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Sonntag, 31. Januar 2016

Bei Shishir im Zentrum Lusakas

By On Januar 31, 2016
Mein Befinden hat sich immer noch nicht besonders gebessert. Geschlafen habe ich zwar sehr gut, doch leider wenig. Rickons Mam war superlieb und hat mir befohlen in ihrem Bett zu schlafen. Sie selbst bestand darauf, auf einer Matratze am Boden zu schlafen. Ihre Tochter "Lucy" und die kleinen Kinder schliefen im anderen Bett. Rickon übernachtete auf der Couch, sein Bruder am Boden.
Die Familie ist wirklich sehr lieb und gastfreundlich. Heute morgen hat mich Lucy mit auf den lokalen Markt genommen. Das war ein Abenteuer, Kuhschädel lagen am Boden herum und jede Menge Raupen gabs im Angebot. Lucy packte gleich ein paar Raupen ein fürs Mittagessen. Resümee: Grashüpfer schmecken eindeutig besser. Das Problem mit den Raupen war, dass wir sie getrocknet gekauft haben und dann wurden sie frittiert. Frisch in die Pfanne geschmissen wären sie bestimmt besser gewesen. Die Nachbarschaft hier im "Ghetto" (so nennen die Leute selbst das Viertel hier) schienen recht erstaunt gewesen zu sein, dass hier ein Muzungu herumläuft und jeder wollte mich grüßen oder schrie mir lachend hinterher. Die Gegend hier ist wahrlich recht schmutzig. Vor dem Nachbarhaus lag heute Vormittag ein völlig besoffener Mann. Die Kinder sprangen auf ihm herum und keiner schien sich sonderlich über seinen Zustand zu wundern. Und in der Klohütte vor dem Haus hatte ich heute auch ein spannendes Erlebnis: eine Ratten fiel vor meinen Füßen von der Decke auf den Boden. Bei genauerem Hinsehen konnte ich noch einen ganzen Haufen dieser Tiere erspähen.

Am frühen Nachmittag versuchte ich einen anderen Couchsurfing Gastgeber zu finden. Der Grund dafür war nicht, dass ich mich bei Rickson nicht wohlgefühlt habe, sondern eher mein schlechter körperlicher Zustand. In dem kleinen 2-Zimmerhaus herrscht immer Hochbetrieb, also wenig Zeit für Ruhe.
Ich fand einen nett klingenden Inder namens "Shishir", der im Zentrum wohnt.

Bei Shirshir angekommen erwartete mich wieder Luxus. Er hat eine riesige Wohnung mit sämtlichen Annehmlichkeiten wie Warmwasser, Fernseher usw. Vor allem ist Shishir der erste Inder, den ich persönlich kennen lerne und ich bin wirklich positiv überrascht.

Kuhschädel am Markt

mein heutiges Mittagessen: Raupen

Rickons Nachbarschaft 



Shishir, mein neuer Gastgeber

Samstag, 30. Januar 2016

Ans andere Ende der Stadt

By On Januar 30, 2016
Heute traf ich mich mit Rickon. Er wohnt am anderen Ende der Stadt. Jonathan hat mich bereits gewarnt, dass dies ein sehr schmutziges Viertel sei, die Townships von Lusaka.

Ja, und es ist wirklich ein kompletter Kontrast zu dem Villenviertel, in dem Jonathan wohnt. Ich fühle mich nun endlich wieder wie im richtigen Afrika. Kleine Häuser mit Wellblechdächern, meist ohne Strom, eine  Gemeinschaftstoilette und ein Gemeinschftswasserhahn für alle umliegenden Häuser ca 50m vom Haus entfernt. Das Haus von Rickon besteht aus 2 kleinen Räumen, einem Wohnzimmer und einem Schlafzimmer. In dem Haus wohnen er, seine Mutter, sein Bruder und seine Schwester mit ihren zwei Kindern. Ja, und sie schlafen alle in einem Schlafzimmer. Ich darf im Wohnzimmer auf der Couch nächtigen . Nun heißt es wieder Wasser schleppen zum Duschen ;)
=> Video aus dem anderen Ende der Stadt

Ansonsten war heute nicht so mein Tag, ich fühle mich weiterhin etwas kränklich und habe schon seit ein paar Tagen andauernde Magenschmerzen. Ich hoffe das wird wieder...

Freitag, 29. Januar 2016

Lusaka Tag 3

By On Januar 29, 2016
Schön langsam fängts mir hier bei Jonathan zu gefallen an. Der einzige Haken hier ist, dass es 90% des Tages keinen  Strom und kein fließend Wasser gibt. Aber dafür sind seine Jungs, seine Frau und das Hausmädchen richtige Herzstücke. Jonathan hat gemeint ich könne solange hier wohnen bleiben wie ich will. Trotzdem werde ich morgen ans andere Ende der Stadt zu einem neuen Couchsurfing Gastgeber umziehen. Man braucht ja immer etwas Abwechslung.

