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Sonntag, 12. November 2017

Zufälle gibt´s, die gibt´s gar nicht!



Die Welt ist ja bekanntlich riesengroß. Nicht aber die Welt der Reisenden. Das wurde mir während meines Backpacking-Trips immer wieder bewusst. Ich traf oft an den unmöglichsten Orten auf dieser Welt auf bekannte Gesichter. Zum Teil traf ich Reisebekanntschaften sogar mehrmals in verschiedenen Ländern, ohne es vorher ausgemacht zu haben. Ob solche Zufälle wirklich nur "Zufälle" sind, darüber lässt sich streiten. Auf alle Fälle habe nun ich beschlossen, diese ganzen unglaublichen Stories in einem Artikel zusammenzufassen.

Habt auch ihr bereits solche unglaublichen Zufälle auf euren Reisen erlebt?


Treffen meines Couchsurfing-Gastgebers aus Ecuador in Rom

Italien, 07.11.2017:

So unglaublich es klingen mag: Aber ich traf doch glatt meinen Couchsurfing Gastgeber aus Ecuador in Rom wieder. Das Ganze wieder einmal dank des Internets. 

Alle, die die Couchsurfing Webseite kennen, wissen dass es dort einen Button gibt, der "Hangout" (auf Deutsch: Abhängen) besagt. Dadurch kann man andere Reisende oder auch Einheimische nur zum "Abhängen" treffen. Da mir in Rom gerade etwas langweilig war, suchte ich nach Leuten, die Lust haben was zu unternehmen. Dann antwortete plötzlich Juan Pablo. Ich konnte es kaum glauben. Ich verbrachte ungefähr ein Jahr zuvor einige Tage bei ihm und seiner überaus liebenswürdigen Familie in der ecuadorianischen Stadt Guayaquil. Leider hatte Juan recht viel um die Ohren und wir sahen uns damals nur kurz. 

Wir arrangierten aber einige Wochen später, als ich gerade in Ecuador bei einer Familie Hunde sittete, ein weiteres Treffen. Juan kam mich besuchen und wir verbrachten eine tolle Zeit zusammen. Er erzählte mir damals schon von seinem Filmprojekt - er ist nämlich Schauspieler und auch Regisseur. Dann brach der Kontakt aber leider etwas ab. 

Als ich seine Nachricht in Rom las, arrangierten wir natürlich sofort ein Treffen. Ich traute meinen Augen fast nicht, als der dann tatsächlich - am anderen Ende der Welt - vor mir stand. Juan ging es ähnlich. Er schloss mich sofort in die Arme und ließ mich geschätzte zehn Minuten nicht mehr los. Wie ich doch diese herzliche lateinamerikanische Art liebe!

Wir quatschten noch bis tief in die Nacht hinein. Juan erzählte mir übrigens, dass er gerade in Rom sei, da er sein Filmprojekt hier vorstellen würde. Für alle die Spanisch sprechen: HIER ist der Trailer zu seinem Film. 


Juan Pablo & ich


Selber Couchsurfing-Gastgeber

Peru, 20.07.2017

Dieses Mal war es zwar keine "Wieder-Begegnung" - trotzdem fand ich den Zufall beinahe unglaublich. Ich hatte gerade eine 24-stündige Busfahrt von Cusco nach Lima hinter mir. Als ich in Lima am Busbahnhof ausstieg, sah ich eine weitere Touristin aus dem Bus kommen. Das wunderte mich, da ich um Geld zu sparen mit der schäbigsten Buslinie überhaupt gefahren bin. Normalerweise wird diese nur von Einheimischen genutzt. Außerdem gibt es tatsächliche hunderte Buslinien, die diese Strecke täglich fahren.

Auf alle Fälle hat mich die junge Frau dann angesprochen. Sie fragte mich, ob ich denn zufällig wisse wie sie von hier aus am besten ins Zentrum kommen könne. Sie würde dort nämlich Couchsurfen. Da ich vor wenigen Wochen schon mal in Lima war, und auch couchgesurft habe, fragte ich bei wem sie denn unterkommen würde. Dann antwortete sie doch glatt: "Bei Edy." Das war doch tatsächlich genau der selbe, bei dem ich auch war. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass wir vom selben sprachen, zeigte sie mir sogar noch ein Foto von ihm. Und ja, er war es.

Unglaublich oder? Immerhin ist Lima eine 9-Millionen-Stadt und es sind tausende von Menschen auf Couchsurfing angemeldet! Weiters war die junge Frau genau im selben Bus wie ich und das am selben Tag und zur selben Zeit!


