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Freitag, 7. Februar 2020

Willkommen in Palolem / Goa


Die Nachtzugfahrt verlief ganz gut, ich konnte sogar etwas schlafen. Diesmal war der Zug zwar recht vollgestopft und diverse indische Familien machten ziemlichen Radau bis tief in die Nacht hinein, doch meine Ohropax halfen mir zum Glück recht gut darüber hinweg. Ich stellten meinen Wecker auf 3:45 Uhr am Morgen. Wir sollten nämlich planmäßig um um 4 Uhr in Margao ankommen. Mit leichter Verspätung kamen wir dann aber erst um 5:30 dort an. Demzufolge war die Nacht recht kurz für mich. Hier trennten sich die Wege von Theresa und mir auch wieder.

Es war noch stockdunkel in der Stadt. Ich musste zum Busbahnhof, um von dort aus nach Palolem zu kommen. Einige Rikscha(=Tuk Tuk)-Fahrer belagerten mich sogleich. Ihre Preise waren mir eindeutig zu hoch, also beschloss ich zu Fuß zu gehen. Die einsamen, stockdunklen Gassen waren sehr unheimlich. Bald schon bereute ich, dass ich nicht mit der Rikscha gefahren bin. Wie durch ein Wunder, hielt plötzlich ein sehr sympathischer junger Inder mit seinem Moped neben mir. Er bot mir an mich zum Busbahnhof zu bringen. Ich zögerte kurz, da ich mir nicht sicher war, wie schlau das nun sei, mit einem Wildfremden mitzufahren. Ich verließ mich aber auf mein Bauchgefühl und schwang mich auf sein Moped. Er brachte mich heil an den Busbahnhof und ging auch noch sicher, dass ich den richtigen Bus fand. Den jungen Mann muss der Himmel geschickt haben. Ohne ihn hätte ich hier ewig herumgesucht. Ich streckte ihm 100 Rupies entgegen, die er anfangs gar nicht annehmen wollte. 

Die Busfahrt nach Palolem ging schneller als gedacht. Eigentlich hätte ich einen Couchsurfing Gastgeber namens Brajend organisiert. Doch dieser reagierte auf meine Nachrichten nicht. Also setzte ich mich erstmals in ein Café und bestellte ein Frühstück. Es war immerhin erst sieben am Morgen. Als ich gegen zehn immer noch nichts von ihm hörte, machte ich mich auf die Suche nach einer Unterkunft. Das lief wieder besser als gedacht. Ein netter Herr bot mir an mich mit seinem Moped zu seinen Bungalows am Strand zu bringen. Da der Preis auch stimmte, willigte ich ein. Und tatsächlich, es war ein wunderschönes Fleckchen. Ich war sowieso todmüde und hätte nicht groß Lust gehabt nun ewig herumzusuchen. 

Gegen Mittag meldete sich dann Brajend und entschuldigte sich vielmals. Er hätte völlig verschlafen, da er komplett stoned von der gestrigen Party war. Naja, kann ja mal passieren. Wir tranken gemeinsam einen Chai und plauderten über Gott und die Welt. 

Am Nachmittag erkundete ich die umliegenden Strände. Wirklich traumhaft schön! Und vor allem weniger überlaufen als die meisten Strände in Goa. Hier lässt es sich auf alle Fälle ein paar Tage aushalten.



Abendstimmung am Strand von Patnema

Palolem Strand


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