Heute setzte ich meine Erkundungstour durch Lusaka fort und legte dabei Unmengen an Kilometern zu Fuß zurück. Am Abend kochte ich Pasta mit Tomatensauce für alle. Doch wie nicht anders zu erwarten, ist für einen Afrikaner eine Mahlzeit ohne den typischen Maisbrei kein richtiges Essen. Der Brei besteht bloß aus Wasser und Maismehl ohne jegliche Gewürze und wird mindestens zweimal täglich gegessen. Als Beilage gibt es meist Bohnen, etwas Grünzeug (sieht aus wie Spinat) und manchmal auch Fleisch. Gegessen wird ohne Besteck. Der Brei wird mit der rechten Hand zu kleinen Kügelchen gerollt und dann mit den Beilagen gegessen. Dieser Maisbrei wird hier in Sambia "Nshima" genannt. In Uganda hieß er "Posho", in Tansania "Ugali" und in Malawi ebenso "Nshima". Und alle lieben ihn. Fragt man Leute nach ihrer Lieblingsspeise, kommt mit ziemlicher Sicherheit als Antwort "Nshima" oder wie der Brei auch immer genannt wird in dem jeweiligen Land. Verrückt oder?

beim Blödeln mit Jonathans Kids

Pedro and me

Donnerstag, 28. Januar 2016

Ein gemütlicher Tag in Lusaka

By On Januar 28, 2016
Heute Morgen fühlte ich mich richtig schlapp und kränklich. Ich habe fast bis mittags geschlafen und war immer moch total fertig. Die letzten Tage habe ich einfach zu wenig Schlaf erwischt. Ich raffte mich dann aber doch auf und machte mich auf den Weg ins Stadtzentrum, um mein Internet am Handy zu aktivieren, damit ich meine Route hier in Sambia etwas planen kann.
Zwischendurch schüttete es knappe 2 Stunden wie aus Eimern. Interessant ist auch, dass ich in Uganda, Tansania und Malawi auf der Straße großteils mit "Sister" (=Schwester) angesprochen wurde, hier in Sambia jedoch immer mit "Mama". Ob das wohl zu beudeuten hat, dass mich das Reisen altern ließ? :D

Danach besuchte ich Jonathan in seinem Büro, da er mich mit dem Auto mit nach Hause nehmen wollte. Sein Haus ist immerhin 30 Fahrminuten vom Zentrum entfernt. Er erzählte mir, dass er noch ein kurzes Meeting mit seinem Anwalt hätte und ich gerne mitkommen könnte. Im Endeffekt lud er mich dann in ein nobles chinesisches Restaurant zu einem vorzüglichen Essen ein. Dort trafen wir auch den Anwalt. Wow, was für ein Glück ich in meinem Reisealltag immer wieder habe!

Andi und Pedro -> Jonathans Söhne

Die Währung in Sambia heißt wie in Malawi "Kwacha", hat jedoch eine andere Umrechnungsrate. Ein Euro sind ca. 12 sambische Kwacha. Der größte Schein ist der Hunderter (=ca 8 Euro) 


Andi, Jonathan und Pedro





ROUTE MALAWI

By On Januar 28, 2016

Dienstag, 26. Januar 2016

Die Malawinesen

By On Januar 26, 2016
Die Malawinesen sind ja als überaus freundliches Volk bekannt. Das kann teilweise aber auch etwas anstrengend sein. Fragt man beispielsweise nach dem Weg, würde niemals jemand zugeben, diesen nicht zu kennen. Man wird dann einfach irgendwo hingeschickt und das noch dazu mit zum Teil recht konfusen Wegbeschreibungen. Meist wollen sie einem aber sogar persönlich dorthin bringen. Gestern war ich ja auf der Suche nach einem neuen Handy. Ich fragte einen jungen Mann auf der Straße, ob er wüsste wo es diese Dinger zu kaufen gäbe - mit verheerenden Folgen: der junge Mann begleitete mich geschlagene 4 Stunden quer durch die Stadt von einem Handyshop zum nächsten. Ich erklärte ihm mehrmals, dass ich nun gerne alleine weitersuchen möchte, doch er ließ sich nicht abwimmeln, er hätte ohnehin genug Zeit. Ja, in Afrika hat fast jeder Zeit, es heißt ja nicht umsonst so schön: Die Europäer haben die Uhren, aber die Afrikaner die Zeit. Der Haken an solchen Diensten ist, dass sich diese Leute dann natürlich eine kleine Belohnung erwarten. Der junge Mann erklärte mir, dass er Künstler sei und zeigte mir dann noch sämtliche Bilder, Postkarten, Armbänder, usw., die er anfertigt. Im Endeffekt kaufte ich ihm dann zwei seiner Armbänder ab, damit waren wir beide glücklich. Solche Situationen kommen täglich mehrmals in ähnlicher Form vor. Trotzdem muss ich sagen, dass die Einwohner Malawis meist wirklich sehr hilfsbereit sind und auch nicht immer eine Gegenleistung für ihre Hilfe erwarten.
Das einzig wirklich anstrengende sind die Busbahnhöfe. Da geht es wild zu. Leute werden zum Teil wie Tiere in die Minibusse getrieben und das auch recht grob. An das werde ich mich wohl nicht gewöhnen wollen, so geht man einfach nicht mit Menschen um. Kaum am Busbahnhof angekommen stürmen jede Menge junger Männer auf einen zu, schreien auf einen ein und versuchen dich in ihren Minibus zu reißen. Ähnliches Schauspiel spielt sich auf den Märkten ab.
Nun genug geschrieben über die Malawinesen, morgen geht´s nach Sambia. Um 5 Uhr morgens soll der Bus dorthin starten. Ich bin schon gespannt was mich dort erwartet. Es ist nun das erste Mal, dass ich alleine eine Grenze in Afrika über den Landweg passiere. Davor hatte ich immer eine Reisebegleitung dabei.
Gute Nacht :)




