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Dienstag, 31. Januar 2017

Goodbye Paradise

By On Januar 31, 2017


Mobby News

Also der Mobby ist bis heute nicht vom Haus gewichen. Ich glaube Mike hat sich einfach damit abfinden müssen, dass der süße Kleine ums Haus schwirrt, bloß rein darf er nicht. Außerdem wird versucht herauszufinden ob er nicht doch zu jemandem gehört.

Zeit aufzubrechen 

Für mich war es heute in den frühen Morgenstunden Zeit aufzubrechen. Diese Entscheidung traf ich gestern ganz spontan, aufgrund der nennen wir es einmal "bad vibes" hier im Haus. Ich werde die Hunde und Ingeborg jedenfalls sehr vermissen. Dafür nutzte ich Chance um nochmals bei Maria und ihrer Familie in Portoviejo vorbei zu schauen. Die ganze Familie empfing mich überaus herzlich. Zu meiner großen Freude haben sie  gerade ein Baby Hündchen bei sich im  Hause. Morgen geht es dann weiter nach Quito.

Ich, Maria und das neue Baby Hündchen


Goodbye Ingeborg und Maya

Goodbye Crucita 






Samstag, 28. Januar 2017

"Mobby" das Findelkind

By On Januar 28, 2017


Das Highlight des heutigen Tages ist unser Findelkind "Mobby" - wie es dazu kam werde ich euch nun erzählen: 

Meinen heutigen Tag startete ich wie eigentlich fast jeden Morgen ganz motiviert mit Joggen am Strand, barfuß natürlich - oh was gibt es Schöneres? Meine Hündinnen hatte ich natürlich im Schlepptau. Für diese stellt die kleine Laufeinheit kombiniert mit Herumplanschen im Meer den absoluten Höhepunkt des Tages dar. Als ich wieder am Weg zurück war, kam mir Ingeborg entgegen, auch sie hatte spontan beschlossen, einen kleinen Strandspaziergang zu starten. Wir tollten also mit den Hunden herum. Plötzlich kam uns ein total abgemagerter Hund entgegengelaufen. Er hat ein wunderschönes Fellmuster - erinnert mich irgendwie an eine Hyäne - und wir verliebten uns sofort in seinen zuckersüßen Dackelblick. Auch er schien uns ganz sympathisch zu finden, denn er wich nicht mehr von unserer Seite. Ingeborg nannte ihn kurzerhand "Mobby". Mobby folgte uns also zum Haus. Mike fand die Idee einen vierten Hund im Haus aufzunehmen leider alles andere als lustig. Mehrmals brachten wir ihn vor das Eingangstor des Grundstückes, doch immer wieder fand er einen Schlupf und stand dann wieder schwanzwedelnd vor uns. Mike wurde nun etwas strenger mit dem Kleinen. Daraufhin blieb er erstmals fern. Ingeborg und mir zerriss es fast das Herz. Wir hörten Mobby vor dem Tor noch heulen. Ach, der Arme. Als Ingeborg und Mike am späten Nachmittag ausfuhren, stand doch glatt keine fünf Minuten später wieder Mobby vor mir. Da bin ich ja nun gespannt wie es mit ihm weitergehen soll...

Ansonsten läuft alles bestens. Am liebsten würde ich gar nicht mehr fort von hier - die Gegend, die Hunde und meine Gastgeber sind einfach ein Traum. Nun habe ich aber begonnen ein paar Pläne zu schmieden: Mitte Februar sollte es nach Quito gehen, dann würde ich gerne den Chimborazo besteigen (einer der höchsten Berge der Welt) und danach ein wenig jobben - diesmal gegen Bezahlung. Ich muss ja immerhin wieder einmal etwas für meine Reisekasse tun.

Also dann, bis bald!


Mobby





Dienstag, 24. Januar 2017

Planlosigkeit auf Langzeitreise

By On Januar 24, 2017

Planlos...

Die Tage schwinden und ich befinde mich gerade ein wenig in einer Phase der Planlosigkeit, welche schon ein Weilchen anhält. Was mache ich nach meinem Job als Hundesitterin hier? Weiterreisen nach Peru? Oder wo anders hin? Außerdem habe ich ein Jobangebot in Quito bekommen. Oder wieder zurück nach Österreich?

