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Freitag, 29. April 2016

Playa Sámara und andere Traumstrände

By On April 29, 2016
Jon hatte bis 6 Uhr morgens Nachtschicht. Er legte sich nur kurz nieder und dann gings schon ab Richtung Meer, welches ca 1 Fahrtstunde entfernt liegt. Jon zeigte mir den Playa Sámara und noch andere versteckte Traumstrände. Teilweise waren die Straßenverhältnisse dorthin richtig mies. Zum Glück hat Jon einen Jeep. Die Belohnung für diese Strapazen waren menschenleere Paradiesstrände. Wir hatten einen wundervollen Tag. Am Nachmittag kauften wir uns bei einem Fischer frischen Fisch. Jon zeigte zu Hause mir wie man daraus "Ceviche" macht - ich liebe es!

Das einzig Unangenehme an Jon's Haus ist, dass es hier nur so kreucht und fleucht von jeglichem Kleingetier. Er ist nämlich der Meinung, dass man diese Tiere in ihrer Freiheit hier nicht einschränken sollte. Es wimmelt nur so von Käfern, Ameisen, Kakerlaken und Fliegen. Was das Ganze noch fördert ist, dass er nachts bei geöffneten Fenstern das Licht anlässt. Zu allem Überfluss hat er sogar noch ein Bienennest an der Decke seines Wohnzimmers, was zur Folge hatte, dass mich eines dieser Biester letzte Nacht aus dem Schlaf riss, da sie mich unbedingt stechen musste. Anfangs dachte ich, es wäre ein Skorpion in meinem Bett, da es kurzzeitig ziemlich schmerzte. Dann konnte ich jedoch den Übeltäter finden. Nur gut, dass ich nicht allergisch bin. Diese Tiere fliegen vor allem nachts völlig wirr durchs Haus.

teilweise waren die Straßen ein richtiges Abenteuer 






mein neuer Freund

Donnerstag, 28. April 2016

Auf nach Nicoya

By On April 28, 2016

Das gestrige Abendessen, das Jery für uns zubereitet hatte, war einsame spitze. Nach einer kurzen Nacht packte ich heute morgen wieder mein gesamtes Hab und Gut um weiterzuziehen. Fermin wollte mich überreden noch länger zu bleiben. Er und seine Freunde sind mir sehr ans Herz gewachsen. Vor allem Jerry, der Rastafari, der liebend gern stundenlang über extravagante Themen philosophiert wie z.B. Ufos oder die verschiedenen Fortpflanzungsarten der Tiere. Fermin selbst war ein traumhafter Gastgeber. Trotz seines bescheidenen Heims teilte er alles was er hatte großzügig. Diese Nacht schlief er sogar am steinharten Boden, da er sein Bett Dinah und Stanislav überließ. Leider hat ihn ein wahnwitziger Krebs die ganze Nacht belästigt. Wie ich bereits erwähnt hatte, gibt es hier tausende von diesen Viehern. In den frühen Morgenstunden konnte Fermin das Ungeheuer dann endlich vernichten.

Für mich ging es wieder Richtung Fähre. In Puntarenas wollte mich ein Taxifahrer übers Ohr hauen und erklärte mir, dass ich nur mit dem Taxi zu der Bushaltestelle kommen würde, von der aus ich Anschluss nach Nicoya haben würde. Das Vergnügen würde 20 Dollar kosten. Nicht mit mir! Nachdem ich mich bei einigen Einheimischen - mit dem Einsatz meiner besten Spanischkünste - informierte, gelangte ich mithilfe von 2 Bussen ebenso dorthin.

Als ich am Nachmittag in Nicoya ankam, erwartete mich mein neuer Gastgeber "Jon" bereits. Wieder einmal ein leicht durchgeknallter aber sehr liebenswürdiger Kerl. In seinem Haus erwartete mich ein nettes Einzelzimmer inklusive eigenem Bad. Wir gingen noch auf einen Drink und morgen starten wir gemeinsam an den Strand von Samara.

Mittwoch, 27. April 2016

Flusswanderung in Montezuma

By On April 27, 2016
Gestern Abend sind unerwartet noch zwei weitere Couchsurfer bei Fermin angekommen. Dinah aus Peru und Stanislav aus Russland. Fermin hat es irgendwie total verschwitzt, dass die zwei sich angekündigt hatten. Aber das war schlussendlich kein Problem, denn Fermin schlief einfach am Strand. Er ist teilweise eine fast zu gute Seele.

