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Samstag, 26. Dezember 2015

Stonetown

Die  Nacht in Hajimuchos Haus wäre eigentlich superangenehm gewesen, wenn mich da nicht hunderte Moskitos attackiert hätten. Das Moskitonetz scheint wohl ein paar Löcher gehabt zu haben.

Heute morgen machte mir Patrick den Vorschlag den "Jozani Forrest" zu besuchen, da er sein sozusagenes Firmenauto benutzen könnte. Und wisst ihr wer noch mitkam? Danas! Er wollte eigentlich gleich heute in der Früh abreisen, aber die billigste Fähre geht erst nachts, deshalb hat er seine Pläne noch einmal umgekrempelt.

Patrick war recht flott unterwegs auf der Straße, vielleicht etwas zu flott. Es hatte so den Anschein, als würde uns die Polizei stoppen. Aber Patrick fuhr einfach weiter. Der Grund dafür wäre, dass die Polizei wohl sowieso zu faul sei um uns zu folgen, meinte er. Außerdem hätte er keine Lust Strafe zu zahlen. Okay. Aber zu früh gefreut, uns schien ein silbernes Auto zu folgen. Ja es war die Polizei. Die war logischerweise nicht erfreut über diese Untat und es gab mal ordentlich Zusammenschiss und dann Drohungen von horrenden Geldstrafen bis hin zur Gefängnisstrafe. Patricks Puls war ziemlich am Rasen. Aber mit seinen paar Brocken Swahili konnte er sie schon sehr beeindrucken. Außerdem kennt er Hajimucho, der hier in der Gegend wohl wirklich sehr viel Ansehen hat. Nach ewigem Diskutieren kamen wir mit etwas Erpressungsgeld, oder wie auch immer man so etwas nennen möchte, davon.

Der Jozani Forrest war ganz schön. Jede Menge "Red Colobus Affen", das ist eine spezielle Art, die es nur hier auf Zanzibar gibt. Außerdem sahen wir Mangrovenwälder und viele andere Pflanzen- und Baumarten. Danach fuhren wir an den Strand vom "Paje" um kurz ins Meer zu springen. Das Wasser war aber richtig brühwarm, also keine besondere Abkühlung. Auf Zanzibar ist es generell sehr heiß, jeden Tag um die 35 Grad. Nachts kühlt es auch nicht besonders ab. 

Später fuhren wir nach Stonetown, da Danas zur Fähre musste und auch ich die nächsten Tage hier verbringen werde. Ich habe einen Couchsurfing-Gastgeber gefunden. Er heißt Gabriel und ist eine Einheimischer. Dieser erklärte mir jedoch in letzter Minute am Telefon, dass er nun doch nicht zu Hause sein werde, da er jemanden am Festland besuchen wird. Aber alles kein Problem, er gebe den Schlüssel zu seiner Wohnung seinem Bruder und ich könnte dann dort wohnen solange ich will. Ist zwar eine eigenartige Vorstellung in der Wohnung einer Person zu sein, die man gar nicht kennt, aber warum nicht? Gabriels Bruder in Stonetown zu finden war gar nicht so einfach, da die Kommunikation durch seine minimalen Englischkenntnisse sehr erschwert wurde. Nach ca 2 Stunden hat es dann aber geklappt. Ein ziemlich freakiger Typ der Bruder, er sah nämlich relativ stoned aus, aber trotzdem irendwie lieb. Patrick bestand noch darauf mit uns zur Wohnung zu fahren, da ihm die Sache ein wenig suspekt war und er mich in sicheren Händen wissen wollte. Was noch ein wenig eigenartig schien, war dass der Bruder anscheinend nicht genau zu wissen schien wo Gabriel wohnt. Nach einigen Umwegen kamen wir dann aber an. Das nächste Hindernis war das Türschloss. Schon das Reinkommen in die Wohnung gestaltete sich äußert schwierig, aber das richtige Problem war dann das Aufsperren von innen. Der Bruder, der übrigens "Josef" oder "Yusuf" heißt, und Patrick machten sich ans Werk, das Schloss auseinanderzubauen. Das war wieder was. Schlussendlich fanden wir aber den Trick heraus, wie das Ganze funktioniert. Ich möchte ja schließlich morgen nicht in dieser Wohnung hier eingesperrt sein. Ja, Josef scheint ein total netter Typ zu sein und Patrick konnte sich beruhigt von mir verabschieden. Gabriels Wohnung ist übrigens Luxus pur: Strom, Wasser, Fernseher, Kühlschrank, usw.

Das war wieder ein verrückter Tag!

"Red Colobus Affe"


ziemlich zutraulich der Kleine

Mangroven


Massai am Strand von Paje

Patrick und Josef versuchen das Türschloss zu reparieren 

Abends am Strand von Stonetown 
Sonnenuntergang in Stonetown

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