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Sonntag, 31. Juli 2016

Tag der Erholung

By On Juli 31, 2016

Erholungstag und weitere Routenplanung

Völlig untypisch für mich, habe ich heute so gut wie den ganzen Tag im Bett verbracht - fühle mich nach wie vor noch sehr schwach. Das tat richtig gut. Und nun sitze ich seit 17 Uhr wieder an der Rezeption. Meine letzten Tage hier. Ich habe gestern Abend noch kurzentschlossen einen Flug von Mexiko City nach Bogota in Kolumbien für Ende September gebucht. Eigentlich wollte ich mir noch einen Tag Bedenkzeit geben,  doch leider waren die billigen Flüge schon fast ausverkauft, also musste ich schnell zuschlagen. Es war eine nicht ganz einfache Entscheidung für mich, denn mein ursprünglicher Plan war ja über Nicaragua und Costa Rica nach Panama zu reisen und von dort aus einen Flug nach Bogota zu nehmen. Dann hätte ich die Karibikküste noch bereisen können, denn auf dem Weg hierher bin ich nur die Pazifikküste entlang gereist. Außerdem habe ich so viele tolle Leute übers Couchsurfen kennengelernt, die ich liebend gerne wieder getroffen hätte. ABER andererseits habe ich nun so viel Gutes über Mexiko und Guatemala gehört, dass die Neugier gesiegt hat. Und ich bin mir sicher, dass ich auch dort wieder fantastische Menschen kennenlernen werde. Am Donnerstag plane ich nun nach Guatemala weiterzuziehen.

Was? Du warst wirklich schon in Afrika?

Ihr könnt euch nicht vorstellen wie oft ich diese Frage in den letzten Wochen zu hören bekam. Vor allem für die Amerikaner scheint Afrika so etwas wie ein gefürchteter Kontinent zu sein, von dem man besser die Finger lässt. Jedes Mal wenn mich Reisende nach meiner Route fragen reagieren sie ganz erschrocken und teilweise auch fasziniert über meinen Afrikaaufenthalt und ich sollte ihnen am besten alles erzählen. Das macht vielleicht die ersten paar Male Spaß, aber irgendwann hat man das auch satt. Ich bin wieder einmal wirklich froh, dass ich nicht wie die meisten anderen Reisenden die ganze Zeit auf Hostels angewiesen bin um dort zu schlafen. Immer die selben Geschichten zu erzählen macht irgendwann keinen Spaß mehr. Das Witzige ist, dass ich, als ich in Afrika war, große Angst vor Zentralamerika hatte, da ich einige Reisende dort getroffen habe, die mir erzählt hatten, dass vor allem Honduras und El Salvador nicht ohne seien. Afrika wäre nichts dagegen. Ich  denken sie hatten ein wenig recht. Natürlich kann man so etwas nicht pauschal sagen, aber hier in Zentralamerika passiert meines Erachtens um Einiges mehr, vor allem ist die Waffenbereitschaft höher. Ach, ich vermisse mein Afrika immer noch.... die Abenteuer abseits der ausgetretenen Touristenpfade!

Samstag, 30. Juli 2016

Reittour zu einem Maya-Dorf

By On Juli 30, 2016

Reittour in ein indigenes Dorf

Gestern Abend eröffnete mir Fernando, dass ich heute an einer Reittour teilnehmen könnte - der Gute strapaziert mich ziemlich mit meinem Zika Virus. Aber natürlich nahm ich das Angebot dankend an. Heute Morgen machten mir meine Gelenksschmerzen wieder ziemlich zu schaffen, aber da muss man durch. Dafür ist mein Ausschlag nur noch minimal vorhanden und meinen Äuglein gehts auch besser. Um 8 Uhr gings los, ich mit 2 Damen aus New York und ihrem Sohn. Da ich nach meiner ersten Reiterfahrung in Botswana nun schon eine geübte Reiterin bin, durfte ich ganz nach meinem Geschmack in schnellem Galopp vorausreiten. Es war traumhaft schön, wir ritten am Fluss entlang und dann in die Berge. Dort zeigte uns unser Guide Oscar weitere Maya Ruinen im Wald. Nach über einer Stunde erreichten wir ein ein Maya-Dorf (ein sozusagenes Eingeborenendorf). Die Leute dort sind unheimlich klein und haben ihre eigene Sprache. Die Kinder kamen sogleich mit ihren selbstgebastelten Dingen angerannt, die sie uns zu verkaufen versuchten. Das Dorf ist umrundet von jeder Menge Maisfelder. Es war auf alle Fälle eine gelungene Tour. Gegen Mittag kamen wir zurück ins Hostel und ich fiel sogleich erschöpft ins Bett und schhlief ein paar Stunden. Ich merke doch, dass in mein Körper ziemlich geschwächt ist.

