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Mittwoch, 24. März 2021

Küstenwanderungen, Lost Places und Obst rund um Puerto de la Cruz

By On März 24, 2021

 

Puerto de la Cruz, Teneriffa

Vor gut einer Woche ging es dann also gemeinsam mit Sdravko auf nach Puerto de la Cruz, an der Nordküste Teneriffas. Die Stadt ist eine der größten der ganzen Insel. Ihr wisst ja, dass ich nicht unbedingt ein Fan von Städten bin, aber da es in Puerto die günstigsten Unterkünfte gibt und man von dort aus relativ gute Busverbindungen hat, haben wir uns dafür entschieden. Die Stadt ist bekannt für seine Strände aus schwarzem Vulkansand und dem weitläufigen Zoo Loro Parque


Playa de la Fajana (Puerto de la Cruz)


Der "El Drago" in Icod de los Vinos

Eigentlich hätten wir eine direkte Busverbindung von Los Gigantes nach Puerto gehabt. Eigentlich. Wenn uns da nicht meine schwache Blase einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. In Icod de los Vinos hielt ich es dann nicht mehr aus und wir mussten die Busfahrt unterbrechen. Das war gar nicht mal so eine schlechte Idee, denn hier im Ort steht der bekannte "El Drago" (auch "Drago Milenario" genannt). Es handelt sich hierbei um einen etwa 400 Jahre alten Drachenbaum. Er ist scheinbar der älteste und zudem der größte auf der ganzen Welt. Somit ist er auch eines der bekanntesten Wahrzeichen Teneriffas.


Der "El Drago" bzw "Drago Milenario" in Icod de los Vinos

Icod de los Vinos


Plötzliche Überraschung im botanischen Garten in Puerto 

Nachdem wir den gigantischen Baum bestaunt hatten, ging unsere Reise weiter nach Puerto, wo wir uns wieder ein kleines Appartement gebucht haben. Am Nachmittag wollten wir einen botanischen Garten besuchen. Leider war dieser wohl schon seit längerem geschlossen. Da wir ja schon allerhand Erfahrung mit Zäunen haben, beschlossen wir einfach darüber zu klettern. Gerade als Sdravko ein paar leckere Pitangas gefunden hatte, sahen wir von weitem einen Mann auf uns zukommen. Ziemlich erschrocken machten wir uns so schnell wie möglich von den Socken. Ich war erstaunt wie schnell ich auf einmal über diesen doch recht hohen Zaun springen konnte. Als wir etwa 200 Meter vom Garten entfernt waren, düste plötzlich die Polizei an uns vorbei. Na hoffentlich war die nicht für uns...


Die Barrancos von Puerto

Am nächsten Tag hatte Sdravko die geniale Idee ein paar der Barrancos (=Schluchten) in Puerto zu erkundschaften. Ich war wirklich überrascht, dass man in einer so großen Stadt solch menschenleere und spannende Ecken finden kann. Zu Sdravkos großer Freude entdeckten wir auch ein paar seltene Früchte dort,  an denen er natürlich besonders interessiert war. Neben teilweise recht dichtem Gestrüpp lag auch viel Müll und das ein oder andere tote Tier dort herum. 


Ein Barranco in Puerto de la Cruz 


Wie aus dem Nichts tauchte plötzlich diese Tür auf *lach*


Weiters konnten wir an diesem Tag eine ganze Menge Füchte in der Stadt ernten. Als normal Sterblicher würde man die wahrscheinlich gar nicht sehen. Sdravko hat jedoch ein ganz besonderes Auge dafür. In den Sträuchern vor riesigen Wohnblöcken fanden wir super leckere Pitangans (auch als Surinamkirsche bekannt) und zudem zahlreiche Wollmispel-Bäume. 

Super leckere Pitangas

Pitangas und Wollmispeln


Wieder im Palmetum in Santa Cruz de Tenerife

Das Palmetum in Santa Cruz ist ein botanischer Garten mit der besten Palmensammlung in ganz Europa. Vielleicht könnt ihr euch erinnern, dass ich schon einmal mit Sdravko dort war. Er hat nämlich zum Chef Carlo Morici Kontakt aufgebaut. Somit konnten wir kostenlos rein und obendrauf noch jede Menge leckerer Früchte dort probieren. Diesmal durfte Sdravko im Beisein des Gärtners sogar eine Bananenstaude fällen, wobei er diesen fast erschlagen hatte *lach*. Zudem ernteten wir Kokosnüsse und Sdravko machte wieder ein paar interessante Videos für seinen Youtube-Channel


Sdravko (links) und der Gärtner rechts vor dem Fällen der Bananenstaude.


