigere aber auch weitaus länger dauernde Variante. Die Kombis halten nämlich in allen Dörfern. An der Grenze muss man aussteigen, und nach der Grenze mit einem anderen Kombi weiter fahren. Laut meinem Hostelbesitzer kostet der Weg bis zur Grenze 12 Soles (=3,25 Euro). Von der Grenze aus sind es aber nur noch 20 Minuten bis nach Copacabana, ich vermute also, dass man bei dieser Variante mit etwa 20 Soles  (=5,42 Euro) hinkommen müsste.

2. Mit einem Bus: Das ist die schnellere Variante. Es gibt aber bloß drei Busunternehmen, die Copacabana ansteuern und alle starten um 7 Uhr morgens vom Terminal Terrestre. Ich bin mit dem Unternehmen Panamericano gefahren. Kosten 25 Soles (=6,78 Euro). Dauer: 3 Stunden.

Ich war also pünktlich am Busbahnhof. Dort muss man nochmals 1,50 Soles für irgendeine Busparkgebühr bezahlen *lach*. Im Bus waren zu meinem Erstaunen bloß Gringos (= Ausländer). Wir bekamen bereits sämtliche Formulare ausgehändigt, die wir für die Grenzüberquerung ausfüllen sollten. Kurz vor der Grenze hielten wir an einer Wechselstube zum Geld wechseln - in Bolivien heißt die Währung nämlich Bolivianos.  Dann ging es weiter zur Grenze. Unser Busbegleiter gab uns genaue Infos wie der Grenzübergang ablaufen wird - wow, so ein Service habe ich normalerweise nie. Meistens irre ich alleine an der Grenze herum und muss herumfragen um die Grenzposten zu finden, da diese oft nicht sehr ersichtlich als solche gekennzeichnet sind. Wir  bekamen also zuerst an der peruanischen Grenzstation den Ausreisestempel und dann ging es zu Fuß weiter zum bolivianischen Grenzposten. Alles völlig problemlos. Dann ging es die letzten Minuten mit dem Bus weiter.

In Copacabana angekommen

In Copacabana angekommen, musste ich erstmals feststellen, dass die Uhrzeit hier eine Stunde vorgerückt werden muss. Leider konnte ich keinen Couchsurfing Gastgeber ausfindig machen, da es sich um ein relativ kleines Dorf handelt. Doch ich entdeckte das äußerst günstige Hostel "Emperador". Hier habe ich ein privates Zimmer für 30 Bolivianos (=3,80 Euro) pro Nacht - sehr günstig oder? Zusätzlich gibt es WLAN, Warmwasser und eine Gemeinschaftsküche. Was will man mehr? Das Hostel sieht jetzt zwar nicht unbedingt sehr einladend aus. Außerdem scheine ich der einzige Gast zu sein. Kruselig irgendwie.


Wanderung zum Cerro Calvario und Santa Barbara - zwei wunderschöne Aussichtspunkte

Nachdem ich zu Mittag gegessen hatte, wanderte ich auf die zwei kleinen Berge, die man vom Dorfzentrum aus in etwa einer halben Stunde besteigen kann. So klein sind sie aber eigentlich gar nicht, der Cerro Calvario hat ganze 4.018 m. Der zweite Hügel heißt Santa Barbara und ist etwas niedriger. Da aber Copacabana auf ganzen 3.800 m liegt, ist der ganze Aufstieg natürlich nicht so wild wie es sich anhört. Dafür sollte man auf keinen Fall Sonnenschutz (Sonnencreme und Hut!) vergessen, denn auf dieser Höhe knallt die Sonne nur so runter. Und wenn die Sonne gerade nicht da ist, wird es dafür super kalt. Von den zwei Gipfeln aus hat man einen absolut fantastischen Ausblick auf den Titicacasee und das Dorf.

