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Samstag, 27. Oktober 2018

Angekommen im Herzen Afrikas mit den ersten Geduldsproben


Los geht's
Gestern frühmorgens startete unsere Reise. Ich stieg in Basel ins Flugzeug und Anki und Jana in München. Beim Stopover in Istanbul kamen wir dann zusammen.



Und heute um etwa 3 Uhr morgens sind wir endlich in Uganda gelandet. Leicht übermüdet, aber trotzdem überglücklich und voller Vorfreude auf nächsten 14 Tage.

Als ich die ersten Schritte auf den ugandischen Boden setzte kamen alte Erinnerungen hoch. Im September 2015 habe ich mich ganz alleine in das Abenteuer "Open-End Weltreise" geschmissen. Unglaublich wie leichtsinnig  und zum Teil naiv ich diese Sache damals angegangen bin. Aber ich denke genau das hat die Reise für mich zu diesem wundervollen Erlebnis gemacht. Ohne Plan aber mit sehr viel Vertrauen, dass alles gut gehn wird. Da sieht man wieder mal, was positives Denken alles bewirken kann.

Am Flughafen suchten wir gleich einen Shop um eine ugandische Simkarte fürs Handy zu kaufen. Bis jetzt lief eigentlich alles verwunderlich komplikationslos. Das Visum bekamen wir problemlos und der Geldautomat spuckte nach einigen Versuchen auch ein paar Scheinchen aus.

1. Geduldsprobe - Ugandische Simkarte
Doch nun sollte es vorbei sein mit unserem Glück, denn das Ganze stellte sich als erste große Geduldsprobe heraus. Über zwei Stunden hat es den wirklich äußerst freundlichen Ugander gekostet, es zu versuchen unsere neuen SIM Karten zu aktivieren. Bei Anki gelang es ihm schlussendlich, bei mir leider nicht. Da meine Geduld aber aufgrund des Schlafmangels bereits zu Ende ging, beschloss ich diese Mission auf den nächsten Tag zu verschieben.

auf harter Geduldsprobe


2. Geduldsprobe - Taxi
Weiter ging es dann mit einem kleinen "Taxi Problem". Brenda meinte wir sollten die Taxify App benutzen, doch das schien dann etwas kompliziert, da ja auf meinem Handy kein Internet funktionierte und Anki die App nicht hatte. Also versuchte uns Brenda eins zu bestellen. Die am Flughafen sind nämlich prinzipiell zu teuer. Das Ganze zog sich aus verschiedenen Gründen wieder eine ganze Ewigkeit hin. 

Schlussendlich laberte uns ein eigentlich ganz freundlich aussehender Ugander namens Patrick an. Er wäre ein Taxifahrer, der für das Sheraton Hotel in Kampala arbeiten würde. Da er sowieso gerade auf den Weg dahin wäre, und unser Ziel auf der Strecke liegt, könnte er uns für einen guten Preis mitnehmen. Bloß über den guten Preis wurden wir uns nicht so schnell einig. Das endete dann damit, dass er mit Brenda telefonierte. Sie erklärte ihm wo sie wohnt. Aber mit dem Preis waren wir leider immer noch auf keinen grünen Punkt gekommen. Er telefonierte wieder mit Brenda. Plötzlich kamen andere Taxifahrer an, und begannen den unsrigen lautstark zu beschimpfen. Er wäre ein illegaler Taxifahrer, da er keine Lizenz habe und wir sollten keinesfalls mit ihm mitfahren, sonst wären wir selbst Schuld, wenn uns was passiert. Das Spektakel endete damit, dass dann auch noch ein Polizist hinzukam. Ich konnte nicht anders, als lachen anzufangen. Was für ein filmreifes Szenario.

Zudem waren wir so unendlich müde und wollten eigentlich nur noch schlafen. Mir tat Patrick mittlerweile echt leid. Mein Bauchgefühl sagte mir irgendwie, dass wir ihn vertrauen können. Und wenn wir mit ihm jetzt nicht losfahren, dann kommen wir hier wohl noch ewig nicht weg. Ich fragte Patrick nochmal, ob 20. 000 USH für ihn okay wären. Er nickte. Wir folgten ihm also, ganz zur Verärgerung der anderen. Patrick war sehr gesprächig und wir hatten einige ganz witzige Gespräche. Er telefonierte auf der Fahrt noch 3-4 mal mit Brenda, um sicherzugehen, dass sie auch da ist und dass er uns an den richtigen Ort bringt.

Brenda erwartete uns bereits mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Die Arme ist extra wegen uns um 3 Uhr morgens aufgestanden. Mittlerweile war es übrigens halb sieben. Unglaublich. Brenda's Zuhause ist eine nette Ein-Zimmer Wohnung in einer sehr authentischen Nachbarschaft - Hühner gackterten über die Straßen und die Einheimischen begaben sich bereits in die Arbeit. 



Wir fielen übermüde in ihr gemütliches Bett.

... und da schnarchen sie 😉


Was für eine Ankunft in Uganda! 

Ich sage da nur - > TIA - This is Africa.


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