Casa Hamilton und weitere Lost Places 

Abenteuer jeglicher Art sind bei mir immer sehr willkommen. In letzter Zeit habe ich meine Vorliebe für "Lost Places" entdeckt. Gemeint sind damit meistens verlassene Ruinen oder Orte, die im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten sind. Auf den kanarischen Inseln gibt es eine ganze Menge davon. Letzten Donnerstag hielten wir bei einem Küstenspaziergang die Augen offen nach solchen Plätzen. Wir wanderten in Richtung Westen und kamen nach etwa eineinhalb Stunden beim Casa Hamilton ("El Elevador de Aguas de Gordejuela") an - eine Insdustrieruine aus dem Jahr 1903. Ursprünglich war im unteren Teil des Gebäudes eine Wasserpumpenanlage untergebracht. Die oberen beiden Stockwerke wurden als Wohnräume für den Maschinisten und sein Familie genutzt. In diesem Gebäude wurde die erste Dampfmaschine von Teneriffa betrieben. Das Wasser wurde auf die verschiedenen Bananenplantagen gepumpt. Mittlerweile ist die Ruine ein beliebtes Fotomotiv für Wanderer, die den Küstenweg einige hundert Meter oberhalb entlang spazieren. Wir wollten natürlich direkt in das zerfallene Gebäude. Das Unterfangen gestaltete sich wieder einmal recht abenteuerlich. Diesmal schafften wir es aber ohne über einen Zaun klettern zu müssen. Dafür mussten wir aber eine recht waghalsige Kletterei in Kauf nehmen (Bitte nicht nachmachen!!). 


Casa Hamilton (Puerto de la Cruz)

Casa Hamilton (Puerto de la Cruz)


Im weiteren Verlauf unserer Wanderung entdeckten wir noch mehr Ruinen und einen wunderschönen einsamen Strand.


Weitere Ruinen am Playa de la Fajana

Den krönenden Abschluss dieses spannenden Tages stellte ein verlassenes Bauernhaus mit einem riesigen Drachenbaum - "Drago de siete fuentes" - davor dar. 


Drago de siete fuentes


Abschied von Sdravko 

Der Freitag verlief ganz gemütlich. Wir relaxten an den schwarzen Lava-Stränden von Puerto und planschten im Pool unserer Aparthotelanlage. Es war Sdravkos letzter Tag auf Teneriffa. Am Samstag Nachmittag ging sein Rückflug nach Deutschland. Ich begleitete ihn noch den halben Weg zum Flughafen. Ehrlich gesagt mag ich Abschiede nicht besonders gerne. Besonders dieser fiel mir sehr schwer. Immerhin verbrachten wir sehr viel gemeinsame Zeit auf den Kanaren. Eine super abenteuerliche Zeit, in der ich unheimlich viel Neues gelernt habe - vor allem über essbare Pflanzen und Früchte. Aber gut, ich hoffe dass wir uns nicht das letzte Mal gesehen haben...


Wanderung auf den Guajara 2.718m im Teide Nationalpark

Die nächsten zwei Tage verbrachte ich mit Josh - ihr erinnert euch bestimmt: der Schotte, den ich auf Gran Canaria kennengelernt habe. Wir fuhren mit seinem Mietauto in den Teide Nationalpark. Dort machten wir eine super schöne Wanderung auf den Berg Guajara 2.718m. Er ist der vierthöchste Berg Teneriffas und die höchste Erhebung des Caldera-Randgebirges. Wir starteten am Parkplatz Parador Nacional de las Cañadas. Auf unserer Wanderung wurden wir mit unzähligen traumhaften Panoramaaussichten auf die umliegenden vulkanischen Landschaften und den höchsten Berg Spaniens - den El Teide - belohnt. Am Gipfel des Guajara fanden wir alte Steinmauern vor. Sie sind die Überreste der ersten Sternwarte der Welt im Hochgebirge. Bereits 1856 führte hier der Italiener Sir Charles Piazzi Smyth seine Sternbeobachtungendurch durch. Insgesamt dauert die Wanderung etwa 4-5 Stunden und man legt etwa 10 Kilometer und 600 Höhenmeter zurück.


Blick vom Guajara auf den El Teide

Hoch über den Wolken

Jausen-Pause ;)



Heute werde ich Puerto de la Cruz Tschüss sagen und wieder weiterziehen. Es geht nach Chío - ein typisch kanarisches, malerisches Dorf im sonnigen Südwesten der Insel. Ich war vor einigen Wochen schon einmal hier und verliebte mich ebenso in den Ort wie auch in die absolut idyllische Unterkunft dort. Nun werde ich meine letzten sechs Tage dieser Reise in derselben Unterkunft verbringen. Ich freue mich schon sehr!



Eure Michi :)







Montag, 15. März 2021

Schluchten und Wasserstollen im Teno-Gebirge

By On März 15, 2021


Los Gigantes, Teneriffa

Diesmal ging es mit dem Fährunternehmen "Naviera Armas" zurück von La Gomera nach Teneriffa. Das war eine gute Entscheidung, denn hier kostet das Ticket nur 35€  und die Fähre ist mindestens genauso komfortabel - zum Vergleich: mit "Fred Olsen" zahlten wir 42€ für die Hinfahrt. Wir bezogen wieder unser hübsches Appartement in Los Gigantes.