Blick auf Copacabana 

Das Dörfchen Copacabana

Nun noch ein paar Infos zu Copacabana: Das Dörfchen liegt auf einer Halbinsel am Titicacasee. Nicht zu verwechseln mit dem berühmten Copacabana in Brasilien! Es ist hier relativ touristisch, aber trotzdem wirkt das Dörfchen verzaubernd. Jahrhundertelang galt es als Ziel von Pilgerwanderungen. Außerdem ist Copacabana der Ausgangspunkt für Ausflüge zur Isla del Sol (= Sonneninsel), wo es für mich morgen übrigens hingehen wird.

der Hauptplatz von Copacabana 


So ich werde es jetzt ausnutzen, dass ich endlich wieder einmal eine Küche habe und mir leckeres Gemüse mit Quinoa kochen ;)
Mahlzeit!

Montag, 5. Juni 2017

Die schwimmenden Inseln Uros im Titicacasee

By On Juni 05, 2017

Hab ihr gewusst, dass es Menschen gibt, die auf selbst gebastelten Inseln aus Schilf leben?


Die schwimmenden Uros Inseln

Die Uros Inseln befinden sich im Titicacasee, ungefähr 7 km vom Hafen Punos entfernt. Das Volk der Uro ist seit 1958 ausgestorben, trotzdem versuchen ihre Nachfahren einen Teil der Urkultur aufrecht zu erhalten. Im 19. Jahrhundert lebten etwa 4.000 Familien auf den Schilfinseln, heute sind es nur noch 1.500 - 2.000 Menschen. Sie sind Nachfahren der Aymara und Quetchua und leben heutzutage fast ausschließlich vom Tourismus. 

Die schwimmenden Inseln werden von Menschenhand künstlich zusammengesetzt. Ihre Bauweise ist einzigartig: Sie entstanden aus dem Nichts und wurden gänzlich aus dem elastischen Totora-Schilf geschaffen, das zur Genüge am Ufer des Sees wächst und das Leben der Uros prägt. Es ist teilweise essbar (schmeckt nach Palmherzen) und wird für Hütten, Boote und Kunsthandwerk verwendet. Die Inseln bestehen aus vielen Totora-Schichten, die immer wieder aufgefüllt werden müssen, weil sie von unten her schnell verfaulen – so ist der Boden weich und elastisch. Auf einigen Inseln sieht man Varianten der traditionell zusammengeschnürten Schilfboote. 

Meine enttäuschende Tour zu den Uro Inseln

Da die schwimmenden Uro Inseln sehr bekannt sind, plante ich diese schlussendendlich doch zu besuchen. Obwohl ich gehört hatte, dass diese relativ touristisch sind - und ihr wisst ja, dass das gar nicht mein Ding ist. Aber auf der anderen Seite machten mich diese auch neugierig.

Zuerst wollte ich sie auf eigene Faust besuchen. Ein Boot dorthin und wieder zurück kostet 10 Soles (= 2,70 Euro). Jedoch bestehen die Uros aus vielen Einzelinseln, wobei der Transport - wieder per Boot - von einer Insel zur nächsten 8 Soles (= 2,17 Euro) kostet. Der nette Inhaber meines Hostels meinte, dass es Touren dorthin gäbe für 20 Soles (= 5,40 Euro) wobei eine Abholung vom Hostel inkludiert sei. Ich ließ mir das Ganze kurz durch den Kopf gehen und sagte dann zu für die Tour. Vielleicht ist es ja eine gute Möglichkeit andere Reisende kennen zu lernen und außerdem ist preislich gesehen nicht viel Unterschied.

