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Freitag, 28. Oktober 2016

Wasserfall "Periquera"

Jozef kehrte heute Morgen so um acht Uhr zurück - wo auch immer er in der Nacht gewesen ist - und verwöhnte uns mit Kaffee. Anfangs schien er uns ein klitzekleines bisschen suspekt, da er äußerst ruhig wirkt und nur sehr wenig redet, doch mittlerweile mussten wir feststellen dass er ein herzensguter Kerl ist.

Heute spielte er Chauffeur für uns - er brachte uns mit seinem kleinen Auto zu einigen Wasserfällen etwas außerhalb des Ortes, namens "Periquera". Wir dachten ja anfangs er würde mit uns kommen, doch da hatten wir uns getäuscht. Er meinte er würde auf uns in einem Café warten bis wir von unserer Wanderung zurückkehren. Wir erklärten ihm, dass dies absolut nicht nötig sei, doch er bestand darauf. Wieder einmal war ein Eintritt für das Vergnügen zu bezahlen - 5000 COP. Außerdem meinte die Dame am Eingang, dass der Wasserfall nur fünf Gehminuten entfernt liege. Normalerweise könnte man mehrere Wasserfälle besuchen, doch dazu müsse man den Fluss durchqueren, was aufgrund des hohen Wasserspiegels derzeit zu gefährlich, ja sogar verboten sei. Wir werden sehen. Sie hatte recht, der Fluss war reißend und die Steine darin außerordentlich rutschig. Dadurch dass es nach dem ersten Wasserfall gleich den nächsten hinunter ging, könnte ein Ausrutschen tödlich enden. Doch so schnell gaben wir natürlich nicht auf. Wir kraxelten einen kleinen Geheimweg am Fluss entlang und überquerten diesen an einer sichereren Stelle. Wir konnten somit eine Art Runde gehen, kamen bloß an einer anderen Stelle wieder heraus. Komischerweise war dort auch Eintritt zu bezahlen, nur um einiges mehr. Ein älterer Herr stürmte sofort auf uns zu. Wir müssten nochmals Eintritt bezahlen, da wir uns nun in einem anderen Park befänden. Außerdem wäre es uns verboten gewesen den Fluss zu durchqueren. Was? Wir machten ihm klar, dass wir kein Geld haben. Na gut, dann müssten wir den Weg, so wie wir ihn gekommen sind zurück gehen. Der spinnt wohl. Abenteurerinnen wie wir sind fanden wir natürlich eine Möglichkeit unentdeckt über einen Zaun den Park zu verlassen.

Den Nachmittag verbrachten wir im Ort mit Bummeln und Kaffee trinken.





Anki bei der riskanten Flussdurchquerung






... diese kleinen Pflanzen wachsen auf den Baumstämmen 


unsere Wanderbegegnung - er wollte uuunbedingt ein Foto mit uns


die Gassen von Villa de Leyva 

"Dorfkneipe" - was es nicht alles gibt!

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