Zurück in die Wildnis
Wie jedes Jahr Anfang November ist der Rucksack wieder gepackt und ein neues Abenteuer wartet auf mich. Beziehungsweise warten zwei Projekte darauf, zu Ende gebracht zu werden, die ich auf meiner letzten Reise begonnen habe.
Erster Stopp: Türkei
Zuerst werde ich einen Monat in der Türkei verbringen. Letztes Jahr bin ich dort ungefähr ein Viertel des Lykischen Wanderwegs gewandert. Das Ganze war eigentlich nur als Equipment-Test für mein großes Patagonien-Projekt gedacht. Aber der Lykische Weg hat mich mit seinen beeindruckenden Landschaften und auch den noch sehr angenehmen Temperaturen im November so sehr begeistert, dass ich unbedingt wiederkommen wollte. Diesmal möchte ich den gesamten Weitwanderweg in Angriff nehmen, und zwar von der anderen Seite aus, beginnend in Antalya.
Danach geht's noch kurz nach Österreich zu meiner Familie, bevor ich Mitte Dezember wieder nach Südamerika aufbreche.
Zurück nach Patagonien
Ende November letzten Jahres bin ich von Santiago de Chile zu Fuß mit meinem Zelt im Rucksack in Richtung Süden gestartet - quer durch die abgelegene Wildnis der Anden. Dabei bin ich ungefähr bis auf die Höhe von Puerto Montt gekommen. Eigentlich hätte ich gedacht, dass ich es viel weiter schaffe. Aber ich habe das unwegsame Gelände, die vielen Höhenmeter und vor allem meinen schweren Rucksack etwas unterschätzt.
Diesmal gehe ich die Sache von der anderen Seite an: Ich fliege ganz in den Süden Patagoniens, nämlich nach Puerto Williams, und arbeite mich von dort aus zu Fuß in Richtung Norden vor.
Ich freue mich schon wieder riesig auf die Wildnis und die Abgeschiedenheit. Vor den Wetterbedingungen in Patagonien habe ich jedoch etwas Respekt. Die Gegend dort ist bekannt für ihre starken Winde und heftigen Stürme, die vielen Niederschläge und kalte Nächte. Dazu kommen abgelegene Gebiete, in denen man oft tagelang keiner Menschenseele begegnet.
Ich bin nun schon sehr gespannt, was mich die nächsten fünf Monate erwartet und werde versuchen mehr oder weniger regelmässig Updates zu geben.
Eure Michi