Ich wurde mittags um 12 Uhr vom Hostel abgeholt. Die Tour sollte drei Stunden dauern. Ich wurde zum Hafen gefahren und weiter ging es mit einem Motorboot. Ungefähr 20 andere Touristen warteten dort bereits. Oje, und ich hatte gehofft, dass wir wenigstens eine kleine Gruppe wären. Eine halbe Stunde waren wir am Boot. Die Fahrt ist wirklich sehr schön. Dort angekommen staunte ich nicht schlecht, die Inseln sind wirklich zur Gänze aus Schilf gemacht. Darauf stehen niedliche Schilfhütten. Wir stiegen bei der ersten Insel aus. Wir wurden gebeten uns zu setzen und eine einheimische Frau erzählte uns einige Fakten zu ihrem Leben hier. Anscheinend lebt die heutige Bevökerung auf den Inseln fast ausschließlich vom Tourismus. Und damit scheinen sie ordentlich Kohle zu machen, immerhin kommen täglich zig solcher Motorboote mit Touristenmassen an. Also eigentlich so gar nicht mein Ding.

eine Inselbewohnerin erklärt uns wie die Schilfinseln gebaut werden

so sieht der Boden auf den Inselnn aus; die Bewohner sind übrigens immer barfuß unterwegs




Nach einer kurzen Info wurden wir bereits zu ihren Verkaufsständen geführt und richtig bedrängt ihre anscheinend handgefertigten Accessoires zu kaufen. Es waren die selben Dinge, die man auch am Land auf den Märkten kaufen konnte, nur um das 5-fache teuerer hier. Fast alle der Touris ließen sich zu einem Kauf überreden. Ich nicht. Dann hieß es, dass wir auf die nächste Insel fahren würden. Die Insel weiter inspezieren konnten wir auch nicht, da wir wohl bloß hier waren, um zum Einkaufen bedrängt zu werden. Der Gipfel der Frechheit war, dass es hieß wir müssten für den Transport auf die nächste Insel extra zahlen: 10 Soles. All den Touristen schien das wenig auszumachen, ich persönlich fand das ganz schön frech, denn immerhin wurde mir gesagt, dass im Preis alles inkludiert sei. Der Guide meinte, ich könnte auch hier warten. Naja, so ganz alleine wollte ich hier ehrlich gesagt auch nicht herumsitzen. Als weiter. Die nächste Insel bestand nur aus einem Restaurant, wo uns ein Mittagsmenü für 20 Soles aufgedrängt wurde. Ich verneinte erneut und aß meine mittgebrachte Jause. Als alle gegessen hatten, ging es zurück auf das Festland.







Fazit: Ich wurde wieder einmal daran erinnert wie sehr ich Touren hasse. Vor allem diese hier, ist wirklich reine Touristenabzocke. Trotzdem fand ich die Gegend und die Inseln sehr schön. Auf eigene Faust wäre es wahrscheinlich nichts anderes gewesen, da die Inseln wirklich rein dazu da sind, Touristen Geld aus der Tasche zu ziehen.




Sonntag, 4. Juni 2017

Schafskopfsuppe zum Frühstück & der Fruchtbarkeitstempel

By On Juni 04, 2017

Was für ein Tag - er startete mit einer Schafskopfsuppe zum Frühstück und endete mit einem Fruchtbarkeitstempel aus Inka Zeiten mit Unmengen von Penis Konstruktionen.

"Caldo de Cabeza" - ein Frühstück für Feinschmecker

Meine Couchsurfing Gastgeberin Marisella hatte wie immer ein volles Programm bereit für uns - heute waren wir zum Frühstück bei ihrer Kusine eingeladen. Ich war freudiger Erwartung, immerhin wusste ich noch nicht, was uns dort erwarten würde.

Zuerst bekamen wir ein Stück Kuchen und frisch gepressten Fruchsaft serviert. Danach folgte die Suppe. Ich musste erstmals schlucken, als ich einen Blick ins Teller warf - da lag doch glatt ein halber Schafskopf drin. Augen und Fell waren vermutlich das Einzige, das entfernt wurde. Okay, nur nicht zu genau betrachten und einfach die Suppe auslöffeln. Marisellas Onkel beobachtete mich kritisch und fragte, warum ich denn den Schafskopf nicht esse, das sei doch das Beste. Na gut, ich versuchs mal. Das Ding bestand bloß aus aufgeweichter, ledriger Haut, einer Zunge, Mundschleimhaut mit ekelhaften Zotten dran und irgendwelchen Sehnen. 