Montag, 25. Januar 2016

Lilongwe

By On Januar 25, 2016
Gestern machten Green und ich uns morgens auf zum Busbahnhof in Blantyre. Kaum in den Minibus Richtung Cape Maclear eingestiegen sahen wir doch glatt noch zwei weitere Muzungus vor dem Bus stehen. Und siehe da, es waren wirklich Birgit und Martin, die wir am Mt Mulanje kennengelernt hatten. Sie möchten sich uns nach Cape Maclear anschließen und in der selben Unterkunft wie ich unterkommen. Die Welt ist manchmal wirklich klein. 

Wir erreichten Cape Maclear am späten Nachmittag. Die Angestellten in der Unterkunft und die Beachboys vom  Strand begrüßten mich herzlich. Sie freuten sich sehr, dass ich nochmals gekommen bin. Das war fast so ein Gefühl wie wieder nach Hause zu kommen. Und das beinahe am anderen Ende der Welt - ein schönes Gefühl irgendwie. Sogar der Rastafari, der mit mir im Schlafsaal war und am Abend immer so schön sang und mit der Gitarre spielte, war noch da. Mein vergessener Rucksack wartete auch schon auf mich.

Green machte mir den Vorschlag, dass wir am Abend am Strand ein Lagerfeuer machen und Fisch grillen könnten. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen. Auch Birgit, Martin und ein Freund von Green gesellten sich zu uns. Es war ein wunderschöner Abend und der Fisch war einsame spitze. Dann hieß es wieder Abschied nehmen.

Heute Morgen um kurz nach fünf Uhr ging meine Reise nach Lilongwe los. Die Minibusfahrten zogen sich teilweise ins Unendliche. Aus unerfindlichen Gründen fuhr der Fahrer bloß um die 40km/h. Außerdem hielt er wirklich wahnsinnig oft an, um Leute ein- oder aussteigen zu lassen. Und wenn auch nur ein winziges Plätzchen im Bus frei war, wurde gewartet bis auch dieser besetzt wurde. Am Ende wurden dann natürlich wieder viel zu viele Leute in den Bus gequetscht und und ich konnte mich geschlagene 3 Stunden keinen Zentimeter bewegen. Von der Hitze im Bus einmal ganz zu schweigen. Aber ich versuche das Ganze nach wie vor mit einer Prise Ironie zu sehen. Im Endeffekt ist jede Minibusfahrt ein neues Abenteuer und es gibt immer Einiges zu lachen. 

Um 13 Uhr kam ich in Lilongwe an. Dort traf ich mich mit Desiree, die ich über Couchsurfing kenne. Als sie mir ihr Zuhause zeigte, staunte ich nicht schlecht. Es gibt eine Badewanne, eine Waschmaschine (die erste nach vier Monaten Reisen), Warmwasser, Strom, usw. Außerdem hat ihr Haus einen riesigen Garten. Ich fühle mich wie im siebten Himmel. Zuerst genoss ich eine ausgiebige Dusche mit warmen Wasser. Und dann durfte ich sogar noch meine Wäsche in der Waschmaschine durchwaschen. Das war eine Wohltat! Ich bin zwar nun schon eine absolute Meisterin im händisch Wäsche waschen, aber es ist trotzdem kein Vergleich zu einer Waschmaschine.

Morgen werde ich versuchen ein neues Smartphone aufzutreiben, damit ich dann wieder ein paar Fotos für den Blog machen kann ;)

Samstag, 23. Januar 2016

Mount Mulanje - 3 Tagestour

By On Januar 23, 2016
Nach dem ganzen Theater mit der Polizei am Mittwoch kamen wir dann erst um 14 Uhr zurück nach Likhubula, dort wo unsere Unterkunft war. Der Guide, der uns ja bis zur ersten Hütte bringen sollte, meinte dann plötzlich, dass wir doch die Tour auf morgen verschieben sollten, da es heute schon so spät sei. Soweit ich wusste dauert der Aufstieg zur ersten Hütte, der "Chambe Hut" ca 3-4 Stunden, also sah ich keinen Grund hier noch eine Nacht in dem Dorf zu verbringen, vor allem nach den Vorfällen des gestrigen Tages. Nach einer längeren Diskussion, die das Losgehen dann wieder um eine gute Stunde verzögerte, gings dann Gott sei Dank los.

Der Aufstieg zur Chambe Hut war unglaublich steil und es war sehr sehr heiß. Die Sonne knallte richtig runter. Unser Guide verabschiedete sich kurz vor der Hütte, da er vor dem Dunkelwerden noch runterkommen wollte. 

