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Freitag, 27. Mai 2016

Die alltäglichen Probleme eines Backpackers



1. Man muss sich ununterbrochen dafür rechtfertigen, warum man durch die Weltgeschichte reist, anstatt sich mindestens 40 Stunden pro Woche abzurackern.

2. Man muss sich Schlafsäle mit völlig unbekannten Personen teilen, die teilweise lautstark schnarchen oder noch 3 Meter gegen den Wind schlecht riechen.

3. Man muss sich täglich mit Mückenschutz einsprühen, da man ansonsten Malaria, Dengue-Fieber oder Ähnliches riskiert.

4. Man kann nie richtige Pläne machen, da täglich unvorhergesehene Dinge geschehen.

5. Man muss tagtäglich die selben Klamotten tragen.

6. Man muss jeden Cent dreimal umdrehen, da einem jeder ausgegebene Cent dem Arbeitsleben wieder näher bringt.

7. Man muss auf den Märkten um jeden verdammten Cent teilweise stundenlang handeln.

8. Man muss mit seinem superschweren Rucksack teilweise ewig lange herumwandern, bis man eine günstige Unterkunft gefunden hat.

9. Man verliert völlig den Überblick über jegliche Fernseh- und  Radioneuigkeiten wie z.B. Nachrichten, Fernsehserien, usw.

10. Man isst fast täglich Reis, da es das günstigste und teilweise einzig erhältliche Nahrungsmittel ist.

11. Man muss immer Klopapier dabei haben, da es in den meisten Ländern unüblich ist, solches zu benutzen.

12. Man muss jeden Tag Neues lernen und sich anpassen (andere Kultur, neue Währung, neue Sprache, andere Sitten...)

13. Man wird in vielen Ländern als wandelnde Geldbörse gesehen.

14. Man wird auf den Straßen, Bushaltestellen, usw ununterbrochen angestarrt.

15. Man wird bemitleidet wenn man am Straßenrand steht und versucht Auto zu stoppen.

16. Man kann sich nie sicher sein, ob das Leitungswasser trinkbar ist - auch wenn es einem die Einheimischen versichern.

17. Man findet sich teilweise unter unmöglichen hygienischen Umständen wieder, von den man sich zu Hause nicht einmal zu träumen gewagt hätte.

18. Man duscht teiweise nach dem Schöpfprinzip.

19. Man nimmt eine 24-Stunden Busfahrt auf sich, denn der Bus, der bloß 10 Stunden brauchen würde kostet um ganze 3 Dollar mehr.

20. Man muss ständig die selben Fragen beantworten (Wie heißt du? Woher kommst du? Wo willst du hin? Was, du bist wirklich ganz alleine als Mädel unterwegs?).

21. Man trägt sein ganzes Leben in Form eines Rucksacks herum und man ist im Prinzip obdachlos.

22. Man weiß nicht mehr, was eine warme Dusche ist.

23. Man muss immer wieder neue Sprachen lernen, denn englisch allein ist meist nicht ausreichend.

24. Man weiß oft nicht, wie man seine unglaublichen Erlebnisse nur annähernd so aufregend seinen Freunden zu Hause rüberbringen kann.

25. Man hat jedes Mal beim Geld abheben Angst, dass der Bankomat die Karte nicht mehr ausspuckt.

26. Man trifft andauernd richtig tolle, verrückte und interessante Leute und muss von allen wieder Abchied  nehmen.

27. Man kann sich  nicht mehr vorstellen, dass einem früher oder später wohl wieder der Alltag einholen wird.


Und trotzdem - oder vielleicht sogar genau deswegen - liebe ich das Reisen :)





















1 Kommentar:

  1. Ich liebe deine Liste!
    Haha das mit der warmen Dusche sooo wahr, genauso wie "Schöpfprinzip" :D
    Bei den ATM's schicke ich vorher immer ein Stoßgebet gen Himmel dass auch alles gut geht :D

    Und wenn man dann irgendwann wieder zuhause ist- seinen Rucksack aufmacht und dann feststellt das ALLES unfassbar stinkt und sich dann fragt wie einen die Mitmenschen ausgehalten haben :D

    In diesem Sinne- Fröhliches Backpacken bei dir ja sogar auf unbestimmte Zeit :)

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