Playa Diego Hernández - ein versteckter, idyllischer Naturstrand

Am Freitag machten Sdravko und ich uns auf zu dem Strand Playa Diego Hernández an der Südwestküste Teneriffas. Ich bekam den Tipp von einer Wienerin, die ich vor einigen Wochen in einem Hostel in Chío kennengelernt hatte. Wir fuhren mit dem Bus bis in das Örtchen La Caleta. Von hier aus starteten wir unsere Wanderung. Tatsächlich waren wir beide positiv überrascht von dem schönen, naturbelassenen Strand, der nur zu Fuß erreichbar ist. Immerhin liegt er nicht weit entfernt von den touristenüberströmten, nicht besonders schönen Stränden von Los Cristianos und Las Americas. Hier am Playa Diego Hernández tummeln sich vor allem junge Leute - Einheimische sowie Touristen. Viele baden nackt. Es war aber kein Problem ein ruhiges, menschenleeres Plätzchen zwischen den Felsen im weißen Vulkansand zu finden. 


Playa Diego Hernández 


Als wir später weiter in Richtung Norden wanderten, sahen wir diverse Behausungen wie Wohnwägen, kleine Hütten, bewohnte Höhlen und Zelte - scheinbar hat sich hier so eine Art Aussteiger-Community gebildet. 


Planänderung

Eigentlich würde nun mein Flug nach München schon in einigen Tagen gehen. Da die Einreisebestimmungen und Quarantänevorschriften jedoch ziemlich kompliziert sind, war ich nun schon lange am Überlegen, wie ich das am besten regeln könnte. Zweimal zehn Tage in Quarantäne zu gehen (sowohl in Österreich sowie in der Schweiz) ist immerhin kein Spaß. Als ich dann die Nachricht erhielt, dass Spanien für die Schweiz nicht mehr als Risikoland gilt und somit die Quarantäne wegfällt, habe ich beschlossen gleich in die Schweiz zu fliegen. Somit sehe ich zwar leider meine Familie in Österreich nicht mehr bevor die Arbeit wieder startet, dafür kann ich aber noch bis Ende März auf den Kanaren bleiben. Schweren Herzens entschied ich mich also sehr spontan dafür, den Flug nach Deutschland verfallen zu lassen. Der neue Rückflugtermin ist nun der 30. März. 


Die imposanten Schluchten und Wassertunnel des Teno-Gebirges

Sowohl am Samstag wie auch am Sonntag starteten Sdravko und ich weitere abenteuerliche Wanderungen in das atemberaubend schöne Teno-Gebirge. Wir machten uns jeweils direkt von Los Gigantes zu Fuß auf den Weg. Zuerst ging es den an der Steilküste den sogenannten "Skywalk" entlang. Danach durch den ersten Wasserstollen, welcher etwa einen Kilometer lang ist. 


Am Samstag wanderten wir dann die Schlucht Barranco Mancha de los Díaz hoch. Die gewaltigen vulkanischen Felsformationen und die engen Schluchten sind einfach fantastisch. Man fühlt sich wie in einem Land vor unserer Zeit. Es hätte mich nicht gewundert wenn plötzlich ein Dinosaurier hinter der nächsten Ecke hervorkommen würde. Tatsächlich ist das Teno-Gebirge scheinbar der älteste Teil Teneriffas. Wissenschaftler schreiben den Felsforamtionen ein Alter von rund 17 Millionen Jahren zu. 


Wieder einmal standen wir vor einem versperrten Wasserstollen. Das machte aber nichts, denn weiter oben konnten wir einen finden, der offen war. 


Vulkanische Gesteinsformationen

Am Rückweg konnten wir sogar noch eine Taube aus einem Kanal retten.


Unsere Wanderung am Sonntag startete wieder gleich wie die gestrige. Diesmal wanderten wir nach der Durchquerung des ersten Wasserstollens jedoch hinunter zu dem einsamen Strand Playa de Barranco Seco. Von dort aus ging es dann die Schlucht Barranco Los Sauces hoch.


Warnschild am Playa de Barranco Seco 


Wir wollten eigentlich durch einen Wasserstollen bis zum Dörfchen Masca wandern. Leider war dieser Stollen aber abgesperrt. Das war vielleicht auch gut so, denn der Tunnel schien unter Wasser zu stehen und war zudem teilweise leicht eingestürzt.


Dieser Tunnel sollte nach Masca führen, leider war er abgesperrt.


Uns blieb also nichts anderes übrig als die Schlucht weiter noch oben zu klettern. Das hat sich auf alle Fälle ausgezahlt, denn dort fanden wir wieder ein spannendes Lost Place: verlassene Ruinen der Wasserminenarbeiter und alte verrostete Einsenbahnreste.


Ruinen der Wasserminenarbeiter

Viele der Wasserkanäle sind noch intakt und versorgen nach wie vor zahlreiche Gebiete der Insel mit Süßwasser. 