Ich denke solche Phasen überkommen jeden Langzeitreisenden früher oder später im Laufe seines Trips. Man vermisst Freunde und Familie zu Hause natürlich sehr und viele Kontakte reißen im Laufe der Zeit leider ab. Je länger man weg ist, desto mehr Kontakte verliert man somit auch. Andererseits frage ich mich inwiefern ich mich in dieses "Normalo" Leben zu Hause wieder eingliedern kann und will. Fragen über Fragen auf die ich derzeit großteils noch keine Antwort weiß. Ich hoffe der weise Spruch "Kommt Zeit, kommt Rat" hilft mir weiter.


wunderschöne Gegend um Crucita

Heute in der Nähe unseres Hause: politische Kundgebung auf der Straße

Esthers Lieblingsplatz bei mir im Bett ;)
PS: Der Schoki gehört natürlich zu mir!!



Fotoalben überarbeitet :)

Und nun zu etwas anderem, ich habe endlich alle meine Fotoalben dieser Reise überarbeitet. Ihr könnt sie unter  "Fotoalben" finden bzw auf die folgenden Links klicken:


=> Fotoalben Afrika <=


=> Fotoalben Zentralamerika <=


=> Fotoalben Nordamerika <=


=> Fotoalben Südamerika <=



Montag, 23. Januar 2017

Afrika Fotoalben

By On Januar 23, 2017
Hallo Leute,

tut mir leid, dass ich so lange nichts mehr von mir habe hören lassen. Ich bin immer noch in Crucita/ Ecuador zum Hundesitten. Ich genieße meine Zeit hier in diesem Paradies in vollsten Zügen.

In meiner Freizeit versuchte ich nun etwas an meinem Blog zu arbeiten und habe nun endlich meine neuen Afrika Fotolaben fertig.
Schaut sie euch an:


=> DIE NEUEN AFRIKA FOTOALBEN <=

Fotoalben Afrika









Freitag, 20. Januar 2017

Patrizio und die Drogenbraut

By On Januar 20, 2017
Heute ein Gastartikel von Patrick, den ich auf Sansibar in Tansania kennen gelernt habe und mit dem ich ein paar ganz verrückte Reiseabenteuer in Malawi, Namibia und Südafrika erlebte:

Neues aus der Rubrik "Crazy people & drugs all around the world". Das Drogen, welch Über- raschung, überall auf der Welt erhältlich sind und auch recht intensiv konsumiert werden, ist bekannt, jedoch ist die Art und Weise der Beschaffung & Intensität recht unterschiedlich. Am Rande,  zufälligerweise wurde heute in Deutschland Cannabis als Medizin anerkannt und "Gras" ist nun auf Rezept legal erhältlich. 


Zurück zu unserem ursprünglichen Thema "Patrizio und die Drogenbraut". Auf Reisen trifft man die unterschiedlichsten Leute mit total verschiedenen Lebensläufen und Einstellungen zu allen Themen. Wir haben auf unserer Reise zwei recht interessante Leute getroffen und kennengelernt. Wir sprechen hier und im Weiteren von Patrizio und der Drogenbraut. Patrizio  kommt ursprünglich aus Sachsen, derzeit liebevoll Dunkeldeutschland genannt, und ist Ende 20. Die Drogenbraut stammt wie Michi aus der wunderschönen Alpenrepublik Österreich und ist Mitte 20. Hier nun eine Geschichte aus dem Leben, scheinbar unglaublich und doch passiert sind, da wir dabei gewesen sind.


