Besteigung des Rucu Pichincha 4.696m zum zweiten Mal
By
Michaela Gruber
On
Februar 08, 2017
In
Bergtouren
Voll motiviert startete ich heute ein wenig Höhentraining für den Chimborazo, den ich ja in ungefähr zwei Wochen besteigen will - Gerald, mein derzeitiger Gastgeber wird mich übrigens wahrscheinlich begleiten, was bzgl der Kosten für den Guide von großem Vorteil wäre. Der naheliegendste hohe Berg hier um Quito ist der Rucu Pichincha, mit seinen 4.696 m. Diesen habe ich bereits vor über einem Monat bestiegen. Da es war eine sehr schöne Tour war, beschloss ich ihn erneut zu besteigen.
Um etwa kurz vor 14 Uhr stand ich bereits am Gipfel. Wow, also damit hätte ich wirklich nicht gerechnet - weniger als zwei Stunden Aufstieg. Auch die Höhe machte mir überraschend wenig aus. Gerald hatte mir zuvor eine Nachricht geschrieben, dass er bloß bis 13 Uhr Schule hätte (er ist Sportlehrer an der deutschen Schule in Quito) und gerne nachkommen würde. Da ich allein am Gipfel war, eine hervorragende Fernsicht hatte und immer wieder Sonnenstrahlen durch die leichte Wolkendecke drangen, machte ich es mir gemütlich und beschloss so bis halb vier zu warten. Große Hoffnungen machte ich mir nicht, dass er das schaffen könnte. Ich genoss also die Sonne und suchte nach schönen Fotomotiven. Plötzlich kam mir vor, dass ich jemanden meinen Namen rufen hörte. Ich schaute nach unten, konnte aber niemanden sehen. Ein sogenannter Geierfalke machte sich währenddessen doch glatt über mein Müsli her. Ich war gerade dabei diesen zu fotografieren, als ich plötzlich Gerald über dem Gipfelschild lehnen sah. Unglaublich aber wahr - in einer Stunde und 20 Minuten ist er hier hochgerannt. Von den anderen Wanderern, die ich überholt hatte, schienen nur wenige den Gipfel erreicht zu haben.
Nachdem wir noch ein wenig die Aussicht genossen hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Diesen meisterten wir in kürzester Zeit, da wir über die Sand- Schotterpiste richtig schnell hinunterrutschen konnten.
Als wir die Gondelstation wieder erreichten, bemerkte ich plötzlich, dass meine Finger ordentlich geschwollen waren. Zusätzlich hatte ich beginnende Kopfschmerzen, die immer mehr wurden. Zu Hause bei Gerald nahm ich erstmals eine Kopfschmerztablette, welche fast gar keine Wirkung zeigte. Die Beschwerden wurden immer mehr und die Medikamente zeigten nur geringe Wirkung. Ich versuchte viel zu trinken, aber auch dies war zwecklos. Es folgte eine schlaflose Nacht. Was lernen wir also draus: Wenn man vorher ein Monat auf null Meter Seehöhe verbracht hat und dann gleich einen fast fünftausender besteigen will, ist das keine besonders gute Idee!
Die Besteigung des Rucu Pichincha - 4.696m
Zuerst ging es mit dem Bus zur Gondelbahn - die Fahrt dauerte übrigens wieder einmal 2,5 Stunden und brauchte fünf verschiedene Busse, unglaublich! Mit der Gondel kann man dann bis auf fast 4.000 m hoch fahren. Von dort aus ging ich um 12:15 weg. Leider schon sehr spät, ich machte mir also nicht allzu große Hoffnung den Gipfel zu erreichen, denn das letzte Mal brauchte ich ich gute 4 Stunden für den Aufstieg. Flotten Schrittes ging es bergauf. Zuerst geht es einen breiten Wanderweg einen Wiesenkamm hinauf, vorbei an wunderschönen Aussichtspunkten. Danach führt der Pfad bis unter die Felsnase des Rucu Pichincha hoch. Nun wandert man ein schmales Weglein der Bergflanke entlang bis zu dem anspruchsvolleren, steilen Aufstieg über Sand und Schotter. Am Ende folgt noch eine kurze Kraxelstelle. Zu meiner Überraschung überholte ich so einige Leute, obwohl ich gar nicht das Gefühl hatte, so schnell zu sein. Vor allem bei den kleinen Kletterpassagen schienen viele große Probleme zu haben. Da merkt man wieder, dass ich in den Bergen aufgewachsen bin, denn für mich war das ein Kinderspiel.Um etwa kurz vor 14 Uhr stand ich bereits am Gipfel. Wow, also damit hätte ich wirklich nicht gerechnet - weniger als zwei Stunden Aufstieg. Auch die Höhe machte mir überraschend wenig aus. Gerald hatte mir zuvor eine Nachricht geschrieben, dass er bloß bis 13 Uhr Schule hätte (er ist Sportlehrer an der deutschen Schule in Quito) und gerne nachkommen würde. Da ich allein am Gipfel war, eine hervorragende Fernsicht hatte und immer wieder Sonnenstrahlen durch die leichte Wolkendecke drangen, machte ich es mir gemütlich und beschloss so bis halb vier zu warten. Große Hoffnungen machte ich mir nicht, dass er das schaffen könnte. Ich genoss also die Sonne und suchte nach schönen Fotomotiven. Plötzlich kam mir vor, dass ich jemanden meinen Namen rufen hörte. Ich schaute nach unten, konnte aber niemanden sehen. Ein sogenannter Geierfalke machte sich währenddessen doch glatt über mein Müsli her. Ich war gerade dabei diesen zu fotografieren, als ich plötzlich Gerald über dem Gipfelschild lehnen sah. Unglaublich aber wahr - in einer Stunde und 20 Minuten ist er hier hochgerannt. Von den anderen Wanderern, die ich überholt hatte, schienen nur wenige den Gipfel erreicht zu haben.
Nachdem wir noch ein wenig die Aussicht genossen hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Diesen meisterten wir in kürzester Zeit, da wir über die Sand- Schotterpiste richtig schnell hinunterrutschen konnten.
Mit der Höhenkrankheit ist nicht zu spaßen
Als wir die Gondelstation wieder erreichten, bemerkte ich plötzlich, dass meine Finger ordentlich geschwollen waren. Zusätzlich hatte ich beginnende Kopfschmerzen, die immer mehr wurden. Zu Hause bei Gerald nahm ich erstmals eine Kopfschmerztablette, welche fast gar keine Wirkung zeigte. Die Beschwerden wurden immer mehr und die Medikamente zeigten nur geringe Wirkung. Ich versuchte viel zu trinken, aber auch dies war zwecklos. Es folgte eine schlaflose Nacht. Was lernen wir also draus: Wenn man vorher ein Monat auf null Meter Seehöhe verbracht hat und dann gleich einen fast fünftausender besteigen will, ist das keine besonders gute Idee!Infos zur Besteigung des Rucu Pichincha
- Gondelfahrt: 8,50 USD (=Hinauf- und Runterticket)
- Auf- und Abstieg: mit 5 Stunden angeschrieben (in meinem Fall waren es bloß 2 Std 45 Min)
- Höhenmeter von der Bergstation zum Gipfel: ca 700
- Nicht vergessen: Ausreichend zu Trinken (etwa 3 Liter), etwas Proviant, Regenjacke, Pullover, Stirnband oder Haube, festes Schuhwerk
- Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind von Vorteil!
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| am Gipfel des Rucu Pichincha 4.696m angekommen |
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| Geierfalke |
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| Gerald und ich am Rucu Pichincha |
























