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Dienstag, 6. Juni 2017

Von Puno nach Copacabana in Bolivien


Nun habe ich genug herumgetrödelt in Puno. Gestern legte ich einen sozusagenen Entspannungs- und Arbeitstag ein und schrieb nach ewig langer Zeit endlich wieder mal an meinem Buch weiter.


Von Puno nach Copacabana

Heute Morgen um 5:30 Uhr klingelte der Wecker. Um 7 Uhr fährt nämlich der Bus nach Copacabana (Bolivien) ab. 

Im Prinzip hat man zwei Möglichkeiten um nach Copacabana zu kommen:
1. Mit einem Kombi: Das ist die billigere aber auch weitaus länger dauernde Variante. Die Kombis halten nämlich in allen Dörfern. An der Grenze muss man aussteigen, und nach der Grenze mit einem anderen Kombi weiter fahren. Laut meinem Hostelbesitzer kostet der Weg bis zur Grenze 12 Soles (=3,25 Euro). Von der Grenze aus sind es aber nur noch 20 Minuten bis nach Copacabana, ich vermute also, dass man bei dieser Variante mit etwa 20 Soles  (=5,42 Euro) hinkommen müsste.

2. Mit einem Bus: Das ist die schnellere Variante. Es gibt aber bloß drei Busunternehmen, die Copacabana ansteuern und alle starten um 7 Uhr morgens vom Terminal Terrestre. Ich bin mit dem Unternehmen Panamericano gefahren. Kosten 25 Soles (=6,78 Euro). Dauer: 3 Stunden.

Ich war also pünktlich am Busbahnhof. Dort muss man nochmals 1,50 Soles für irgendeine Busparkgebühr bezahlen *lach*. Im Bus waren zu meinem Erstaunen bloß Gringos (= Ausländer). Wir bekamen bereits sämtliche Formulare ausgehändigt, die wir für die Grenzüberquerung ausfüllen sollten. Kurz vor der Grenze hielten wir an einer Wechselstube zum Geld wechseln - in Bolivien heißt die Währung nämlich Bolivianos.  Dann ging es weiter zur Grenze. Unser Busbegleiter gab uns genaue Infos wie der Grenzübergang ablaufen wird - wow, so ein Service habe ich normalerweise nie. Meistens irre ich alleine an der Grenze herum und muss herumfragen um die Grenzposten zu finden, da diese oft nicht sehr ersichtlich als solche gekennzeichnet sind. Wir  bekamen also zuerst an der peruanischen Grenzstation den Ausreisestempel und dann ging es zu Fuß weiter zum bolivianischen Grenzposten. Alles völlig problemlos. Dann ging es die letzten Minuten mit dem Bus weiter.

In Copacabana angekommen

In Copacabana angekommen, musste ich erstmals feststellen, dass die Uhrzeit hier eine Stunde vorgerückt werden muss. Leider konnte ich keinen Couchsurfing Gastgeber ausfindig machen, da es sich um ein relativ kleines Dorf handelt. Doch ich entdeckte das äußerst günstige Hostel "Emperador". Hier habe ich ein privates Zimmer für 30 Bolivianos (=3,80 Euro) pro Nacht - sehr günstig oder? Zusätzlich gibt es WLAN, Warmwasser und eine Gemeinschaftsküche. Was will man mehr? Das Hostel sieht jetzt zwar nicht unbedingt sehr einladend aus. Außerdem scheine ich der einzige Gast zu sein. Kruselig irgendwie.


Wanderung zum Cerro Calvario und Santa Barbara - zwei wunderschöne Aussichtspunkte

Nachdem ich zu Mittag gegessen hatte, wanderte ich auf die zwei kleinen Berge, die man vom Dorfzentrum aus in etwa einer halben Stunde besteigen kann. So klein sind sie aber eigentlich gar nicht, der Cerro Calvario hat ganze 4.018 m. Der zweite Hügel heißt Santa Barbara und ist etwas niedriger. Da aber Copacabana auf ganzen 3.800 m liegt, ist der ganze Aufstieg natürlich nicht so wild wie es sich anhört. Dafür sollte man auf keinen Fall Sonnenschutz (Sonnencreme und Hut!) vergessen, denn auf dieser Höhe knallt die Sonne nur so runter. Und wenn die Sonne gerade nicht da ist, wird es dafür super kalt. Von den zwei Gipfeln aus hat man einen absolut fantastischen Ausblick auf den Titicacasee und das Dorf.

Blick auf Copacabana 

Das Dörfchen Copacabana

Nun noch ein paar Infos zu Copacabana: Das Dörfchen liegt auf einer Halbinsel am Titicacasee. Nicht zu verwechseln mit dem berühmten Copacabana in Brasilien! Es ist hier relativ touristisch, aber trotzdem wirkt das Dörfchen verzaubernd. Jahrhundertelang galt es als Ziel von Pilgerwanderungen. Außerdem ist Copacabana der Ausgangspunkt für Ausflüge zur Isla del Sol (= Sonneninsel), wo es für mich morgen übrigens hingehen wird.

der Hauptplatz von Copacabana 


So ich werde es jetzt ausnutzen, dass ich endlich wieder einmal eine Küche habe und mir leckeres Gemüse mit Quinoa kochen ;)
Mahlzeit!

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