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Dienstag, 14. Juni 2016

In Leon bei Roger - Planung der Weiterreise nach Honduras

Am Morgen ging es weiter in Richtung Norden  nach Leon. In Managua musste ich umsteigen und traf mich bei der Gelegenheit kurz mit David (meinem Couchsurfing Gastgeber aus La Concha - falls ihr euch erinnern könnt, er arbeitet nämlich in Managua) auf einen Drink. Dann ging es weiter nach Leon. Dort wohne ich bei Roger , einem superlieben  und wahnsinnig freundlichen Kerl. Als sein Freund dann auch noch mit mir im Salzburger Dialekt deutsch zu sprechen begann, glaubte ich es gar nicht mehr. Er hat wohl ein Jahr in Salzburg in einem Hotel gearbeitet. Bei Roger habe ich es komfortabler als in jeglichen Herbergen bisher, ich kann sozusagen eine eigene Wohnung auf seinem Grundstück für mich alleine benutzen inklusive Bad und Riesenschlafzimmer.

Mein Plan ist es diese Woche noch nach Honduras aufzubrechen. Roger warnte mich nochmals, dass dies ein wirklich heißes Pflaster sei - sozusagen der Bösewicht unter den zentralamerikanischen Ländern. Sogar die meisten Nicaraguaner meiden es dorthin zu reisen, da es zu gefährlich sei. Nachdem ich solche Aussagen nun aber schon oft über Länder gehört habe, die ich bereisen wollte und im Endeffekt alles nur halb so schlimm war, möchte ich mir selber ein Bild davon machen. Bekannt ist, dass Honduras eines der unsichersten Länder der Welt ist. Das Problem dort sind vor allem Bandenkriege und große Gewaltbereitschaft mit geringer Hemmschwelle beim Schusswaffengebrauch. Zudem hat Honduras die höchste Mordrate in Zentralamerika. Vor allem San Pedro Sula sollte gemieden werden, da es eine der gefährlichsten Städte auf der ganzen Welt ist. Die Zeitungen sind tagtäglich voll von Meldungen über Morde, Überfälle, Entführungen, Vergewaltigungen, usw. 2012 hatte Honduras die weltweit mit Abstand höchste Zahl an Tötungsdelikten pro Einwohner, nämlich 90,4 je 100.000 (auf dem zweiten Platz folgte Venezuela mit 53,7, in Deutschland waren es beispielsweise nur 0,8).
Das Ganze klingt natürlich ziemlich krass und man muss natürlich sämtliche Sicherheitsvorkehrungen treffen (wie beispielsweise keine Nachtfahrten, kein Smartphone öffentlich zur Schau stellen, keinen Schmuck tragen, seinen Rucksack nie  aus den Augen lassen usw.). Trotzdem finde ich, dass man, wenn man vollkommen sicher sein will, sich am besten zu Hause im Wohnzimmer einsperren soll und nicht einmal da ist man sicher. Bei Autounfällen sterben auch mehr als genug Menschen, trotzdem hält das so gut wie niemanden davon ab täglich damit von A nach B zu fahren. Außerdem möchte ich mich wieder einmal abseits der ausgetretenen Touristenpfade bewegen und da es den meisten Reisenden in Honduras zu gefährlich ist, scheint mir das ein spannendes Reiseziel zu sein. Die Sicherheitshinweise des auswärtigen Amts sollte man für Honduras besser nicht lesen - aber das gilt für die meisten meiner bisher bereisten Länder ;D

am Busbahnhof in Rivas


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