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Donnerstag, 30. November 2017

Michi geht in die Schweiz

By On November 30, 2017


Ja, nun ist es endlich offiziell: Ich werde ab Januar in die Schweiz gehen. Eine kleine (oder eventuell auch größere – je nachdem wies mir dann gefällt) Reisepause ist angesagt. Ich war nun ja 1,5 Wochen in diesem wunderschönen Land unterwegs und habe mir dabei auch ein paar Krankenhäuser angeschaut, die für mich zum Arbeiten in Frage kommen würden. Gestern ist dann meine Entscheidung gefallen: Es wird das Spital in Interlaken! Ich freue mich schon sehr auf eine aufregende Zeit in der Schweiz!

Zudem bin ich auch schon sehr gespannt was mich hier alles so erwarten wird. Man mag ja denken, dass Österreich und die Schweiz doch grundsätzlich eh genau das selbe ist. Denkste! Ich habe bereits mehr kulturelle Unterschiede und Überraschungen erlebt als erwartet. Aber zum Glück hauptsächlich positiv. Zudem bin ich ja Kulturschocks aus meinen Reisen schon gewohnt und so krass wie in Afrika oder Lateinamerika ist es ja dann doch wieder nicht. Bloß an meinem „schwitzerdüütsch“ muss ich noch ein wenig arbeiten. Die sprachlichen Unterschiede sind auf keinem Fall zu unterschätzen. Anfangs hörte sich für mich das Ganze zum Teil tatsächlich nach einer komplett anderen Sprache an. Ich musste mich wirklich stark konzentrieren, um wenigstens einen klitzekleinen Teil des Gesprochenen verstehen zu können.

Hier ein kleiner Auszug aus dem „Schwitzerdüütsch-Wörterbuch“:

Fangen wir mit dem Wichtigsten an: Die Begrüßung ist zumeist ein kurzes Grüezi. Geht man in eine Kneipe und bestellt ein Bier, dann heißt das auf schweizerdeutsch, dass man in eine Beiz geht und eine Stange bestellt. Mit „Ischs guat gsi?“ wird gefragt ob es gut gewesen ist. Das Fahrrad ist das Velo und es parkiert am dafür vorgesehenen Platz. Die Chinder (=Kinder) spielen auf den Matten (=Wiesen). Beim Beck (=Bäcker) kauft man sich Brötli, Gipfeli und Weggli. Eventuell verkauft er auch Schoggi (=Schokolade). Das Jausnen in der Früh ist das „Znüüni“ und am Nachmittag nennt man es „Zvieri“. Der „Chas“ ist der Käse. Zur Verabschiedung sagt man „Auf Wiedaluaga“. Wobei „luaga“ mit dem Wort schauen zu übersetzen ist. Um sich zu bedanken wird großteils das französische Wort „Merci“ benutzt. Das war jetzt nur ein ganz kleiner Einblick. Und natürlich ist der Dialekt von Gegend zu Gegend sehr verschieden.


Nun habe ich in letzter Zeit ganz viele Fragen gestellt bekommen, welche ich hier kurz beantworten möchte:


Warum wieder arbeiten?

Ja, das Reisen ist definitiv eine Sucht und bis vor Kurzem dachte ich noch, dass ich am liebsten nie wieder damit aufhören möchte. Mein Plan war es ja ursprünglich nach einem kurzen Heimatbesuch von Europa aus über den Landweg nach Asien zu reisen. Aber zum einen wurde nun mein Reisebudget rapide weniger – zu Hause braucht man doch tatsächlich mehr Kohle als auf Reisen. Und nein, durch die Veröffentlichung meines Buches bin ich noch nicht zur Multimillionärin geworden *lach*. Auf der anderen Seite habe ich wirklich immer mit viel Leidenschaft als Krankenschwester gearbeitet. Nun bekam ich so ein bisschen das Bedürfnis, diesem Job wieder ein wenig nachzugehen, um natürlich auch nicht mein ganzes Wissen zu vergessen. Ich freue mich nun schon sehr auf eine spannende und herausfordernde Zeit als Krankenschwester in der Schweiz.

Warum in die Schweiz?

Das kleine Nachbarland hat mich schon immer etwas fasziniert. Vor allem für mich als Natur- und Outdoorfreak ist sie ein Paradies. Ich möchte damit aber keinesfalls sagen, dass meine wunderschöne Heimat in Österreich dafür weniger geeignet wäre. Aber nach über zwei Jahren des Reisens, wäre es für mich nun eine schreckliche Vorstellung wieder im selben kleinen Ort in diesen ganz normalen Alltag zurückzugehen. Ich möchte einfach wieder was neues sehen. Es stellt für mich eine super spannende Herausforderung dar nun, wieder in eine neue Kultur einzutauchen und eine neue Gegend kennen zu lernen.

