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Donnerstag, 1. Oktober 2015

Angekommen in Kampala

Die Hauptstadt Ugandas - Kampala

So ich habs geschafft. Nach einer aufregenden ca 1 stündigen Minibusfahrt (auch Matatus genannt) bin ich in der Hauptstadt Kampala angekommen. Mit aufregend meine ich wirklich aufregend. Diese ganzen neuen Eindrücke sind schwer zu beschreiben. Unheimliche Menschenmassen, Verkehrschaos usw. Und kein einziger Muzungu. Die Menschen hier wundern sich alle warum eine Weiße sich in einen völlig überfüllten Minibus quetscht und nicht wie die meisten reichen Weißen in einem teuren Taxi fährt. Der Minibus hierher kostete gerade mal 50 Cent.



Zu Bobby nach Hause

Am  Busbahnhof in Kamala herrscht das absolute Überchaos. Ich schnappte mir den erstbesten Boda-Boda-Fahrer, welcher mich zu einem völlig überteuerten Preis (was mir dann Bobbys Mam erklärte) zu Bobby brachte. Aber das war mir echt egal, hauptsache in Sicherheit. Bobbys Mam empfing mich so herzlich. Ich fühle mich pudelwohl in ihrem Zuhause und ihre Geschwister sind supersüß. Vor allem die kleine 4jährige Nokia, die bereits perfekt englisch spricht. Die Kinder kommen hier schon mit 2 oder 3 Jahren zur Schule. Die kleine ist ein richtiges Goldstück und schließt mich sofort ins Herz. Sie verfolgt mich auf Schritt und Tritt.

Meine kleine liebe Nokia


Das Haus ist für die Verhältnisse hier recht groß aber hat kein fließend Wasser. Im Bad steht ein 10 Liter Fass Wasser, aber ob das zum Duschen reicht ist fraglich. Strom ist vorhanden aber nur in Form einer Steckdose für das ganze Haus. Also auch kein Licht. Abends werden in den Räumen Kerzen angezündet. Wie bin ich bloß froh eine Taschenlampe mit Kurbelantrieb dabeizuhaben. Ich hab ja von vornherein gewusst, dass mich so etwas hier in Afrika erwartet, aber es gibt dann echt Phasen wo ich die Sauberkeit und den Komfort zuhause sehr vermisse. Wie gern würd ich gerade einfach nur duschen um mich wieder sauber zu fühlen.
Die Nachbarn von Bobby sind auch gleich rübergekommen und fragten wieso ein Muzungu in so ärmlichen Verhältnissen leben möchte und sich nicht einfach ein schönes Hotel nimmt. Für sie sind die Weißen alle reich und deshalb ist so etwas unverständlich.

Diese gelben Fässer sieht man überall in Uganda. Mit denen wird das Wasser geholt. Fließend Wasser gibt es nur sehr selten.

mein Schlafgemach
Habe gerade erfahren, dass ich Bobby erst morgen kennen lernen werde, da es irgendein Problem mit den Bussen gibt. Ihre Mami bemuttert mich dafür fürsorglich und hat inzwischen auch noch für mich gekocht: Ei mit Toastbrot und ugandischen Tee inklusive Ameisenherde in der Zuckerdose - ich hab ihn trotzdem benutzt.
Die Moskitos sind heute erstmals richtig lestig, ich glaub ich werd die Malariaprophylaxe deshalb lieber noch weiter einnehmen. Bei den Reisenden gehen die Meinungen in der Beziehung auseinander. Aber solange ich keine krassen Nebenwirkungen spüre, nehme ich sie lieber vorerst noch.

So und das größte Problem der heutigen Nacht wird wohl meine Blase werden. Um an die Toilette zu kommen muss ich nämlich quer über den ganzen Hof und dann in das Haus von Bobbys Bruder. Und den muss ich dann auch noch aufwecken, da sich die Toilette in dem Raum befindet, in dem er schläft. Ach du liebe Blase bitte tu mir das nicht an!!

Abendessen (inkl jeder Menge Eierschalen im Ei)


Das WC - scheint auf den ersten Blick ganz nobel, aber die Spülung funktioniert leider nicht, da es kein fließend Wasser gibt. Nach dem WC-Gang wird also fest nachgeschöpft. Wie ich mich hier am besten dusche muss ich erst herausfinden.



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