Die Drogenbraut steht generell neuen Dingen, inbes. Wachmachern & erheiternden Mittelchen,  sehr offen gegenüber, während Patrizio, geboren in der Sowjetischen Besatzungszone, eher skeptisch agiert. Vorab muss noch erwähnt werden, dass der Konsum von Cannabis in Malawi strengstens verboten ist und streng bestraft wird! Mag die folgende Geschichte auch humorvoll dargestellt sein, raten wir dringend vom Drogenkonsum in Malawi ab, in Deutschland mit Rezept jedoch möglich. Malawi Gold, der Begriff hat sich immerhin bei Wikipedia durchgesetzt, klingt im ersten Moment nach einem edlen Whisky oder einer guten Wertanlage, erweist sich auf den zweiten Blick jedoch als die weitverbreiteste Droge in Malawi. Wir haben die Drogenbraut und Patrizio ein-/zweimal auf deren Cannabistrip erlebt. Bei einem dieser Trips waren die beiden zu unserer Freude sehr, sehr gut gelaunt und haben eigentlich nur gelacht. Hier ist zu erwähnen, dass alle vorher bereits ein paar kleine Bierchen (0,33 l) getrunken hatten. Das lockere Dasein erschien den beiden irgendwann zu langweilig, die Braut der Drogen kam dann auf die fabelhafte Idee noch bei neuen Hosts (Couchsurfing.com) bzgl. einer möglichen Unterkunft anzufragen.  Als Hintergrundinformation, die Drogenbraut ist recht gutaussehend und wird daher meistens eingeladen, anstatt Leute anschreiben zu müssen, Patrizio hatte es da wohl deutlich schwerer. Inmitten des entspannten Rumlümmelns wurde das Klischee der Größe eines Gliedes in Abhängigkeit der Hautfarbe angesprochen. Die Drogenbraut entschloss sich kurzerhand dies mit möglichen künftigen Hosts abzuklären. Für uns alle überraschend waren diese sehr auskunftsfreudig und belegten dies auch sofort mit Bildern! So endete diese Session am Strand etwas bizarr mit einer Auswertung der verschiedenen Größen, da jedoch noch bei den beiden Malawi Gold im Spiel war, wurde auch hier herzlichst gelacht.

Anerkennend muss noch erwähnt werden, dass sich das Spektakel in Melkbosstrand (Südafrika) abspielte und das besagte Gold über mehrere Grenzen (Sambia, Namibia und Südafrika) transportiert wurde. Wenn ich mich recht entsinne, ist Cannabis überall verboten und die Wachtmeister freuen sich ganz besonders über drogenschmuggelnde Touristen. Hier ist die Kühnheit sowie der Mut der Drogenbraut besonders hervorzuheben, ohne diese wäre die Session in Melkbosstrand nur halb so witzig gewesen.


Michi & friends

Michi, wir sehen uns  !


Anmerkung von Patrick:
Da es bzgl. des eingestellten Artikels zu Irritationen gekommen ist, möchte ich, Patrick J. Stuetzer, als Autor des Beitrages kurz Aufklärung leisten. Da ich mit Michi doch einen längeren Zeitraum in Afrika unterwegs war, haben wir viele verrückte Geschichten erlebt. Eine davon wird hier beschrieben, wir haben die beiden "verrückten" Leute tatsächlich kennengelernt und die Sache hat sich so zugetragen. Ich empfinde dies als witzigen Beitrag auf Michi's Blog. Das angefügte Bild mag sicherlich etwas zur Verwirrung beigetragen haben, diente aber lediglich als Rückblick/ Erinnerung für Michi und mich. Da dies mein erster Gastblogbeitrag ist/ war, scheint im Nachhinein die Gestaltung etwas verwirrend. Sorry dafür!

Sonntag, 15. Januar 2017

So feiert Crucita

By On Januar 15, 2017

Überrasschender Besuch von Juan

Gestern besuchte mich Juan. Vielleicht könnt ihr euch erinnern, er war der Couchsurfing Gastgeber von Pablo und mir als wir in Guayaquil waren. Seine unglaublich liebe Familie ließ uns dann sogar noch ein paar Tage in ihrem Haus in Salinas wohnen. Auf alle Fälle meldete sich Juan ganz unerwartet und teilte mir mit, dass er gerne einen Wochenend-Trip nach Crucita, wo ich derzeit wohne, machen würde. Was für eine Freude! 

Außergewöhnliches Dinner...

