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Dienstag, 21. Juni 2016

Leguan zum Frühstück und weiter nach El Salvador

Douglas überraschte mich heute Morgen mit einem Frühstück, das vielleicht nicht jedermanns Sache ist: Leguan! Ich habe ihm nämlich von meiner Vorliebe für verrückte Mahlzeiten erzählt. Ich glaube ja, dass es in Honduras nicht ganz legal ist Leguane zu verkaufen, aber Douglas setzte alles in Bewegung um an so ein Reptil zu kommen und heute Morgen stand es dann glatt auf dem Tisch - und zwar schon fertig zubereitet. Geschmacklich würde ich es als eine Mischung zwischen Hühnchen und Fisch beschreiben - war auf alle Fälle super lecker. Meine Liste der außergewöhnlichen Mahlzeiten während meiner Reise sieht nun folgendermaßen aus: Heuschrecken in Uganda (sehr lecker), Raupen in Sambia (eher mittelmäßig), Termiten in Costa Rica (relativ geschmackslos) und nun auch Leguan in Honduras.

Am späten Vormittag gings mit einem Chicken-Bus auf nach El Salvador zum Grenzposten "El Amatillo". Auf der Fahrt dorthin hatte ich ein leicht mulmiges Gefühl, immerhin habe ich nach den ganzen Infos über dieses Land doch ein wenig Respekt davor. Kurz vor der Grenze wurde unser Bus von der Polizei in Honduras angehalten. Wir mussten alle aussteigen und uns in zwei Reihen aufstellen, Männer und Frauen getrennt. Es wurden alle Personalausweise eingesammelt. An mir fanden sie wohl besonderen Gefallen, denn ich wurde genaustens durchsucht. Danach bekamen wir unsere Ausweise wieder und durften wieder in den Bus - bis auf vier Leute, sie wurden von der Polizei abgeführt. Schräg!

Der Grenzübergang verlief super einfach. Ich lernte ein nettes Mädl aus San Salvador kennen mit der ich die Grenze überquerte. Das Witzige ist, dass ich nicht einmal irgendeine Ein- oder Ausreisegebühr bezahlen musste. Ich habe von anderen Reisenden bereits Schauergeschichten darüber gehört, dass ihnen alle möglichen Gebühren an der Grenze verrechnet wurden. Mein spanisch ist nun überraschenderweise schon so gut, dass ich mich mit den Leuten hier unterhalten kann. Englisch versteht hier kein Mensch. Dafür sind die Menschen offen und hilfsbereit wie noch in keinem zentralamerikanischen Land zuvor. Ich bin wirklich mehr als positiv überrascht. Die Währung in El Salvador ist der US-Dollar. Von Maras bis jetzt weit und breit keine Spur ;)

Ich konnte dann auch recht schnell einen Bus in Richtung "San Miguel" finden. Der Busfahrer war superlieb und ging dann auch noch sicher, dass ich am Busbahnhof dort abgeholt wurde. Er winkte mir noch ewig lange nach. Lieb. Mein Gastgeber Luis holte mich mit einem prunkvollen Jeep ab. Als wir durch die Straßen fuhren, fiel mir auf, dass sogar vor den kleinsten Shops bewaffnete Sicherheitsleute standen. Außerdem sieht man überall Leute vom Militär durch die Straßen marschieren. Luis klärte mich auf, das es hier tagsüber total sicher sei, sofern ich gewisse Gebiete meide. Bei Dunkelkeit ist es jedoch ein "no go" irgendwo langzugehen. Es stellte sich heraus, dass Luis und seine Familie wohl im Besitz einiger Hotels hier in der Stadt sind. Ich vermute sie gehören der oberen Gesellschaftsschicht an. Dann eröffnete er mir auch noch, dass ich in einem ihrer Hotels schlafen werde - mit Pool. Ich staunte nicht schlecht über mein Glück. Als Draufgabe lud er mich noch in ein nobles Restaurant zum Essen ein: Krabbensuppe, Shrimpssuppe, Puposas, usw. Ich fühle mich wie im siebten Himmel. Später zeigte er mir noch ein Stadtviertel, wo einige der Maras wohnen. Sehen konnte ich aber keinen.

In diesem Sinne, Gute Nacht :)

so sah das zubereitete Reptil dann aus



mein Gastgeber "Douglas" und ich

Abemdessen mit Luis

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