Blick vom "Rigi" auf den Vierwaldstättersee

Luzern mit dem "Pilatus" im Hintergrund

Bern

Warum Interlaken

Ich weiß nicht, ob ihr schon einmal von diesem Ort gehört habt, aber wenn nicht, dann googelt ihn doch unbedingt mal! Es ist ein richtig kleines Paradies zwischen zwei idyllischen Seen gelegen und umgeben von schneebedeckten Berggipfeln. Ich glaube, ihr werdet gut nun gut verstehen, warum ich mich dafür entschieden habe.

Interlaken




Ich hoffe ich konnte eure Fragen zufriedenstellend beantworten. Und auf jeden Fall wird meine Reise – früher oder später – weitergehen!

Drückt mir also ganz fest die Daumen für einen guten Start in der Schweiz!

Eure Michi




Mittwoch, 29. November 2017

ROUTE SCHWEIZ

By On November 29, 2017



Reisezeitraum & Route:

20.11. - 29.11.2017

  • ÖSTERREICH - Bern - Interlaken - Luzern - DEUTSCHLAND


01.01. 2018 - ?     

  • Interlaken => mein derzeitiger Wohnort ;)
  • Erkundungsreisen: Lungern & Schönbüel, 



Montag, 13. November 2017

ROUTE ITALIEN

By On November 13, 2017



Reisezeitraum:
02.11. - 08.11.2017

Route:
ÖSTERREICH - Rom - Orvieto - Civita di Bagnoregio - Rom - ÖSTERREICH


Mittwoch, 25. Oktober 2017

Die schönsten Wanderungen in Österreich (Fotos)

By On Oktober 25, 2017
Durch das Klicken auf die jeweiligen Namen gelangst du zu den entsprechenden Fotoalben :)


https://goo.gl/photos/3Gw4Xa3CqXFZjkyz9

=> Hochkönigsjodler - Klettersteig <=
















Mittwoch, 18. Oktober 2017

ROUTE TSCHECHIEN

By On Oktober 18, 2017




12.10. - 15.10.2017: ÖSTERREICH - Prag - ÖSTERREICH

22.10. - 02.11.2019: SCHWEIZ - Budweis - Hluboká Nad Vltavou - Prag - NEPAL






Dienstag, 17. Oktober 2017

Kurztrip Prag mit geringem Budget

By On Oktober 17, 2017

Das letzte Wochenende stand bei mir und meiner Mami ein Prag-Kurztrip auf dem Plan. Obwohl ich ja nicht so der Städte- und Sightseeing-Fan bin, hat mich diese Stadt wirklich fasziniert. Vor allem jetzt im Herbst, leuchtet die Stadt durch die vielen Grünflächen und Parks in den wunderschönsten Orange- und Rottönen. 

Schon öfters habe ich gehört, dass Prag gar nicht mehr so billig sein sollte, doch ich fand heraus, dass es auch mit geringem Budget sehr gut möglich ist, die Stadt kennen zu lernen und zu genießen. 




Wo schlafen?

Da ich mit meiner Mami unterwegs war, kam diesmal Couchsurfing nicht in Frage – obwohl es in Prag bestimmt genügend Möglichkeiten dafür gäbe. 

Wir kamen in einer kleinen, gemütlichen Pension namens PenzionU Cejpu, unter.
Der Preis pro Person und pro Nacht lag bei 22 Euro inklusive reichhaltigem Frühstücksbuffet in einem geräumigen Einzelzimmer. Wir buchten über Booking.com.

Die Pension liegt leicht außerhalb des Zentrums, jedoch ist die Metro C zu Fuß in nur wenigen Minuten erreichbar. Man ist in etwa 15-20 Minuten im Stadtzentrum. 

Die Entfernung zum Zentrum hat zudem den Vorteil, dass sich hier in der Gegend günstigere Restaurants und Bars befinden. Wir haben fast immer direkt im Restaurant der Pension gegessen und waren mit den Preisen und der Qualität sehr zufrieden. Besonders billig empfanden wir dort das Bier mit nur etwas über einem Euro pro halbem Liter – und geschmeckt hat es auch 😉

Transportmittel in Prag

Das Verkehrsnetz in Prag schien mir recht gut ausgebaut zu sein. Eine Fahrt mit den Öffis von maximal 30 Minuten kostet 24 Tschechische Kronen (= ca. 0,70 Euro).  Eine 24 Stunden Karte 110 (= ca. 4,30 Euro) und eine 72-Stunden-Karte 310 Tschechische Kronen (= ca. 12 Euro).

