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Samstag, 6. Mai 2017

Mädels-Abend und Ceviche in Piura


Meine Gastgeberin Azucena war gestern bis 21 Uhr in der Uni. Danach trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen. Mit dabei waren drei Freundinnen von ihr. Als sie mich fragten, was ich denn gerne essen würde, kam meine Antwort natürlich wie aus der Pistole geschossen: Ceviche! Immerhin ist Peru das Land der Ceviche. Wie mich die Mädels aufklärten, sollte es hier in Piura sogar das beste Ceviche geben. Da war ich ja gespannt.

Wir bestellten in einer Cevicheria ein Ceviche Mixto - also ein gemischtes Ceviche mit Fisch, Oktopus, Muscheln und Shrimps. Wie ich festellen musste, hatten die Mädels keineswegs übertrieben - es schmeckte einfach vorzüglich. Dazu gab es leckeres kaltes Bier. Da ich mit den Biersorten hier in Peru noch nicht so bewandert bin, probierten wir gleich alle 5 Biersorten, die es dort gab durch. Wir verbrachten einen super lustigen Abend. Als Draufgabe luden mich die Mädels auch noch ein. Ich versuchte wehement abzulehnen, doch zwecklos.


Ceviche :)

Bierverkostung 


Heute Vormittag erkundschaftete ich Piura etwas. Wie ich bereits erwähnt hatte, kann man sich eindeutig schönere Städte vorstellen. Es ist drückend heiß hier, die Luft ist staubig und viel Müll liegt auf den Straßen. Und die Männer mit ihren dicken Bierbäuchen benehmen sich wie hormongesteuerte Rüden wenn sie eine läufige Hündin sehen - da wird geglotzt, nachgepfiffen und Dinge wie "Mamasita" nachgeschrien. Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Phänomen hier wirklich so krass ist oder ob ich mich einfach erst wieder dran gewöhnen muss. Immerhin benahmen sich die Männer in Ecuador etwas gezügelter. Aber ich versuche mein Bestes darauf so zu reagieren, wie es die einheimischen Frauen machen - also das ganze Theater einfach komplett zu ignorieren und Augenkontakte zu vermeiden. Auch der Straßenverkehr ist hier ein wildes Durcheinander. Zu ungefähr 90% ist das Straßenbild vom den Moped Tuk-Tuks geprägt - hier auch Moto-Taxis genannt. Diese veranstalten ein nie endendes Hupkonzert und es wird gedrängelt was geht auf den Straßen. Die Moto-Taxis kosten üblucherweise 3 Soles (= ca 80 Cent) für eine Fahrt innerhalb der Stadt.

Den Abend ließ ich mit den Mädels wieder mit absolut köstlichem Ceviche ausklingen. Dazu gabs Leche de Tigre, was so viel wie Tigermilch heißen sollte. Es ist ähnlich wie Ceviche, enthält aber weniger Meeresfrüchte und Fisch, dafür mehr Flüßigkeit - es ist also sozusagen die Brühe der Ceviche, welche in einem großen Trinkglas serviert wird. Es war ein lustiger Abend, den wir eigentlich noch mit etwas tanzen gehen ausklingen lassen wollten. Da wir recht müde waren, kamen wir um 20 Uhr nach Hause um ein "kurzes" Siesta zu machen - daraus wurde jedoch ein etwas längeres Schläfchen, da wir alle bis zum nächsten Morgen durch schliefen.



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