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Montag, 15. Februar 2021

Angekommen auf La Gomera - der Aussteiger-Insel


Valle Gran Rey, La Gomera 

Das Fährticket nach La Gomera war erstaunlich teuer - mit 41€ kostet die 50-minütige Überfahrt fast gleich viel wie der Weg von Gran Canaria nach Teneriffa. Einheimische zahlen übrigens nur einen Bruchteil des Preises. 


La Gomera ist die zweitkleinste bewohnte Kanareninsel. Vor etwa 40 Jahren sind viele deutsche Hippies und Aussteiger hierher ausgewandert. Scheinbar hat sogar Kolumbus auf seinem Weg nach Amerika auf La Gomera einen Zwischenstopp gemacht. Die Insel besteht aus tiefen, schroffen Schluchten und schwarz-sandigen Stränden. Daneben gibt es ein paar kleine Dörfer. Insgesamt leben etwa 21.000 Menschen hier. 

Der heutige Tag startete bereits richtig warm, bedingt durch den Saharawind "Kalima". Durch den Sandstaub in der Luft ist die Fernsicht nicht besonders gut. Die kurze Überfahrt nach La Gomera verlief zum Glück ohne großes Geschaukel. Ein bisschen wilder gestaltete sich dann die Busfahrt von San Sebastián nach Valle Gran Rey. Die enge Straße schraubt sich zuerst die Berge in Richtung Inselmitte hoch und dann auf der anderen Seite wieder hinunter.

Der Hafen von San Sebastián de La Gomera 

Valle Gran Rey heißt übersetzt Tal des großen Königs und liegt an der Westküste von La Gomera. Obwohl dieser Küstenort der touristischste auf der Insel ist, merkt man nicht viel davon. Es herrscht eine recht stressfreie Atmosphäre. In den späten 1960er Jahren haben Aussteiger und Hippies diese Ecke für sich entdeckt. Am Abend scheint es ein Ritual zu sein, dass sich bei Sonnenuntergang Trommler, Gitarrenspieler und barfüßige Hippies in Dreadlocks am Strand versammeln. 

Nachdem Sdravko und ich unser kleines Airbnb Appartment bezogen hatten, spazierten wir noch ein wenig durch die Straßen des Küstenortes. Da mein Knie noch nicht ganz in Ordnung ist, verlief der Tag recht gemütlich. Während Sdravko im Meer badete, musste ich das Ganz aus der Ferne im Schatten beobachten. Zum Sonnenuntergang schauten wir uns kurz das Hippie-Spektakel am Strand an. 

Relxen im Schatten am Strand

Heute habe ich wieder eine neue super leckere Frucht kennengelernt: die Surinamkirsche (Pitanga Tuba)

Sonnenuntergang im Valle Gran Rey

Nun hoffe ich wirklich, dass mein Knie die nächsten Tag besser mitmacht, damit ich wieder etwas aktiver sein kann. Wie gesagt, dass Passivsein liegt mir nicht besonders.



Buenas noches!

Eure Michi :)

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