Barranco de los Sauces: Hier fanden wir interessante Kalkstein-Formationen

Barranco de los Sauces 


Zurück ging es dann durch zwei weitere Wasserstollen bis wir dann in Tamaimo herauskamen. Wir hatten nun schon 25 Kilometer und 1000 Höhenmeter in den Beinen, deshalb waren wir froh, dass uns ein junges Pärchen aus Polen die restliche Strecke nach Los Gigantes in ihrem Auto mitnahm. Wahrscheinlich haben wir nun tatsächlich die meisten der offenen Wasserstollen im Teno-Gebirge erfolgreich durchquert. Ein Abenteuer, das ich auf alle Fälle gelohnt hat!


Weiter geht es nach Puerto de la Cruz

Heute werden wir uns von unserer hübschen Bleibe in Los Gigantes wieder verabschieden. Es geht nämlich weiter nach Puerto de la Cruz an der Nordküste Teneriffas. 




Bis bald!


Eure Michi :)







Donnerstag, 11. März 2021

Route La Gomera

By On März 11, 2021


Reisezeitraum & Route: 


15.02.2021 - 11.03.2021

TENERIFFA - San Sebastián de La Gomera - Valle Gran Rey - Gerian - Argaga - Schweinebucht - Arure - Playa de Iguala - La Dama - Chipude - La Fortaleza - El Cercado - Valle Gran Rey - Meriga - Agulo - Vallehermoso - Alajeró - Playa de la Cantera - Santiago - Playa de Chinguarime - Las Hayas - TENERIFFA 







Goodbye La Gomera

By On März 11, 2021


Valle Gran Rey, La Gomera

Meine Zeit auf La Gomera ist nun tatsächlich schon wieder vorüber. Ich würde es hier ehrlich gesagt noch um einges länger aushalten. Es gäbe noch so viel zu entdecken auf dieser idyllischen Kanareninsel.  Leider rennt die Zeit. 


Charco del Conde - das natürliche Schwimmbecken in Valle Gran Rey 

Den Wochenbeginn starteten Sdravko und ich ganz gemütlich. Wir spazierten durch den Ort und badeten am Charco del Conde. Es handelt sich dabei um einen ruhigen Lava-Sandstrand, der vor allem bei Familien beliebt ist. Hier können die Kleinsten nämlich ohne Bedenken planschen. Es gibt keine starke Strömung und auch keine riesigen Wellen. Bei Ebbe machten wir uns auf die Suche nach Meerestieren in den kleinen Becken bei den Felsen. Dabei konnten wir eine ganze Menge interessanter Viecher ausfindig machen.

"Borstenwurm" - sieht wunderschön aus, aber besser nicht anfassen! Sdravko hat diesen Fehler gemacht, woraufhin er viele haarfeine, schmerzhafte Stacheln in den Fingern herauspulen musste *lach*


Eine gut getarnte Flunder


"Donna Efigenia" in Las Hayas

Sdravko hat mir ja schon oft erzählt, dass er vor zehn Jahren immer nach Las Hayas hinauf wanderte, um dort dann im Restaurant von Donna Efigenia zu essen. Sie hat jeden Tag ein einziges Gericht gezaubert, welches aber immer absolut hervorragend schmeckte. Sdravko meinte, dass die Dame damals schon uralt aussah. Er glaube nicht, dass sie noch lebe. Trotzdem wagten wir den Versuch sie ausfindig zu machen. 


Wir starteten also unsere Wanderung in Valle Gran Rey. Der Aufstieg nach Las Hayas ist streckenmäßig nicht besonders lang, aber dafür super steil. Wir legten knapp 10 km und gute 1.000 Höhenmeter zurück. Der Ausblick war die ganze Tour über atemberaubend schön. 


Ausblick hinunter nach nach Valle Gran Rey

Rechts im Bild das Schuhwerk von Sdravko. Mit diesen Crocs legt er übrigens sämtliche Wanderungen, die wir machen zurück. Unglaublich!


Angekommen in Las Hayas waren wir froh genügend warme Klamotten eingepackt zu haben. Hier oben ist es um einiges kühler als unten. Wir suchten das Restaurant der besagten Dame - es heißt übrigens Restaurante La Montaña bzw Jardín Las Hayas. Unglaublich aber wahr: Donna Efigenia war immer noch dort. Sie liebt es alle Gäste einzeln zu begrüßen und ein bisschen mit ihnen zu plaudern. Mittlerweile gibt es aber eine etwas größere Auswahl an Gerichten als vor zehn Jahren. Wir entschieden uns für das Tagesmenü. Glaubt mir: Das war das beste Essen auf der ganzen Insel! Für 10 Euro bekamen wir ein Menü mit Vor-, Haupt- und Nachspeise. Und fast alle Zutaten aus dem eigenen Garten. Vergleichbar gut war vielleicht noch die Küche von Johannes in La Aldea auf Gran Canaria.


