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Donnerstag, 13. Oktober 2016

Wandern in Minca

Und wieder einmal hieß es früh aufstehen - "Morgenstund hat Gold im Mund", sagt man ja so schön. Da Regenzeit ist, beginnt es zumeist bereits am frühen Nachmittag zu regnen. Gestern trafen wir noch einen jungen Mann aus Israel namens Ohad. Wir machten uns also zu dritt auf den Weg. Man empfahl uns einen Teil der Strecke mit dem Mopedtaxi zurückzulegen, da die Wanderung einige Zeit in Anspruch nehmen sollte und es besser wäre den Wasserfall und den Aussichtspunkt noch vor dem Regen zu erreichen. Da wir uns mit den Mopedtaxifahrern leider nicht über den Preis einig werden konnten, marschierten wir zu Fuß los. Es sollten ca drei Stunden bis zum Aussichtspunkt sein, von dem aus man bis nach Santa Martha und der Karibik sehen könnte. Wir wanderten den steilen Bergweg also sehr raschen Schrittes bergauf. Leider zogen nach etwa einer Stunde bereits immer mehr Wolken auf. Vereinzelt kamen wir an kleinen niedlichen Kaffeefarmen vorbei. Als wir dann sogar noch eine winzige deutsche Bierbrauerei mitten in den Bergen entdeckten, mussten wir natürlich einen kurzen Halt machen. Als wir gut gestärkt weiter gingen, wurde die Wolkendecke immer dichter. Am Aussichtspunkt "Campano" angekommen, befanden wir uns leider bereits im dichten Nebel. Wir konnten einen kleinen Rundweg gehen, es ging also eine ein wenig breitere, aber sehr schlechte Straße zurück. Durch den vielen Regen war diese ordentlich verschlammt. Trotzdem passierten immer wieder  LKW's - wie das möglich ist war uns ein großes Rätsel. Als es dann auch noch wie aus Eimern zu schütten begann, beschlossen wir es mit Autostoppen zu versuchen. Ein sehr lieber LKW Fahrer nahm uns bis zur Kreuzung,  von wo aus wir zum Wasserfall wandern konnten, mit. Nach ca 20 Minuten erreichten wir diesen. Es schüttete weiterhin wie verrückt. Das hielt uns jedoch nicht davon ab uns in das - wenn auch leicht schmutzige - kühle Nass zu schmeißen. Einige Einheimische sprangen gewagt von den Felsen in den reißenden Fluss. Das mussten wir ihnen natürlich ohne langes Zögern nachmachen. Völlig verfroren und durchnässt machten wir uns dann auf den Heimweg und träumten von einer heißen Dusche - die aber leider nicht existierte. Wir ließen diesen aktiven und abenteuerlichen Tag mit einem leckeren Abendessen ausklingen.

Geschwisterliebe :)


Ohad



eine deutsche Bierbrauerei mitten in den Bergen


das deutsche Bier aus der Sierra Nevada 




Kaffee

schlechte Straßenverhältnisse 

in diesem Fluss genehmigten wir uns eine kleine Abkühlung

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