Neue Pläne

Meine Pläne mit Panama habe ich nun kurzerhand auch wieder über den Haufen gehauen und denke, dass ich nun doch eher Richtung Mexiko reisen werde und von dort aus dann einen Flug nach Kolumbien nehme. Aber die endgültige Entscheidung wird morgen getroffen - wenn ich einen günstigen Flug von Mexiko nach Kolumbien finde, dann wird es nächste Woche eindeutig Richtung Norden weitergehen.

Reittour


unser Guide Oscar mit den Pferden

Männer mit Cowboyhüten prägen das Straßenbild von Copan Ruinas


Rio Copan

der Weg zum indigenen Dorf

hier wird viel geschleppt, vor allem richtig weite Wegstrecken entlang

ein Yoga Plätzchen

Feuerstelle



tolle Aussicht auf das Tal von Copan


Das  indigene Dorf


das Mädchen kommt mit ihren selbstgebastelten Puppen angerannt, welche sie uns zu verkaufen versucht


der Gute sieht nicht gerade gesund aus


die Kinder werden schon fest zum Arbeiten eingespannt


Der Rückweg



Eisverkäufer




Freitag, 29. Juli 2016

Zika Virus!! - Weitere Entdeckungsreise in und um Copan Ruinas

By On Juli 29, 2016

Höchstwahrscheinlich Zika Virus

Gestern ging es nochmals ab zum Doktor. Meine Augenbeschwerden haben sich - wenn auch nur minimal - etwas gebessert. Dafür hat sich mein nicht juckender Ganzkörperausschlag weiter ausgebreitet - betroffen ist so ziemlich mein ganzer Körper, nur das Gesicht blieb Gott sei Dank verschont. Diesmal war eine Frau Doktor vor Ort. Meinen Symptomen nach - dazu zählen Bindehautentzündung, Ausschlag, Gelenksschmerzen, köperliche Abgeschlagenheit - hätte ich wohl mit ziemlicher Sicherheit das Zika-Virus (oder das Dengue-Fieber, was aber unwahrscheinlicher ist, da dieses Virus stärkere Beschwerden hervorruft). Da ich alle Symptome bis auf das Fieber aufwies, war für mich alles klar. Es sei wohl oft der Fall, dass eine solche Infektion ohne Fieber verlaufe. Die Frau Doktor wollte mir zur eindeutigen Bestätigung nochmals Blut abnehmen, was ich jedoch ablehnte, da es bloß wieder Mehrkosten wäre, ohne mir irgendeinen Nutzen zu bringen. Das Zika Virus  und das Dengue Fieber werden nämlich nur symptomatisch behandelt. Den restlichen Tag ruhte ich mich aus, da ich mich doch recht schwach fühlte. Trotzdem habe ich mir, durch den ganzen Medienrummel rund um das Zika Virus, das ganze um einiges krasser vorgestellt, als es letztendlich ist. Da ist jeder grippale Infekt schlimmer. Natürlich gibt es verschiedene Verlaufsformen von Zika und ich habe wohl riesiges Glück. Am Abend saß ich an der Rezeption und konnte nur schwer meine Augen offen halten. Außerdem schwitzte ich auffällig viel. Vielleicht doch leichtes Fieber?


