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Samstag, 28. Dezember 2019

Pashupatinath Tempel in Kathmandu


Nach dem Vipassana genieße ich nun wieder meine Freiheit. Ich gönnte mir die letzten Tage leckeres Essen hier in Kathmandu, besuchte Yogastunden, genehmigte mir eine Spa-Behandlung und relaxte.

Pashupatinath Tempel

Heute Vormittag machte ich mich gemeinsam mit Santosh, einem Einheimischen, zu Fuß auf den Weg zum Pashupatinath Tempel. Von Thamel aus brauchen wir etwa eine Stunde dorthin.


Pashupatinath ist eine der wichtigsten Tempelstätten des Hinduismus. Hier wird der Gott Shiva als Herr der Tiere (= pashu pati) verehrt. Das Gelände ist nur zum Teil für Touristen zugänglich. Den Tempel dürfen nur Hindus betreten. Der Fluss Bagmati teilt die Anlage in zwei große Bereiche. Auf der rechten Uferseite liegen der Tempel und die Verbrennungsstätten der Leichen. Diese werden auf einer Bahre dahin gebracht. Dort wird dann ein Scheiterhaufen errichtet. Bevor der Leichnam auf den Scheiterhaufen gelegt wird, taucht man ihn zuerst noch in den Fluss bzw. be spritzt ihn mit dem Flusswasser. Nachdem er dann auf den Scheiterhaufen gelegt wurde, wird er mit Holz und Stroh bedeckt. Bevor der Holzstoss angezündet wird, umschreiten die Verwandten den Leichnam fünfmal im Uhrzeigersinn als Zeichen für die fünf Elemente Wasser, Erde, Licht, Luft und Äther. Dem ältesten Sohn fällt anschließend die Aufgabe zu, den Scheiterhaufen anzuzünden. Nach ca. 3 - 4 Stunden ist die Leiche verbrannt und die Asche des Toten wird anschließend in den Fluss gegeben.

Als wir im Tempel eintrafen, fanden gerade mehrere Verbrennungszeremonien statt. Da der Eintritt satte 1.000 NPR für Touristen kostet (Einheimische zahlen nichts), sah ich mir das Schauspiel aus etwa zehn Meter Entfernung an. Aber das reichte auch vollkommen aus, um alles zu sehen, was ich sehen wollte. Es sollte anscheinend auch ein paar "geheime" Eingänge geben, wodurch man sich den Eintritt ersparen könnte. Doch damit hatte ich wenig Glück, denn die Securities waren überall präsent.



Das Ganze ist nichts für Leute mit einem schlechten Magen. Die Gerüche, die von den verbrannten Leichen in die Luft steigen, sind nämlich ganz schön heftig.

Auch rituelle Waschungen werden im Fluss durchgeführt. Wenn man  allerdings das verschmutzte und vermüllte Wasser sieht, ist es für unsereins kaum vorstellbar, freiwillig in den Fluss zu gehen.


Erkundungstour Kathmandu und Umgebung

Nachdem wir uns den Pashupatinath Tempel angesehen hatten, beschlossen wir mit dem Bus etwas außerhalb von Kathmandu zu fahren. Santosh meinte, dass wir dort sogar ein bisschen wandern könnten. Das hörte sich doch gut an. Wir fuhren bis zum Affentempel Swayambhunath. Von dort aus starteten wir unsere Tour. Ich war wirklich überrascht wie friedlich die Gegend hier ist. Der ganze Großstadttrubel schien nun richtig fern.

Santosh und ich



Swayambhu, Buddha Park

Blick auf Kathmandu

Santosh

Besuch aus der Schweiz

Morgen bekomme ich Besuch aus der Schweiz. Meine sehr gute Freundin und Arbeitskollegin Andralynne kommt mich für zwei Wochen hier in Nepal besuchen. Ich freue mich nun wirklich schon sehr endlich wieder ein vertrautes Gesicht zu sehen. 

Die vorläufigen Pläne für unsere gemeinsame Zeit sehen in etwa so aus:
  • Neujahr werden wir in Pokhara feiern, da dort ein großes Festival sein wird. 
  • Danach planen wir ein kleines Trekking zum Mardi-Himal Basecamp auf 4.500 m. Bin schon gespannt wie das wird, immerhin ist der Jänner der kälteste Monat in Nepal. 
  • Wenn noch genügend Zeit bleibt würden wir gerne den Chitwan Nationalpark besuchen. 

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