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Sonntag, 14. Mai 2017

Die Codillera Blanca und ein Meerschweinchen als Muttertags-Festessen


Gemeinsam mit Jane, der Amerikanerin, die auch bei Julio und Klara couchsurfen war, kam ich heute nach einer schlaflosen Nachtbusfahrt um 6 Uhr morgens hier in Huaraz an. 

Die Codillera Blanca - eine imposante Gebirgskette in den Anden Perus

Ich staunte nicht schlecht, rund um die kleine Stadt Huaraz erheben sich haufenweise schneebedeckte, spitze Berggipfel - traumhaft schön sag ich euch. Diese imponsanten Gebirgszüge hier gehören übrigens zur Codillera Blanca, einer Gebirgskette in den nördlichen Anden Perus mit einer Länge von 180 km und über 50 Bergen über 5.700 m Seehöhe. Übersetzt heißt der Name Weiße Kordillere, was auf die starke Vergletscherung hindeutet. Der höchste Berg hier ist der Huascaran mit 6.768 m - somit ist er auch der höchste Südamerikas.



Der Artesonraju - die Vorlage im Logo von Paramount Pictures

Jeder von euch kennt bestimmt das Logo von Paramount Pictures, aber nur die wenigsten wissen wo sich dieser Berg befindet. Tatsächlich steht dieser ästhetische Berg hier in der Region Ancash, in den peruanischen Anden. Der pyramidenförmige Gipfel befindet sich zwischen zwei Schluchten und erreicht je nach Quelle eine Höhe zwischen 5.999 und 6.025 m. Der Gipfel ist im Sommer mit Schnee und im Winter mit Eis bedeckt. 


Paramount - Artesonraju in der Nähe von Huaraz

Jane suchte sich in Huaraz ein Hostel und ich nahm mir ein Taxi zu meinem Couchsurfing Gastgeber Raju. Dieser hat noch tief und fest geschlafen als ich ankam. Seine Mama öffnete mir die Haustür. Ich legte mich auch gleich noch eine Runde aufs Ohr. 

Muttertags-Festessen: Meerschweinchen

Gegen Mittag weckte mich Raju. Er meinte er möchte mir Huaraz ein wenig zeigen. Da er selbst als Taxifahrer arbeitet, konnten wir mit diesem auch gleich herumdüsen. Am Nachmittag trafen wir uns mit Rajus Eltern, wir waren bei Freunden von ihnen zu einem Muttertags-Festessen eingeladen. Zuerst wurde eine ordentliche Portion Suppe mit Hühnchen serviert. Als Hauptspeise gab es dann doch glatt Meerschweinchen. Hier in den Anden stellt dieses niedliche Tierchen ein äußerst beliebtes Festessen dar. Für mich war es nun ja schon das dritte (oder vielleicht sogar vierte) Mal Meerschweinchen gegessen zu haben. Fazit: Hier in Peru schmeckts am besten. Diesmal fand ich es richtig köstlich, während ich in Ecuador nicht besonders begeistert davon war. Nach einem netten Beisammensein mit einem lustigen Haufen Peruaner stiegen wir ins Auto. Ausgestiegen wurde dann bei einem anderen Haus und - oh Wunder - es wurde uns wieder Essen serviert. Und zwar haargenau das gleiche wie bei der Familie zuvor. Zuerst Hühnersuppe und dann Meerschweinchen. Ich lehnte freundlich ab, da ich mich ziemlich vollgegessen fühlte. Doch damit war nichts, denn Rajus Mama zischte mir leise zu, dass ich keinesfalls ablehnen dürfte, das wäre hier sehr unfreundlich. Zum Muttertag sei es hier Brauchtum Freunde zu besuchen und dann bei allen Meerschweinchen zu essen. Na gut, ich würgte mir also noch ein paar Bissen hinunter. Ich muss dazu sagen, auch hier schmeckte das Essen vorzüglichst. Dann war es zum Glück vorbei mit der Völlerei.

Meerschweinschen: Muttertags-Festtagesessen hier in den Anden Perus






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Kommentare:

  1. Hi liebe Michaela
    Was für ein interessanter Beitrag. Ich wusste gar nicht, dass der Berg dieses Logos in Peru ist. Eine Reise nach Peru steht schon lange auf der Liste, da ich so viel tolles über das Land gehört habe. Ich werde gleich noch ein bisschen bei dir stöbern.
    Alles Liebe Lena

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  2. Ach krass, das ist also dieser Berg! Wie interessant!

    Liebst,
    Andrea

    www.andysparkles.de

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