Nach den Vulkanlandschaften wurde es plötzlich wieder richtig grün. Dichter Wald, Lagunen, Nebel und Regen bestimmten diese Sektion. Irgendwie hatte das alles seinen eigenen Reiz, fast ein bisschen mystisch.
Sonntag, 08. Februar 2026
Nachdem ich Sektion 16 im Dörfchen Liquiñe beendet hatte, ging es nach einer kurzen Frühstückspause direkt weiter in die Sektion 17. Gleich zu Beginn ging es knackige 700 Höhenmeter bergauf bis zur Laguna Corazón (zu deutsch: Herz-Lagune). Die herzförmige Lagune lag komplett in Nebelschwaden.
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| Mystische Stimmung an der Laguna Corazon |
Mittags kam ich an eine weitere Lagune. Die Sonne zeigte sich für ein Weilchen. Das nutze ich sofort aus für eine Pause und breitete mein klatschnasses Zelt - vom Kondenswasser der letzten Nacht - zum Trocknen aus.
Danach ging es grau in grau weiter. Im dichten Wald war es ziemlich dunkel. Meine Puma-Paranoia meldete sich wieder, besonders wenn das Gebüsch links und rechts komplett undurchsichtig wurde. Einmal war ich mir ziemlich sicher, hinter einem Busch ein Fauchen gehört zu haben.
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| Das könnte auf den ersten Blick tatsächlich auch ein Wald zu Hause sein (mit dem kleinen Unterschied, dass es bei uns keine gefährlichen Wildkatzen gibt) |
Am Abend erreichte ich den See Lago Pirihueico und fand einen traumhaften Zeltplatz am Strand Pozo de Oro. Ein paar Leute waren mit einem Bootsausflug dort, verschwanden aber bald. Nun gehörte mir dieser schöne Ort ganz allein. Kaum habe ich mich am Abend ins Zelt verzogen begann es leicht zu regnen.
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| Pozo de Oro am Lago Pirihueico |
Montag, 09. Februar 2026
Es regnete tatsächlich die ganze Nacht nonstop. Da es nur noch ein kurzes Stück bis in den Ort Puerto Fuy war, blieb ich am Vormittag im Zelt, las ein bisschen und nähte meinen eingerissenen Schlafsack. Draußen prasselte es weiter.
Gegen 13 Uhr hörte der Regen auf, deshalb habe ich schnell das Zelt zum Trocknen ausgebreitet, alles gepackt und um bin dann um 14 Uhr los. Nach etwa einer halben Stunde begann es wieder wie aus Eimern zu schütten.
Nach rund 1,5 Stunden kam ich komplett nass in Puerto Fuy an.
Ich hatte ein kleines Dorf erwartet. Klein war es auch, aber überraschend touristisch. Grund dafür ist die Ferienzeit in Chile und die wirklich schöne Lage des Ortes zwischen See und Bergen.
Ich checkte im Hostel Andalue ein (25.000 CLP pro Nacht). Die Besitzerin ließ mich ihre Waschmaschine benutzen und ich durfte über Nacht meine Sachen über dem Holzofen trocknen.
Da es die nächsten zwei Tage durchregnen soll, bleibe ich erst einmal hier und ziehe vermutlich am Donnerstag weiter.
GPT17 - Technische Daten:
• Distanz: 31 km
• Höhenmeter: 1.561 m
• Dauer: 1 Tag
Insgesamt am Greater Patagonian Trail:
• Distanz: 1.110 km
• Höhenmeter: 44.179 m






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