Donna Efigenia


Zurück nach Valle Gran Rey versuchten wir es per Anhalter, da Sdravkos Knie ihm beim bergab laufen immer wieder Probleme bereiten. Wir hatten Glück und schon bald hielt ein netter, älterer Herr. Mit ihm im Auto war ein süßer Hund. Wir mussten uns erstmals einen Weg durch tausend Dinge schaufeln, die bei ihm im Auto herumlagen. Auch die Gerüche im Fahrzeug sowie sein Fahrstil waren mir etwas ungeheuerlich. Außerdem kam unsere Sitzbank immer weiter nach vorne beim steilen bergab fahren. Na hoffentlich geht das gut. Ich glaube der Gute war schon etwas senil. Letztendlich kamen wir aber heil unten an. 


Das war nun auch das letzte Abenteuer hier auf der Insel. Heute geht es um 11 Uhr mit der Fähre zurück nach Teneriffa. Wir haben uns übrigens wieder das selbe Appartment in Los Gigantes gebucht, in welchem wir schon einmal waren - das mit dem beheizten Pool, den zwei Badezimmern und den zwei Schlafzimmern ;) 


Hasta Luego!


Eure Michi :)






=> Hier findest du alle meine Fotos und Videos von La Gomera :) <=




Montag, 8. März 2021

Eine alte Fischfabrik und die Hippie-Höhlen auf La Gomera

By On März 08, 2021

 

Valle Gran Rey, La Gomera

Die letzten Tage verliefen wieder überaus abenteuerlich. Am Freitag machte ich mich gemeinsam mit Sdravko auf zu einem weiteren Insel-Erkundungsabenteuer mit Schlafsack und Isomatte im Gepäck. Die Sachen, die wir nicht brauchten durften wir abermals bei unserer Gastgeberin Flor in Valle Gran Rey lassen. 


Der Strand Playa la Cantera und die alte Fischfabrik

Standartmäßig machten wir uns per Anhalter auf den Weg. Das heutige Tagesziel sollte der abgelegene Strand La Calera sein. Dort befindet sich scheinbar eine alte (Thun-) Fischfabrik. Ich bin ja ein totaler Fan von solchen "Lost Places" und Ruinen. Finde es immer wieder super spannend so etwas zu erkundschaften. 

Wir mussten erstmals in den Ort Alajeró kommen. Von dort aus sollte es dann zu Fuß weiter gehen. Heute hatten wir ein riesiges Glück. Ein junger Franzose nahm uns mit seinem Campervan gleich direkt bis nach Alajeró mit. Gut gelaunt, dass alles so reibungslos gelaufen ist, suchten wir den einzigen Supermarkt im Ort auf. Nun kam aber leider die Ernüchterung: Er hatte gerade Mittagspause (Siesta) bis 16:30 Uhr. Jetzt war es aber erst 13:50 Uhr. Da wir weder zu essen noch zu trinken dabei hatten, blieb uns nichts anderes übrig, als zu warten. Um kurz vor 17 Uhr starteten wir dann endlich unsere Wanderung. Die ersten Kilometer ging es eine asphaltierte Straße entlang bis in das Dörfchen Quise. Hier beginnt dann der Wanderweg zum Strand, welcher in einem recht gutem Zustand ist und imposante Ausblicke bietet. 


Um kurz vor 19 Uhr kamen wir am Playa la Cantera an. Ich wollte natürlich sofort die Ruinen der verfallenen Fischfabrik erkunden. Sie ist scheinbar bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts entstanden. Die Arbeiter mussten denselben Wanderweg wie wir benutzen, um zur Fabrik zu gelangen. Jahrzehntelang produzierte diese einen Großteil des von La Gomera exportieren Thunfisches. 1974 wurde der Betrieb eingestellt. Die Überreste der Werksgebäude sowie die verrosteten Werkzeuge und Dampfmaschinen stehen aber nach wie vor als historische Zeitzeugen am Strand. 


Die Straße nach Quise

Einige Teile der alten Fabrik sind eingezäunt und mit "Nicht Betreten" Schildern versehen. Ich habe gehört, dass ein paar Aussteiger hier leben sollten. Sie haben es sich ganz nett hergerichtet in den Ruinen. Heute schienen wir aber die einzigen Menschen an diesem Strand zu sein. Wir suchten uns einen windgschützten Platz in der verfallenen Fabrik und schlugen dort unser Nachtlager auf. 

Erster Blick hinunter auf den Strand Playa la Cantera und die alte Fischfabrik


Verrostete Fischdosen

Eine tote Möwe


Playa la Cantera

Weiter zu den Höhlen-Hippies am Strand Playa de Chinguarime 

Am nächsten Tag starteten wir früh, um der ärgsten Mittagshitze zu entkommen. Immerhin mussten wir über 800 Höhenmeter zurücklegen, um wieder nach Alajeró zu kommen. Von dort aus ging es per Autostopp nach Santiago. Das Glück stand auf unserer Seite und ein nettes, recht nobel aussehendes französisches Pärchen nahm uns ihn ihrem Cabrio mit. 