Dinah, Stanislav und ich starteten heute eine Flusswanderung. Ich war sehr beeindruckt von den tausenden lila-orange-gelben Krebsen, die sich dort tummelten. Weiters waren kleine zwickwütige Shrimps im Wasser. Und nicht zu vergessen die große Anzahl an Leguanen, die man auch wirklich an jeder Ecke sieht. Es war wieder einmal ein sehr schöner Tag, ausgefüllt mit spannenden Reiseerzählungen von Stanislav und Dinah. Am Abend wird Jeri (der Typ mit den arschlangen Dreads) für uns kochen - karibische Küche - lecker! Wir waren zuvor noch am Strand um Kokosnüsse für die Suppe zu sammeln. Na dann, Mahlzeit ;)

Jerry und Fermin bei der Arbeit

Leguane an jeder Ecke


Montezuma Strand

Flusswanderung 



Jerry beim Knacken der Kokosnüsse fürs Abendessen 
Ich und Dinah

diese Krebschen tummeln sich hier überall

Dienstag, 26. April 2016

Wasserfälle in Montezuma

By On April 26, 2016
Die erste Hälfte der Nacht war unerträglich heiß in Fermins Zuhause, der Ventilator an der Decke half nicht wirklich. Später begann es heftigst zu regnen, wobei ich auch ein wenig davon abbekam. Fermins Dach scheint wohl nicht ganz dicht zu sein. Als ich die Haustüre öffnete, sah ich dass sich die Wege vor dem Haus in reißende Bäche verwandelt haben. Dafür konnte ich dann bis zum Morgen sehr gut schlafen. Fermin kam erst spät nach Hause, da er einen Breakdance Auftritt hatte. Den hätte ich mir gerne angesehen, aber leider war ich gestern schon zu müde.

Am Vormittag starteten Fermin und ich eine Wanderung zu nahegelegenen Wasserfällen. Insgesamt waren es drei. Es machte unheimlichen Spaß sich von den Felsen ins warme Nass zu stürzen. Wir verbrachten einen Großteil des Tages dort und beobachteten die buntesten Vögel und jede Menge Leguane.

Montezuma ist übrigens ein richtig kleines Örtchen am Meer im Hippie-Style. Alle Freunde von Fermin tragen Dreadlocks und verkaufen ihre Kunstwerke am Straßenrand. Die Häuser sind in den buntesten Farben gestrichen und durch die Gassen schwebt ein Marihuananebel. Dazu ertönt gemütliche Reggae Musik. 

erster Wasserfall 

zweiter Wasserfall 


Tarzan-Style



Fermin beim Musizieren 



ein Leguan im Baum


Montag, 25. April 2016

In Montezuma bei Fermin

By On April 25, 2016
Leider musste ich mich von Selenia heute verabschieden. Sie hat mich wirklich sehr verwöhnt, in der Zeit als ich bei ihr war. Selenia ist eine atemberaubende Köchin und weiß wie man das Leben genießt. Außerdem hat sie tolle Pläne für die Zukunft. Sie scheint ja recht wohlhabend zu sein, möchte ihre Villa aber in ungefähr 5 Jahren verkaufen und sie hat sich ausgerechnet, dass dieses Geld dann bis an ihr Lebensende ausreichen wird. Sie möchte all ihren Luxus aufgeben und dann mit dem Rucksack um die Welt reisen. Respekt!

Ich fuhr heute mit der Fähre auf die Halbinsel "Nicoya". Dort folgte eine 2-stündige Busfahrt über holprige Straßen nach Montezuma. Dort erwartete mich bereits Fermin, mein neuer Gastgeber. Sein englisch ist ebenso wie mein spanisch sehr limitiert. Das kann noch lustig werden. Fermin kommt aus El Salvador. Er verkauft nun Armbänder an einem Straßenstand und verdient Geld mit seinen Breakdance-Künsten. Sein "Haus" ist bloß ein minikleiner Raum mit 2 Betten. Außerdem hat er zumeist kein fließend Wasser, nur manchmal am Morgen, meinte er. Es ist also wieder mal Duschen nach dem Schöpfprinzip angesagt. Das ist ein großer Kontrast zur Luxusvilla davor. Aber eben diese Kontraste liebe ich.

