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Freitag, 23. Juni 2017

Wanderung zu den Wasserfällen "Siete Cascadas" in Sucre



Der heutige Tag startete sehr gemütlich mit ein paar hausfräulichen Tätigkeiten wie Wäsche waschen. Danach machten Luis und ich uns ein leckeres Frühstück.

Der weitere Plan des Tages war eine Wanderung zu den "7 Cascadas" (auf deutsch: 7 Wasserfälle). Gonzalo, unser Gastgeber, erklärte uns welchen Bus wir zum Startpunkt der Wanderung nehmen müssen. Leider stimmte seine Beschreibung nicht ganz, doch auf einigen Irrwegen kamen wir schlussendlich ans Ziel. Der Vorteil unseres Verirrnisses war, dass wir ein kleines Restaurant mit köstlichem - und vor allem billigen - Mittagessen fanden.

Wanderung zu den "7 Cascadas"

Die Wanderung zu den Wasserfällen, startet in dem kleinen Dorf Villa Alegría, das sich etwa 20 Fahrminuten außerhalb von Sucre befindet. Vom Zentrum aus fahren regelmäßig Minibusse dorthin. Die Wanderung führt durch eine sehr beeindruckende Gegend. Wir brachten etwas weniger als eine Stunde zu den Wasserfällen. Zu unserer Freude waren trafen wir auf fast niemanden. Gestern waren wir nämlich im Tourismusbüro von Sucre und haben gefragt, wo man den hier in der Gegend schön wandern gehen könnte. Diese erklärten uns, dass wir alleine gar  nirgends hingehen könnten, da es zu gefährlich wäre und wiesen uns bloß auf diverse Tourveranstalter hin. Da Luis und ich uns in dieser Sache zum Glück sehr einig sind, dass geführte Touren ein Grauen für uns sind, haben wir dem Rat der Dame nicht viel Beachtung geschenkt. Es gibt doch nichts Schöneres Natur in Ruhe zu genießen, anstatt mit einer Riesenherde Touristen irgendwo herumgetrieben zu werden. Und die Wasserfälle scheinen doch noch eher ein Geheimtipp zu sein. Und gefährlich war gar nichts. Der Weg war gut zu finden und die Einheimischen, auf die wir trafen supernett. Die Wasserfälle befinden sich in einer Schlucht. Zu den hinteren Wasserfällen muss man etwas klettern.

am Ende dieser Schlucht befinden sich die Wasserfälle






Weizenaufteilung in einem kleinen Bauerndorf und der See "Llimphi"

Luis und ich sahen auf der Landkarte, dass ein kleiner See namens Llimphi nicht unweit sein sollte. Wir beschlossen dorthin zu wandern. Dies stellte sich jedoch als kleine Herausforderung heraus, da kein Weg dorthin führte. Es war somit eine Mischung aus klettern und sich durchs Gestrüpp kämpfen - aber auf alle Fälle Abenteuer! Auf unserem Weg dorthin trafen wir auf ein paar sehr abgeschieden gelegene Bauernhäuser aus Lehm. Die Einheimischen musterten uns, waren jedoch nicht besonders redselig. Ich bin mir nicht sicher, ob sie einfach kein spanisch sprachen oder nicht mit uns reden wollten - oder einfach nur schüchtern waren. Jedenfalls erhielten wir nicht viel Antwort auf die Frage, wie wir denn zum See kommen könnten.

In einiger Entfernung sahen wir eine Gruppe von etwa 30 Bauern und Bäuerinnen stehen. Wir näherten uns vorsichtig. Man weiß ja nicht, was diese Leute davon halten, wenn irgendwelche Touristen hier auf ihren Grundstücken herumirren. Aber siehe da, sie winkten uns gleich heran. Wie sich herausstellte waren sie gerade dabei, das gemeinsam angebaute Weizen aufzuteilen. Wir wurden auch sogleich mit einer Riesentüte Weizenkörner beschenkt.

Bauern bei der Weizenaufteilung

der kleine Kuhhirte bei der Arbeit :D




Als wir später den See erreichten, stellte sich heraus, dass er wirklich nichts Besonderes war - bloß ein kleiner, derzeit fast ausgetrockneter Stausee. Aber dafür war der Weg hierher eindeutig sehenswert.



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