In Santiago deckten wir uns erstmals mit Wasser und Lebensmitteln ein. Dann starteten wir den Weg zum Strand Playa de Chinguarime. Man kommt da nur zu Fuß hin. Sdravko nahm eine kleine Abkürzung während ich mich für die längere Route entschied. Als ich dann etwa eine Stunde nach ihm am Strand ankam, saß der Gute bereits mit den Hippies in einer ihrer Höhlen. Die Pointe dabei: Er hat mich zuvor gewarnt den Hippies zu nahe zu kommen, da sie alle Flöhe hätten *lach*. Sogar kleine Kinder leben hier, die barfüßig und mit zersausten Haaren am Strand herumdüsen. Die meisten der Einwohner dieses Hippie-Höhlendorfes tragen Dreadlocks oder zumindest längere Haare. Sie laufen mit Schlabberhosen, eingehüllt in Tücher oder nackt herum. An einer Felswand steht in großen Buchstaben: "Toilets: Shit in the water or dig it" - zu Deutsch: "Toiletten: Kack ins Wasser oder vergrab es". 

"Toilets: Shit in the water or dig it."

Eine weitere Regel lautet: "No soap please" = "Keine Seife bitte". Strom gibt es keinen. Schaulustige Touristen mögen sie nicht besonders gerne, deshalb erklärte Sdravko ihnen auch, dass wir eventuell länger hier bei ihnen bleiben möchten. 

Wir erkundeten den Kiesstrand und sahen uns ihre zum Teil recht gemülichen Höhlen an. Es herrscht eine ganz entspannte Atmosphäre und die Aussteiger und Hippies grüßen uns freundlich. Sie sitzen zusammen, sind am musizieren oder vegetieren unauffällig vor sich hin. Am Ende des Strandes gibt es natürliche, kleine Pools in den Felsen, wo wir dann auch ein bisschen planschten. Natürlich gingen wir vorher sicher, dass dort keine menschlichen Exkremente herumtreiben *lach*. 


Die Hippie-Höhlen am Playa de Chinguarime 



Später fanden wir eine leerstehende Höhle, die wir für unser Nachtlager auswählten. Sie ist zwar gefährlich nahe am Meer gelegen, aber Uwe - einer der Aussteiger - meinte, dass sie nur bei Sturm überschwemmt werden würde. Wir gingen das Risiko also ein. Am Abend hörten wir Musik aus den verschiedenen Höhlen und genossen das Rauschen des Meeres. 


Unsere Höhle

Ich habe erstaunlich gut geschlafen. Beim Blick aufs Meer hinaus, konnte ich einen langhaarigen Mann sehen, der gerade sein Geschäft ins Meer verrichtete *lach*. Aber zum Glück wurde das Ganze bereits mit der nächsten Welle fortgeschwemmt. 

Leider mussten wir aufgrund eines kleinen unverhergesehenen Geschehnisses heute schon wieder zurück nach Valle Gran Rey. Wir schenkten den Hippies noch ein paar Liter Trinkwasser, welches wir dabei hatten. Sie freuten sich riesig darüber. Auf alle Fälle war dieser Aufenthalt hier ein Einblick in eine ganze neue Welt für mich. Irgendwie könnte ich es mir tatsächlich vorstellen, mal einige Monate in so einem Hippie-Dörfchen eine kleine Auszeit einzulegen...

Zurück in Santiago versuchten wir per Anhalter voranzukommen. Insgesamt standen wir über drei Stunden an der Straße und bloß ein Auto hielt. Es konnte uns aber nur wenige Kilometer weiter bringen. Tja, Autostoppen ist hald immer ein Glücksspiel. Zum Glück kam irgendwann ein Guagua (= Bus) an, der uns zurück nach Valle Gran Rey brachte. Hier bezogen wir wieder unser Standart-Appartment bei Flor


Unterwegs per Anhalter

Die Zeit rennt nun. Bis 11.3. plane ich auf La Gomera zu bleiben. Dann noch für ein paar Tage Teneriffa und von dort aus wieder nach Hause. 



Hasta Luego!


Eure Michi :)





=> Hier findest du alle meine Fotos und Videos von La Gomera :) <=




Donnerstag, 4. März 2021

Valle Gran Rey: Unterwegs per Anhalter und in chaotischen Hostels

By On März 04, 2021

 

Nun sind schon wieder einige Tage vergangen seit meinem letzten Upadate. Die letzten Tage hat mein Kopf geraucht. Ich sollte mir nämlich schön langsam einen Rückflug nach Hause buchen, da ich im April wieder arbeiten muss. Vorher möchte ich aber gerne noch meine Familie in Österreich sehen. Nun habe ich mich mit sämtlichen Einreisebestimmungen und Quarantäne-Regeln für Deutschland, Österreich und die Schweiz herumschlagen müssen. Gar nicht so einfach, sag ich euch. Heute wurde nun aber endgültig ein Rückflug für den 16.3. gebucht. Hoffe, dass das nun alles  klappt wie geplant. 