Er kam also gestern Abend an und wir hatten ein überaus außergewöhnliches Dinner - und zwar in auf einem dieser Baywatch-Hochsitze am Strand. Juan ist ja ein sehr verrückter Kerl und fragte in dem Restaurant am Strand ob es denn möglich wäre, dass wir unser Abendessen in dem nahegelegenen Hochsitz serviert bekommen. Die verwunderte, aber sehr liebenswürdige Kellnerin lachte erstmal. Vermutlich dachte sie, es sei ein Scherz. Schlussendlich willigte sie aber ein und wir genossen eine unvergessliche Mahlzeit - natürlich Ceviche -  direkt am Meer. Die Kellnerin hatte zwar leichte Probleme die Leiter hochzuklettern, aber sie schlug sich ganz gut und fand unsere außergewöhnliche Idee hier zu essen so witzig, dass sie immer einen halben Lachanfall bekam als sie hochkletterte um uns etwas zu bringen.

Party im Crucita Style

Danach wollte Juan gerne ein bisschen tanzen gehen. Denkste - in Crucita eine Tanzbar zu finden, scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Der Samstagabend sieht hier nämlich folgendermaßen aus: Die jungen Leute kommen alle an den Strand, bewaffnet mit Plastikstühlen, selbst mitgebrachtem Alkohol und teilweise sogar mit Radios. Andere wiederum stehen vor ihren Autos oder sitzen am Kofferraum und drehen den Bass volle Lautstärke auf - egal wie schlecht die Qualität der Boxen ist. Das Hightlight für mich waren die TukTuk´s, die ebenso am Strand parkten und mit einer ordentlichen Anlage ausgestattet waren, die auf Teufel komm raus aufgedreht wurde. Man kann sich dieses Spektakel also vorstellen: Autos und TukTuks parken nacheinander an der Strandpromenade und jeder dreht seine eigene Musik so laut es nur geht auf, damit man die Musik den Nachbarn übertönt. Ich bereue es immer noch, dass ich von diesen  Szenario kein Video gemacht habe. Juan und ich beschlossen nach erfolgloser Bar-Suche am Strand entlang zu gehen und dort zu bleiben wo die Musik am besten ist und wo wir nicht zu weit von einem Laden entfernt sind, damit wir uns etwas zu trinken kaufen können. Wir feierten also im Crucita-Style.


Ü60 Frühstück 

Ingeborg und Mike luden Juan übrigens ein, die Nacht bei uns im Haus zu verbringen. Heute Morgen sollten wir dann mit ihnen und ein paar Freunden frühstücken zu gehen. Das war vielleicht ein Spaß, denn außer Juan und mir, waren alle Anwesenden - insgesamt waren wir zu elft - so zwischen 60 und 75 Jahre alt und natürlich alles Gringos - bis auf Juan. Den Nachmittag verbrachten wir dann ganz relaxt am Strand mit meinen Hündchen.

unser Ü60 Frühstück

so macht es sich meine allerliebste Esther jeden Abend in meinem Bettchen gemütlich

Donnerstag, 12. Januar 2017

Meersalzgewinnung in Crucita

By On Januar 12, 2017

Mein derzeitiges Luxusleben

Nun bin ich schon über einer Woche Hundesitten in dieser kleinen Villa am Meer in der Nähe von Crucita. Ich genieße es in vollen Zügen - so viel Luxus ist man als Backpacker meist gar nicht gewohnt. Normalerweise esse ich jeden Tag das selbe billige Mittagsmenü: Reis mit Hühnchen, wasche meine Wäsche mit der Hand, schlafe auf Sofas oder in riesigen Schlafsäälen mit 9 anderen Personen und suche oft stundenlang um irgend etwas halbwegs günstiges zu Essen zu finden, das nicht nur aus Fett alleine besteht, sondern auch ein paar Vitamine beinhaltet - was eine ordentliche Herausforderung ist, usw. Und nun plötzlich habe ich ein riesiges Zimmer (und damit meine ich auch wirklich riesig) mit Meerblick und eigenem Bad für mich alleine. Und nicht zu vergessen mein riesiger Balkon. Vor dem Haus steht ein Pool und im Kühlschrank befinden sich nur gesunde und hochwertige Lebensmittel über die ich mich jederzeit hermachen kann. Und natürlich gibt es eine Waschmaschine (die aber leider immer noch nicht repariert ist). Am liebsten würde ich für immer hier bleiben. Mike hat schon gemeint, dass ich gerne länger bleiben kann - ich werde auf alle Fälle darüber nachdenken.