Die Chambe Hut ist eine niedliche kleine Hütte. Ausgestattet ist sie bloß mit ein paar Matten, worauf man schlafen kann, einem offenen Kamin mit Töpfen zum Kochen und einem lieben alten Herrn, der auf die Hütte aufpasst. Sie liegt auch an einem sehr idyllischen Plätzchen, umringt von jeder Menge felsiger Berggipfel inmitten von saftig grünen Wiesen und jeder Menge Bäche und Flüsse. Neben der Hütte steht ein Pfirsichbaum, den wir sogleich plünderten. Die Nacht wurde verwunderlicherweise eisig kalt.

Am Donnerstag machten wir uns frühmorgens auf zur "Chisepo-Hütte". Der Weg dorthin war wunderschön und es ging immer wieder etwas bergauf und bergab. Vor allem die große Anzahl an Bächen und die vielfältige Natur machten die Wanderung zu einem tollen Erlebnis. Wir konnten auch Paviane sehen. Nach knappen 3 Stunden kamen wir an der Hütte an. Dort trafen wir auf ein Pärchen, wobei sie (Birgit) aus Österreich kommt und er (Martin) aus Deutschland. Sie sind mit dem Fahrrad von Südafrika nach Malawi hochgefahren. Die beiden waren mit einem Guide unterwegs und wollten soeben los auf den höchsten Gipfel des Mount Mulanje Massivs, nämlich dem "Sapitwa", welcher auf 3002m liegt. Ihr Guide machte mir das nette Angebot mit ihnen hochgehen zu können, da es leider keine Wege gibt und es auch nicht ganz ungefährlich sei. Ich nahm dieses Angebot gerne an. Green schien komplett fertig zu sein und wollte deshalb bei der Hütte warten. Ich glaube, der hat das Bergsteigen doch ein wenig überschätzt. Der Weg zum Gipfel dauerte nochmals knappe 3 Stunden und es war teilweise eine ordentliche Kletterei und vor allem war der Weg extrem steil. Aber letztendlich haben wir es geschafft und hatten einen traumhaften Ausblick. Danach ging es wieder hinunter und Green war schon dabei das Abendessen vorzubereiten. Wir ließen den Abend mit ein paar Runden "Bao", einem recht bekannten Brettspiel hier in Afrika, und interessanten Gesprächen ausklingen.

Heute morgen machten Green und ich uns bereits um kurz nach 6 Uhr morgens auf den Rückweg nach Likhubula. Wir kamen an sehr einladenden Gewässern vorbei und machten Stopp für eine Schwimmpause im eiskalten Nass. Das war eine Wohltat. Obwohl ich Green ein wenig ansehen konnte, dass er so kaltes Wasser nicht gewohnt war, immerhin ist der Malawisee um Einiges wärmer. Kurz nach 12 Uhr waren wir wieder im Dorf. Ich musste nochmals nach Mulanje um mir von der Polizei einen Bericht über den Diebstahl abzuholen. Diesmal versuchten wir es mit Autostoppen, und siehe da, nach bereits wenigen Sekunden nahm uns ein sehr netter einheimischer Mann mit. Bei der Polizei angekommen ging es dann diesmal zum Glück relativ schnell und ich bekam meinen Bericht. Die Polizisten hier scheinen wirklich nett zu sein und sind auch für sämtliche Späße zu haben. Sie meinten dann noch, sie würden versuchen mein Handy zu finden, falls ich die Telefonnummer herausfinden kann. Dann wäre es nämlich möglich das Telefon zu orten. Naja, aber ganz ehrlich: das Ding werde ich sowieso nicht mehr bekommen und damit habe ich mich nun auch abgefunden. Es ist ja wirklich nur ein Handy. Es ist zwar nach wie vor unendlich schade um alle Fotos usw, aber viele davon hab ich ja auch hier auf meinem Blog online gestellt.

Nachdem wir bei der Polizei fertig waren, gings mit dem Minibus zurück nach Blantyre. Dort werden wir noch eine Nacht verbringen. Dann muss ich leider nochmals zum Cape Maclear, da ja dort mein toller kleiner wasserdichter Rucksack noch ist. Das heißt, ich werde wahrscheinlich am Sonntag nach Lilongwe, der Hauptstadt Malawis, aufbrechen. Und vielleicht finde ich dort ein neues Handy - irgendwie ist es ja schon praktisch zum Fotos machen, Blog schreiben, usw ;)

Abendstimmung bei der "Chambe Hut"

einladende Bergbächen


Chisepo Hut

Birgit, ich und deren Guide am Gipfel des Sapitwa (3002m)

Mittwoch, 20. Januar 2016

Unglückstage - Handy gestohlen!