Der nächste Schreck

Hat doch glatt in der Nacht von gestern auf heute mein zweites Auge zu schmerzen begonnen. Aber irgendwie ganz anders als das linke. Am Morgen konnte ich es nicht einmal öffnen. Ich lief zum Spiegel und und bemerkte, dass ich ungefähr so aussehe wie der Glöckner von Notre Dame. Das gesamte rechte Augenlid war richtig krass angeschwollen und hing so weit herab, dass ich mein Auge nicht öffnen konnte. Daneben starrte mich das linke Auge aus dem Spiegel an, welches immer noch knallrot war. Mein Ganzkörperausschlag verbesserte mein Gesamtbild nicht unbedingt. Am liebsten wollte ich mich einfach nur verstecken. Doch leider wusste ich, dass wir heute morgen viel Arbeit mit den Frühstücken hatten, da das Hostel auf Anschlag voll war. Na dann ab in die Küche. Habe ich übrigens schon erwähnt, dass Ana vorgestern gekündigt hat, da sie mit der vielen Arbeit nicht mehr klar kommt? Schade. Nun ist Carmen ihr Ersatz, auch eine ganz Liebe. Desweiteren stand Yolanda in der Küche. Die beiden starrten mich erschreckt an und fragten, was denn nun schon wieder passiert sei. Tja, leider weiß ich selbst nicht, was ich verbrochen habe. Obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass am rechten Auge ein Insekt die Schuld trägt, dass mich genau an der ungünstigsten Stelle stechen musste. Zum Glück wurde die Schwellung im Laufe des Vormittags weniger. Auch mein Ausschlag verflüchtigte sich etwas. Dafür machten mir meine Gelenksschmerzen mehr zu schaffen, vor allem an den Finger- Schulter- und Kniegelenken.

Macaw-Tour

Gegen Mittag eröffnete mir Fernando, dass heute eine Tour zum Macaw-Rehabilitationszentrum (verletzte Macaws - bzw auch Hellroter Ara genannt - werden dort aufgepäppelt ) stattfinden würde und ich dürfte mitkommen, gratis. Das konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Zusammen mit 3 Mädels aus Slowenien gings los. Das Macaw Zentrum war recht interessant, da es auch jede Menge anderer Vogelarten zu sehen gab. Danach schauten wir uns noch einen Schmetterlinggarten an. Aber trotzdem muss ich gestehen, dass das Ganze nicht recht förderlich für meinen körperlichen Zustand war und ich heilfroh war, als wir zurück im Hostel ankamen. Mein lieber William fuhr dann sogar extra zu ihm nach Hause um mir irgendwelche Blätter aus seinem Garten zu holen, die wohl Wunder bewirken sollten. Die Blätter kamen dann gemeinsam mit dem Saft von 6 Zitronen, Wasser und etwas Salz in den Mixer. Dieses Gesöff war zwar wahnsinnig sauer und bitter aber das bedeutet ja meistens, dass es wirkungsvoll ist.


so werden Hunde hier in Copan Ruinas mit dem Auto befördert

das typische Fortbewegungsmittel in Honduras

ein Papagei im Macaw Zentrum beim Verspeisen von Zeitung




Tukan

Macaws


Eule



Blick auf Copan Ruinas


und hier noch ein paar von Mamis Lieblingstieren ;)







Mittwoch, 27. Juli 2016

Bitte kein Zika Virus!