 

Sehenswürdigkeiten mit geringem Budget

Prag hat wirklich eine lange Liste an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Da wir nur begrenzt Zeit hatten pickten wir uns einige Dinge heraus – wobei alles was wir gemacht haben völlig kostenlos war:

Altstadt

Am ersten Tag spazierten wir gemütlich durch die Altstadt. Wir waren sehr erstaunt wieviele Touristen sich hier tummelten. So etwas versetzt mich immer recht schnell in Stress. Aber zum Glück konnten wir immer wieder ein paar versteckte Gassen finden.

Ein paar der bekanntesten Sehenswürdigkeiten schauten wir uns trotz der dort versammelten Menschenmassen an, wie z.B. das Altstädter Rathaus mit der astronomischen Uhr. Auch die Teynkirche und das Denkmal für den Reformator Jan Hus sind einen Stopp wert.

Ansonsten sieht man in der Altstadt wunderschöne alte Häuser und zahlreiche prunkvolle Kirchen. Darüber hinaus trifft man auf Straßenkünstler und viele kleine Cafés.


Jüdisches Viertel

Am jüdischen Stadtteil Josefov kommt man bei einem Altstadtspaziergang mehr oder weniger vorbei. Neben mehreren Synagogen findet man auch den bekannten Alten jüdischen Friedhof. Da wir samstags dort waren, war dieser leider geschlossen, aber wir konnten ein wenig hineinspähen. Zudem befindet sich hier ein jüdisches Museum das wir aber ausgelassen haben.

Moldau

Weiter führte uns unser Spaziergang an die Moldau. Von hier aus hat man traumhafte Ausblicke auf die Prager Burg und die vielen Kirchen der Stadt. Für mich war das Entlangspazieren an der Uferpromenade eines der Highlights unseres Prag-Besuches. Im Fluss tummeln sich zudem hunderte von wunderschönen Schwänen.



Karlsbrücke

Die bekannteste der vielen Brücken in Prag ist die Karlsbrücke. Sie gehört zu den berühmtesten und ältesten Brücken Europas. Hier befinden sich insgesamt 30 steinerne Figuren, die bekannteste davon ist die des heiligen Nepomuks. Zudem tummeln sich Straßenkünstler, Karikaturisten und Straßenverkäufer auf der Brücke.

Die Wolschaner Friedhöfe

Den zweiten Tag starteten wir mit den Wolschaner Friedhöfen. Sie sind ganz einfach mit der Metro Linie A erreichbar (nur etwa 15 Minuten vom Zentrum entfernt) und stellen das größte Gräberfeld in Prag dar. Bis zu zwei Millionen Menschen sollen seit der Gründung im Jahr 1680 – aufgrund einer Pestepidemie – dort bestattet worden sein. Er beseht aus zwölf Einzelfriedhöfen, darunter diverse militärische Grabstätten, ein muslimisches Gräberfeld und der größte jüdische Friedhof Europas, welcher in Prag auch als der „neue jüdische Friedhof“ bezeichnet wird. Sehr bekannt und auch touristisch überlaufen ist ja der alte Judenfriedhof in der Altstadt Prags. Der neue Judenfriedhof ist den meisten Touristen eher unbekannt. Das war auch der Grund warum wir ihn besuchen wollten. Womit wir aber leider nicht gerechnet hatten war, dass er samstags leider geschlossen hat – schade!
Im Endeffekt hat sich der Ausflug dorthin aber trotzdem mehr als ausgezahlt. Wir spazierten durch die anderen Friedhöfe. Hier scheint die Hektik der Großstadt fern. Die mit Efeu überwucherten Grabsteine unter den uralten Bäumen, deren Blätter zur Zeit alle in den schönsten Herbstfarben leuchten, fanden wir richtig idyllisch.
Wer sich für den jüdischen Friedhof interessiert, kommt am besten an keinem Samstag und auch nicht an jüdische Feiertagen hierher, denn dann ist er leider geschlossen. Auch das Grab von dem berühmten Franz Kafka und seiner Familie kann hier besichtigt werden.