Im Moment genieße ich die Abendstimmung vor Fermins Haus. Zuvor haben ein paar wahnwitzige Affen die ganze Zeit Mangos auf die Wellblechdächer der Häuser ringsum geschossen, weil sie sich an dem Lärm, der davon ausging, ergötzten. Danach kam ein Rastafari mit arschlangen Dreads anspaziert. Er stellte sich als Nachbar von Fermin vor und heizte sich einen Joint nach dem anderen an. Er scheint aber ein ganz lässiger und freundlicher Typ zu sein. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich mit dem Verkaufen von selbstgemachtem Schmuck und dem Bauen von Sandskulpturen. Wir quatschten noch ein Weilchen. Ich wieder einmal erstaunt auf was für verrückte Leute ich beim Reisen ununterbrochen treffe.

Abschied von Selenias Paradies

Aussicht von der Fähre aus

der Strand Montezumas



Sonntag, 24. April 2016

Couchsurfing deluxe

By On April 24, 2016
Ich  möchte hiermit wirklich niemanden eifersüchtig machen, aber den heutigen Tag verbrachten Selenia und ich mit Relaxen am Pool, Schlürfen von unglaublich leckeren selbstgemachten Cocktails und Kochen von besten costa-ricanischen Gerichten.

Morgen geht es weiter nach Montezuma!

Buenas noches :)

meim Badezimmer bei Selenia

Wohnzimmer

Garten

Pool

ein Margarita am Pool


Selenia relaxt in der Hängematte 



Luxus in Barranca/ Puntarenas

By On April 24, 2016
Nächstes Ziel ist die Halbinsel "Nicoya". Von Puntarenas kann man mit der Fähre dorthin kommen. Ich machte mich deshalb heute auf nach Barranca in Puntarenas. Dort werde ich eine oder zwei Nächte bleiben dann die Fähre auf die Halbinsel nehmen. Ich habe diesmal eine Gastgeberin gefunden, sie heißt Selenia.
Selenia ist Kinderärztin und 43 Jahre alt. Sie holte mich vom Busbahnhof ab und brachte mich zu ihr nach Hause. Ich staunte nicht schlecht als sie mir ihre Villa zeigte. Im Garten befindet sich ein luxuriöser Pool und ich habe ein riesiges Zimmer inklusive Bad für mich alleine. Wow!! Selenia wohnt hier alleine.
Am Abend ließ sie es sich nicht nehmen mich auch noch zum Essen einzuladen - Meeresfrüchte.

Pura vida!

PS: Fotos von dieser Luxusvilla folgen morgen ;)

Samstag, 23. April 2016

Lateinamerikanische Machos

By On April 23, 2016
Nun muss ich einmal ein sehr spannendes Thema auf den Tisch räumen, und zwar geht es um die Männer hier in Lateinamerika. Ich bin zwar noch nicht sehr lange in Costa Rica, trotzdem habe ich nun schon einige Erfahrungen mit den sozusagenen Latinos gemacht. Geht man die Straße entlang, dann wird von allem Seiten gehupt, nachgepfiffen und nachgestarrt. Gestern ging ein junges einheimisches Pärchen händchenhaltend an mir vorbei, wobei sich der Typ sicher zehnmal sehr auffällig nach mir umdrehte und mich anstarrte. Ist man alleine am Strand kommen die Jungs im 10-Minuten-Takt angetanzt und versuchen hartnäckig zu flirten oder die Handynummer rauszukriegen. Nach zehn Minuten sagen sie dir dann schon, sie wären unsterblich in dich verliebt. Das Wort "nein" scheint ihnen fremd zu sein. Sie interpretieren es eher als "Nicht jetzt, aber wenn ich mich noch mehr ins Zeug lege, dann kriege ich sie schon rum". Zum Teil können diese Latinos ziemlich penetrant sein. Sie haben auch ein ungeheures Selbstbewusstsein. Teilweise denken sie sogar, dass Touristinnen nur hierher kommen um ein heißes Abenteuer mit einem Latino zu suchen.

Von meinen Couchsurfing-Gastgebern hat auch schon mehr als einer es wenigstens versucht mit mir zu flirten. Richtig anstrengend ist das. Leider gibt es hier in Costa Rica großteils Männer auf Couchsurfing.

Das Beruhigende ist nur, dass es allen reisenden Mädels, die ich in Costa Rica getroffen habe, gleich geht. Ich habe nun schon einige wirklich abschreckende Stories über die Männer hier gehört. Mich würde wirklich interessieren, was der Grund für dieses Verhalten ist. So etwas hätte ich mir eher in Afrika von den schwarzen Männern erwartet, doch ich muss ehrlicherweise sagen, dass diese immer sehr freundlich und höflich waren.