Ansonsten bin ich nach wie vor im Valle Gran Rey auf La Gomera. Habe die letzten Tage ein paar schöne Wanderungen gemacht. Unter anderem auf den Aussichtsberg Risco de la Mérica



Ausblick von Risco de la Mérica hinunter nach Valle Gran Rey


Das liebevoll-chaotische Hostel

Am Samstag traf ich mich mit Josh, einem Schotten, den ich damals in einem Hostel auf Gran Canaria kennengelernt habe. Er kam nun nach La Gomera für ein verlängertes Wochenende. Wir beschlossen also uns am Abend auf einen Drink zu treffen. Irgendwann im Laufe des Abends erhielt ich tatsächlich eine WhatsApp Nachricht von Nathalie, der Besitzerin meines derzeitigen Hostels. Sie meinte, dass sie mein Zimmer unabsichtlich überbucht hätte und ich deshalb heute eine Nacht im Schulzimmer verbringen sollte. Zur Erklärung: Im Erdgeschoss des Hostels befindet sich eine Spanisch-Schule. Zudem habe ich ursprünglich nur eine Nacht bei Natahlie gebucht, dann aber gefragt, ob ich vielleicht ein paar Tage länger bleiben könnte. Nathalie meinte, das sei überhaupt kein Problem. Nun war aber scheinbar doch der Wurm drin. Wer  meinen letzten Blogbeitrag gelesen hat, kann sich vielleicht erinnern, dass sie bereits meine erste Buchung "übersehen" hatte und mich deshalb wo anders unterbringen musste *lach*. Aber man kann der Frau einfach nicht böse sein, da sie eine unheimlich liebe Art hat. Auf alle Fälle meinte sie nun, dass ich doch bitte demnächst zurückkommen sollte, um mein Zimmer zu räumen. Ich muss zugeben, dass ich nicht besonders erfreut von dieser Nachricht war, deshalb habe ich mich auch nicht sonderlich beeilt. Als ich dann zwei Stunden später im Hostel ankam, herrschte Riesenchaos. Neue Gäste standen mit Sack und Pack vor meinem Zimmer und warteten ungeduldig. Der Putzmann Domingo saß ganz verzeiweifelt auf der Dachterrasse und  wartete ebenso bis ich endlich zurückkam. Ich packte meine sieben Sachen so schnell es ging. Domingo zeigte mir die Unterkunft für die Nacht: Ein kleines Klassenzimmer in der Schule. Es wurde lediglich ein Bettgestell mit zwei Matratzen übereinander reingestellt. Bei dem Anblick musste ich tatsächlich etwas schmunzeln:


Mein Bett für diese Nacht im Klassenzimmer der Spanisch-Schule ;) Wenigstens musste ich hier nur 10€ (anstatt der 25€ für ein normales Zimmer) zahlen

Das war schönes mein Zimmer davor. Ausblick von meinem Bett aus.


Am Sonntag fuhr ich mit Josh in den Lorbeerwald. Nathalie hat zwar gemeint, ich sollte mein Zimmer wieder wechseln, immerhin findet dort morgen am Montag ja wieder Schule statt. Da ich sie nicht erreichen konnte, kümmerte ich mich erstmals nicht weiter um das Ganze. Die Überraschung erlebte ich dann, als ich gegen 22 Uhr zurück in "mein Klassenzimmer" kam: Von meinen Sachen war keine Spur mehr, dafür lag jemand anderes in dem Bett. Voller Schreck machte ich die Tür schnell wieder zu und kontaktiere Nathalie, was denn hier los sei. Sie meinte lediglich, dass sie mich wie versprochen wieder ein normales Zimmer umquartiert hatte. Ich konnte mir wieder einmal ein herzliches Lachen nicht verkneifen. So ein heilloses Durcheinander mit den Buchungen habe ich auch noch nie erlebt. Ich machte mich also auf die Suche nach meinem neuen Zimmer. An einer Türe steckte ein Schlüssel außen im Schloss. Na, ich hoffte mal, dass das nun das Richtige ist. Und siehe da, alle meine Sachen standen dort. Ich war recht glücklich, wieder ein "normales" Zimmer zu haben und hoffte inständig, dass ich dort nun auch bis zum Ende meines Aufenthaltes bleiben kann. 


Der Lorbeerwald auf La Gomera

Die uralten Lorbeerbäume


Als ich den anderen Gästen im Hostel am nächsten Tag meine Story erzählte, mussten sie schrecklich lachen. Sie meinten, dass so etwas tagtäglich hier vorkomme. Aber niemand kann Nathalie wirklich böse sein, da sie eine herzensgute - aber super chaotische - Frau ist. 

Die anderen Gäste sind auch alle super lieb. Wir sitzen oft gemeinsam auf der Dachterrasse und genießen gemeinsam den Sonnenuntergang. 


