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Montag, 4. Januar 2016

Daressalaam Tag 3

Wow, nun bin ich doch glatt schon wieder 3 Tage in Daressalaam. Eigentlich hätte ich mir vorgenommen nun etwas schneller zu reisen - immerhin möchte ich ja irgendwann in Südafrika ankommen - aber es will hald nicht so sein. Heute morgen machte ich mich ein zweites Mal zum Bahnhof der "Tazara-Bahn" auf. Ich staunte nicht schlecht als am Ticketschalter geschätzte hundert Menschen anstanden. Na gut, dann eben hinten anstellen, etwas anderes blieb mir sowieso nicht übrig. Die Pointe der Geschichte war dann, dass mir die Dame am Schalter nach ewig langem Anstehen erklärte, dass für morgen bereits alle Tickets ausgebucht sind. Der nächste Zug fährt erst am Freitag, aber so lange kann und will ich nicht mehr warten. Also dann Plan B. Ich wollte mich sogleich auf die Suche nach einem Busunternehmen machen, das nach Malawi fährt. Doch wie es das Schicksal so will, schreibt mir genau in dem Moment Sonja, ein deutsches Mädchen, das ich auf Zanzibar kennengelernt habe, ob sie mit mir nach Malawi kommen kann. Sie könne aber erst am Mittwoch. Außerdem hat sich Patrick, den ich auch auf Zanzibar kennenlernte, schon angekündigt mitkommen zu wollen. Soviel zum alleine reisen. Aber manchmal kann Gesellschaft ja auch recht lustig sein.

Am Nachmittag machte ich mich auf die Suche nach dem Kariakoo Markt, einem der größten Märkte hier in Daressalaam. Das war ein wildes Treiben dort. Und ich als einziger Muzungu weit und breit zog wieder jede Menge Aufmerksamkeit und Zurufe auf mich. Zeitweise ist das nach wie vor recht nervig, aber meine paar Brocken Swahili sind mir dabei immer sehr nützlich, denn das beeindruckt die Leute meist sehr und sie geben sich zufrieden. Ja mein Swahili wird immer besser, ich kann schon die Zahlen bis hunderttausend und ein wenig Smalltalk führen. Beides ist fürs Einkaufen am Markt lebensnotwendig.
Nach erfolgreichem Shoppen machte ich mich auf ins Stadtzentrum. Es beeindruckt mich immer wieder wie viele Menschen in so ein Dalla-Dalla passen. Da denkt man das Ding ist gesteckt voll und dann werden noch 10 weitere Leute reingestopft. Ein weiteres Schauspiel ist, wenn die Dallas zur Rush-Hour in den Busbahnhof einfahren und sich dann Unmengen von Menschen, wie eine Herde wilder Tiere, hineindrängen. Das ist ärger als bei den Schulbussen zu Hause. Als ich das das erste Mal sah konnte ich mich kaum mehr halten vor lachen. Wie ich jedoch das erstmals mit dieser Masse mitgerissen wurde fand ich es plötzlich nicht mehr so witzig.

Den Abend werde ich gemütlich zu Hause bei John verbringen.

Kariakoo Market


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