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Sonntag, 19. Juni 2016

Welcome to Honduras

Aus meinen geplanten zwei Tagen in Leon wurden letztendlich fast sechs. Aber ich genoss die Zeit mit Roger dort sehr - angefangen von verrückten Patrynächten über eine entspannte Zeit am Strand bis hin zu sehr interessanten Gesprächen mit Roger war alles dabei.

Heute morgen musste ich aber wohl oder übel wieder meine sieben Sachen packen. Die Grenze zu Honduras erreichte ich recht schnell mit zwei lokalen Bussen. Dann kam der Grenzübergang. Im Prinzip verlief alles komplikationslos, das hatte ich vor allem auch einen älteren Herrn aus Nicaragua zu verdanken, der mir bei den Grenzformalitäten behilflich war. Leider stand eine Schlange von geschätzten 100 Leuten vor dem Migrationsschalter an, wodurch sich das Ganze ordentlich in die Länge zog. Nach ungefähr zwei Stunden war aber alles erledigt. Weiter gings mit dem Bus nach Chaluteca. Dort angekommen war ich erstmals ziemlich planlos. Ich wollte mich mit meinem Couchsurfing Gastgeber "Douglas" am Busbahnhof treffen, leider war keine Spur von ihm. Meine Simkarte von Nicaragua fubktionierte leider auch nichzt mehr. Da Busbahnhöfe sowieso den Ruf haben gefährlich zu sein und ich vor Honduras noch einen ziemlichen Respekt, da der Ruf ja vorraus eilt, lief ich erstmals recht planlos herum. Immer wieder hielten Autos an und fragten wohin ich gehe und ob sie mich mitnehhmen könnten. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob die Leute hier einfach so freundlich sind oder ob das eher mit Vorsicht zu genießen sei. Natürlich bin ich nirgends eingestiegen. Schlussendlich konnte ich ein Hotel finden wo ich das WLAN nutzen und somit Kontakt mit Douglas aufbauen konnte. Er meinte ich sollte Richtung Busbahnhof gehen und ein Freund von ihm würde mich dann abholen. Als ich das Hotel verließ verfolgte mich ein junger Mann mit dem Fahrrad, ich hatte schon richtig schiss, da die Straße menschenleer war. Ich versuchte mich gerade zu erinnern was ich im Selbstverteidigungskurs vor Jahren gelernt habe. Da kam der Typ immer näher und begann mich auch noch vollzulabern. Ich versuchte ihm klarzumachen, dass ich kein spanisch spreche und er mich doch in Ruhe lassen sollte. Dann glaubte ich plötzlich den Namen "Douglas" gehört zu haben. Oh nein, wie peinlich! War es doch glatt der Freund von Douglas, den er mir geschickt hatte. So kann es einem gehen. Bei Douglas zu Hause angekommen, empfingen er und seine Mama mich herzlich in ihrem simplen Zuhause. Das erste Mal, dass ich nun spanisch sprechen MUSS, weder Douglas noch Mama sprechen ein Wort englisch. Am Abend hatte mein Gastgeber viel zu tun mit seinem Handy-Reparier-Shop, deshalb bot mir einer seiner Freunde - Rolando - an, mich in der Stadt herumzuführen und essen zu gehen. Choluteca scheint ein kleines Städtchen zu sein, wo jeder jeden kennt. Alle paar Meter blieben wir stehen und Rolando stellte mich Freunden vor. Wir konnten auch nachts problemlos durch die Straßen schlendern. Bis jetzt scheint mir Honduras ein sehr freundliches Land zu sein.

In den nächsten Tagen möchte ich weiter nach El Salvador. Die Sicherheitslage sollte auch dort gerade ziemlich schlecht sein - wenn nicht sogar noch schlechter als in Honduras, laut den Informationen des auswärtigen Amts.

mein derzeitiges Schlafgemach 

und endlich wieder duschen nach dem Schöpfprinzip ;)



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