Während Marisellas Kusine eine Sehne aus der Augenhöhle des Schafskopfes zog und darauf begeistert herumkaute, erklärte sie uns, dass sie keine Muscheln essen könne, weil sie das so ekelhaft finde - aah ja. Ich biss ein Stück von der ledrigen dicken Haut ab und begann zu kauen. Es schmeckte stark nach Schaf und irgendwie wurde es im Mund nicht weniger, sondern immer mehr. Mit Müh und Not schluckte ich das Zeugs runter. Mehr schaffte ich bei aller Liebe nicht. Alle anderen aßen bis auf die Schädelknochen alles auf und Marisella griff dann auch noch kurzerhand in meinen Teller und holte sich den Schafskopf raus. Mit Genuss schlang sie sich das Tier hinunter. 

"Caldo de cabeza" = Schafskopfsuppe


Ich habe ja schon viele verrückte Sachen gegessen und getrunken, aber Schafskopfsuppe - hier "Caldo de Cabeza" genannt - gehört eindeutig nicht zu meinen Favoriten. Dafür wird sie aber in meine Liste der "kulinarischen Abenteuer auf meiner Reise" mit eingehen. 

Chucuito & der Fruchbarkeitstempel

Mit einem leicht flauen Gefühl im Magen, machten wir uns auf, um eine Freundin von Marisella zu besuchen. Diese hatte sogar ein Auto. Das nutzten wir gleich aus und fuhren in das Dorf Chucuito, das 18 km außerhalb von Puno liegt. 

Dort aßen wir erstmals leckere Forelle zu Mittag. Danach spazierten wir durch das wirklich sehr schöne Dörfchen. Die Häuser sind großteils aus Stein gebaut. Außerdem sieht man sehr viele antike Häuser und auch Ruinen. 

unser Mittagessen: frittierte Forelle

Hunde ziehe ich irgendwie immer magisch an



beim Steinhaus bauen


Wir wanderten zum Aussichtspunkt Glorieta. Vor dort aus hat man einen traumhaften Ausblick über den malerischen Titicacasee

am Aussichtspunkt Glorieta: Marisella, ihre Freundind & ich


Blick auf den Titicacasee



Von hier aus ging es weiter zu den Inka Ruinen Uyo. Es ist bloß ein recht kleines Areal, dafür bezahlt man aber auch nicht viel - Einheimische 2 Soles (=0,55 Euro), Touristen 5 Soles(= 1,40 Euro). Die Tempelruinen stellen einen Fruchtbarkeitstempel dar - und was stellt man sich darunter vor? Richtig, jede Menge Penis-Statuen. Wenn sich Frau darauf setzt, sollte dies der Fruchbarkeit zu Gute kommen. Na, da bin ich schon gespannt....


die Inka Ruinen Uyo

na da sind wir schon mal auf die Ergebnisse gespannt ;)


ein Alpaka graste in den Ruinen









Mittwoch, 31. Mai 2017

Unglaubliches Wiedersehen!

By On Mai 31, 2017

Wieder einmal kann ich bloß sagen: Zufälle gibts, die gibts gar nicht! Liege ich heute morgen um sieben noch so im Bett als eine Nachricht eingeht. Dann ist diese doch glatt von Luis. Kurze Hintergrundinfo: Luis war einer der ersten Couchsurfer, die ich bei mir zu Hause beherbergte. Wir verstanden uns recht gut, also besuchte ich ihn Monate später bei ihm zu Hause auf seiner Farm in Spanien. Danach kam er mich sogar noch einmal in Österreich besuchen. Irgendwann erzählte er mir, dass er auch Pläne hätte Südamerika zu bereisen. Vor guten 3 Wochen, erhielt ich eine Nachricht von ihm, dass er in Lima sei. Unsere geplanten Reiserouten schienen jedoch ein wenig unterschiedlich, deshalb dachte ich schon gar nicht mehr an ihn. Und dann stellt euch vor, erhalte ich heute morgen eine Nachricht von ihm, dass er nun lange ohne Internet war, aber nun in Arequipa sei, wo ich denn wäre. Unglaublich oder? Ich meine, Peru ist ja doch recht groß. Wir trafen uns natürlich sofort und wanderten durch die Stadt. Angeregt tauschten wir Reiseabenteuer aus und genossen den überaus sonnigen Tag. Eine wirklich sehr schöne Wiedersehensüberraschung! Vielleicht kreuzen sich unsere Wege sogar nochmals in Bolivien - ich bin schon gespannt!