Ich habe mir gestern Esteban geschnappt und ihn einmal ein bisschen ausgequetscht, was hier bei den Männern eigentlich los ist. Er meinte, dies sei einfach die Kultur. Die Männer würde die einheimischen Frauen genauso behandeln, da wird auch nachgepfiffen, nachgeschrien und nachgestarrt. Die Frauen ignorieren das meistens. Er meinte aber auch, dass es für eine Frau komisch wäre, wenn sie diese Aufmerksamkeit nicht bekommen würde. Dann würde sie sich denken, dass irgendetwas nicht in Ordnung sei oder dass sie nicht gut genug aussehe. Aha... Naja ganz verständlich ist mir das Ganze immer nocht nicht, aber auf alle Fälle beruhigt es mich, dass sie die einheimischen Frauen nicht anders behandeln. Weiters sei Untreue bei verheirateten Männern gang und gäbe. Die Ehefrau wird meistens nur als schmückendes Beiwerk gesehen. Sie hat außerdem vorwiegend die Funktion vor dem Herd zu stehen und zu kochen. Was einen lateinamerikanischen Macho sonst noch so ausmacht, ist der überschwängliche Alkoholkonsum. Nimmt dieser Überhand, kommt es bei diversten Festen immer wieder zu Handgreiflichkeiten, wobei es oft um Eifersuchtsszenarien und Frauen geht.

Wichtig im Umgang mit den Männern ist, dass man auf unnötige Höflichkeiten wie ein "Nein", das von einem charmanten Lächeln begleitet wird, verzichtet. Dies bedeutet für die Jungs hier nämlich immer noch eine Einladung. Natürlich muss man sich auch angemessen kleiden. Auf Busbahnhöfen und dergleichen ist es besser sich immer in der Nähe von Frauen aufzuhalten.

Zuguterletzt muss ich aber auch sagen, dass nicht alle Männer hier absolute Machos sind. Esteban beispielsweise ist ein sehr höflicher und respektvoller junger Mann. Außerdem gibt es auch positive Seiten, an den lateinamerikanischen Männern. Sie haben nämlich teilweise sehr zuvorkommende Umgangsformen mit Frauen, die bei uns teilweise schon ausgestorben sind, wie zB Türen aufhalten, ein paar nette Komplimente usw.

Freitag, 22. April 2016

Tanque

By On April 22, 2016
Verena hat mich heute bereits um 4 Uhr morgens verlassen, da sie weiterreiste. Auch Gijs ist weitergezogen. Jack war recht ratlos heute morgen wo er hinsollte und beschloss deshalb erstmals einen Liter Bier zum Frühstück zu trinken. Danach hatte er noch viel weniger Plan als zuvor und torkelte mit mir zum Busbahnhof. Da mein Bus schon da war musste ich mich von ihm verabschieden. Der Arme kann einem teilweise wirklich leid tun, er scheint noch sehr an seiner Exfrau zu hängen und hat wirklich viel im Leben verloren. Ich hoffe nur, dass er heil irgendwo angekommen ist. Ich glaube der gute Mann hat meist mehr Glück als Verstand auf seinen Reisen.

Jack beim Frühstücken

Ich fuhr in den nächsten Ort namens "Tanque", wo mich mein Couchsurfing Gastgeber  "Esteban" abholte. Er ist ein sehr sympathischer junger Mann und wir hatten heute Abend noch einige spannende und lustige Gesprächsthemen.

Estebans Garten


Donnerstag, 21. April 2016

Wanderung auf den Vulkan "Cerro Chato"

By On April 21, 2016
Verena und ich machten uns heute frühmorgens auf, um den "Cerro Chato" zu besteigen, welcher ein inaktiver Vulkan ist. Es war eine extrem schöne Wanderung durch einen dichten wunderschönen Dschungel. Außerdem hatte man einen guten Ausblick auf den "Arenal Vulkan", einem der aktivsten Vulkane der Welt. 1968 war sein letzter Ausbruch und bis 2010 ist Lava geflossen. Wegen der giftigen Gase ist eine Besteigung nicht möglich.

Gegen Mittag erreichten wir den Gipfel des Cerro Chatos, wo ein kleiner Kratersee liegt. Wir konnten nicht widerstehen und schmissen uns in die Fluten. Wir relaxten dort ein wenig und machten uns dann auf den Rückweg.

Morgen gehts ein Örtchen weiter.

Gute Nacht!
























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