Wiedervereinigung mit einem meiner ersten Couchsurfer  in Peru

Peru, 31.05.2017

Vor etwa zwei Wochen als ich gerade in Huaraz in Peru war, sah ich auf Facebook, dass mein Freund Luis auch gerade im Land war. Luis war einer meiner ersten Couchsurfer, die ich bei mir zu Hause aufnahm. Da wir uns recht gut verstanden, besuchte er mich ein weiteres Mal in Österreich und später kam ich mit einer Freundin zu ihm auf seine Farm in Spanien. Wie es leider oft so ist, wurde der Kontakt mit der Zeit weniger.

Natürlich meldete ich mich sogleich bei ihm, als ich sah, dass wir uns gerade im selben Land befanden. Leider war er in Lima und hatte schon Pläne für die nächsten Wochen: Er würde auf einer Farm mitarbeiten. Dort hätte er auch keine Internetverbindung, da diese recht abgeschottet liegen würde. Luis meinte aber, dass er sich danach bei mir melden würde. Vielleicht ließe sich ja doch ein Treffen bewerkstelligen. Irgendwie glaubte ich jedoch nicht so richtig daran, dass das Ganze etwas werden würde.

An diesem besagten Morgen war ich gerade in der peruanischen Stadt Arequipa und lag noch im Bett. Ich überlegte, ob ich heute eventuell nach Bolivien weiterreisen sollte. Da kam eine Nachricht am Handy rein. Es war Luis! Er schrieb mir, dass er gerade in Arequipa sei und wo ich mich denn so umhertreiben würde. Das gibt´s doch gar nicht! Peru ist immerhin ein riesiges Land mit jeder Menge toller Städte. Und dann ist doch Luis genau am selben Tag wie ich hier in Arequipa.

Natürlich trafen wir uns sogleich. Da wir aber bereits beide schon Vorstellungen von unserer weiteren Route hatten, trennten sich unsere Wege wieder. Wir beschlossen jedoch ein paar Tage gemeinsam zu reisen, falls wir nächstes Monat zufällig beide in Bolivien sein würden. Und so kam es dann auch! Es war dann zwar nicht mehr so ganz dem Zufall überlassen, da wir nun doch mehr oder weniger in Kontakt blieben.

Luis & ich


Treffen eines alten Schulkollegen in Quito

Ecuador, 07.04.2017

Ich arbeitete nun schon über einen Monat in einem Hostel in Quito, der Hautpstadt Ecuadors. In meiner Freizeit gab ich zudem Deutsch-Nachhilfestunden in einem Deutsch-College - so kam wenigstens wieder einmal ein wenig Kleingeld rein.

Ja und wieder einmal war es das so oft verfluchte Internet, das zu einem unglaublichen Zusammentreffen verhalf. Über Facebook kam ich dahinter, dass Markus, ein alter Schulkollege (ich bin mit ihm insgesamt acht Jahre lang in die selbe Klasse gegangen), auch gerade in Quito ist. Das war so was von unfassbar, denn wir wohnten in Österreich in einem richtig kleinen Dörfchen. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass jemand nun genau zur selben Zeit hier in Ecuador und noch dazu in der selben Stadt sein würde wie ich. Auch wenn wir früher nie viel Kontakt hatten, beschlossen wir uns nun zu treffen, immerhin war das gerade ein wirklich außergewöhnlicher Zufall.

Als Draufgabe kamen wir sogar noch drauf, dass sein Hostel nur fünf Gehminuten von meinem entfernt lag. Wir feierten das Zusammentreffen mit einem ausgiebigen Bierklatsch.


Gerald und ich waren zur selben Zeit am selben Ort - leider ohne uns gekannt zu haben

Ecuador, 03.02.2017

Bei diesem Zufall, geht es nicht direkt um ein außergewöhnliches Zusammentreffen, trotzdem finde ich die Geschichte erzählenswert.

Ich tauschte gerade mit meinem ecuadorianischen Couchsurfing-Gastgeber Gerald Reisegeschichten aus. Dann kamen wir doch glatt dahinter, dass wir letztes Jahr genau zur selben Zeit in dem selben Dorf in Guatemala waren. Und mit Dorf meine ich wirklich Dorf! Wir sind uns dort höchstwahrscheinlich auch über den Weg gelaufen, denn es ist wirklich super klein dort. Leider kannten wir uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

ich & Gerald



Die drei Italiener

Guatemala, 05.08.2016 

Vor etwa zwei Monaten war ich in Nicaragua. Unter anderem verbrachte ich einige aufregende Tage auf der Insel Ometepe. Dort traf ich drei Italiener: Marika, Vanessa und Christian. Da wir so ziemlich auf einer Wellenlänge lagen, unternahmen wir viel gemeinsam. Dann trennten sich unsere Wege wieder.