Blick von Arequipa auf den Vulkan Misti



Wiedersehen am anderen Ende der Welt




Dienstag, 30. Mai 2017

Ein Tag in Arequipa, der weißen Stadt

By On Mai 30, 2017

Die Stadt Arequipa befindet sich in einer wüstenartigen Region und wird von drei beeindruckenden Vulkanen bewacht. Zudem wird sie regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Der Stadtkern wurde außerdem im Jahr 2000 zur Liste der Unesco-Welterbestätten hinzugefügt. Von der gigantischen Kathedrale aus hat man einen traumhaften Ausblick auf den 5.825 m hohen El Misti. Bekannt ist Arequipa außerdem für seine kulinarischen Köstlichkeiten und die beeindruckende Schluchten-Landschaft. Als "Weiße Stadt" wird sie übrigens bezeichnet, weil die Häuser im Zentrum aus Sillar, einem weißen Vulkangestein, gebaut sind.

Arequipa, im Hintergrund erhebt sich prachtvoll der Vulkan Misti


Meine Gastgeber haben mir nahegelegt die Free-Walking-Tour (= gratis Stadtführung, es wird lediglich Trinkgeld verlangt) mitzumachen, die täglich stattfindet. Doch aus unerfindlichen Gründen war ich irgendwie zu spät dran - oh ja, mich hat nun wohl wirklich das lateinamerikanische Zeitempfinden eingefangen. Ich beschloss also die Stadt auf eigene Faust zu erkundschaften.

Plaza de Armas

Zuerst ging es zum Hauptplatz der Stadt, dem Plaza de Armas - so werden übrigens hier in Peru alle Hauptplätze bzw -parks genannt. Drei Seiten des Parks werden von beeindruckenden Arkaden gesäumt, die vierte dominiert die größte Kathedrale Perus mit ihren zwei Türmen. Neben dem Park wird jede Menge Kunsthandwerk verkauft, darunter allerhand Strickeren aus Alpakawolle (Handschuhe, Socken, Kopfbedeckungen). Die Preise scheinen mir sehr billig - oh hier könnte ich wirklich in einen Kaufrausch verfallen. Leider sind es noch zwei Monate hin bis zu meinem Heimatbesuch, also sollte ich meinen Rucksack noch nicht allzu voll stopfen (was er eigentlich eh schon ist).

Plaza de Armas

Plaza de Armas


Mercado San Camilo

Ich spazierte einige Meter weiter und kam zum Mercado San Camilo, ein relativ großer Markt hier in Arequipa, in dem alles mögliche und unmögliche verkauft wird. Vor allem die große Artenvielfalt an Kartoffeln hier in Arequipa ist beeidruckend. 



Bin nun gerade etwas am Tüfteln, was ich die nächsten Tage machen sollte. Einerseits würde es mich reizen einen der 6.000er hier zu besteigen, andererseits ist die Sache aufgrund des Equipments usw immer etwas kostspielig. Außerdem gäbe es eine sehr beeidruckende Schlucht, die wohl auch eine der größten und tiefsten weltweit sein sollte, namens Canon de Colca - leider liegt diese auch einige Fahrtsunden entfernt. Mal sehen wo es mich hintreibt :)

Von Lima nach Arequipa - fast 20 Stunden im Bus

By On Mai 30, 2017

Ja, richtig gelesen - gestern ging es nach Arequipa und die Fahrt dorthin sollte ganze 17 Stunden dauern. Ich hasse ja grundsätzlich Nachtbusse, da ich dort einfach ich schlafen kann. Diesmal blieb aber leider nichts anderes übrig.