Die Salzgärten von Crucita

Heute Nachmittag beschloss ich mit Esther und Maya Rad fahren zu gehen. Die beiden sprühen nur so vor Energie und sind schwer müde zu bekommen. Rund um unser Haus gibt es ja wie ich schon erwähnt habe nicht viele Nachbarn. Dafür jede Menge sogenannter Salzgärten, welche bereits seit Jahrhunderten zur Meersalzgewinnung dienen. Das Meerwasser wird in flache Sammelbecken geleitet, wo es unter dem Einfluss von Sonnenwärme, Trockenheit und Wind mit der Zeit verdunstet. Dadurch setzen sich am Grund des Sammelbeckens die Salzkristalle ab, welche dann in Handarbeit von den Salzbauern geerntet werden. Das Meersalz ist bekannt dafür, dass es etwas feuchter als gewöhnliches Kochsalz ist und ein natürliches Meeraroma besitzt. Es sollte außerde mehr Mineralstoffe enthalten.
Wir fuhren also quer durch die Salzgärten - ich staunte nicht schlecht welche Salzmassen hier produziert werden. In den Becken, die schon fast trocken sind, kann man die Salzkristalle begutachten - sieht fast aus wie Schneekristalle. Einige der Salzwasserbecken schimmern richtig rosafarben.

alles Salz ;)

die Salzgärten - im Hintergrund sieht man übrigens unser Haus, links zwischen den Palmen

Maya, Esther & ich

Salzkristalle



Zur Abkühlung fuhren wir an den Strand und genossen eine traumhafte Abendstimmung am Strand. Jeden Tag wieder staune ich über dieses Schauspiel. Am schönsten ist es wenn ein paar Woken am Himmel sind, dann färbt sich der komplette Horizont rot-orange.

am Strand - hier sieht man nochmals unser Haus im Hintergrund

Abendstimmung deluxe <3


i bin min Radl do... ;)



In diesem Sinne - Gute Nacht :)


Dienstag, 10. Januar 2017

Kakerlaken, sterbende Pelikane, ein Skorpion und vieles mehr....

By On Januar 10, 2017

Spannender Hundesitting - Alltag ...

Ob mans glaub oder nicht, jeder Tag hier bringt neue Abenteuer. Neben den täglichen endlosen Strandspaziergängen mit meinen drei Hundeladies, den unfassbar schönen Sonnenuntergängen am Meer, die jeden Abend den kompletten Horizont blutrot färben und den gemeinsamen Mahlzeiten mit Ingeborg und Mike passieren hier auch immer wieder ganz spannende Dinge.