By On Januar 20, 2016


TIA - This is Africa bzw. in Afrika läuft nichts nach Plan 
Der Tag gestern war nicht gerade der beste. Green und ich wollten ja gleich frühmorgens nach Mulanje zum Bergsteigen, aber es zog sich alles ewig in die Laenge. Wir fanden die Besitzerin unserer Unterkunft ewig nicht, der Bus nach Mulanje wurde erst mittags voll, deshalb fuhren wir erst so spät weg. In Mulanje mussten wir erst in das Tourismusbuero um uns für die Berghütten einzutragen. Und dann stürmten auch noch zwanzig junge Männer auf uns zu, die uns erklärten, dass es Green nicht gestattet sei mein Guide zu sein, da ich einen aus dem Dorf fuer 25 Dollar pro Tag nehmen müsse. Es folgten stundenlange Diskussionen. Letztendlich einigten wir uns drauf, dass uns einer der Jungs bis zur ersten Berghütte begleitet und dann können wir alleine weiter, er bekommt dafür umgerechnet 3 Euro. So ein Theater immer. Natürlich war es dann viel zu spät um noch loszugehen. Aber wir fanden eine Unterkunft fuer nur 1 Euro pro Nacht in Mulanje. Zwar ohne Strom und Wasser, aber sonst ganz nett.

Handy gestohlen

Und dann der Höhepunkt: Am Abend, verließ ich um etwa 20 Uhr mein Zimmerchen um Wasser holen zu gehen. Das Zimmer sperrte ich natürlich ab. Danach folgte eine kurze Dusche. Als ich wieder zurück ins Zimmer kam, suchte ich vergeblich mein Handy. Dabei war ich mir ganz sicher, dass ich es auf das Bett gelegt hatte. Ich verständigte die Besitzer meiner Unterkunft.

Diese holten sogleich den Wachmann herbei. Dieser schien jedoch bereits geschlafen zu haben. War ihm auch nicht zu verübeln, der Gute war geschätzte 80 Jahre alt und wirkte schon leicht dement. Er begann sich zu verteidigen und meinte, dass er sich sicher sei, dass niemand  in die Nähe des Hauses kam. Nicht unweit ist jedoch eine kleine Bar, in der sich immer Unmengen an besoffener Dorfbewohner tummeln. Manchmal verirrt sich auch der eine oder andere hierher zum schnellen WC-Gang. Da mein Zimmer ebenerdig lag, standen wir davor und überlegten, wie jemand das Handy gestohlen haben könnte. Wir kamen auch recht schnell drauf, was wohl geschehen war. Die Fenster meiner Unterkunft waren nämlich nur durch Gitter gesichert, also keine Fensterscheibe. Vor dem Fenster lehnte ein am Ende gegabelter Holzstab. Mein Handy hatte eine Schlaufe dran, und somit ist es kein Kunstwerk dieses mit dem Stab herauszufischen. Dann kam mir auch noch in den Sinn, dass mein Alarm auf 20:15 Uhr gestellt war.

Die Geschichte kann man sich also super einfach zusammendenken: Irgendjemand von der Bar kam wahrscheinlich gerade zum Pinkeln hierher und hörte den Alarm meines Handys. Bei einem Blick durchs Fenster sah er das Ding am Bett liegen und fischte es sich natürlich  heraus.

Mittlerweile waren schon jede Menge Leute um mich versammelt. Sie alle schienen sehr empört über den Diebstahl. Ein Herr meinte, wir sollten doch in der Bar die Gäste durchsuchen. Das kam mir recht irrsinnig vor. Wer auch immer mein Handy nun hatte, ist damit bestimmt schon über alle Berge oder hat es wenigstens ordentlich versteckt. Ich war mir bereits recht sicher, das Ding nie wieder zu sehen. Klar, war ich im ersten Moment sehr wütend und auch traurig, da ich doch meine ganzen Reisefotos darauf gespeichert hatte und noch vieles mehr. Da ich schon unendlich müde war, wollte ich eigentlich nur noch schlafen gehen. Doch die Dorfbewohner machten keine Anstalten die Suche aufzugeben. Sie schienen noch besorgter zu sein als ich. Es wurde spekuliert und diskutiert. Eine neue Person wurde nun in Verdacht genommen. Ein Herr schlug vor, dass wir diesen aufsuchen und befragen. Wieder fehlte mir die Sinnhaftigkeit der Sache, aber gut. Wir gingen geschlossen zum Haus des Verdächtigen. Dieser öffnete sehr verschlafen die Haustüre - es war immerhin schon fast Mitternacht. Natürlich wusste er von der ganzen Sache nichts. Ich war wirklich extrem gerührt von der Anteilnahme all dieser Menschen, trotzdem verabschiedete ich mich nun, um schlafen zu gehen.

Bei der Polizei - Austria und Australia
Bereits um sechs Uhr morgens klopfte es an meine Tür. Es waren ein paar Jungs von gestern. Sie wollten mir zur Polizei begleiten. Also los. Die Polizei war wirklich außerordentlich freundlich. Mir war aber klar, dass mir auch diese mein Handy nicht zurückbringen werden, obwohl sie mir dies ernsthaft weißmachen wollten. Sie bräuchten irgend eine Identifikationsnummer, dann könnten sie es orten. Eigentlich wollte ich mir nur schnell den Wisch für die Versicherung holen. Doch die afrikanischen Uhren ticken anders. Schnell geht hier gar nichts.
Dafür teilten die netten Polizisten sogar ihr Mittagessen mit uns. Als mich der Polizist fragte, woher ich denn komme und ich „Austria“ antworte, meinter er: „Oh Australia, nice!“. Ich wiederholte mich nochmals: „No, Austria!“. „Ah ok, Austria.“ Daraufhin ging ich aus, dass er es geschnallt hätte. Doch zu früh gefreut. Ich erhielt meine Unterlagen für die Versicherung. Blöderweise schaute ich mir diese erst genauer an, also ich wieder zurück in meiner Herberge war. Hat der Typ bei Nationalität nun doch glatt „Australia“ hingeschrieben. Nun kann ich nur hoffen, dass sich deswegen die Versicherung nicht weigert zu bezahlen.

