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Samstag, 5. November 2016

Projekt gesünder leben

Reisen als ungesunder Lebensstil

... das enspricht zwar nicht immer der Wahrheit, aber für mich in letzter Zeit doch. Das sind so Sachen wie, dass in den Hostels immer viel Alkohol getrunken wird, schön langsam wurden auch meine Gelegenheitszigaretten immer mehr, zum joggen gehen ist es oft zu heiß und am frühen Morgen ist man zu müde und vor allem hier in Kolumbien boomt das Fast-Food. Für viele Menschen ist das Reisen eigentlich mit mehr Aktivität verbunden, da man doch viel herumwandert, einen schweren Rucksack trägt und oft weniger isst als zu Hause, da es im Ausland manchmal einfach nicht so schmeckt. Da ich aber beim Essen nicht besonders zimperlich bin - das habt ihr bestimmt schon mitbekommen bei meinen kulinarischen Abenteuern - und ich es liebe zu essen, stopfe ich dann doch gerne alles was mir so unterkommt in mich hinein. Außerdem war ich zu Hause sehr sportlich und joggen oder Bergtrails laufen stand mindestens jeden zweiten Tag am Plan. Aber nun sollte sich das ungesunde Reisedasein wieder aufhören. Anki und ich haben in der Wüste Guajira übrigens unsere letzte Zigarette geraucht - ich hoffe mal ganz fest, dass es wirklich die letzte war. Das mit dem Nichtrauchen funtioniert eigentlich tadellos. Mittlerweile schon 2,5 Wochen. Nun muss auch das sportlich sein wieder anfangen. Ich habe zwar zwischenzeitlich Wandertouren zur Genüge, aber dann gibt es wieder ruhigere Phasen. Da ich heute um 6 Uhr morgens von der Sonne bereits geweckt wurde, die durchs Fenster schien, beschloss ich mich in die Laufschuhe zu schwingen. Herrlich war das. Und man glaubt gar nicht, wie viele sportliche Leute sich hier in Bogotá´ tummeln. Ich war eindeutig nicht die Einzige mit diesem Vorhaben. Was mich außerdem erstaunt hat war, dass es unglaublich viele Grünflächen, wie zB große Parks, in dieser Millionenstadt gibt. Als ich zurückkam legte ich voller Motivaton noch eine halbe Stunde Yoga ein - funktioniert mit diesen Youtube-Anleitungs-Videos sehr gut. Danach gab es ein gesundes Fruchtsalat Frühstück. Als Draufgabe ging ich dann mit meinen zwei Eisbären noch eine ausgiebige Runde spazieren. Da schaut ihr, was?

Noble Wohn-Resorts in Bogotá

Ich habe ja schon erwähnt, dass ich hier bei Juan in einem Hochhaus wohne. Dieses Hochhaus steht mit drei anderen Hochhäusern gut eingezäunt in einer Art Wohnsiedlung. Wir teilen uns also mit den anderen drei Hochhäusern einen netten kleinen Park und einen Spielplatz, die in der Mitte der Bauten stehen. Das Ganze ist aufgebaut wie ein Hotelresort. Es gibt mehrere Eingänge, wo jeweils ein Securitytyp sitzt. Fast so wie an einer Hotelrezeption. Er öffnet die Tür, hat stets ein liebes Lächeln im Gesicht und fragt zumeist auch noch wie es einem geht. Einige dieser Wohnanlagen-Resorts haben sogar ein Fitnessstudio oder gar einen Swimmingpool dabei. Richtig nobel ist das hier. Und natürlich putzt keiner seine Wohnung selbst, da kommt einmal in der Woche eine Reinigungskraft.

Kolumbianische Freundlichkeit

Ich glaube ich habe es schon einmal anklingen lassen, dass Menschen hier in Kolumbien unglaublich freundlich sind. Was mich verwundert, dass dies auch hier in diesen riesigen Hochhäusern der Fall ist, wo einige hundert Menschen wohnen. Im Aufzug wird stets nett gegrüßt und gefragt wie es einem so geht. Auch wenn man einander nicht kennt. Wenn ich mit den Hunden spazieren gehe, ergeben sich jedes Mal mindestens drei längere Gespräche mit fremden Leuten auf der Straße oder im Park, die entweder auch gerade mit ihrem haarigen Liebling Gassi gehen oder einfach so vorbei kommen. Steht man mit einem fragenden Gesichtsausdruck im Supermarkt dauert es keine zwei Minuten bis jemand kommt und fragt ob er denn irgendwie helfen könnte. Als Anki und ich ich damals an der Bushaltestelle dieses "Transmilenio" Busses standen und nicht wussten wie wir zum Flughafen kommen sollten, kümmerten sich sogleich alle Leute, die im Umkreis von einigen Metern um uns standen, um unser Problem. Da das Bussystem so undurchsichtig ist, mussten auch sie im Internet nachschauen. Es gäbe noch etliche weitere Beispiele. Um es auf den Punkt zu bringen: Mir gefällt Kolumbien!

