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Samstag, 31. Oktober 2020

On the road again


Es scheint mir noch gar nicht besonders lange aus, als ich letztes Jahr dieselbe Überschrift hier im Blog niedergeschrieben habe. Und nun ist es tatsächlich schon wieder so weit: meine 5-monatige Auszeit steht an - oder besser gesagt: Sie hat gerade begonnen. 

Michiumdiewelt
Meine letzten Tage in der wunderschönen Schweiz genieße ich in vollen Zügen. 

Reisen in Corona Zeiten

Dass ich meine kompletten Reisepläne bereits geschätzte 500 mal komplett über den Haufen werfen musste (= ändern, überarbeiten), brauche ich wohl niemandem zu erzählen. Wenn ich heute etwas plane, dann ist das morgen so schon wieder nicht mehr möglich. Vor vielen Monaten glaubte ich noch, nach Südamerika (mit dem Schwerpunkt Patagonien) reisen zu wollen. Mit der Zeit wurde mir aber bewusst, dass der ganze Corona Wahnsinn noch nicht so schnell vorüber sein wird. Ich beschloss deshalb Europa zu erkunden. Mit einem Interrail Ticket wollte ich mit dem Zug in Richtung Nordeuropa und dann wieder weiter südlicher in die wärmeren Länder reisen.


Da nun aber fast tagtäglich neue Einschränkungen hinzukommen, habe ich auch diesen Plan wieder auf Eis gelegt. In Zeiten wie diesen muss man spontane Entscheidungen treffen. Aber ich mache mir keine ernsthaften Sorgen, dass ich nur Zuhause sein muss. Kaum schließt sich eine Tür, öffnet sich zumeist auch schon wieder gleich eine neue. Packtechnisch bin ich für sämtliche Klimazonen gerüstet - was sich auf das Gewicht meines Rucksacks leider nicht besonders positiv auswirkt *lach*.


Die aktuelle Lage sieht so aus: Ich sitze gerade im Zug von der Schweiz nach Österreich. Dort werde ich vorerst ein paar Tage mit meinen Liebsten verbringen. Alles weitere steht noch in den Sternen. Und genau diese Spontanität und die unvorhersehbaren Dinge machen das Reisen so besonders. Wer mich kennt, weiß, dass ich neue Herausforderungen und Abenteuer liebe und Langeweile für mich einfach das Schlimmste ist. Anfangs dachte ich noch, dass Backpacking in Europa sicher nicht besonders spannend werden wird - zumindest im Vergleich zu den anderen Ländern, die ich bereits bereist habe.


Wer meine letzten Reisen verfolgt hat weiß, dass es bei mir schon öfters vorkam, dass ich nicht wusste, ob ich über die nächste Landesgrenze kommen werde oder eben nicht. Ich hatte wirklich spannende Grenzübergänge hinter mir - z.B. als ich mich fünf Monate in Ecuador aufgehalten habe, obwohl mein Visum nur für drei Monate gültig war. Ich überquerte dann die Grenze nach Peru zu Fuß und hatte ordentlich Schiss dabei -  doch das Glück stand tatsächlich immer auf meiner Seite. Ich musste nicht einmal Strafe zahlen, sondern bekam lediglich einen "Landesverweis" für ein Jahr. In Bolivien kam ich nicht so glimpflich davon und musste letztendlich eine kleine Strafe zahlen, weil ich mein Visum um ein paar Tage überzog - man muss aber dazu sagen, dass dies unbewusst geschah. An der Grenze zu Namibia musste ich den Grenzbeamten erstmals finden und aufwecken. Danach chillte ich stundenlang mit der Grenzpolizei unter einem Baum im Schatten, in der Hoffnung, dass irgendein Gefährt vorbeikommen würde, um mich mitnehmen zu können nach Windhoek. Öffentliche Verkehrsmittel gab es dort keine. Tja, das waren tatsächlich abenteuerliche Zeiten. 


Mittlerweile glaube ich aber, dass es auch hier in Europa ganz abenteuerlich werden kann und viele unvorhergesehene Dinge passieren werden. Ich freue mich schon drauf ;)


Während viele Menschen im Moment in einer absoluten Corona-Hysterie leben und sich von den Medien in Angst und Panik versetzen lassen, bin ich eher ein Mensch, der ziemlich gut darin ist, in allem etwas Positives zu sehen. 

Auch wenn viele das Reisen zu Corona Zeiten sehr kritisch sehen, kann man auch jede Menge Vorteile daraus ziehen. Beispielsweise ist an den sogenannten Touristen-Hotspots im Moment eher tote Hose. Und da ich ja alles andere als ein Freund von Touristenansammlungen bin, kommt mir das gerade recht. Am liebsten bin ich sowieso irgendwo in der Natur am trekken, fernab der abgetretenen Pfade. Und ich denke, dass dort auf den Bäumen oder in den Bergen noch kein Corona wächst ;)


Aber gut, nun lasst euch überraschen wohin mich das Schicksal führen wird auf dieser spannenden Reise. Ich halte euch auf alle Fälle auf dem Laufenden!


In diesem Sinne: 

Adieu Schweiz!

Servus Österreich!




Hier noch ein paar Eindrücke aus meinen letzten Tagen in der wunderschönen Schweiz: 

Auf meinem Lieblingsaussichtspunkt: Spitzi Flue

Niederhorn

In den höheren Lagen hat bereits der Winter Einzug gefunden

Ich liebe den Herbst

Life is better with friends :)







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