Sonntag, 17. Januar 2016

Auf nach Blantyre

By On Januar 17, 2016

Vom gestrigen Tag gibt es nicht viel zu erzählen, wir haben vorwiegend relaxed.

Heute morgen hieß es wieder einmal um 5 Uhr aufstehen. Sonja wird zurück in den Norden Malawis reisen und ich in den Süden, da dort einige Berge zum Wandern sind. Das Lustige an der Sache ist, dass ich nicht alleine dorthin reise sondern mit Green, dem jungen Mann mit dem wir die Kanutour machten. Er hat mir angeboten mein Guide zu sein. Ich bin mir zwar nicht sicher wie gut er die Berge dort kennt, da er doch ca 8 Stunden entfernt wohnt. Aber er ist so ein lieber vertrauenswürdiger Kerl und außerdem verlangt er weniger als die Guides vor Ort. Ich muss zwar ein bisschen zum seinem Fahrtgeld hinzusteuern, aber das ist auch nicht die Welt. Außerdem sind die Berge dort nicht gefährlich, also kann eh nicht viel schief laufen.

Ach, und dann kam der Abschied von Sonja. Wie werde ich dieses Mädel vermissen. Ich hätte wirklich fast geheult. Man weiß auch einfach nie wann man sich wiedertreffen wird.

Green und ich kamen um ca 13 Uhr in Blantyre an. Wir werden eine Nacht hier verbringen und morgen früh zum Mulanje-Gebirge weiterreisen. Geplant wäre 3 Tage dort zu wandern.

Am Nachmittag haben wir uns noch mit Reis, Nudeln und Gemüse für die Bergtour eingedeckt.

Kanutour - Thumbi Island

By On Januar 17, 2016
Gestern starteten wir am Morgen eine Kanutour mit einem dieser kleinen traditionellen Holzkanus. "Green", ein Einheimischer, den wir am Tag zuvor getroffen hatten war unser sozusagener Guide. Es war ein wundervoller Tag. Wir paddelten auf "Thumbi Island", eine minikleine Insel nicht weit von unserem Strand entfernt. Dort machten wir ein Lagerfeuer und grillten frisch gefangenen Fisch. So stellt man sich das Paradies vor. Green ist ein genialer Koch, er zauberte noch eine leckere Sauce mit frischen Tomaten und kochte Reis. Den Rest des Tages verbrachten wir auf der Insel mit Schnorcheln und Relaxen. Es ist unglaublich wieviele bunte kleine Fische sich hier im Wasser tummeln. Das hat mich beinahe an das Schnorcheln in Ägypten erinnert. Am Abend ruderten wir zurück und hatten einen wunderschönen Sonnenuntergang am See.

Danach zeigte uns Green ein günstiges lokales Restaurant, wo wir dann zu Abend aßen. Später lernten wir noch 2 junge Südafrikaner kennen, mit denen wir noch einen lustigen Abend verbrachten.


Sonja und ich auf unserem Holzkanu

bunte kleine Fische in allen Farben im Malawisee

jede Menge Spaß am Kanu


unser Mittagessen

unglaubliche Pflanzenwelt auf Thumbi Island




Thumbi Island

Abendstimmung am Kanu

Freitag, 15. Januar 2016

Öffentliche Verkehrsmittel in Malawi und Cape Maclear

By On Januar 15, 2016
Heute morgen wollten Sonja und ich irgendwo im Dorf billig frühstücken gehen. Das war gar nicht einfach, da es hier in Malawi auch fast kein Straßenessen gibt. Teilweise kann man Pommes finden, aber sonst gibt es eigentlich nur diese minikleinen Tante Emma Läden, wo man Nüsse, Brot und Seifenstücke kaufen kann. Natürlich gibt es auch einen Fischmarkt und Obst- und Gemüsemärkte (Tomaten, Zwiebel, Gurken, Ananas und Mangos). Die Menschen hier im Dorf tragen großteils zerrissene Kleidung und haben keine Schuhe. Man merkt also doch recht stark, dass die Armut hier groß ist. Die meisten haben keinen Job und konnten sich keine Schulbildung leisten. Die einzigen Berufe hier im Dorf sind Fischer, Fahrradtaxifahrer oder Verkäufer in den kleinen Läden. Die Menschen leben auch viel vom Tauschhandel, da ihnen einfach das Geld fehlt. Leider sieht man viele Leute, vor allem Männer, die ihre Zeit mit dem Trinken von billigen lokalen Spiritousen oder dem Rauchen ihres Malawi Golds totschlagen. Wir wurden in der Senga Bay auch recht oft um Geld gefragt. Zum einen tun einem die Leute sehr leid, da sie wirklich arm sind. Ich persönlich denke aber, dass mit Betteln das Grundproblem hier nicht gelöst werden kann und den Menschen auch nicht vermittelt werden sollte, dass man Geld einfach ohne zu arbeiten, bekommt. Aber das ist auf alle Fälle ein schwieriges Thema zu dem es viele verschiedene Meinungen gibt.