Juhuu - in einer Woche ist Mami da :)



Yuki und Yumi

... jede Menge Grünflächen in der Millionenmetropoe Bogotá 


Yukin


Kommentare:

  1. Wie cool ist das denn, Hundesitterin in Kolumbien. Die Welt ist echt groß und vielseitig. Ich finde es super was du da machst, die kleinen sehen total süß aus und über die Kolumbianische Gastfreundschaft habe ich auch schon viel gehört, dass du nun noch einmal bestätigst. Faul sein auf Reisen ist ganz normal, wieder aufraffen auch ;-) Ich wünsche dir noch eine wunderbare Zeit und weiterhin viele tolle Erlebnisse.

    Viele Grüße

    Victoria

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  2. Wie witzig was man alles machen kann. Kolumbien reizt mich auch sehr. Mal schauen, wann man es unterbringen kann

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    1. Kolumbien ist absolut empfehlenswert!! Du wirst dieses Land lieben

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  3. Oh was für süße Hunde *schmacht* - ich wünsch dir eine wunderbare Zeit.

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  4. Schöner Bericht! Und deine Hunde sind ja wirklich zuckersüß :)

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  5. Wie schwer es ist, während einer Reise gesund zu leben, kenne ich aus mehreren Jahrzehnten beruflichen Reisens. Wir versuchen auch immer, das möglichst durchzuziehen. Einfach ist es nicht.

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    1. Ja das ist leider so, aber unmöglich ist es auf keinen Fall - Wo ein Wille, da ein Weg ;)

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  6. Ach Gott die beiden Flauschihunde sind ja wohl der Hammer, da würde ich dich auch drauf ansprechen. Noch spannender finde ich es aber, wie du Kolumbien beschreibst. Südamerika reizt mich stark, Kolumbien hatte ich bisher aber nicht mit in die Planung einbezogen, weil ich doch Bedenken beim Thema Sicherheit hätte. Wenn du aber sogar allein joggen gehst, klingt das sehr sicher?
    Das Problem mit der Gesundheit auf Reisen kenn ich übrigens auch, man will ja doch auch die ganzen lokalen Köstlichkeiten probieren und da kann man noch so lange Wanderungen machen, ohne Sport merkt man die Nascherei dann schnell.

    Liebe Grüße
    Nicole vom Reiseblog CicoBerlin

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    1. Das mit der Sicherheit ist immer so eine Sache... also ich war schon in weitaus "gefährlicheren" Ländern wie Kolumbien und habe noch nie etwas richtig gefährliches erlebt. Natürlich muss man die üblichen Sicherheitsvorkehrungen treffen wie nicht alleine nachts in dunklen Gassen herumzuirren usw, aber ansonsten würde ich sagen ist Kolumbien relativ sicher - durch das Couchsurfen bekomme ich auch immer gute Tipps von meinen Gastgeber, wo ich hin kann und wo nicht, die Einheimischen wissen ja meist am Besten wo es wirklich gefährlich ist!

      Ganz liebe Grüße aus Bogotá :)

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  7. Als ich in Kolumbien war, da war es superentspannt und supergesund. In der Provinz Choco war ich am Pazifik zum Wale beobachten, dabei schlief ich in drei verschiedenen Eco-Lux-Lodges. Überall gesundes, lokales Essen, kein Fast Food. Rauchen tue ich eh nicht. Und Alkohol, vor allem Wein, ist die perfekte Hygiene gegen böse Keime, vergleichbar mit Chili und Ingwer. Naja, und Hunde? Die gehören in den Wok. Mit Essen spielt man nicht... =;)

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    1. Ja das kommt natürlich immer auf den Reisestil an, in Luxus Lodges gehe ich doch mal davon aus, dass es was gscheites zu essen gibt ;) aber ansonsten trumpft Kolumbien nicht besonders mit seinen kulinarischen Köstlichkeiten - obwohl die Empanandas schon ganz gut schmecken ;)

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  8. Das ist mal ein ganz anderer Blockhaus Kolumbien, als ich sonst in Berichten lese.

    Columbien gehört seit jeher zu den Ländern, die ich unbedingt noch besuchen möchte.

    Viel Kraft beim Aufhören mit dem Rauchen.
    Liebe Grüße
    Daniela

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  9. Das ist mal ein ganz anderer Blockhaus Kolumbien, als ich sonst in Berichten lese.

    Columbien gehört seit jeher zu den Ländern, die ich unbedingt noch besuchen möchte.

    Viel Kraft beim Aufhören mit dem Rauchen.
    Liebe Grüße
    Daniela

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