Hier eine kleine Zusammenfassung der Highlights der letzten Tage:
  • Ingeborg und ich mussten gestern unserem Putzwahn nachgehen und begannen Küchenschränke auszuräumen, herauszuputen und wieder schön einzuräumen. Plötzlich fing die Gute völlig hysterisch zu schreien an. Ich kam also herbeigeeilt. Sie zeigte mir einen "toten" Skorpion, den sie gerade gefunden hätte. Sie wollte diesen eben hinausbringen, als sie erneut hysterisch zu schreien begann - diesmal aber ungefähr in doppelter Lautstärke. Es stellte sich heraus, dass das Untier noch lebte und nun auf ihren Füßen herumkrabbelte. Das war ein Horrorszenario, ich sags euch. Nach einem blutigen Kampf konnte ich den Skorpion vernichten. 
  • Es dauerte nicht lange, da fing Ingeborg schon wieder an wie verrückt zu schreien. Diesmal handelte es sich um riesige Kakerlaken, wobei ihr eine direkt auf die Schulter gesprungen war. Die hat aber auch ein Pech. Ich schlug vor ein Insektenvernichtungsmittel in den Schrank, aus dem diese zu kommen schienen, zu sprühen. Gesagt getan, kurze Zeit später lagen etliche dieser Untiere tot am Schrankboden. Grauenhaft. Es ist mir ein Rätsel wo diese ekelhaften Insekten alle herkamen. Dem Grauen war jedoch noch kein Ende gesetzt. In etlichen weiteren Schränken, die wir nun öffneten, wimmelte es von diesen Tieren. Sie schienen nun flüchten zu wollen. Ich hatte wirklich schon fast Angst, dass die gute Ingeborg eine Herzattacke bekommt. Letztendlich schienen wir das Chaos aber so halbwegs in den Griff bekommen zu haben. 
  • Als ich mit den Hunden vor zwei Tagen am Strand spazieren war, saß doch glatt ein riesiger Pelikan im Sand. Er schien aber keine Anstalten zu machen davon zu fliegen. Bei näherer Betrachtung bemerkte ich, dass er verletzt war. Der Gute schien Todesangst vor den neugierigen Hunden und mir zu haben, weshalb wir ihn dann in Ruhe seine letzten Stunden genießen ließen.
  • Nur wenige Meter weiter lag eine tote ca 50 cm große Schildkröte im Sand. Diese schien jedoch ihren letzten Atemzug schon seit Längerem hinter sich gehabt zu haben.
  • Außerdem scheint eine Unglückssträhne über unserem Haus zu liegen: Die Waschmaschine spinnt und der Geschirrspüler und das Auto sind auch eingegangen. Das hört sich für unsereins vielleicht nicht besonders tragisch an, ist aber hier an der Pazifküste Ecuadors mit ziemlich viel Stress verbunden. Zum einen gibt es so gut wie keine Fachkräfte, die so etwas reparieren können. Schließlich sind diese Dinge für die meisten Einheimischen schlichtweg unleistbar. Zum anderen sind wir so abgeschieden, dass wir ohne Auto weder Lebensmittel noch Trinkwasser kaufen können. Zu allem Unglück ist seit gestern Nachmittag auch noch Stromausfall und der Generator scheint es nicht mehr lange zu tun. Nun wollen wir einmal hoffen, dass sich diese Dinge in den nächsten Tagen regeln lassen.  
Für mich ist es nun Zeit für einen Strandspaziergang und euch wünsche ich eine Gute Nacht am anderen End der Welt :)



Samstag, 7. Januar 2017

I love dogsitting

By On Januar 07, 2017
Ich liebe meinen Job als Hundesitterin hier in La Boca. Könnte mir nichts Schöneres für meine nächsten drei bis vier Wochen vorstellen. Im Moment genieße ich übrigens einen super traumhaften Sonnenuntergang am Pool mit Blick aufs Meer.

... am Strand 10 Meter vor dem Haus



Donnerstag, 5. Januar 2017

Hundesitten an der Pazifikküste Ecuadors

By On Januar 05, 2017

Nachmittag am Strand in Crucita 

Nach den wundervollen Tagen mit Maria und ihrer Familie, ging es heute nach "La Boca" in der Nähe des Dörfchens "Crucita" an. Hier werde ich bei einem sich zur Ruhe gesetzten Pärchen ein Monat lang Hundesitten. Maria ließ es sich nicht nehmen mich dorthin bringen zu wollen. Wir könnten die Fahrt dorthin mit einem Strandbesuch verbinden. Kurz nach Mittag ging es also los: Maria, ihr Freund,  ihre zwei Brüder, der kolumbianische Couchsurfer und ich - in einem Auto versteht sich. Das Wetter war uns leider nicht besonders gnädig - eine dicke Wolkenschicht verdeckte die Sonne.