Als ich heute gerade bei leichtem Regenschauer durch die Stadt Antigua in Guatemala spazierte, traute ich meinen Augen kaum. Standen da doch glatt die drei Italiener. Irgendwo in einer kleinen Seitenstraße. Wie klein die Welt doch ist!

Vanessa, Marika, Christian & ich


Danas - zum dritten Mal!

Südafrika, 28.02.2016

Ich war gerade mit Patrick in Kapstadt in Südafrika. Wir waren nun bestimmt schon zwei Wochen gemeinsam unterwegs. Plötzlich erhielt ich eine Nachricht von Danas, einem jungen Mann aus Litauen.

Ich hatte Danas vor fast einem halben Jahr in einem absolut abgelegenen Massaidorf in Tansania zum ersten Mal getroffen. Ich konnte es damals gar nicht glauben, dass es noch eine andere "weiße" Person dorthin verschlagen hatte. Doch es stellte sich heraus, dass Danas genauso ein Abenteurer war wie ich - immer auf der Suche nach den versteckten Geheimplätzen. Wir schlossen uns daraufhin sogleich für ein paar Tage zusammen.

Das nächste Mal traf ich Danas auf der Insel Sansibar. Wir feierten dann sogar Weihnachten zusammen. Danach trennten sich unsere Wege wieder.

Nun schrieb mir Danas an diesem Tag eine Nachricht, dass er gerade in Kapstadt war. Patrick und ich strahlten wie Honigkuchenpferde - immerhin hatte auch Patrick auf Sansibar mit Danas schon Bekanntschaft gemacht. Es erfolgte ein wunderschönes Wiedersehen!

ich, Patrick & Danas


Die Mexikanerin, die ich ganze viermal in vier verschiedenen Ländern in Afrika traf

Namibia, 20.02.2016

Nachdem Patrick und ich uns zufällig in Windhoek in Namibia wiedergetroffen hatten, beschlossen wir gemeinsam nach Südafrika zu reisen. Die Busfahrt dorthin sollte ganze 22 Stunden dauern. Doch da uns sowieso immer genug Blödsinn einfiel, störte uns das nicht besonders. Kaum betraten wir den Bus, traute ich meinen Augen kaum. Da war doch glatt eine junge Mexikanerin und zwei Männer, die ich nun bereits zweimal zuvor auf meiner Reise getroffen habe.

Das erste Mal in einem kleinen Hostel in Malawi. Dort haben wir aber nicht sonderlich viel miteinander gesprochen. Das nächste Mal traf ich sie in Sambia. Ich irrte dort gerade durch die Hauptstadt Lusaka, als die drei plötzlich vor mir standen. Sie kamen mir wahnsinnig bekannt vor, doch ich wusste nicht ganz wo ich sie hintun sollte. Zum Glück war das Personengedächtnis der drei besser als meines und sie klärten mich sogleich auf. Wir konnten es alle zusammen nicht glauben, dass wir uns hier in irgendeiner unbedeutenden Straße wieder über den Weg liefen.

Als ich sie nun da so im Bus sitzen sah, dachte ich echt, dass ich jetzt spinne. So viele Zufälle kann es doch gar nicht geben, oder? Auch die drei staunten nicht schlecht.

Und der absolute Gipfel ist, dass ich die Mexikanerin ein paar Tage danach nochmals traf und zwar an einem Hafen in Kapstadt. Kann es sowas denn wirklich geben??


Patrick ist wie ich in Windhoek!

Namibia, 05.02.2016

Ich war gerade in Windhoek, der Hauptstadt Namibias, angelangt. Aus unerfindlichen Gründen musste ich an Patrick denken. Ich hatte den verrückten Kerl vor einigen Wochen auf der Insel Sansibar kennengelernt. Er ist Deutscher und arbeitete auf der Insel im Marketing für ein Hotel. Als ich ihm von meinen aufregenden Backpacking-Abentereuern erzählte, beschloss der Gute kurzerhand zu kündigen und auch loszureisen. Wir reisten für die ersten Tage gemeinsam, dann trennten sich unsere Wege wieder.

Da ich an dem besagten Tag gerade an ihn dachte, beschloss ich ihm eine Nachricht zu senden. Ich vermutete, dass er wohl gerade irgendwo in Südafrika sei, da er meines Wissens vor etwa zwei Wochen hier in Namibia war und seine Reise in den Süden weitergehen sollte. Patrick schrieb doch glatt zurück, dass er etwas krank war und aufgrund dessen tatsächlich immer noch in Windhoek verweilte!! Meine Freude war riesengroß, immerhin erlebte ich mit Patrick immer die verrücktesten Abenteuer. Bei unserem Treffen beschlossen wir dann kurzerhand gemeinsam weiter zu ziehen.


Patrick, ich & mein Couchsurfing Gastgeber






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