Im Endeffekt frühstückte ich dann doch in unserer Lodge, man bekommt immerhin für knapp über einen Euro dort auch schon leckeres Essen. Danach machten wir ins auf den Weg zum Busbahnhof um zurm Cape Maclear zu fahren. Dann haben wir so gut wie alle Strände vom Norden bis in den Süden Malawis durch.

Der Weg zum Cape Maclear war ein wahres Abenteuer. Wir mussten 4 Mal das Transportmittel wechseln. Zweimal war es ein völlig überladener Minibus und zweimal ein Lieferwagen. Die Ladefläche desr Lieferwagen war maßlos vollgestopft mit Menschen, einer Ziege und jeder Menge Obst, Gemüse und anderer Waren. Das ist ein tolles Gefühl sag ich euch, sich den frischen Fahrtwind um die Ohren sausen zu lassen auf einer Ladefläche eingequetscht zwischen den Einheimischen. In solchen Momenten wird mir wieder bewusst wie sehr ich doch das Reisen liebe.

Am Cape Maclear fanden wir eine tolle günstige Unterkunft an einem wunderschönen Sandstrand. Und verwunderlicherweise sind wir diesmal nicht die einzigen Muzungus hier.

vollgestopfter Minibus

Ziege an Board


auf der Ladefläche eines Liwferwagens



Mittwoch, 13. Januar 2016

Auf zur Senga Bay

By On Januar 13, 2016
Der Plan war eigentlich gestern um 6 Uhr morgens den Bus zu nehmen und zur Senga Bay weiterzufahren. Als der Wecker jedoch um halb fünf Uhr morgens klingelte, hat es wie aus Eimern geschüttet. Wir beschlossen dann spontan einfach liegen zu bleiben. Wir verbrachten den Großteil des Tages bei Kelvin, einem Rastafari, der hier ein niedliches kleines verrücktes Restaurant am See hat. Ein total lieber und abgedrehter Typ. Außerdem lernten wir gestern noch Lilo, einen mindestens genauso abgedrehten Typen aus Belgien, kennen. Wir hatten ganz spannende Gespräche und unendlich viel Spaß.

Aber heute Morgen haben wirs dann durchgezogen und sind um kurz nach 4 Uhr aufgestanden. Wir schauten noch bei Kelvin auf ein superfrühes Frühstück vorbei. Kelvin ist wirklich ein Herzstück, er ist extra für uns früher aufgestanden und wollte uns dann auch noch alles schenken. Er ist wirklich fast zu gut, immer wenn wir zu ihm kommen schenkt er uns Tee oder Kekse oder verrechnet einfach viel weniger. Er hat uns noch einiges über die Einstellungen und den Lebensstil der Rastafari erzählt. Als er uns dann noch erklärte, dass auch Jesus ein Rastafari war und er sich sicher ist, dass Adam und Eva keinen Apfel gegessen hätten sondern Marihuana konsumiert hatten, mussten wir herzhaft lachen. Ja, so verschieden kann man etwas auslegen.

Am frühen Nachmittag erreichten wir schon die Senga-Bay. Es ist wiederum ein kleines Paradies. In der Nkhata-Bay hatten einen wunderschönen Stein- und Klippenstrand. Hier an der Senga-Bay zieht sich ein traumhafter Sandstrand entlang. Und es ist komplett touristenleer. Nur ein paar schwarze Kinder planschen im Wasser und einige Fischer sind bei der Arbeit. Sonja und ich sprangen natürlich auch in die Fluten. Bilharziosegefahr hin oder her, man hört hier sowieso von jedem etwas anderes. Also ausgeschlossen ist Bilharziose hier nicht, aber theoretisch gibts auch Nilpferde und Krokodile.

Traumhafte touristenleere Strände in der Nebensaison

Riesenschnecke

Senga Bay

Sonnenaufgang heute morgen 

Dienstag, 12. Januar 2016

Nhakata Bay - Tag 2

By On Januar 12, 2016
Ausschlafen, Gegend erkundschaften, baden und viel zu viel essen - so sah der Tag heute aus.

Immer wieder mussten wir feststellen, dass die Menschen in Malawi ganz anders sind als in Tansania. Sie wirken ein wenig offener und redseliger. Ja, und man könnte fast auch sagen ein wenig verrückter oder durchgeknallter. Meistens im postiven Sinne, aber zum Teil auch ein bisschen nervig, vor allem diese Beachboys. Man könnte teilweise meinen, dass sie einfach viel zu viel ihres Malawi Golds konsumieren. Außerdem merkt man auch an vielen Dingen, dass Malawi eines der ärmsten Länder ist.

