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Mittwoch, 21. Juni 2017

Salar de Uyuni - die größte Salzwüste der Welt


Nach einer bitterkalten Nacht - das Eis auf den Straßen schmilzt hier nicht einmal tagsüber - machten Luis und ich uns auf, in Richtung Salar de Uyuni. Salar de Uyuni ist mit über 10.000 km² die größte Salzwüste auf der ganzen Welt. Sie liegt auf 3.653 m und wurde vor über 10.000 Jahren durch das Austrocknen des Paläosees Tauca gebildet. Jährlich werden einige Tonnen Salz abgebaut.

die endlosen Weiten der Salzwüste


Salar de Uyuni auf eigene Faust

Da wir die Salzwüste auf eigene Faust erkunden wollten, mussten wir zuerst in den Ort Colchani, welcher etwa 20 km vom Ort Uyuni entfernt liegt. Wir beschlossen es mit Autostoppen zu versuchen. Leider mit wenig Glück. Nach einer Stunde vergebenen Wartens beschlossen wir zu gehen. 20 km wären zwar etwa 4 Stunden Gehzeit,  aber was solls. Kaum losgegangen, kam ein total überfülltes Auto an - eine ganze Großfamilie war dort hineingequetscht. Und siehe da, sie nahmen uns doch glatt mit.

der Ort Colchani

Von Colchani aus sind es nur noch 5 km bis zur Salzwüste. Wieder hatten wir Riesenglück, denn ein Jeep nahm uns die letzten Kilometer mit. Wir standen nun am Beginn einer unendlich scheinenden, weißen Ebene. Alles Salz. Wow, wir kamen aus dem Staunen nicht heraus. Kein Schatten, kein Leben, keine Hügel, kein gar nichts - nur eine ewige Weite - weißes Salz und darüber der blaue Himmel. Wir begannen also loszumarschieren. Mehrmals wurden wir gewarnt wie gefährlich es sei, sich in dieser Salzwüste zu verlaufen. Wir versuchten uns ein wenig an den weit entfernten Bergen zu orientieren.

alles Salz ;)

ein Salzruine

Mittagessen in der Salzwüste


Wir machten ein paar lustige Experimente. Beispielsweise versuchten wir fünf Minuten lang mit geschlossenen Augen gerade aus zu gehen. Das ist hier nämlich der perfekte Ort dafür, da man sich an nichts stoßen kann. Wir staunten nicht schlecht, denn als die paar Minuten vergangen waren, war ich ganz wo anders als Luis und außerdem schienen wir beide irgendwie im Kreis gegangen zu sein - verrückt! Und natürlich machten wir auch jede Menge Fotoexperimente.

unsere Fotoexperimente in der Salzwüste







Der Rückweg nach Colchani zog sich ewig, denn die Gegend ist doch sehr monoton. Plötzlich sahen wir in nicht allzu weiter Ferne ein paar Einheimische in der Salzwüste tanzen. Wir steuerten natürlich sofort auf sie zu. Diese drehten gerade ein Tanzvideo, wie sie uns erklärten. Zwar nicht sonderlich professionell, dafür schienen sie aber jede  Menge Spaß dabei zu haben. Die Familie forderte uns sogleich auf mitzutanzen. Als wir ihnen erzählten, dass wir später zurück nach Uyuni müssten, meinten diese gleich, wir sollten doch auf ihren Lieferwagen aufspringen. Sie müssen auch in die selbe Richtung. Wow, so viel Glück an einem Tag.




Die Familie besteht übrigens aus zwei Erwachsenen: Umberto und Flora, ihren zwei Babys, der 15-jährigen Schwester von Flora: Ritah und der 18-jährigen Kusine: Ruth. Sie verdienen ihr Geld durch das Verkaufen von Klamotten, mit dem ihr Lieferwagen randvoll gefüllt ist und versuchen es mit Tanzvideos. Derzeit reisen sie durch ganz Bolivien, um eben ihre Klamotten zu verkaufen und ihre Videos zu drehen.

Es ging also los: Luis, Ritah, Ruth und ich auf der Ladefläche und die anderen vier vorne. Ritah meinte, dass sie heute Nacht noch in Richtung Sucre aufbrechen würden. Luis schaute mich an und meinte: Sollen wir mit?

Ich, Luis, Ruth Ritah auf der Ladefläche des Lieferwagens... zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir die nächste 24 Stunden auf dem Gefährt verbrinen werden ;)


Da ich schon recht müde bin folgt die Fortsetzung dieser spannenden Geschichte morgen ;)


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