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Dienstag, 11. Februar 2020

Schweißtreibendes Colva


Die unschönen Strände von Colva

Viel zu früh erwachte ich heute morgen und schaffte es leider nicht mehr einzuschlafen. Da ich mit Winston gestern noch bis spät in die Nacht zusammensaß, erreichte ich nur knapp die Hälfte meiner Wohlfühl-Schlafmenge, welche acht Stunden beträgt. Trotzdem startete ich den Tag topmotiviert mit einer Stunde Morgengymnastik. Man muss immerhin irgend fit bleiben auf Reisen. Mit Joggen ist bei der Hitze nämlich nicht viel.

Auf dem Weg zum Strand merkte ich wie mir die Hitze in Kombination mit dem Schlafmangel ordentlich zu schaffen machte. Dazu kamen noch nervige Straßenverkäufer. Am Strand von Colva angekommen, kam die nächste Niederlage. Von einem schönen Strand konnte man hier wirklich nicht sprechen. Zudem total überlaufen - vorwiegend Russen und einheimische Touristen. Ziemlich enttäuscht spazierte ich in Richtung Sernabatim und Benaulim Beach. Winston meinte, dass  es dort schöner sei. Okay, im Vergleich zum Colva Beach waren sie vielleicht einen Tick schöner, aber trotzdem nicht wirklich schön.

Sernabatim Beach: Auf dem Foto sieht er eindeutig besser als in real ;) Aber ich habe mir auch ganz viel Mühe gegeben die Menschenmassen nicht drauf zu haben. 

Viele Menschen hier sind Katholiken. Sie lieben es Busse, Schiffe und Lokale mit "Jesus" zu beschriften. 

Ich hoffte ein Plätzchen zum Baden zu finden, denn die Hitze wurde immer unerträglicher. Leider war die Suche nicht erfolgreich. Es waren fast überall Massen an Einheimischen mitsamt all ihren Klamotten im Wasser und da wollte ich wirklich nicht unnötiges Aufsehen erregen und mit dem Bikini herumspringen. Zudem waren die Strände so überfüllt, dass ich meine Tasche nicht einfach irgendwo liegen lassen wollte. Die wäre dann wahrscheinlich schneller weg gewesen, als ich schauen könnte. Ziemlich frustriert und schon einem Sonnenstich ziemlich nahe, setzte ich mich in ein Strandlokal. 

Die Straßen von Colva fand ich ganz schön :)

Die Sache mit der Post in Indien 

Da das mit dem Schwimmen wohl nichts mehr wird, beschloss ich eine Postfiliale zu finden. Es hat sich nämlich mit der Zeit jede Menge Krimskrams (Geschenke von Couchsurfing Gastgebern, Souvenirs, Klamotten) angesammelt, den ich gerne nach Hause schicken würde. Ich habe schon öfters gehört, dass das mit der Post in Indien nicht gerade einfach sein sollte. Die indische Bürokratie ist nämlich eine recht nervenaufreibende Angelegenheit. Winston hat mir gestern noch gezeigt wo ich eine Postfiliale finden konnte. Dort angekommen, war die Dame am Schalter gerade am Telefonieren. Es waren noch weitere Mitarbeiter vor Ort, doch die beachteten mich nicht weiter. Ich wartete geduldig eine halbe Ewigkeit bis die Gute endlich den Telefonhörer auflegt hatte und sich mir zuwandte. Sie fertigte mich recht schnell ab, indem sie mir sagte, dass es nicht möglich sei Pakete von hier aus zu verschicken. Okay, ich habe noch eine zweite Möglichkeit. Im Nachbarort sollte es eine weitere Filiale geben. Der Weg dorthin zog sich unendlich. Leider war das auch nur eine kleine Postfiliale. Wie bereits erwartet, versenden sie dort auch keine Pakete. Der Herr war aber etwas gesprächiger und erklärte mir, dass ich doch nach Margao fahren sollte. Dort wäre des alles kein Problem. Zudem würden sie mir da mein Paket sogar verpacken. Das mit der Verpackung ist nämlich eine weitere  Hürde. Anscheinend muss man das Zeug nämlich fein säuberlich in einen weißen Leinenstoff einnhähen. Nun hoffe ich, dass der nette Mann recht hat und die das dort wirklich für mich machen. Aber dieses Projekt werde ich auf Morgen verschieben, denn dafür fehlt mir heute die Energie. 


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