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Sonntag, 31. Januar 2016

Bei Shishir im Zentrum Lusakas

Mein Befinden hat sich immer noch nicht besonders gebessert. Geschlafen habe ich zwar sehr gut, doch leider wenig. Rickons Mam war superlieb und hat mir befohlen in ihrem Bett zu schlafen. Sie selbst bestand darauf, auf einer Matratze am Boden zu schlafen. Ihre Tochter "Lucy" und die kleinen Kinder schliefen im anderen Bett. Rickon übernachtete auf der Couch, sein Bruder am Boden.
Die Familie ist wirklich sehr lieb und gastfreundlich. Heute morgen hat mich Lucy mit auf den lokalen Markt genommen. Das war ein Abenteuer, Kuhschädel lagen am Boden herum und jede Menge Raupen gabs im Angebot. Lucy packte gleich ein paar Raupen ein fürs Mittagessen. Resümee: Grashüpfer schmecken eindeutig besser. Das Problem mit den Raupen war, dass wir sie getrocknet gekauft haben und dann wurden sie frittiert. Frisch in die Pfanne geschmissen wären sie bestimmt besser gewesen. Die Nachbarschaft hier im "Ghetto" (so nennen die Leute selbst das Viertel hier) schienen recht erstaunt gewesen zu sein, dass hier ein Muzungu herumläuft und jeder wollte mich grüßen oder schrie mir lachend hinterher. Die Gegend hier ist wahrlich recht schmutzig. Vor dem Nachbarhaus lag heute Vormittag ein völlig besoffener Mann. Die Kinder sprangen auf ihm herum und keiner schien sich sonderlich über seinen Zustand zu wundern. Und in der Klohütte vor dem Haus hatte ich heute auch ein spannendes Erlebnis: eine Ratten fiel vor meinen Füßen von der Decke auf den Boden. Bei genauerem Hinsehen konnte ich noch einen ganzen Haufen dieser Tiere erspähen.

Am frühen Nachmittag versuchte ich einen anderen Couchsurfing Gastgeber zu finden. Der Grund dafür war nicht, dass ich mich bei Rickson nicht wohlgefühlt habe, sondern eher mein schlechter körperlicher Zustand. In dem kleinen 2-Zimmerhaus herrscht immer Hochbetrieb, also wenig Zeit für Ruhe.
Ich fand einen nett klingenden Inder namens "Shishir", der im Zentrum wohnt.

Bei Shirshir angekommen erwartete mich wieder Luxus. Er hat eine riesige Wohnung mit sämtlichen Annehmlichkeiten wie Warmwasser, Fernseher usw. Vor allem ist Shishir der erste Inder, den ich persönlich kennen lerne und ich bin wirklich positiv überrascht.

Kuhschädel am Markt

mein heutiges Mittagessen: Raupen

Rickons Nachbarschaft 



Shishir, mein neuer Gastgeber

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