Besuch des Zoos in Lima

Da Wochenende ist und meine Gastgeberin Pierina frei hatte, bildete sie sich ein, dass wir uns doch unbedingt vor meiner Abfahrt gemeinsam mit ihrem 10-jährigen Sohn noch den Zoo von Lima ansehen sollten. Da Lima riesengroß ist, wurde das Ganze ein enormer Stress. Wir hetzten durch den riesigen Tiergarten und konnten die Zeit dort eigentlich gar nicht genießen. Außerdem taten mir die Tiere, die dort auf engstem Raum gefangen waren, richtig leid. Die 14 Soles Eintritt kann man sich meiner Meinung nach also getrost sparen. Ich habe ohnehin schon alle Tiere, die dort eingesperrt sind, in freier Wildbahn gesehen.

Weiter nach Arequipa

Ich hetzte danach also zum Bus, der um 16 Uhr abfahren sollte. Es gibt nach Arequipa sämtliche Busunternehmen und alle haben von der Luxus- bis zur Sparklasse alles zu bieten. Ich entschied mich natürlich für die Sparklasse: 50 Soles (= 13,70 Euro) für 17 Stunden Busfahrt. Das ist ganz akzeptabel und der Bus sah auch ganz gut aus.

Leider wurden aus den versprochenen 17 Stunden ganze 19,5 Studen. Mit dem Schlafen sah es wie vermutet auch nicht so rosig aus. Als wir gegen Mittag Arequipa erreichten, war ich richtig geschafft. Ich setzte mich luxushalber ins nächste Taxi, welches mich zu meinen Couchsurfing Gastgebern Diego und Daniel brachte. Die zwei Brüder wohnen in einem sehr noblen Haus und hießen mich gleich freundlich willkommen. Ich musste erstmals ein Nickerchen machen. 





















Sonntag, 28. Mai 2017

Ein Tag in Lima

By On Mai 28, 2017


Auf Pierinas Empfehlung spazierte ich heute von Miraflores bis nach Barranco - es war ein wunderschöner Spaziergang an der Uferpromenade (Malecon) entlang.

die Uferpromenade



Heute gab es zu meinem Erstaunen sogar etwas Sonnenschein - das ist nämlich etwas äußerst Seltenes in Lima. An der Uferpromenade gibt es haufenweise kleine Parks - unter anderem den Parque del Amor (Park der Liebe) mit seinem sich küssenden Liebespaar-Monument in der Mitte.

Parque del Amor

Parque del Amor

Uferpromenade

Barranco - ein Stadtteil im kolonialen Stil

In Barranco angekommen, fiel mir sogleich aus, dass sich hier so einige Touristen tummeln. Zu Recht, die kolonialen Gebäude und die engen Gassen wirken sehr einladend. Unter anderem gibt es hier eine sehr bekannte Brücke (Puente de los Suspiros), die auch in vielen peruanischen Volksliedern vorkommt - sie ist wohl ein beliebter Treffpunkt für das erste Date. In Barranco traf ich mich übrigens mit Edu, einem Einheimischen, um gemeinsam etwas herum zu spazieren.


Das chaotische Zentrum Limas

Nachdem wir Barranco ausführlich erkundschaftet hatten, beschlossen wir ins Zentrum Limas zu fahren. Mit dem Metropolitano Bus geht das ganz schnell. Hier spielt sich schon um Einiges mehr ab - dichte Menschenmassen drängen durch die Gassen, ein Verkehrschaos herrscht auf den Straßen, wobei sich die Fahrer am liebsten durch unaufhörliches hupen bemerkbar machen und jede Menge Straßenverkäufer stehenn am Wegrand und verkaufen ihre Leckereien.

