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Samstag, 25. Juni 2016

Suchitoto: Skorpion im Schlafzimmer & Lago Suchitlán

Schreck am Abend

Abgesehen von jeder Menge Spinnen - die überaus nützlich sein können gegen Moskitos - entdeckte ich gestern zu meinem Schrecken einen Skorpion knapp über meinem Bett an der Wand. Ich beschloss kurzerhand, dass ich doch lieber alleine schlafe und somit wurde das arme Tierchen in den ewigen Schlaf versetzt! Der Rest der Nacht verlief zum Glück ruhig.

Suchitoto

Josué musste frühmorgens los, um Taxi für ein paar Mädels zu spielen. Ich nutzte die Zeit um Suchitoto zu erkunden. Ich habe noch selten so ein idyllisches Örtchen gesehen mit so vielen freundlichen Gesichtern. Entgegen aller Schauergeschichten über El Salvador muss ich wirklich sagen, dass es in Zentralamerika bis jetzt mein absoluter Favorit ist.

Lago Suchitlán 

In der Nähe von Suchitoto befinden sich anscheinend sehr schöne Wasserfälle. Nach einem kurzen Blick auf die Landkarte beschloss ich, dass man dort gut zu Fuß hinkommen müsste. Doch zu früh gefreut. Josué meinte, dass ich dort keineswegs alleine hinkann, da es in dieser Gegend regelmäßig zu Überfällen komme. Ich solle zur Polizei in Suchitoto gehen und dort um Begleitschutz fragen. Die Polizei begrüßte mich freundlich und meinte, dass wir um 15 Uhr losgehen könnten. Sehr gut, dann werde ich vorher noch den Suchitlán See aufsuchen. Nach einem halbstündigen Fußmarsch kam ich an diesem malerischen See an. Die Gegend ist bekannt für seine große Vogelvielfalt. Ein paar Fischer standen im Wasser und ein paar Pferde grasten am Ufer, ansonsten herrschte hier angenehme Ruhe, die bloß durch das Vogelgezwitscher etwas belebt wurde. Traumhaft. Wie sehr ich doch diese Momente genieße, die ich bloß für mich alleine habe. Andauernd werde ich gefragt, ob ich mich denn nicht oft einsam fühle beim Alleinereisen. Doch genau solche Momente wie heute am See, die ich ganz allein in einer traumhaften Umgebung genießen kann geben mir große Genugtuung. Mit keinem reden zu müssen, die Gedanken schweifen zu lassen und über das Leben nachzudenken. Als ich so am See saß, konnte ich mich zurückerinnern, wie ich in Lesotho mit einem Einheimischen wandern war und wir in einer Höhle übernachtet hatten. Am Abend wanderte ich alleine durch die rießigen Schluchten, die sich neben dem Fluss emporstreckten. Die Geier kreisten über mir und es wurde langsam dunkel. Mitten im Nirgendwo, fernab jeglicher Zivilastion. Das war ein dermaßen magischer Moment, den ich auch bloß mit mir selbst teilte... und nie vergessen werde. Ich fühlte mich richtig tief verbunden mit der Natur und all ihren Geräuschen um mich herum.
=> Video: Lago Suchitlán 


Ein kleiner Dämpfer

Um 15 Uhr war ich am Polizeiposten und dann erklärten die mir doch glatt, dass sie einen Notfall hätten und wir deshalb nicht zum Wasserfall könnten. Tja, nicht ärgern, nur wundern ;)

Josué möchte mit mir heute Abend in die sozusagene Dorfkneipe schauen - mal sehn was da so los ist!


hier haben wir den kleinen Bösewicht 

die traumhaften Gassen von Suchitoto 


Kathedrale von Suchitoto 


Lago Suchitlán 











1 Kommentar:

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