Am Dienstag meldete sich Sdravko zurück. Er war jetzt eine ganze Woche nur mit dem Schlafsack in der Wildnis unterwegs. Wir beschlossen wieder in das Appartment zurückzugehen, in dem wir bereits letzte Woche waren. Zu zweit ist es nämlich allemal günstiger als in einem Hostel. 


Das Künstlerviertel El Guro

Wir wanderten am selben Tag noch in das Künstlerviertl von Valle Gran Rey, nämlich El Guro. Viele Maler und Bildhauer haben sich hier in den vergangenen Jahren niedergelassen. 





Unterwegs per Anhalter

Gestern beschlossen Sdravko und ich den Norden von La Gomera zu erkunden. Da das Busnetz hier äußerst schlecht ist, machten wir uns per Anhalter auf den Weg. Als wir schon etwa 20 Minuten erfolglos an der Straße in Valle Gran Rey standen, erzählte ich Sdravko gerade von Richard, einem Schotten, den ich vor einigen Tagen mit Josh in einer Bar getroffen hatte. Und wie es der Zufall so will, hielt in dem Moment ein Auto an. Ratet mal wer darin saß! Genau, es war Richard. Der Gute fuhr mit uns dann quer über die Insel. Zuerst machten wir Stopp im Lorbeerwald und wanderten dort gemeinsam zu einem kleinen See.

Ein kleiner See oberhalb von Meriga


Danach brachte Richard uns noch nach Meriga. Wir bedankten uns herzlich bei ihm. Dann starteten wir eine kleinen, aussichtsreichen Wanderwege hinab in das Örtchen Agulo.


Blick hinunter nach Agulo


In Agulo angekommen, stärkten wir uns kurz in einem Restaurant. Da es schon später Nachmittag war, mussten wir uns schön langsam beeilen, um heute noch zurück nach Valle Gran Rey zu kommen. Sobald es dunkel wird, ist es f nämlich fast unmöglich per Autostopp wohin zu kommen. Wir stellten uns also an die Straße. Es war nun schon eine ganze Stunde vergangen und kein einziges Auto hat gehalten. Die Straße schien nicht sehr frequentiert zu sein. Gerade als wir überlegten wo wir die Nacht schlafen könnten, hielt doch glatt ein Auto an. Ein netter, junger Afrikaner nahm uns für einige Kilometer mit. Leider waren wir aber immer noch sehr weit von unserem Ziel entfernt. Wieder standen wir fast eine Stunde erfolglos an der Straße. Da kam ein einheimischer Mann aus einer Bar und fragte uns, wo wir denn hin müssten. Er nahm uns schlussendlich bis Vallerhermoso mit - ein wunderschöner Ort:


Vallehermoso


Er meinte, dass er hier ein paar Geschäfte beliefern müsste und nicht weiß, wie lange das Ganze dauern würde. Falls wir dann immer noch an der Straße ständen, könnte er uns noch ein Stück weiter mitnehmen, da er eh in unsere Richtung muss. Keine zehn Minuten später hupte ein Auto hinter uns. Es war wieder derselbe nette Herr. Er winkte uns zu sich ins Auto und schien sich sehr zu freuen, uns wiederzusehen. Diesmal nahm er uns bis zu einem alleinstehenden Restaurant irgendwo im Nirgendwo mit. Er müsste nun wieder ein paar Geschäfte im nächsten Ort beliefern. Wir sollten inzwischen in dem Restaurant auf ihn warten. Sdravko und ich beschlossen aber zu Fuß ein wenig die Straße entlangzuwandern, da wir sowieso keinen Hunger hatten. Auch hier kam nur alle drei heiligen Zeiten ein Auto vorbei. Zu unserem Glück hielt aber bereits recht bald ein junger Franzose für uns. Als Alleinreisender schien er sich sehr darüber zu freuen mit uns etwas quatschen zu können. Zu unserem Glück musste er auch ins Valle Gran Rey. Er hielt kurz am einem Gasthaus, um sich Essen zum Mitnehmen zu holen. Als er nach zehn Minuten wieder zu uns ins Auto stieg, entschuldigte er sich für die Wartezeit und meinte, wir hätten ein riesen Glück. Er hat nämlich vier Stück Kroketten bestellt. Da sein Spanisch nicht besonders gut ist, haben die ihn falsch verstanden und ihm vier ganze Portionen gegeben. Er schenkte uns zwei Portionen davon. Was für ein gelungener Tag! Es ist immer wieder schön, was für tolle und hilfsbereite Menschen man kennenlernt wenn man per Anhalter unterwegs ist. 


Nun bin ich etwas wehmütig, weil sich meine Reisezeit langsam aber sicher dem Ende zuneigt. Die nächsten Tage ist vermutlich wieder freiluftschlafen geplant, um noch ein paar weitere versteckte Ecken der Insel zu erkunden. 


In diesem Sinne: Hasta Luego!


Eure Michi :)




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