Zuerst sahen wir uns den Plaza de Armas, den Hauptplatz Limas, an.

Plaza de Armas

Plaza de Armas


Von dort aus spazierten wir ins Barrio Chino, das Chinesenviertel. Auf den Straßen herrscht ein reges Treiben. Limas Zentrum hat ja den Ruf, dass es sehr gefährlich sein sollte - naja, ich würde behaupten, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen reichen völlig aus und man sollte sich keinswegs verrückt deswegen machen. Im Chinesenviertel sind übrigens alle Shops, Banken, Restaurants, usw zusätzlich zu ihrem spanischen Namen mit chinesischen Schriftzeichen beschriftet. Da ich schon einen ziemlichen Hunger hatte, stellte mir Edu sein Lieblingsessen vor: Empanadas aus einen Restaurant im Barrio Chino. Und er hatte völlig recht, diese Empanadas gehören zu den besten Dingen, die ich jemals gegessen hatte - einfach köstlich. Es ist einfach immer wieder ein super toller Vorteil, wenn man einen Einheimischen dabei hat, der einem die ganzen Geheimtipps zeigen kann.

Als Draufgabe aßen wir zum Abendessen leckere Anticuchos (= ein Rinderherzen-Spieß vom Grill).



Samstag, 27. Mai 2017

Lima - Eine Millionenstadt in Dunst eingehüllt

By On Mai 27, 2017

Nun kurz ein paar Fakten zu Lima: Die Hauptstadt Perus hat fast 10 Millionen Einwohner. Somit leben in Lima mehr Menschen als in meinem gesamten Heimatland Österreich. Außerdem ist Lima anscheinend die zweittrockenste Hauptstadt nach Kairo. Die Stadt besitzt einen langen Küstenstreifen mit zerklüfteten Felsen. Das Meerwasser ist jedoch kühl und die auch die Außentemperaturen laden nicht gerade zum Schwimmen ein. Die ganze Stadt ist zusätzlich in einen dichten Nebel eingehüllt. Die Sonne sieht man zur derzeitigen Jahreszeit so gut wie nie. Genauso wenig oft regnet es. Dieses Klima kann ganz schön deprimierend wirken.

Die Küstenstraße - Malecon

Ich muss aber gestehen, dass mir Lima nach dem heutigen Tag nun schon etwas sympathischer ist. Am Morgen bin ich mit Valentino, dem Hund meiner Gastgeberin, am Malecon - das ist die Küstenstraße - spazieren gegangen. Wirkt schon alles recht mystisch hier mit dem dichten Nebel. Am steinigen Strand angekommen, konnte ich ganz viele schwarze Punkte im Wasser entdecken. Wie sich herausstellte, waren das alles Surfer in ihren schwarzen Neoprenanzüge.

die ganze Stadt Lima ist in Nebel eingehüllt


im nicht sehr einladenden Meer tummeln sich jede Menge Surfer in ihren schwarzen Neoprenanzügen


Der chaotische Markt Polvos Azules

Am Nachmittag machte ich mich auf ins Zentrum von Quito. Mit dem Metropolitano-Bus (1 Fahrt = 2,50 Soles) geht das ganz schnell. Zuerst machte ich Busabfahrtszeiten nach Arequipa ausfindig - da sollte es am Sonntag nämlich hingehen. Danach besuchte ich den verrückten Markt Polvos Azules - dort findet man angefangen von sämtlichen gefälschten Markenartikeln über Kunsthandwerk bis hin zu Schraubenschlüsseln so ziemlich alles. Es herrscht ein dichtes Gewimmel und man sollte gut auf seine Wertsachen aufpassen.

Später schlenderte ich noch durch einige naheliegende Parks. Mein Bild vom schmutzigen und hässlichen Lima hat sich heute etwas geändert. Vor allem die Gegend um Miraflores ist wirklich sauber und wirkt wie jede andere Großstadt: Hochhäuser, Einkaufszentren, unaufhörlicher Verkehr,... Das Zentrum ist zwar etwas schmutziger und chaotischer, dafür gibt es wirklich viel Spannendes zu entdecken - angefangen von den Parks über Kirchen bis hin zu super leckeren Essen an der Straße.