Nkhata Bay

Holzkanus

Fischer

Malawisee

unsere Unterkunft

die open-air Rezeption unserer Unterkunft 

Montag, 11. Januar 2016

Nkhata Bay

By On Januar 11, 2016
Heute Mittag machten wir uns auf zum Busbahnhof in Mzuzu. Das wieder einmal eine nervenaufreibende Sache. Ungefähr fünfzehn junge Männer stürmten dort auf uns zu und begannen ohne Punkt und Komma auf uns einzuschreien. Erstmals weiß man da gar nicht was die jetzt plötzlich alle von einem wolle.  Im Endeffekt versuchte jeder einfach.uns in seinen Minibus zu bekommen. Sie waren dermaßen aufdringlich, dass sie sogar versuchten uns die Rucksäcke vom Leib zu reißen. Also in solchen Situationen muss ich dann auch aufpassen nicht die Beherrschung zu verlieren. Wir machten ihnen ebenso lautstark klar, dass sie uns bitte sofort in Ruhe zu lassen haben. Wir suchen uns unser Transportmittel selbst. Das machten wir dann auch und erreichten nach zirka einer Stunde Fahrt die Nkhata Bay. Zwei Mädels in Mzuzu hatten uns empfohlen im "Butterfly Space" unterzukommen. Leider war das vom Busbahnhof in Nkhata ein ordentliches Stück entfernt, zumindest mit all unserem Gepäck und der Hitze. Wir liefen Hügel rauf und runter, irgendwann konnte Sonja nicht mehr und hielt das näxhste Auto an. Das war auch noch ein Polizeijeep. Aber der nette Herr nahm uns auf seiner Ladenfläche doch glatt mit und brachte uns zur Unterkunft. Diese ist wieder mal ein Traum. Alles kleine Holzbungalows an den Hang eines Hügels gebaut, direkt am Strand und noch dazu zu einem sehr erschwinglichem Preis.

Was hier in Malawi auffällt, ist noch die Vielzahl an Rastafaris, die einem auch sämtliche Dienste anbieten wie Tourist-Guide, "Malawi Gold" usw. Sie sind auch rexht bekannt für ihre Liebschaften mit Touristinnen.

der Strand unserer Unterkunft
die Beachbar unserer Unterkunft


Sonntag, 10. Januar 2016

ROUTE TANSANIA

By On Januar 10, 2016

Auf nach Mzuzu

By On Januar 10, 2016

Die Währung in Malawi: "Kwacha" Der 1000er Schein ist der größte Schein hier und entspricht gerade mal 1,40 Euro


Die Mushroom-Farm war wirklich ein perfektes Plätzchen zum Relaxen und Chillen. Nach einem späten Frühstück machten wir uns auf den Weg zurück nach Chitimba. Eigentlich wollten wir dort noch eine Nacht bei Willi am See bleiben, doch leider ist unsere Kohle alle. Wir holten deshalb nur unsere Rucksäcke bei Willi ab und nahmen dann einen Minibus nach Mzuzu, die nächstgrößere Stadt, in der es auch Bankomaten gibt. 

Eines muss ich nun auch feststellen: In Uganda und Tanzania waren die Minibusse zwar auch total überladen aber Malawi schlägt die beiden Länder eindeutig. Da wird wirklich bis zur Decke der komplette Minibus mit Waren, Fischen und Menschen vollgestopft. Jeder sitzt auf dem anderen, es ist abartig heiß und die Luft ist stickig und riecht nach diversen Ausdünstungen, Fisch und Hühnern. Aber genau diese Erlebnisse wird man nie vergessen und machen Afrika so richtig aus. Vor allem ist es auch teilweise eine Mordsgaudi im Bus wenn mit allen Mitteln versucht wird noch etwas hineinzuquetschen. Alle lachen und sehen es mit Humor wenn drei Leute und 4 lebendige Hühner quasi übereinandersitzen. Wäre unvorstellbar bei uns zu Hause. Auf der Fahrt nach Mzuzu durchquerten wir einige Gegenden mit wüsten Überschwemmungen. Ganze Dörfer standen unter Wasser. Auch die Straße war teilweise ein reißender Fluss, weshalb schon einige Minibusse auf der Straße standen und warteten bis der Wasserspiegel sinkt. Unser Fahrer war jedoch der Meinung, dass wir mit viel Schwung da durchkommen. Mit halsbrecherischer Geschwindigkeit durchquerten wir sämtliche Flüsse und Überschwemmungen. Man konnte gar nichts mehr sehen, da das schmutzige Wasser bis über den Minibus hochspritzte. Also Sonja und mir.ging da schon ein wenig der Reis. Als wir es geschafft hatten jubelte der ganze Bus.

In Mzuzu angekommen fanden wir eine nette Unterkunft, die uns Willi schon empfohlen hat, namens "Mzoozoozoo".

das Plumskko auf der Mushroom Farm

Sonja, Willi und ich

Kinder beim Spielen eines Brettspiel mit Steinen


im Minibus

Sraßen wurden zu reißenden Flüssen



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