Angekommen im Paradies

Ich will euch ja nicht eifersüchtig machen - aber dieses Monat werde ich in einem absoluten Paradies verbringen. Eine Villa nur wenige Meter vom Meer entfernt, eigener Pool, riesiges Zimmer mit Terrasse und Meerblick, 3 wundervolle Hunde und ein extrem liebenswürdiges Ehepaar und das Ganze in völliger Ruhe und Abgeschiedenheit. Mike ist ein älterer Herr aus den USA und seine Frau Ingeborg kommt aus Deutschland. Sie begrüßten mich mehr als herzlich in ihrem zu Hause. Meine Aufgaben hier ist es für die Hunde und für Mike und Ingeborg zu kochen und mit den Hunden endlose Strandspaziergänge zu machen. Ich könnte mir im Moment nichts Schöneres vorstellen. Es gibt übrigens 3 Hunde: Esther (hellbrauner Labrador, 1 Jahr alt),  Maya (schwarzer Labrador, auch 1 Jahr alt, Schwester von Esther) und Mousse (dunkelbrauner, 9 Jahre alter Labrador). Die drei sind zuckersüß und ich hab mich jetzt schon total verliebt in die Rasselbande. Als ich heute morgen mit ihnen am Strand joggen war, hatten wir einen unheimlichen Spaß. Die drei lieben es außerdem zu schwimmen, sie wollten gar nicht mehr aus dem Wasser. Nachdem wir wieder zu Hause angekommen waren, planschte ich mit den dreien noch ein wenig im Pool. Dann kochte ich Mittagessen für Ingeborg, Mike und mich. Somit waren  meine Aufgaben dieses Tages schon fast wieder erledigt. Da auch Ingeborg gerne kocht, ließ sie es sich nicht nehmen, das Abendessen zuzubereiten.

Maya und Esther

hier wohne ich das nächste Monat :)



Dienstag, 3. Januar 2017

Ein Tag in Portoviejo

By On Januar 03, 2017

Portoviejo - eine nicht sehr einladende Stadt

Heute spazierte ich einige Stunden alleine durch Portoviejo, da Maria arbeiten musste. Zugegebenermaßen habe ich wirklich schon schönere Städte gesehen. In Portoviejo gibt es so gut wie nichts zu tun und die Mittagshitze brachte mich ordentlich ins Schwitzen. Außerdem scheint das Machismo Gehabe der Männer hier wieder einmal besonders ausgeprägt zu sein, aus allen Richtungen kamen diese typischen Zischgeräusche und Zurufe, die mich heute wieder einmal besonders auf die Palme brachten. Unmöglich ein solches Verhalten, vor allem wenn es von älteren verheirateten Herren mit Kindern kommt. Ich versuchte es so gut als möglich zu ignorieren obwohl ich schon nah dran war ihnen einfach mal die Meinung zu sagen. Aber würde wahrscheinlich sowieso nichts ändern...

Das Stadtbild ist in einigen Teilen  auch nicht gerade zum Wohlbefinden beitragend. Im April 2016 wütete hier nämlich ein ordentliches Erdbeben, welches so Einiges zerstörte. Eigentlich wollte ich bloß einen guten Kaffee finden, was aber hier scheinbar etwas sehr außergewöhnliches zu sein scheint. Ich war schon dem Sonnenstich nahe als ich dann endlich im einzigen klitzekleinem Shoppingcenter der Stadt eine Art Kaffeehaus fand. Der Supermarkt war klimatisiert, weshalb ich dort erstmals eine gute halbe Stunde auf und ab spazierte, um mich abzukühlen.


... dafür eine umso einladendere Familie

Ich war dann recht froh wieder zurück in Marias Haus zu sein. Diese beendete ihren Arbeitstag bereits und wir verbrachten einen netten Nachmittag mit ganz interessanten Frauengesprächen. Später kam noch ein weiterer Couchsurfing Gast aus Kolumbien namens Luis Miguel an. Ich muss sagen, dass ich mich hier mit Marias Familie einfach nur pudelwohl fühle. Alle sind superlieb und behandelten mich von Anfang an wie ein Familienmitglied. Das Highlight ist die 96-jährige Oma, die ein ausgeprägtes Kuschelbedürfnis hat und für ihr Alter noch richtig fit ist.

So sieht es in weiten Teilen von Portoviejo aus...

