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Donnerstag, 23. Januar 2020

Bootstour auf den Backwaters


Wie schon befürchtet wurde es eine recht schlaflose Nacht: die Moskitos attackierten mich die halbe Nacht, es war schweißtreibend heiß und die Matratze bescherte mir fürchterliche Kreuzschmerzen. Letztendlich platzierte ich sie am Boden. Das machte die Situation ein wenig erträglicher, denn in dem halbkaputten Bettgestell war es eine Katastrophe. 

Der Plan für heute war es die Backwaters auf einem Boot zu erkunden. Ich hatte die Wahl zwischen einer geführten Touristentour auf einem Kanu mit etwa zwölf weiteren Personen oder einem lokalen Boot, das etwa Platz für fünfzig Leute hat und zu den einzelnen Dörfern an den Backwaters fährt. Wie ihr euch bestimmt vorstellen könnt, entschied ich mich für das lokale Boot. Ich bin ja überhaupt kein Fan von diesen Touristentouren. Zudem war die lokale Variante um einiges günstiger, ich bezahlte 120 INR (= 1,50 Euro) für über drei Stunden Bootsfahrt. Es war super entspannend und der leichte Fahrtwind machte die Hitze erträglicher. 

Hausboote auf den Backwaters


Viele kleine Dörfer sind an den Backwaters angesiedelt


Am Nachmittag besuchte ich den Strand von Alappuzha. Ich war jedoch etwas enttäuscht, als ich ihn sah. Er war menschenleer und das Wasser schien nicht besonders sauber. Die Hitze hier war zudem fast unerträglich. Am liebsten wäre ich trotz des ganzen Mülls einfach hineingesprungen, aber dann hätte ich dies wohl mitsamt meinen Klamotten machen müssen. Mit dem Bikini würde man hier in Indien zu viel unerwünschte Aufmerksamkeit erregen - zumindest in der Gegend, wo ich gerade bin. Ich entschied mich also dagegen und startete die fast aussichtslose Suche nach einem Café, in dem ich mir etwas Kühles zu trinken bestellen konnte. Letztendlich fand ich zum Glück noch ein ganz passabel aussehendes Strandrestaurant.

Am Abend meldete sich Jibu bei mir und fragte, ob wir gemeinsam zu Abend essen gehen. Ich hatte jedoch weiterhin das Gefühl, dass er über meine Absage zu seiner Massage noch nicht ganz hinweg war. Er zeigte sich äußerst wortkarg und verabschiedete sich nach dem Essen auch gleich wieder. Ich beschloss heute, dass es morgen für mich weiter nach Munnar gehen sollte. Das ist ein kleines Bergdorf inmitten von Teeplantagen, etwa 5-6 Fahrstunden von Alappuzha entfernt. Dort hat es dann auch wieder ein angenehmeres Klima. 


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