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Donnerstag, 2. Februar 2017

Und schon wieder in Quito!

Nur nicht aufregen!

Gestern Morgen ging es wieder in Richtung Quito. Zufälligerweise musste an genau diesem Tag auch Maria dorthin. Sie möchte im Juni als Au-Pair nach Deutschland kommen und deswegen musste sie aufgrund von diversen Visa Erledigungen in die Hauptstadt. Ihre Mama begleitete sie. Die beiden meinten, sie würden mit einer Bekannten im Privatauto nach Quito fahren und sie würden fragen ob ich mitfahren könnte. Und siehe da, es ist anscheinend noch Platz im Auto. Die Bekannte würde aber 15 USD Spritkosten verlangen. Naja, der Bus wäre zwar bloß 12 USD aber Marias Mama meinte, dass ich von ihnen bestimmt direkt zu dem Hostel gebracht werden würde. Also gut. Denn sonst müsste ich wieder ewige Busfahrten im Stadtverkehr auf mich nehmen.

Leider stellte sich das Ganze als eine Fehlentscheidung heraus. Zuerst einmal kam die Bekannte mit einer Stunde Verspätung an. Im Auto saßen dann doch schon glatt drei Leute: die Bekannte, deren Sohn (der Fahrer) und dessen Freundin. Es war erstmals ein Riesen-Theater das ganze Gepäck im Kofferraum zu verstauen. Zuguterletzt quetschten wir uns zu viert auf die Rückbank. Ich konnte mich so gut wie keinen Zentimeter bewegen. Anfangs dachte ich ja, dass bestimmt einer der Insassen irgendwo abgeladen wird - doch denkste. Geschlagene zehn Stunden saßen wir so im Auto.

Als wäre das nicht genug, hatten wir plötzlich ein technisches Problem und die Karre fuhr nicht mehr weiter. Der Fahrer - also der Sohn der Bekannten - hatte keinen Schimmer von Autos, und meinte wir sollten einfach einmal 20 Minuten warten. Nach dieser Wartezeit schien sich das Ding doch glatt wieder zu bewegen, doch keine 500 Meter weiter stand es wieder. Dieses Spiel wiederholte sich solange bis wir endlich eine Werkstatt erreichten. Nach einer weiteren halben Stunde war alles repariert und es ging weiter. In Quito angekommen luden wir erstmals Maria und ihre Mama bei Verwandten ab. Die Verwandten von ihnen schoben mir noch schnell einen Teller mit leckerem Essen zu, dann ging es für mich mit den anderen dreien weiter. Sie meinten sie würden mich im Norden der Stadt aussteigen lassen, da dort ihr Hotel sei. Na super, also doch nichts mit vor die Haustüre liefern.

Beim Aussteigen wollte ich dem Fahrer die 15 USD zuschieben, doch der meinte freundlich, dass ich doch nichts zu bezahlen bräuchte. Da zischte seine Mama dazwischen "Doch" und riss energisch das Geld an sich. Na da schau her. Ihr Sohn schien ein schlechtes Gewissen zu haben. Nur nicht aufregen, dachte ich mir. Dann also mit dem Bus ins Zentrum. Leider war dies eine halbe Weltreise, da Quito recht groß ist. Zuerst ging es fast eine halbe Stunde zu Fuß zum Busbahnhof. Es war mittlerweile schon finster. Dann musste ich herausfinden welcher der fünfhundert Busse ins Zentrum fährt - eine weitere Herausforderung. Dann noch eine Stunde im Bus. Zuguterletzt musste ich noch 20 Minuten durch ein dunkles Stadtviertel mit jeder Menge unheimlicher Gestalten gehen, um endlich am Hostel anzukommen. Ja, es ist wieder das "Hostel Belmont" da ein einfach unschlagbare Preise für das Zentrum Quitos hat: 7 USD für ein Privatzimmer mit Bad, außerdem Gemeinschaftsküche und WLAN - was will ein Reisender mehr?

Diese Guides... 

Den heutigen Tag startete ich mit einer ausgiebigen Yoga Einheit. Am Nachmittag traf ich mich mit einem Guide, um mit ihm meine geplante Chimborazo Besteigung zu besprechen. Als ich mit ihm erstmals Kontakt aufnahm, meinte er irgendwas von 275 USD, doch diesmal sprach er plötzlich von 500. Ich starrte ihn geschockt an. Daraufhin meinte er, er hätte sehr viel Verständnis für Weltreisende und er würde mir einen Preis geben, den er noch nie zuvor jemanden gegeben hätte - 390 USD. Der spinnt wohl, übers Ohr hauen lasse ich mich bestimmt nicht. Ich lächelte freundlich und antwortete, dass ich es mir überlegen werde. Der nette Herr Guide lud mich dann sogar noch auf einen Kaffee ein. Er schlug mir liebenswürdigerweise vor, dass er gerne mit mir als Höhentraining noch einen anderen Berg vorher besteigen könnte, der knappe 6.000 Meter hoch sei. Diese Tour würde mit weiteren 480 USD zu Buche schlagen. Ich glaub der will mich echt veräppeln. Wir verabschiedeten uns freundlich - Auf Nimmerwiedersehen ;) Mal schauen, was sich sonst noch so an Guides finden lässt.

Morgen geht es zu einem Couchsurfing Gastgeber ans andere Ende der Stadt. Mein Plan für die nächsten zwei Wochen ist es umliegende Berg zu besteigen als Höhentraining für den 6.310 Meter hochen Chimborazo. Und natürlich muss ich vorher noch einen Guide finden, der mir einen halbwegs bezahlbaren Preisvorschlag macht. Außerdem wollte ich hier in Ecuador für ein bis zwei Monate ein wenig arbeiten um meine Reisekasse aufzubessern, doch es scheint, dass so eine Aufenthaltverlängerung 450 USD kostet - das wäre es mir nicht wert.






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