Da ich die letzte Nacht nicht besonders viel geschlafen habe, wird es für mich nun schon gleich ins Bettchen gehen.

Gute Nacht :)



Freitag, 26. Mai 2017

Kulinarik Peru

By On Mai 26, 2017

Die peruanische Küche 

Perus Küche gehört eindeutig zu meinen Favoriten. Vor allem auch deswegen, da eines meiner Lieblingsgerichte, nämlich Ceviche, hier ihren Ursprung hat. Außerdem wird sehr würzig und lecker gekocht.

Die peruanische Küche ist aus der Vereinigung zahlreicher Einflüsse entstanden, basierend auf der traditionellen Küche der Inkas. Peru gilt außerdem als die Urheimat der Kartoffel - ich staunte nicht schlecht als ich hier zum ersten Mal auf einem Markt war und die enorme Artenvielfalt der Kartoffeln hier sah.

PS: Dieser Bericht ist in laufender Bearbeitung - es werden also noch weitere Köstlichkeiten hinzukommen, die ich erst ausprobieren muss ;)

Mahlzeiten

Antichuchos: Fleischspieße (meist bestehend aus Rinderherz) vom Grill, wobei der Spieß aus Zuckerrohr besteht. Sehr lecker!

Caldo de gallina: reichhaltige Hühnersuppe mit Kartoffeln und Gemüse

Choclo con Queso: gekochter Maiskolben mit Käse serviert

Ceviche: ein kaltes Gericht, das aus rohem Fisch, Shrimps und/oder anderen Meeresfrüchten besteht, die für kurze Zeit in Zitronensaft eingelegt werden. Dadurch verfärbt sich das Fleich wie beim Kochen weißlich. Verfeinert wird das Ganze mit Salz, Koriander, Chili, usw.


Ceviche

Chupe: Fischsuppe

Cuy: Meerschweinchen - schmeckt ähnlich wie Kaninchen und wird gegrillt. Viel Fleisch ist nicht dran, dafür jede Menge knusprige Haut. Zu meinen Favoriten gehört es nicht.

Cuy

Leche de Tigre: Das heißt auf deutsch so viel wie Milch des Tigers. Gemeint ist damit die Brühe der Ceviche. Es ist also weniger Fisch darin enthalten, dafür umso mehr Saft, welcher beim Zubereiten der Ceviche abgeschöpft wird. Schmeckt vorzüglich, sag ich euch!

Leche de Tigre

Lomo saltado: Rindfleischstücke mit Zwiebeln und Paprika gebraten

Papas a la huancaina: Kartoffelstücke mit scharfer Käsesauce

Papa rellena: Kartoffelpürree mit Rinderhack

Tamales: gekochter Teig auf Maisbasis, gefüllt meist mit Käse oder Fleisch.

Getränke

Bier: zu den bekanntesten Marken zählen: Pilsen, Cusqueña, Brahma, Cristal



Chica Morada: Saft aus violettem Mais, Zucker und Zimt.

violetter Mais, aus dem das Getränk Chicha Morada hergestellt wird


Inca Kola: eine neongelbe Limonade, das so ähnlich wie Kaugummi schmeckt und mit Kohlensäure versetzt isrt. Die Einheimischen schwören drauf, mir persönlich ist es zu süß.

Matetee: Tee aus Kokablättern

Pisco: ein Destillat aus Traubenmost. Der Pisco ist das Nationalgetränk Perus.

Obst & Gemüse

Cherimoya: eine überaus leckere Frucht, die usprünglich aus Südamerika kommt, nun aber auch in Zentralamerika eingeführt wurde. Das Fruchfleisch ist weiß und saftig mit einem hervorragendem säuerlich-süßlichem Geschmack.

Cherimoya


Granatapfel 

Yuca