Maria und Oma

Montag, 2. Januar 2017

Weiter nach Portoviejo

By On Januar 02, 2017

Auf Umwegen zum Busterminal "Quitumbe"

Nachdem ich nun sage und schreibe 10 Tage in Quito verbrachte, geht es heute weiter nach Portoviejo. Dort gibt es anscheinend nicht viel spannendes zu sehen, aber da es auf meinem Weg nach Crucita liegt - dort wo ich wieder Hunde sitten werde - mache ich in dem Städtchen einen Zwischenstopp. Bereits der Weg zum Busterminal "Quitumbe" im Süden Quitos gestaltete sich als kleine Herausforderung. Mein Hostelbesitzer meinte, ich müsste bloß drei Häuserblöcke gehen und von aus fahre der Metrobus direkt zum Busterminal. Als ich mich in dem besagten Bus befand, fuhr dieser natürlich nicht direkt zum Terminal. Ich sollte zwei Stationen später aussteigen, da würde es dann einen Direktbus geben. Gesagt getan. An dieser Haltestelle ausgestiegen - oh welch Wunder - sagte man mir, dass ich hier falsch sei. Ich musste also nochmals mit einem Bus zu einer anderen Haltestelle fahren. Dort gab es dann endlich eine Direktverbindung zum Hauptbusterminal. Tja, das Leben eines Reisenden ist nicht immer einfach und man wird unentwegt auf Geduldsproben gestellt.


Hilfsbereitschaft kennt keine Grenzen

Der liebe ältere Herr, der neben mir im Bus saß, begann ein Gespräch mit mir. Er zeigte sich recht imponiert über meine Reiseroute und ließ es sich nicht nehmen mir am Busbahnhof "Quitumbe" zu helfen den richtigen Bus nach Portoviejo zu finden. Da dieser erst in einer Stunde losfahren sollte, bestand der Herr - er heißt übrigens Marcelo - darauf mich auf ein Frühstück einzuladen. Dann ging er auch noch sicher, dass ich mich im richtigen Bus befand und ließ mir noch seine Telefonnummer da - ich sei jederzeit in seinem Haus willkommen. Als er dann noch anmerkte, dass ich ihn jederzeit kontaktieren könnte falls ich Geld oder sonst etwas brauchen sollte, schaute ich dann doch etwas blöd aus der Wäsche. Das war nun fast zu viel des Guten. Wow, tausend Dank nochmals und auf Wiedersehen. Es folgte eine fast 9-stündige Busfahrt.

Portoviejo 

Als ich um 20:30 Uhr in Portoviejo ankam holte mich meine neue zuckersüße Gastgeberin Maria mit ihrem Freund vom Busbahnhof ab. Maria wohnt gemeinsam mit ihren Eltern, ihren zwei Brüdern und ihrer Oma in einem Haus. Die Familie hieß mich herzlichst willkommen. Zur Krönung des heutigen Tages gingen Maria und ihr Freund mit mir in ein Ceviche-Restaurant zum Abendessen bevor ich dann todmüde ins Bett fiel.

Sonntag, 1. Januar 2017

Silvester in Quito / Ecuador

By On Januar 01, 2017

Lasst uns das alte Jahr verbrennen

Bereits seit dem Vormittag sieht man überall auf Quitos Straßen und sogar an Autos oder Taxis lebensgroße Puppen aus Holz und Papier. Diese werden extra zum Jahreswechsel gebastelt und als "ano viejo" (deutsch: altes Jahr) bezeichnet. Sie symbolisieren das alte Jahr, das zu Ende geht. Die Puppen werden mit alter Kleidung ausgestattet und erhalten eine Plastikmaske als Gesicht. Sie stellen meist Personen, die im letzten Jahr eine große Rolle gespielt haben, dar. In manchen Gegenden werden die Puppen von ihren Besitzern nochmals ordentlich verprügelt, bevor sie dann um Mitternacht als Symbol des alten Jahres verbrannt werden.

Als Witwen verkleidete Männer....

... tanzen auf den Straßen und halten Autos an, um für ihren bald sterbenden "Alten" eine Spende zu erbitten. Das ist ein recht lustiges Schauspiel. Die Männer sind meist recht aufreizend bekleidet und stopfen sich Hintern und Brüste mit Luftballons aus.



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