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Dienstag, 20. Juni 2017

Von Potosí nach Uyuni


Ratet mal wer gestern plötzlich vor meinem Hostel stand! Luis! Vielleicht könnt ihr euch erinnern, er war einer meiner ersten Couchsurfer bei mir zu Hause und vor ein paar Wochen traf ich ihn in zufällig Arequipa wieder. Welch schöne Überraschung.

Luis und ich machten uns heute Vormittag gemeinsam in Richtung Uyuni auf. Die Busse fahren vom alten Terminal in Potosí ab und die Fahrt dauert etwa 4 Stunden, Kosten: 30 Bolivianos (= 3,90 Euro).

Die Fahrt selbst war einfach nur atemberaubend. Die karge Gegend überraschte uns mit Bergen, die in gelblichen bis blutroten Farben leuchteten. Außerdem kamen wir an Unmengen von Lamas, Kakteen und kleinen Dörfern vorbei.

der Weg von Potosí nach Uyuni 

Am frühen Nachmittag kamen wir in dem kleinen Örtchen Uyuni an. Der Ort selbst überzeugt nicht gerade mit seiner Schönheit. Der hat seine Bekanntheit wirklich nur der weltberühmten Salzwüste, die ganz in der Nähe liegt, zu verdanken. Ich konnte einen Couchsurfing Gastgeber finden, er heißt Daniel. Leider meinte Daniel er könne nur eine Person beherbergen. Das Kuriose an der Sache war, dass Daniel dann meinte, er muss wegen seiner Arbeit als Touristenguide für drei Tage weg, aber sein Freund würde mir den Haustürschlüssel geben. Ich habe also Daniel selbst noch nie getroffen, befinde mich nun aber in seiner Wohnung. Der hat wirklich großes Vertrauen. Luis ist in einem Hostel untergekommen.

Wir machten uns, nachdem wir unsere Rucksäcke abgeladen hatten, auf eine kleine Erkundungstour. Zuerst einmal raus aus dem Ort. Wir folgten Eisenbahnschienen. Diese waren leider komplett zugemüllt. Wir entdeckten sogar eine Hundemumie. Das Highlight war ein alter Zugfriedhof, den wir ausfindig machten - uralte Lokomotiven und Zugwaggons waren hier gebunkert. Wir hatten Spaß wie kleine Kinder beim Herumturnen auf diesen Dingern.

alles zugemüllt 







eine Hundemumie


Als die Sonne unterging wurde es bitterkalt hier im Ort - um ein Vielfaches kälter als in Potosí. Die Wasserpfützen waren alle gefroren. Und das Schlimme: es gibt fast keine Möglichkeit sich zu wärmen. Die Häuser und auch Hoatels haben durchwegs keine Heizungen. Heute Nacht werde ich wohl mit Haube und Handschuhen schlafen.

Morgen Früh machen wir uns dann in die Salzwüste auf. Bin schon gespannt, denn man sagte uns es wäre ohne eine Tour zu buchen nicht möglich diese zu erkundschaften. Na das werden wir sehen, denn wir möchten es auf alle Fälle auf eigene Faust versuchen. 

Kommentare:

  1. Du findest auch immer die ganz außergewöhnlichen Ort! Welch ein Abenteuer und dabei sind auch noch tolle Bilder entstanden. LG Sabine

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