 
Wolschauer Friedhöfe

Wolschauer Friedhöfe

Wolschauer Friedhöfe

Die Prager Burg

Weiter ging es zur Prager Burg im historischen Stadtviertel Hradschin. Wir fuhren zur nächstgelegenen Metro-Station und wanderten dann den Hügel zur Burg hinauf. Hier tummelten sich weitaus am meisten Touristen. Wir empfanden das als ziemlich abschreckend. Es war ein richtiges Gedränge am Weg dorthin. Oben angekommen mussten wir uns dann an einer langen Menschenschlange anstellen zur Sicherheitskontrolle. Da geht es ganz genau her und sogar die Handtaschen werden durchsucht. Dafür ist der Eintritt frei, nur wenn man die historischen Innenräume sehen will, muss man bezahlen.
Von der Burg aus hat man dann einen unglaublich schönen Ausblick über Prag. Die Prager Bug selbst und der Veitsdom, der im Zentrum davon steht, sind auf alle Fälle sehenswert. Die prunkvollen Bauten brachten uns wirklich ins Staunen. Trotzdem hielten wir uns nicht besonders lange hier auf, das die Touristenmassen einfach zu groß waren.

 
Prager Burg

Prager Burg

Berg Petrin

Von der Prager Burg wanderten wir zum Berg Petrin. Das war eine wirklich willkommene Abwechslung. Es gibt zahlreiche kleine Wanderwege, wo teilweise keine Menschenseele zu sehen ist. Vorbei an Apfel- und Weingärten führen idyllische Wege den Berg hoch. Es ist auch möglich mit einer Standseilbahn auf den Berg zu fahren, wobei ich es aber eindeutig empfehlen würde zu gehen, da die etwa 20-minütige Wanderung wunderschön ist.  

Oben angekommen tummeln sich schon mehr Touristen. Vor allem um den Aussichtsturm herrscht reges Treiben. Er ist 63,5 Meter hoch und auf seine Spitze führen 299 Stufen. Der Ausblick von da oben ist bestimmt einmalig, wir haben dieses Vergnügen aufgrund der Menschenmassen aber sausen lassen.

Zudem stellt der Berg Petrin ein beliebtes Ausflugsziel für ein Picknick und als Erholungsgebiet dar. Es gibt mehrere Parks, Gärten und viel Wald.

Hinunter wanderten wir auf der anderen Seite des Bergs, welche meiner Meinung nach noch viel schöner war. Es gibt unzählige kleiner Wege und große Felsblöcke stehen herum, die zum Klettern einladen. Wir kraxelten auf einen davon hoch und legten dort eine gemütliche Nachmittagsruhe ein. Wir fühlten uns hier wirklich weit entfernt vom Großstadt-Stress.

Berg Petrin







Weitere Empfehlungen für das kleine Budget

Da wir bei unserem Kurztrip nicht so viel Zeit hatten, Prag aber noch viel mehr zu bieten hat, zähle ich euch hier noch ein paar weitere empfehlenswerte Dinge auf, die man mit geringem Budget machen kann:
  •         Free Walking Tour
  •          Der Bauernmarkt
  • ·        Die John Lennon Mauer

·          

Kulinarik

Was wir sogleich feststellen konnten war, dass die tschechische Küche sehr reichhaltig ist – viel Fleisch, viel Fett und viel Bier. Nach drei Tagen typisch tschechischem Essen waren wir zu Hause wieder richtig froh, endlich wieder Gemüse essen zu können. Trotzdem fanden wir die Gerichte dort super lecker.

Unbedingt ausprobieren sollte man:
  •          eine typisch tschechische Gulaschsuppe,
  •          eine leckere Schweinshaxe mit knuspriger Kruste,
  •          Knödel,
  •          Trdelnik-Baumkuchen (traditionelles Süßgebäck; wird an vielen Ständen in der Altstadt verkauft),
  •          und natürlich das Bier! Dieses kostet pro halbem Liter zwischen einem und 1,50 Euro und ist somit zumeist auch günstiger als Wasser.



Zusamenfassung


Sowohl ich als auch meine Mama fanden Prag wirklich wunderschön. Unser absoluter Favorit war der Berg Petrin und gleich danach kommt die Uferpromenade an der Moldau. 

Es gibt wie ihr seht auch genügend Möglichkeiten für das geringe Budget, ein Prag-Kurztripp ist somit auch für Low-Budget-Reisende absolut drin. 

Falls ihr noch ein paar Geheimtipps für das geringe Budget in Prag habt, dann nur her damit :)




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