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Sonntag, 8. März 2020

Wanderung zu den Neer Garh Wasserfällen



Nach zwei ziemlich verregneten Tagen folgte heute endlich wieder strahlender Sonnenschein. Ich beschloss die Yogastunde ausfallen zu lassen und gleich in der Früh eine Wanderung zu starten. Außerdem muss ich noch anmerken, dass ich von den Yogastunden der letzten Tage einen kompletten Ganzkörper- Muskelkater davongetragen habe. Ein Ruhetag ist also absolut vertretbar. Man mag ja meinen Yoga sei enspannend. Nicht so aber wenn man an einer 90 minütigen Ashtanga-Stunde teilnimmt. Die Lehrer waren aber wirklich einsame spitze.

Ich startete meine Wanderung von meiner Unterkunft in der Nähe der Laxman Jhula Brücke. Mein erstes Ziel waren die Neer Garh Wasserfälle. Da diese recht bekannt sind, war mir eigentlich schon klar, dass es etwas touristisch sein würde dort. Es hielt sich aber in Grenzen. Eintritt war 50 Rupies. Die Wasserfälle sind wunderschön und die kleinen Pools laden auf alle Fälle zum Schwimmen ein.

Neer Garh Wasserfälle in Rishikesh 

Neer Garh Wasserfälle: Die türkis blauen Pools laden zum Baden ein 

Nach den Wasserfällen ging es ziemlich steil bergauf. In Kombination mit der Mittagshitze kam ich ordentlich ins Schwitzen. Von hier an sah ich keinen einzigen Touristen mehr.

Hart arbeitende einheimische Frau 

Ich folgte dem schmalen Pfad bis ich auf einen breiteren Weg kam. Von dort aus kam ich dann bis auf den höchsten Punkt dieses Berges - wie auch immer er heißen mag - und genoss eine wunderschöne Aussicht auf Rishikesh und das Flussbett des Ganges.

Wunderschöne Aussicht auf Rishikesh und den Ganges

Da ich nicht dachte, dass meine Tour dermaßen lange wird und es schon Nachmittag wurde, begann mein Magen wie wild zu knurren. Ich hatte zwar genügend Wasser dabei, jedoch nichts Essbares. Weit und breit war auch keine Möglichkeit irgendwas aufzutreiben. Ich versuchte also den schnellstmöglichen Weg nach unten zu finden. Es ging steil bergab, durch teilweise dichtes Gestrüpp. Ausgerechnet jetzt fiel mir die Warnung eines Einheimischen ein: Ich sollte gut aufpassen beim Wandern und mich nicht abseits der Wege aufhalten, da es in dieser Region viele Bären, Leoparden und auch Königskobras gäbe. Letzteres bereitete mir am meisten Sorgen.

Beim Abstieg kam ich an einer Shiva Höhle vorbei 

Eine nicht so schöne Begegnung hatte ich in einem kleinen Bergdorf mit drei etwa 12-jährigen Jungs. Sie fragten mich um Schokolade. Tja, davon konnte ich selbst gerade nur träumen. Als ich dies verneinte, wollten sie Geld, womit ich ihnen natürlich auch nicht diente. Sie begannen mich nun lautstark auf Hindi zu beschimpfen und schmissen mir als Draufgabe noch ziemlich große Steinbrocken nach. Ich kann nur von Glück reden, dass mich keiner getroffen hat. 

Als ich gegen 16 Uhr und nach über 20 Kilometern und etwa 1.500 Höhenmetern in den Beinen wieder in Rishikesh ankam, steuerte ich geradewegs auf mein Lieblingsrestaurant, der German Bakery, zu. So lecker wue heute hat schon lange keine Mahlzeit mehr geschmeckt. 

Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang am Ganges freue ich mich nun schon auf die nächsten zwei Tage, an denen das bekannte Holi Festival stattfindet. 

Sonnenuntergang in Rishikesh 


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