By On Juli 27, 2016
Gestern Abend begann mein linkes Auge zu schmerzen. Gegen 2 Uhr nachts wurde ich wach, weil die Schmerzen richtig stark wurden. Es fühlte sich an als ob ich einen kleinen Stein im Auge hätte. Eine Augenentzüundung ist bei mir ja keine Seltenheit, aber so starke Schmerzen hatte ich dabei - soweit ich mich erinnern kann - noch nie. Ich begann das Auge auf Fremdkörper zu untersuchen und es mit meiner Kontaktlinsenflüssigkeit ordentlich auszuspülen. Das half genau gar nichts. Weiters tränte das Auge richtig stark. Es folgte eine schlaflose Nacht, da die Schmerzen nicht besser wurden. Am Morgen ging ich zu Lorena an die Rezeption und fragte sie nach einem Augenarzt. Den gibt es in Copan Ruinas natürlich nicht. Plötzlich meinte Lorena: "Du hast ja einen Ausschlag am ganzen Körper - ich glaube du hast das Zika Virus oder das Chikungunya Virus." Was? Ich betrachtete mich im Spiegel und konnte nun auch selber feststellen, dass ich auf und auf mit roten Pünktchen übersät war. Lorena meinte ich sollte in die Apotheke und mir Antibiotika holen. Ich war eher für einen Doktor, da man ja nicht gleich vom Schlimmsten ausgehen sollte nur weil man einen Ausschlag hat. Außerdem war es mir wichtig zu wissen, was nun wirklich los sei. Lorena meinte ein Arzt sei viel zu teuer. Naja, genau deswegen habe ich ja eigentlich eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen. Die Klinik ist gleich um die Ecke. Dort wurde mir erstmals Blut abgenommen. Der Doktor träufelte mir allerlei Zeugs ins Auge und klebte es mir danach ab. Ich sollte die Augenabdeckung 8 Stunden drauf lassen und morgen wiederkommen. Außerdem verschrieb er mir antibiotische Augentropfen. Laut seiner Aussage sprechen die Blutwerte für keine virale Infektion, es sei wohl eher ein einfacher Ausschlag, aber wir werden morgen weitersehen. Nun darf ich den heutigen Tag im Piratenkostüm verbringen. Die Augenschmerzen sind nach wie vor heftig. Das Ganze kostete übrigens knappe 30 Euro - naja gibt Schlimmeres, Gesundheit geht eindeutig vor.

Dienstag, 26. Juli 2016

Hallo Alltag

By On Juli 26, 2016
Nach mittlerweile fast 10 Monaten durch die Weltgeschichte reisen habe ich nun erstmals wieder das Gefühl, dass so etwas wie Alltag in mein Leben eingekehrt ist. 7 Uhr aufstehen, bis 10 mit Ana in der Küche herumblödeln (bzw Frühstück zubereiten), danach bis 17 Uhr frei und den Abend bis 22 Uhr an der Rezeption sitzen. Ob ich diesen Alltagstrott gut finde? Naja anfangs war es ganz toll wieder ein bisschen Routine im Leben zu haben. Beim Reisen gibt es nämlich normalerweise alles, nur keine Routine. Man weiß weder was am nächsten Tag passieren wird, noch welchen  Personen man über den Weg läuft und teilweise nicht einmal wo man sein wird, geschweige denn schlafen wird. Also Abenteuer pur. Diese kleine "Entspannung" hier im Hostel tut aus dem Grund recht gut, da es teilweise doch recht anstrengend sein kann sich immer wieder auf neue Personen, Situationen, Umgebungen und auch Währungen usw einzustellen. Aber mittlerweile beginne ich genau das schon wieder zu vermissen. Aber in gut einer Woche geht es dann wieder weiter. Wohin weiß ich noch nicht, aber voraussichtlich werde ich noch ein paar Tage Honduras erkundschaften. Und danach wird es schön langsam über den Landweg in Richtung Panama weitergehen um dann rechtzeitig in Kolumbien anzukommen, damit ich meine liebe Anki dort empfangen kann, die mit mir ein ganzes Monat reisen wird - freu mich schon so ;)



Freitag, 22. Juli 2016

Wundervolle Landschaften um Copán Ruinas

By On Juli 22, 2016
Da heute mein freier Tag war packte ich am Vormittag mein Rucksäckchen und beschloss einen weiteren Erkundungs- und Wandertag einzulegen. Natürlich wieder unbewaffnet ;) Die Gegend ist einfach zu schön um sie nicht zu erkundschaften. Mir kamen während meiner Tour bloß drei Männer mit Macheten unter. Mir war kurzzeitig etwas mulmig und ich spielte schon mit dem Gedanken mich schleunig hinter irgendeinem Busch zu verstecken. Doch dann war es schon zu spät, sie haben mich gesehen. Ich grüßte sie freundlich und sie mich ebenfalls. Puuh Glück gehabt.














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